Montag, 5. September 2011

Re: Fussball, Pilze und Mörder

den 13 oktober 2003 06:41
Re: H

Liebe Marlena
Ich gratuliere den Schwedinnen für ihren Vizemeister. Ich habe das am Rande mitgekommen, natürlich vor allem aus deutscher Sicht. Und im Stillen habe ich Euch schon den Daumen gehalten, das kannst Du mir glauben. Wir kleinen Schweizer mögen es nicht besonders, wenn unsere grossen (und dicken) Brüder zum Himmel hinaufwachsen. Eine kleine Niederlage rückt sie dann wieder auf ihren Platz.
Man kann vieles sagen über die Deutschen. Aber sie sind einfach etwas rücksichtslos. Das haben wir auch in der Turkei wieder bemerkt. Sie kommen immer mit dem Gefühl daher "Hoppla, da komm ich ..." und alle anderen um vieles später. Na ja, ich will nicht über sie lästern. Aber immerhin ...
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Dein Bericht über das Pilzesuchen klingt ziemlich herbstlich. Ich versuche mir das vorzustellen. Man hat die Natur in der Nase, nicht wahr? Mein Bruder liebt es auch, Pilze zu suchen. Ich war einmal mit ihm gegangen und war erstaunt, dass man im trockenen Wallis auch solche finden kann. Auf jeden Fall hatte ich in meiner jugend mit Pilzen wirklich nichts am Hut. Hatte auch nie von Leuten gehört, die Pilze suchen oder kochen. Doch hier im Jura gibt es schon Pilze und auch viele Leute, die wissen, wie damit umzugehen. Es gab sogar bis vor ein oder zwei Jahren amtliche Pilzkontrolleure. Man konnte seine Funde dort vorzeigen und der Spezialist hat sie untersucht und entschieden, welche man essen könnte und welche bedenklich wären. Doch jetzt hat man aus Spargründen diese Kontrolleure aufgehoben. Das heisst, es gibt sie natürlich noch, aber sie arbeiten privat.
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Das klingt aber merkwürdig, ein Psychotiker, der einen Mord begeht, um dann die Haare zu schneiden und sich unkenntlich macht. Das passt alles nicht gut zusammen. Ein Psychotiker würde sich nicht die Haare schneiden, um die Tat zu vertuschen. Er wäre vielmehr im Wahn, dass er sowas tun musste ... oder so ähnlich. Er würde doch eher seine Tat rechtfertigen. Ich hoffe wirklich, der Fall löse sich bald auf. Es wäre unerträglich nach allem, was wir schon anlässlich des Todes von Palme gehört hatten.
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Ich muss mich beeilen am Montagmorgen, um nach Basel zu kommen.
Und ich wünsche auch Dir einen feinen Wochenanfang.
Mit liebem Gruss

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