Donnerstag, 11. November 2010

..über "Männer" von Schwanitz

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Gestern habe ich mir ein Buch von Schwanitz gekauft. Du wirst lachen, der Titel heisst "Männer". Ich hatte ihn am Wochenende in einer Diskussion im Fernsehen gesehen und der gute Typ war absolut faszinierend. Schon sein letztes Buch "Bildung; alles was man wissen muss" fand beim Publikum guten Anklang. Es ist im Grunde genommen ein Kondensat unserer humanistischen Bildung. Und er teilt deas Buch in zwei Teile: Wissen und Können. Er ist recht originell und auch gescheit, der gute Schwanitz, war Professor für Anglistik in Stuttgart, wenn ich mich nicht irre. Und ist, um das Paket voll zu machen, in der Schweiz aufgewachsen. Auf einem Bauernhof, wenn ich mich nochmals nicht irre.
Nun also, in dieser Sendung Sonntag morgens hat er über Männer gesprochen. Und das fand ich alles in allem so interessant und mit kulturhistorischem Blick behandelt, dass ich mir das Buch gleich am Montag holte. Ich werde es im Sommer studieren. Kommt uns ja entgegen, da die gender studies so aktuell werden und alle drüber reden.
Vielleicht kann ich für Dich die Einleitung zusammenfassen? Er vergleicht Mann und Frau mit Hund und Katze. Vielleicht weil die Katze gepflegt und diskret daherkommt, während der Hund gerne herumtollt und gerne in wilden Rudeln daherbellt. Es sind zwei unterschiedliche Wesen. "Wenn der Hund in freundlicher Stimmung ist, wedelt er mit dem Schwanz. Ist er dagegen böse, dann knurrt er. Bei der Katze ist es umgekehrt. Ist sie gereizt, dann zuckt die Schwanzspitze. Fühlt sie sich anschmiegsam und liebesbedürftig, beginnt sie zu schnurren. Nähert sich also eine Katze mit vertrauensseligem Schnurren einem Hund, fühlt sich dieser bedroht und beginnt zurückzuknurren. Das missversteht die Katze als Einladung zu Vertraulichkeiten, die der Hund wiederum als Angriff auf seine Unabhängigkeit missversteht und mit Bellen und Bissen beantwortet. Da nimmt es nicht wunder, dass die Katze dieses Verhalten als empörend empfindet.
Doch auch der Hund findet das Verhalten der Katze entsetzlich. Er hat die freundlichsten Absichten und wedelt eifrig und frohgemut mit dem Schwanz. Zu seiner Beruhigung beantwortet sie das mit einem zwar zurückhaltenden, aber deutlich sichtbaren Zucken ihrer Schwanzspitze. Als er, auf diese Weise ermutigt und uneingedenk seines betäubenden Bundgeruchs, sich ihr nähert, liest er an der Frequenzerhöhung beim Peitschen des Katzenschwanzes einen Willkommensgruss ab. Gerade will er zu einem schlabbernden Begrüssungskuss ansetzen, da springt sie ihm spuckend und fauchend ins Gesicht".
Schwanitz nennt dies einen alten Fluch der Menschheit.
Hören wir damit etwas Neues?
Mit einem lieben Gruss
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