Samstag, 21. Mai 2016

Einmal im Leben ..


(---)

Weißt du Marlena, was ich gerade beschlossen habe? Das ist natürlich
wieder einmal ein bisschen verrückt. Aber es ist nun mal so. Einmal
im Leben werden wir uns sehen. Mindestens einmal. Vielleicht nur
eine Stunde, vielleicht weniger, vielleicht nur für dein helles Lachen.
Vielleicht nur eine Zwischenlandung oder eine Durchfahrt irgendwo
auf dieser Welt. Vielleicht sind wir dann schon alt und werden uns
zitterig umarmen. Aber einmal werden wir uns sehen. Da bin ich mir
ziemlich sicher. Ich habe bisher in meinem Leben alle Ziele erreicht.
Aber du musst dir keine Sorgen machen, wir werden §3 und §5
berücksichtigen.


Freitag, 20. Mai 2016

das Wallis - eine urtümliche Gegend der Schweiz



Alpenpanorama im Wallis

---

Dann hast du vielleicht die Karte mit dem Alpenpanorame im Wallis auch bekommen? Sieht doch imposant aus. Das ist kein Foto, sondern eine Zeichnung, wohlbemerkt. Die Namen sind zwar etwas klein und undeutlich. Und wenn man dort wohnt, sieht alles ganz anders aus als aus dieser Vogelperspektive. Aber man hat doch einen Eindruck und kann sehen, dass die Walliser ein echtes Bergvolk sind, wenn auch die meisten unten im Rhonetal leben. Ich habe dir erzählt von meinen Erfahrungen im Militär. Ich war Offizier und hatte nur Walliser Leute und Berneroberländer, also alles Alpentypen. Wenn man mit ihnen ins Schwimmbad ist, konnten viele gar nicht Schwimmen. Und die meisten wagten es nicht, vom Sprungbrett hinunter ins Wasser zu springen. Ich habe mich immer gefragt, warum das so ist. Ich glaube, Gebirgsmenschen haben eine reflexartige Abneigung gegen das hinunterspringen. Das geht ihnen gegen die Natur. Und schwimmen konnten sie natürlich in ihren Bergdörfern nicht lernen. Wasser war ihnen so gut wie fremd. Das brauchten sie nur, um ihre Wiesen zu wässern. Dafür ist das Wallis bekannt, dass es viele kleine Kanäle gibt, die sog. Bisses, in denen man das Wasser von den Bergbächen auf die Wiesen leitet. Würden sie nicht künstlich bewässern, die Vegetation würde im Sommer in der grossen Wärme verdorren. Die bisses sind eine Spezialität des Wallis. Und früher hat man sie in den Dörfern im Gemeinwerk, dh. alle zusammen, gebaut und dann jedes Jahr wieder repariert. Manchmal mussten die Leitungen den Felsen entlang in Holzkanälen aufgehängt geführt werden. Das waren gefährliche Arbeiten und oft ist einer in alten Zeiten zu Tode gestürzt. Und es gab eine spezielle Organisation, wie sie im Dorf das Wasser verteilten. Jeder hatte eine bestimmte Zeit zur Verfügung, während der er das Wasser auf seine Wiesen leiten konnte. Und gelegentlich war das auch mitten in der Nacht.



 Foto: Chris
Ich hatte einen Schulkollegen, der oft mitten in der Nacht wässern musste für seine Eltern. Und am Morgen ging es dann wieder in die Schule, als ob nichts gewesen wäre. Es gab auch harte Strafen, wenn einer geheim und gegen die Regelung Wasser auf seine Felder leitete zu Zeiten, die ihm nicht zugestanden wären. Das wurde hart als Diebstahl geahndet und natürlich war eine solche Person vom ganzen Dorf verachtet.
Ja, das Wallis ist eine urtümliche Gegend der Schweiz. Es ist der konservatievste Teil, dadurch, dass es durch die Berge etwas abgeschieden ist. Aber es ist ein sehr schöner Kanton, wie du damals, als ich zum ersten mal darüber gesprochen hatte, gesagt hast, damals, als ich den Eindruck hatte, du sprichst davon, als ob du es schon kennen würdest. Was hast du dir denn dabei gedacht, als ich das so erwähnte? Du musst ja gedacht haben, der merkt auch wirklich alles!! Der ist ein Hellseher?
---



