Donnerstag, 13. Mai 2010
Basel, Rom - und Bärlauch
Na ja, ich war in Basel und bin flaniert wie in einer fremden Stadt, erst in Kleinbasel, dann in den gewohnten Gefilden. Alle Menschen scheinen unterwegs zu sein, alle wollen nach dem Winter hinaus an die frische Luft, die Geschäfte sind voll, die Strassenbahn ist voll, die Cafés sind voll, alles ist voll. Ich glaube, am liebsten flaniere ich in unbekannten Städten, mit dem Gefühl, nicht zu wissen, was rund um die Ecke kommt, unter Menschen, die eine fremde Sprache sprechen, denen man zusehen kann wie fremden Tieren, so stelle ich mir eine schöne Stadt vor. Habe ich Dir schon erzählt, dass ich wieder angefangen habe, von Rom zu träumen? Vielleicht im Herbst? Auf jeden Fall habe ich angefangen, in meinem Rombuch herumzublättern und auf der Piazza del Popolo herumzustreichen. Kennst Du diese Piazza. Es hat zwei Kirchen am Ende, die genau gleich aussehen: Zwillingskirchen. Sieht prima aus. Ob ich wohl gehen soll? Na ja, ich weiss nicht. Ich denke immer, man sollte mindestens ein Jahr dort wohnen. Das wäre gut. Und wahrscheinlich wegen diesen römischen Fantasien habe ich in Basel beinahe ein Kochbuch mit Mittelmeer-Menues gekauft. Ich konnte mich in letzter Not wegreissen. Die Fotos waren wunderschön und appetitanregend. All diese Oliven und Fische und der Knoblauchgeschmack!! Gar nicht zu sprechen vom Vormittag: um 11h konnte ich mich nur mit Mühe neben dem Restaurant Union vorbeisteuern, wo sie Spaghetti mit Bärlauchpesto servieren. Bärlauchpesto stelle ich mir himmlisch vor. Ich muss S sagen, dass wir dieses jahr wieder mal tüchtig Bärlauch sammeln sollten. Wir haben im Garten irgendwo. Er schmeckt leicht nach Knoblauch, nicht wahr, und bringt uns im Frühling unsere Säfte in Bewegung.
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