Sonntag, 16. Februar 2014

noch ein Mail vom Valentinstag



Ämne: noch ein Mail vom Valentinstag
Datum: den 15 februari  07:15

Liebe Marlena
Heute morgen um halb sieben habe ich lange versucht, ins Netz zu kommen. Ohne Erfolg. Es scheint, als ob um diese Zeit ganz Europa aufstehen und ins weltweite Netz robben würde. Es war schlichterdings nicht möglich. Und immer kam diese öde Seite, dieses Klappbild.
So schreibe ich Dir ein paar Zeilen auf Vorrat und sende sie, wann immer es geht. Im Moment bin ich etwas unter Druck. Gestern abend hatten wir eine Sitzung mit den Logopäden, die etwa bis 22h dauerte. Es ist ungeheuer, wie langsam das vor sich geht. Und in der Pause servieren sie Getränke und Kuchen, als ob man nur gekommen wäre, um eine Brotzeit zu nehmen. Ich mag das nicht. Aber es scheint eine Art der Frauen zu sein, aus jeder Sitzung eine grosse Einladung zu machen. Never mind. Ich weiss, dass sie es gut meinen und dass sie denken, der Kontakt untereinander sei so wichtig.
Und heute bin ich wieder den ganzen Tag in Basel und ebenso morgen. Ich habe dort meine Schulreifeabklärungen. Sie sind so knapp bemessen zeitlich, dass man sich immer etwas beeilen muss. Und es reicht nicht, mit den Eltern noch über dies oder jenes zu reden. Es reicht einfach nicht, denn die nächsten warten bereits wieder vor der Tür. Aber es hat auch seine gute Seite. Abends ist man zufrieden und überzeugt, einige Dinge erledigt und wirklich bis zum Ende abgeschlossen zu haben. Das ist ein gutes Gefühl.
Freitags dann habe ich ein Gespräch mit dem Chef über meine Vorlage. Und Samstag morgens ist ein weiterer Einsatz vorgesehen. Es läuft. Ich bin froh, dass bald die Ferien kommen. Ich werde einige meier Überstunden kompensieren und dafür Ferien nehmen. Andere Jahre habe ich das nicht gemacht, doch langsam finde ich, ich muss mir etwas mehr Freizeit gönnen.
Und dann kommt der Frühling.
Und dann der Sommer.
Wir werden sehen.
Ich bin überigens nicht mehr so sicher, ob ich wirklich nach Rom reisen werde. Vielleicht wird es nochmals Teheran. Ich habe mich noch nicht entschieden. S möchte am liebsten, dass ich im Herbst nach Teheran käme. Dann organisiert sie für einige Leute eine Persienrundreise. Und sie meint, ich könnte helfen und den Leuten dies oder jenes zeigen, weil ich einerseits das Land ein bisschen kenne und andererseits auch die Leute. Sie kommen aus meinem Club. Ich glaube es sind etwa 4 bis 8 Personen. Na ja, wir werden sehen. Auf jeden Fall ist das Interesse ziemlich gross und ich wundere mich, weshalb S nicht schon viel aufgeregter anfängt, Hotels und Flüge zu buchen. Aber ich glaube, in Persien soll man nicht zu früh anfangen mit Organisation, denn alles ändert sich ohnehin wieder bis zum Schluss.
Und dann muss ich noch meine Operation machen. Ich werde sie wohl zwischen Sportferien und Ostern machen lassen. Aber ich habe hier noch nicht gebucht. Erst muss ich sehen, wieviele Fälle ich bis dann noch zu bearbeiten haben.

Es ist alles ziemlich ausgefüllt. Und unsere Mädchen machen sich bereit, nach Südamerika abzureisen. A fliegt nächsten Sonntag. Und eine Woche später ist B dran. Ich hoffe, es geht alles gut. Wir werden nächsten Sonntag Onkelchen mitnehmen. Er freut sich sehr, wieder einmal auf den Flughafen zu kommen. Und nachher werden wir in Zürich essen. Er war früher oft mit seiner Frau in Zürich, zum Tanz, oder zum Essen, wie er uns erzählt hat. Und sicherlich kommen ihm dann wieder alte Erinnerungen. Und wir werden ja dann Zeit haben. A  muss um 1730 einchecken. Dann haben wir den ganzen Abend vor uns.

So läuft das bei uns. Und bei Euch. Alles in Ordnung?
Und die Arbeit, hat sie etwas nachgelassen? Nimm es, wie es sich gehört, nicht allzu schwer.
Ich grüsse Dich
...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen