Donnerstag, 29. März 2012

Zwei Tage krank..

Ämne: alte Geschichten
Datum: den 23 mars 2004 07:15

Liebe Malou
Jetzt war ich 2 Tage krank. Gestern bin ich ganztags zuhause geblieben, habe Tabletten in Wasser aufgelöst und geschlürft, um sie dann in den nächsten zwei Stunden wieder hinauszuschwitzen. War ziemlich harte Arbeit. Dazwischen konnte ich auch ein bisschen lesen. Es ist ein gutes Gefühl, so dahinzuhängen und gerade tun, wonach man Lust hat. Ach, ich glaube, ich hatte das lange nicht mehr. So bin ich auch in meinem Buch wieder einmal ein bisschen vorangekommen, von dem ich Dir noch nicht viel erzählt habe. Nun, ich kann auch jetzt noch kaum was Definitives sagen, weil ich noch nicht den Überblick habe. Es gibt ziemlich interessante Aspekte, ich muss sie bloss noch ein wenig in Zusammenhang bringen, um daraus eine vernünftige Aussage zu machen. Aber das Buch war ja auch ein bisschen Arbeit, insofern, dass es zum Hintergrund des beruflichen Wissens gehört.

Heute haben wir noch einmal einen milden frühlingshaften Morgen. Um 7 Uhr ist es schon so hell, dass man beim Erwachen erschreckt, man hätte sich verschlafen. Und die Vögel pfeifen mittlerweile mehrstimmig am frühen Morgen und wollen uns wohl ein bisschen Schuldgefühle einjagen, weil wir Humanbeeings noch ziemlich verschlafen in die Welt blinzeln.

So gibt es gar nicht allzu viel zu erzählen. Die zwei Tage sind - wie in der Weltgeschichte - das dunkle Mittelalter: nichts passiert, bloss ein bisschen ein Durcheinander mit Viren und Antiviren, so ähnlich wie die Völkerwanderungen, ein bisschen Mystik als Träumereien im Fieberschlaf, Klosterleben im Bett und so fort. Und wie beim Mittelalter wird man später feststellen, obwohl nichts passiert, dennoch eine wichtige Zeit, denn Vieles hat sich damals latent vorbereitet. Das Mitttelalter wird chronisch unterbewertet. Wenn man sich bloss die hübschen Miniaturen anschaut, kann man daraus sehen, dass damals ziemlich viel passiert sein muss.
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