(R)
Ämne: Fenyletynamil und Oxytocin
Lieber ...,
Irgendetwas ist nicht ”comme il faut” mit dem hotmail, aber ich kann
dir auch schreiben ohne online zu sein und es morgen früh absenden.
Ich habe mich sehr gefreut über dein extra mail. Es hat mir wirklich
über meine schlechte Laune hinweg geholfen und mein Gleichgewicht
wiederhersgestellt.
*
Es war schön mit dir heute Nachmittag eine Weile in den kühlen Dom zu
verschwinden. ;-) Und ich muss lachen über deine Wahrnehmungen. Ich
habe nie mit Worten daran gedacht aber gewiss ist es so (auch Anna hält
mit), dass man den Körper von Kristus oft sehr wohltrainiert
darstellt. Wie ein Waschbrett. Erotisch, wie du es nennst. Dabei habe
ich herzlich gelacht. Wenn du so die Hemmungen fahren lässt bist du
ganz unwiderstehlich.
Übrigens scheint nun das Geheimnis der Liebe bald gelöst zu sein. Die
neueste Forschung auf dem Gebiet sagt: eine Verliebtheit (Passion) hält
18 Monate bis zu 4 Jahren an. Wenn wir uns verlieben, bildet der
Körper Fenyletylamin (nicht zu verwechseln mit Testosteron). Hier gilt
es nämlich wirklicher Liebe. Fenyletylamin hat ähnliche Eigenschaften
wie cannabis und amfetamin. Man wird „hoch“ davon.
Leider hat diese körpereigene Passionsdroge noch mehr Ähnlichkeiten
mit Narkotika. U.a. bildet der Körper allmählich eine Toleranz dagegen.
Der Effekt verschwindet und damit auch die Passion. Und höchstens
vier Jahre lang hält die Verliebtheit an. Aber das Ende der Passion
braucht nicht das Ende einer Beziehung zu bedeuten. Die
Molekylärbiologie hat gefunden, dass Paarbeziehungen auch das
morfinähnliche, beruhigende Oxytocin bilden,
das nicht so stark ist wie die Passionsdrogen, aber das
„habit-forming“ (weiss nicht auf deutsch) ist und auch nach der
Verliebheit anhält. Für denjenigen, der nicht ohne Passion leben kann
gibt es nur einen Ausweg: einen neuen Partner zu finden in den man sich
verlieben kann. Mit einem neuen Objekt für die Verliebheit beginnt
die Fenyletynamilproduktion und die Passion von neuem.
Ha.. nun wissen wir wie es sich damit verhält.. und ich frage mich
gerade, wo auf dieser Stufe ich mich im Moment befinde. ;-) Vielleicht
wird man auch bald ein Mittel dagegen erfinden. Eine Antiliebepille..
Was sagst du dazu?
*
Es ist spät und ich werde nochmals versuchen ins Hotmail zu kommen.
Gute Nacht, .... Ich wünsche dir einen schönen Tag morgen.
G+K
Marlena
Montag, 24. Februar 2014
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© Princeton University
habit-forming {adj}
süchtig machend
med. suchterzeugend
to be habit-forming
zur Gewohnheit werden
habit-forming drugs
zur Abhängigkeit führende Drogen {pl}
...
das 2te, nennt man dann Liebe :-)
Grüßle George
Warum entdecke ich diesen Kommentar erst heute???
Mysterium! :-)
Alles Liebe Dir.
Malou