Donnerstag, 19. Mai 2016

Gotik-Band




Liebe Marlena

(---)

Ich habe diese paar freien Tage sehr genossen, und ich habe auch ein bisschen gearbeitet. Am Freitag war ich in Basel. Ich habe mir ein grosses Buch gekauft über die Gotik. Es behandelt die Stilgeschichte und ist Teil einer Reihe. Ich habe davon auch schon den Band Rom und ein paar andere. Und auf dem Gotik-Band ist auf dem Frontbild eine wunderschöne Abbildung der Sainte Chappelle von Paris, dem Chor der Königskapelle. Sicherlich kennst du sie. Sie ist auch sehr raffiniert beleuchtet. Die fein gegliederten Säulen widerspiegeln mit ihren Rippen das Licht und zeigen sich als feinleuchtende Lichtlinien, die hinauf zur Decke führen. Und dazwischen sind die wunderbaren Glasfenster, diese Glasvorhänge, muss man beinahe sagen. Es war die Kunst der Gotik, die schweren romanischen Mauern aufgelöst zu haben zu einem reinen Steingerüst, um darin die wunderschönen Fenster platzierien zu können. In der modernen Architektur gab es dann später die sogenannte Curtain-Wall. Das war ein ähnlichs Prinzip. Der Bau wird auf Säulen gestellt, und die Wände tragen nicht mehr, sondern sind nur da als eine Art Paravent, eine feine Abgrenzung gegen aussen, meist aus blossem Glas. Das sind dann diese modernen Glashäuser, in denen sich das ganze Stadt-Panorama spiegelt. Und die Gotik hat das erfunden. Und wenn man gotische Kathedralen von aussen ansieht, muss man ja sagen, dass sie darin einigen Aufwand betrieben haben mit diesen Hilfskonstruktionen und dem ganzen Strebewerk. Es ist ein ganzes Steingerüst, welches das Hauptgebäude zusammenhält, denn sonst wurde es nach allen Seiten auseinanderbrechen, wenn diese Streber nicht wären. Die Mauer allein wäre zu schwach und zu dünn, all das zu halten.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Heute im Garten


Mein "Blogbaum"

... ein Pflaumenbaum,
eigentlich schon eine Ruine,
hat dieses Jahr bereits Anfang Mai geblüht.

Sonntag, 8. Mai 2016

Re: Top urgent



Lieber ... !
Ich frage mich ob das Schicksal mit uns Spass macht.. Ich ging gerade zum PC hinunter um dir mitzuteilen was ich vor ein paar Minuten im Fernsehen gehört habe .. (der Fernseher läuft im Hintergrund..während ich noch ein bisschen für die Reise zurechtmache) da plötzlich hörte ich den Namen Barbara und wunderte mich was das sein könnte.. Ich schaute schnell nach im Programm und konnte kaum meinen Augen trauen .. heute Abend um 22.00 Uhr kommt ein Dokumentärprogramm mit deiner Lieblingssängerin hier im Fernsehen. Ich werde es natürlich auf Video aufnehmen...

Und nun, als ich dir diese Überraschung mitteilen wollte fand ich dein extra "urgent-mail". Ja, ich fahre auch nach Prag.. aber es ist nur ein Teil unserer Reise. Wir machen einen kleinen Kulturtripp durch Europa.
Die Schüler haben diese Reise selbst organisiert.. es ist ein Teil ihrer Studien und wir beiden Erwachsenen lassen uns überraschen von dem Programm. Wir haben eigentlich nur die Funktion in der Nähe zu sein falls etwas passieren sollte.. sonst können wir unsere eigenen Wege gehen und uns Dinge ansehen, die die jungen Leute vielleicht weniger interessieren.

Leider habe ich nicht den Namen des Hotels. Aber könntest du mir das Hotel von A mitteilen und die Telefonnummer dorthin so kann ich versuchen, wenn möglich, mit ihr Kontakt aufzunehmen.

Bitte, lass mich bald wieder von dir hören.Und denke an mich um 22.00 Uhr. Dann geniesse ich Barbara (in Gedanken mit dir zusammen).
Danke für dein wunderschönes Abschiedsmail..

Ich schreibe dir noch morgen ein Mail
In Maladi
Marlena

Freitag, 6. Mai 2016

Prag: ja oder nein?



Top urgent

Liebste Marlena
Ich habe eine kleine Sensation, wenn es denn eine ist. Wenn es richtig ist, wie ich vermute, dass du am Montag mit den Schülern nach Prag reisen würdest, so lass es mich sofort wissen. Und gib mir auch das Hotel an, wo du zu finden bist. A reist am morgen Sonntag um 0830h mit ihrer Abitur-Klasse für eine Woche nach Prag. Ich würde ihr dann die zwei CDs von Barbara mitgeben und die Sache wäre dann so einfach und schön geritzt. Du könntest ihr quasi einen Kuss für mich mitgeben. Wäre echt top.
Also melde mir sofort ins Hotmail:
Prag: ja oder nein?
Wenn Prag, ja, in welchem Hotel bist zu zu finden.
Ich habe A schon gesagt, dass ich mit einer schwedischen Lehrerin  chatte, aber natürlich nur eher flüchtig kenne. Ihr wärt beide in derselben Woche da, da müsste es doch möglich sein, sich zu treffen. Und vielleicht hätten die Schüler untereinander lustige Kontakte. ...
Mit einem lieben Gruss
Und ich warte auf deine Antwort
G+K+IM

Sonntag, 1. Mai 2016

On realism and escapism


Subject: :on realism and escapism
Date: Thu, 27 Apr  14:00:29


Liebe Marlena

(---)
Du fragst mich, was ich meine, wenn ich sage, du könnest rasch auf Realismus umschalten. Und du weist darauf hin, dass doch unser Chat und unsere Mails auch Realität seien. Ich kann dir natürlich nicht die "Wahrheit" sagen, meine liebe Mauscopine. Ich kann dir nur schildern, wie ich es anschaue. Wahrheit gibt es ja sozusagen nicht. Ich sage immer: "Keiner hat die Wahrheit. Aber jeder hat das Recht, sich auf seine eigene Art zu irren". Ist doch gut gesagt, nicht wahr?

Also: Deine Realität ist dein Leben in Stockholm. Du hast deine Familie, du sorgst für Anna, du machst den Haushalt, deine Einkäufe, spähst auf dem Weg zur Arbeit nach den Geschwindigkeitskontrollen, bereitest deine Lektionen vor, arbeitest in deinem Arbeitszimmer, von wo man auf die Eisbahn sehen kann, wartest auf das Wochenende und auf K. und sein feines Sonntagsessen und so weiter und so fort. Das ist deine Realität.

Unsere Maladi ist natürlich auch Realität, aber eine andere Ebene irgendwie, in sich abgeschlossen, im Gefängnis sozusagen, in den Mauern des Internet. Das gibt ihr schon den Charakter des Spiels (allerdings "Spiel" nach meiner Definition). Aber auch Spiele sind Realitäten. Sie sind irgendwie in sich abgeschlossene soziale Interaktionsformen. Wenn ich Donnerstag abend mit Walter zusammenkomme, ist das auch ein Spiel, das ich mit ihm habe. Es gibt da gewisse Spielregeln und Grenzen, die wir beide einhalten. Man kann nicht sagen, Spiele seien weniger real als das übrige Leben. Schau mal, wie Menschen in Spielen aggressiv werden können, oder gefangen und eifrig sein können, wie sie sich enttäuschen lassen von Spielen. Oft sind Spiele sehr emotionale Realitäten. Spiele haben einen eigenen Ernst. Spiele sind genauso real wie das übrige Leben. Sie sind einfach gekennzeichnet durch einen Spielrahmen und durch eigene Spielregeln. Die Ehe ist eine Spielform des Zusammenlebens zwischen Mann und Frau. Französisch Conversation ist eine Spielform, Französisch zu lernen. Gemeinsam im Cyber-Room mit der Kusine zu essen und zu plaudern, wie du es mir beschrieben hast, wäre eine Spielform des Zusammeseins via Internet. Chatten ist eine Spielform des Dialogs, des rudimentären Dialogs muss man sagen. Telefonieren ist eine Spielform des Kontaktes. Du siehst, so verstehe ich das Wort Spiel. Das ist vielleicht nicht gerade so, wie es hier jedermann verstehen würde.

