Liebe Marlena
...
Och, wir waren mal in Paris und hatten dort in der Nähe ein
Zimmerchen in einem etwas wackeligen Hotel. Es war alles
ziemlich unordentlich und unsauber und reparationsbedürftig.
Und wenn man morgens die enge Treppe auf dem knallroten
Teppich herunterkam, um dem übernächtigten Magen café mit
croissan zu gönnen, so war die Frau an der Conciergerie nirgends,
nirgends ein Kaffee und nirgends ein Gipfel, obwohl es deutlich
geschrieben war déjeuner inclus. Sie hatte sich einfach verschlafen
und kam sehr sehr spät mit einer Miene herein, als ob ein
verschlafenes Gesicht eine medaille d'honneur wäre. Kein Wort
der Entschuldigung, nichts, all die Gäste und übrigen Europäer
waren schuld, weil sie unvernünftig früh aufgestanden waren.
Sogar die weiblichen Concierges von Paris halten sich im Ernst
für den Nabel der Welt. Du siehst, das Hotel war ziemlich
heruntergekommen. Aber wir hatten ein DACHZIMMERCHEN,
mit einem grossen Dachfenster, wo man über die Dächer von
Paris, und auch die Gebäude der Sorbonne sehen konnte. Es war
fantastisch. Am liebsten hätte ich einen 5-Jahres-Vertrag
unterschrieben für dieses kleine Zimmerchen. Aber...
Montag, 8. Februar 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen