Dienstag, 22. August 2017

Das Elsass - "der Vorgarten zu Basel"


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Gestern war der Abend nicht so besonders. Wir haben die Firma angeschaut, nichts umwerfendes. Dann gab es einen Apero. Das mag ich immer sehr. Die Leute werden lockerer und man plaudert über dies oder jenes. Die einen schielen nach den Nüsschen und die anderen nach den Dekoltees. Und schliesslich sind wir noch in ein Dorf im Rebberg gefahren, haben vier Weine degustiert und einen kleinen Vortrag gehört. Sie haben im Elsass viele Maschinen in den Rebbergen. Im Wallis habe ich so etwas nie gesehen. Sie haben Maschinen um die Reben zu binden, um den Boden zu hacken, um die Stauden zu putzen, um zu pflücken, um den Most zu reinigen. Für alles haben sie Maschinen, denn die Rebberge sind nicht steil. Im Wallis sind sie teilweise sehr steil.

Wir haben vier Weine probiert. Einer davon war der Gewurztraminer. Weißt Du wie er schmeckt? Er ist sehr rund und harmonisch, differenziert und tiefgründig, wie eine Frau um die 40: Au bouquet merveilleux, c'est un vin moelleux et très corsé. Il accompagne à la perfection les fromages, pâtisseries ou tartes. Excellent en apéritiv ou avec le foie gras. Er ist ein bisschen ähnlich wie der Pinot Gris, Grauburgunder, der im Wallis Malvoisie heisst. Ich glaube, ich habe das schon erwähnt. Er ist meine geheime Geliebte. Er sei gut zu Geflügel und zu Gänseleberpastete, wie sie hier vom Pino Gris gesagt haben.
Und dann haben wir gegessen und sind rund um Mitternacht wieder nach Basel zurückgekehrt.

 
Das Elsass ist der Vorgarten zu Basel. Und alle alten Basler gehen fürs Leben gerne ins Elsass. Man geht dort essen, trinken während des ganzen Jahres, denn dort haben sie eine spezielle französische Küche. Und besonders berühmt sind dann die Spargeln. Wir gehen mit dem Club auch jedes Jahr hin. Doch manchmal kommen diese luxuriösen französischen Dinger von irgendwo her, nur nicht aus dem Elsass.
Hast du schon mal einen Elsässer sprechen hören. Eigentlich müsstest Du so sprechen, Marlena, denn sie sprechen exakt eine Mischung aus Französisch und Deutsch. Und das ist absolut köstlich. Der Rhythus und Klang ist absolut französisch, während doch viele Wörter echt Deutsch sind. Die Sprache kitzelt wirklich in den Ohren, und man ist amusiert und findet die Leute, die so reden einfach drollig und schliesst sie ins Herz. Also Marlena, das Elsass, das käme dann gleich nach dem Wallis. Vergiss es nicht, wenn Du Deine grosse Europatour planst. ;--)

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