Und heute sollte ich noch einige der Bücher rezensieren, die ich am
Freitagnachmittag geholt hatte. Es war ein spontaner Entscheid
gewesen, als ich über Mittag in einem Kaffee sass und Ideen für ein
paar Zeichnungen entwarf, wie ich von B gebeten worden war. Ich
hatte Glück, die Bibliothek war offen, zum letzten Mal in dieser
Woche. Denn nächste Woche findet hier die Fasnacht statt, und da
ist kein Mensch mehr ansprechbar.
Die Chefin der Bibliothek ist auch vorbeigekommen und hat mich
begrüsst. Ich hatte bei ihr immer den Eindruck, sie habe etwas
Vulgäres an sich. Gestern ist mir aufgegangen, woran das liegt. Sie
tritt mir zu nahe, rein physisch. Wenn wir stehenderweise sprechen,
und wir kennen uns nicht lange, dann kommt sie auf eine Distanz
von unter einem Meter. Und das ist doch schon fast Intimdistanz.
Habe ich selten erlebt, das Frauen sowas machen. Aber ich glaube,
sie hat auch in ihrer Art eine Tendenz, Grenzen nicht zu beachten.
Bei solchen Menschen sollte man wohl etwas vorsichtig sein.
*
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende im Kreis Deiner Familie.
Mit einem lieben Gruss
...
Donnerstag, 22. April 2010
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