Wenn ich meiner Sehnsuche nach dir freien Lauf lasse, dann befinde ich mich im Gefängnis. Und das ist nicht real-life. Ach, jetzt haben wir es: Realität ist real-life. Und unsere Sehnsucht ist eben virtual-life. Du spürst zwar die Sehnsucht in deinem Körper, aber sie ist von deinem übrigen Leben getrennt. Sie ist sozusagen durch Spielgrenzen abgetrennt. Wenn das nicht so wäre, würden wir uns - sagen wir - morgen um 1600h in Paris Orly treffen und zusammen nach Ronda fahren, wie das der gute alte Hemingway - der ja sicherlich in Liebesfragen einige Erfahrung hatte - empfohlen hat. Na ja, vielleicht wäre es noch nicht richtig sommerlich warm für Liebesnächte in Ronda, aber immerhin wäre es besser als im ST, diesem harzigen System, das unsere Nerven auf die Probe stellt.

Und jetzt zum Punkt. Ich habe bei dir den Eindruck gehabt, dass du mit tiefen Gefühlen sprechen kannst, wie sehr du mich vermisst, aber kurz nachher auf unseren §5 (never fall in love again) hinweist. Das meine ich, wenn ich sage, du kannst rasch umschalten auf Realismus. §5 ist quasi eine realistische Anweisung. Wenn ich - im Gegensatz zu dir - ich mich der Sehnsucht hingebe, dann denke ich nicht an §5, dann interessiert mich dieser § sowenig wie am Morgen die hungerigen kleinen Vögelchen, die piepsen. Wenn ich mich der Sehnsucht hingebe, dann möchte ich dich sehen, mit dir plaudern und deine Person erleben, sehen wie du bist und wie du das Leben anpackst und die Kaffeetasse zum Mund führst. Das meine ich mit lyrischem Ich. Das sind Gefühle und Stimmungen und Hoffnungen, aber man kann damit nicht unbedingt ein real-life bestreiten. Sie sind einfach zuwenig realistisch. Sie sind zwar real, aber nicht realistisch. Das ist die Unterscheidung, die man machen muss: real sind die Gefühle, aber sie sind nicht immer realistisch. Real meint eine Seinsweise, realistisch meine eine Erkenntnisweise.

Ach, damit stecken wir schon tief im Sumpf der Philosophie. Mit ihr möchte ich dich nicht behelligen, meine Liebe. Das ist nicht nötig. Den Begriff des "lyrischen Ich" habe ich überigens von Kundera. Er spricht davon. Gemeint ist dieser Zustand der Verliebtheit, den wir doch auch von Rilke kennen, der seine Wahrnehmungen mit Sentimentalität durchtränkt und in sich verinnerlicht, um sie dann in schönen Elegien wieder der Welt zu präsentieren. Er ist ein absolut lyrischer Mensch, aber ziemlich lebensuntüchtig, wie man weiss, und auch früh gestorben, und hat oft geklagt über seine Mattigkeit (longueur bei Verlaine, habe ich im Dictionnaire nachgeschaut, zugegeben), seine Ängste und Phobien, seine Isolation, seine Hypochondrie und seine Verlassenheitsgefühle. Rilke war kein besonders gesunder Mensch. Er hat am Leben sehr gelitten. Lyrisches Ich ist also dieser Zustand der Verschmelzung mit den sentimentalisierten Aspekten der Welt, mit der geliebten Person, mit den Dingen, an die einen Begeisterung binden. Das ist dieser jugendliche Höhenflug, den wir kennen, wenn sich junge Menschen verlieben. L'amour est aveugle. Ils vivent d'amour et d'eau fraîche.

