09:44 me: Warum so schweigsam?
09:45 Rupriv: hallo
ich schreibe gerade an B...
me: Aha...
Rupriv: habe sie gestern getroffen
wir haben zusammen gegessen
me: ok.. war es ein gutes Treffen?
Rupriv: war noch ihr Geburtstagsessen
09:46 sie wollte Sushi
me: Ist nett wenn man Audiez bekommt von seinen Kindern
Rupriv: dieses Laboratoirums-Essen
me: Anna ist auch so.. isst gern spannendes
Rupriv: spannend ist vor allem
weil ich mit den Stäbchen nicht geschickt bin
09:47 me: Haha... du hast es versucht?
Anna gewährt mir auch bald ein Treffen. ;-) Sie isst auch mit Stäbchen.
Rupriv: ja, die Jungen kennen das...
Date: 13 April 2007 at 22:55
Subject: Freitag abend
Lieber ...,
Wieder Freitag. Sogar Freitag der 13. Aber ich bin nicht besonders
abergläubig.
Es war nett heute ein paar Worte mit dir zu wechseln und es hat mich
gefreut, über das Treffen mit B. zu hören. Sicher hat es euch beiden
gut getan.
Gestern Abend wollte ich eine kleine Frequenz in einem Fernsehprogramm
speichern, doch dann hatte ich vergessen den Videorecorder abzustellen.
Und heute, als ich es mir anschauen wollte, entdeckte ich zu meiner grossen
Überraschung und auch Freude, dass ich auch einen Stadtbesuch in Bern
eingespielt hatte, eine liebevolle Schilderung von der Stadt, die wie
man meinte, den Charakter einer „malerischen alten Kleinstadt" bewahrt
hat. Ich war ganz erstaunt wie schön und gemütlich Bern ist.
Natürlich war auch ein Besuch im Paul Klee Museum dabei, mit einer
Führung des Konservators Dr. Michael Baumgartner, der stolz eines der
Kunstwerke vorzeigte. Auch die vielen Arkaden finde ich wunderschön.
(---)
Ich lebe mein „Post-Beruf Leben" und manchmal denke ich, dass es
ziemlich übereinstimmt mit deinen Vorstellungen von dem Leben, das
dich erwartet hätte, falls du geblieben wärest. Ich glaube nicht, dass
ich es weiter präzisieren muss. Du hast eine Wahl gemacht und ich
bewundere deinen Mut. Du nennst mich Feigling.. das ist hart..aber
vielleicht hast du Recht.
Was ich nicht mag ist, wenn du dich selbst mit herabsetzenden Worten
beschreibst, was du ab und zu tust. Ebenso schlimm ist natürlich meine
Annahme, warum du das tust.
Meine kleine Sprachgruppe macht mir nach wie vor viel Freude. Wir
treffen uns einmal in der Woche und voriges Mal haben wir das Treffen
mit einem Lunch kombiniert in dem schönen Restaurant, das ich voriges
Jahr im Zentrum von --- entdeckt habe. Diesmal war das Thema
natürlich Ostern und alle erzählten mit Einfühlung von ihren Sitten.
Sie machen grosse Fortschritte und es ist erstaunlich, wie man mit
kleinen Korrekturen so grosse Verbesserung in ihrer Sprache erzielen
kann. Sie haben auch im Beruf viel Kontakt mit schwedischen Leuten,
aber leider sagt ihnen niemand, was sie falsch machen. Ich werde sie
bald einmal hierher einladen, aber ich glaube ich warte bis die Ostbäume
blühen..
Die Frau meines verstorbenen Cousins aus Uppsala, die Künstlerin,
falls du dich erinnerst, hat angerufen. Sie möchte gern, dass ich zu
dem Begräbnis komme Ende nächste Woche. Und jetzt am Sonntag fahre ich
zu Anna und bringe ihr die Blumentöpfe zurück, die ich während sie in
Göteborg war, betreut habe.
Wir haben zur Zeit Sommertemperaturen. Es ist herrlich!
Und du? Hast du dich nun schon gut eingelebt in deiner schönen Wohnung?
Deinen Barschrank hast du mir noch nicht gezeigt.. ;-)
Es ist spät geworden und ich lasse dich wieder.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
Mit lieben Grüssen
Malou
Ach ja, der Artikel. Den schicke ich dir nächstes Mal.
Liebe Malou,
AntwortenLöscheneinen kleinen Gruß lasse ich dir hier
und wünsche dir noch gute Sonntagabendstunden...
herzlichst, Edith