Mittwoch, 18. September 2013
Re: Saturday night stories..... (30/8)
Ämne: Saturday night stories.....
Datum: den 31 augusti 04:05
Liebe Marlena
Du profitierst davon, dass ich mich ein bisscen ausruhen muss. Ich bin jetzt nur ein paar Schritte die Strasse hinauf und hinunter gegangen. Es sind hier vor allem junge Leute, die abends herumschwirren. Viele Asiaten. Ich wuerde sagen 70% sind Asiaten, viele Maedchen. Sie sind qar duenn und klein, aber sie scheinen eine starke Rasse. Es gibt hier viele Boutiquen, kleine Laeden mit allerlei Ramsch, auch Handwerksachen wie Geschirr, und dazwischen kleine Restaurants, oftmals auch asiatische. Manchmal gibt es nur vier oder 5 Tischchen.
Es sind die neuen 68er, die hier ihre alternativen Ideen leben wollen. Und das mitten in einer Weltstadt.
Ich habe fuer B. irgend eine Hautcreme gesucht und am Broadway sogar gefunden. Das war beinahe 9pm und immer noch offen. Sowas waere in der Schweiz ein Verbrechen mittleren Grades. Und dann auf dem Rueckweg bin ich nochmals in einem Buchladen gelandet. Beim Eingang steht meist ein Waechter. Dort muss man Taschen ablegen. Und dann kann man erst rein. Allerdings hatte ich erst drinnen bemerkt, dass ich meine Brille gar nicht mit hatte. Es gab interessante Buecher, aber angesichts fehlender Brille, wollte ich mich nicht auf ein Pokerspiel hinauswagen. Eines von einem Irlaender haette mich interessiert. Hat einen guten Titel: Shakespeare may be difficult ... but life is difficult!, Es ist offenbar eine Einfuehrung in die Dramen Shakespeares.
Es gibt hier soviele Buecher aus dem Taschenverlag, wie man sie auch in Zuerich findet. Genau dieselben Buecher, nur in Englisch. Oft sind es Bildbaende, mit eher weniger Texten. Ich habe schon etliche zuhause. Es ist eine ausgezeichnete Reihe. Kennt ihr sie auch in Schweden? Er nennt sich Verlag Taschen.
Im Village habe ich 2 Papayas gekauft. Sie sind schon ein bisschen weich. Letzthin hatte ich eine harte erwischt. Die schmecken nicht halb so gut. Diese hier sind wirklich weich wie Butter. Sie kommen aus Mexiko. Und ich hoffe, sie seien vollgepumpt mit Vitaminen. Und wenn man sie gegessen hat, und noch den Stein abnagt, dann bleiben einem die Fasern zwischen den Zaehnen stecken. Das ist etwas unangenehm.
Aber es geht mir jetzt schon bedeutend besser. Und mit der amerikanischen Tastatur komme ich immer leichter zurecht. Den z druecke ich mit dem kleinen Finger links unten, dort wo sonst das y ist.
Eigentlich wollte ich irgendwo noch einen Kaffee trinken. Aber die Starbucks in der Naehe sind ein bisschen ungemuetlich. Man hat den Eindruck, dort sitzen im Moment - das heisst am Samstag Abend um 9pm - nur die Langweiler herum. Am Kiosk in der Nehe haben sie die Frankfurter Allgemeine und die NZZ. Aber sie waren beide vom Freitag. Nichts ist aelter als eine Zeitung von gestern. Und im Internet habe ich die NZZ vom Wochenende schon ein bisschen beschnuppert. Habe aber nichts besonders Interessantes gefunden. Das waere auch schwierig. Hier auf dem Bildschirm ist die Schrift so klein, dass ich Muehe habe bei laengeren Texten.
Ich glaube, ich ziehe mich ins Bett zuerueck. Dann bin ich vielleicht morgen noch fuer etwas zu gebrauchen.
Ich wuensche Dir Marlena einen schoenen Sonntag. Der beginnt bei Euch ja gleich.
Mit lieben Grussen
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