*

Du kannst meine Aussage einfach so verstehen: ich finde, du bist ein vielseitiger Mensch, du bist nicht eindimensional, sondern mindestens vierblätterig, wie wir doch schon festgestellt haben. Du bist eine tüchtige Berufsfrau, eine zuverlässige und liebe Mutter und Hausfrau, eine loyale Ehefrau. Und daneben hast du noch diese Maladi, das ist doch wirklich abgehoben von deinem Leben, ein schönes Spiel, sozusagen ein mentales Abenteuer. Andere Leute besuchen romantische Kinofilme um zu weinen, gehen ins Casino ihr Geld verspielen oder vertreiben sich die Zeit mit den 18 Löchern auf dem Golfplatz. Jeder hat seine spielerischen Vorlieben. Und wir haben unsere Maladi.

Du darfst nicht denken, ich nehme das nicht Ernst, weil ich es Spiel nenne. Das habe ich aus meiner Dissertation gelernt. Spiele sind genauso Realität wie das Alltagsleben. In der Tat könnte man sagen, das Alltagsleben sei nur eine Spielform, eben das Alltagsspiel, dem wir im Leben eine gewisse Priorität einräumen. Es ist sozusagen das Metaspiel, die grösste der russischen Puppen, die man so ineinander stecken kann. Unsere maladi bedeutet mir viel und ich möchte nicht darauf verzichten. Und du bist mir wichtig, meine amie souris, fast ein bisschen zu wichtig. Aber es ist ein abgegrenztes Spiel. Es ist eine der kleineren russischen Puppen. Je mehr ich an meine Fantasie des Gefängnisses zurückdenke, desto besser gefällt es mir. Ich finde, es ist gut erfunden: ein bisschen sentimental, ein bisschen lustig, ein bisschen ironisch, ein bisschen mit Bezügen zum Alltag (1. April), ein bisschen erotisch und hat einen gelungenen Schluss: die Pritsche, die reklamieren will, obwohl es nichts zu reklamieren gibt. Das ist sozusagen noch ein moralisches Element eingebaut. Es ist wirklich eine sehr komplexe, kleine Geschichte. Sie sieht harmlos aus, aber es ist fast alles drin, was man sich in unserer maladi denken kann. Wenn wir uns jetzt das Gefängnis noch im Turm vorstellen, dann haben wir Dein Bild auch noch mitverwendet. Wir bauen zusammen den Turm, aber wir sind IM Turm eingeschlossen. Ist das nicht eine wundervolle und geheimnisvolle Fantasie? Wir zwei Turmbauer, wir bauen am Turm, sind aber im selben Turm eingeschlossen und kommen nicht ins real-life hinaus. Wir bauen unser wunderschönes Turmgefängnis von innwendig, ohne auch nur eine Türe zu lassen.

*

Ach, gerade höre ich die CDs mit Barbara, und bei jedem Stück überlege ich, wie es dir gefallen könnte. Manchmal sind die Chansons sehr melancholisch, eben lyrisch auf eine Art. Sie sind voller timbre. Ich muss sie dir wirklich so schnell wie möglich schicken. Jeder Tag ohne sie ist ein verlorener Tag (etwas dramatisch gesagt!). Hast du deine Adresse schon geschickt?

So lass ich dich nun, mein liebes Turmfräulein, meine amie souris, meine Mausbraut, meine Muse, die mit ihren Küssen so geizt.

IM
...

Re:Gute-Nacht-Kissen


Subject: Re:Gute-Nacht-Kissen
Date: Thu, 27 Apr 08:01:36

Lieber ...!

Ich sende dir nur schnell ein paar Zeilen damit du weisst, dass ich in Gedanken bei dir bin wenn ich auch nicht die Zeit finde ein längeres Mail zu schreiben im Moment. Habe tausend Sachen zu erledigen heute.

Danke für das Gute-Nacht-Kissen. Leider habe ich nicht gut darauf geschlafen.. vielleicht zu viel an dich gedacht? :-)

Was meinst du denn, wenn du sagst dass ich plötzlich auf "Realismus" umschalte? Erkläre es mir bitte. Sind denn Mails und Chat nur ein lustiges Spiel das nichts mit Realismus zu tun hat?

Ich möchte dir so viel schreiben aber im Augenblick kann ich dir nur für dein liebes Mail danken.

Gruss und Kuss (nr 3)

i.M.

Marlena