Samstag, 18. Januar 2014
Kennst du Piaget?
Liebe Marlena
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Kennst du Jean Piaget? Wahrscheinlich hast du von ihm gehört. Er war vielleicht der grösste Psychologe neben Sigmund Freud. Er hat die kognitive (nicht emotionale, wie Freud) die kognitive menschliche Entwicklung untersucht mit seiner Forschung. Seine Theorien sind absolut interessant, aber auch nicht ganz leicht bis ins Letzte zu begreifen. Ich zumindest habe das nie ganz geschafft. Piaget war ein Genie, schon früh in der Schule hatte man das bemerkt. Und er war aus Neuchàatel, also ein Welschschweizer. Worauf ich aber hinaus will: als er schon ziemlich alt war gab es im Fernsehen ein Porträt über unseren Jean Piaget. Man konnte ihn sehen mit seinem weissen Haar und wie er an seiner Tabakpfeiffe herumfingerte und in alter Manier diskutierte und argumentierte. Interessant, ja frappant für mich war nicht der alte Piaget, sondern sein Büro. Es war das absolute Chaos, voller Papier auf den Regalen, Papier auf dem Pult und - wenn ich mich recht erinnere - sogar Papier am Boden. In meinem Bild-Gedächtnis sehe ich den alten Piaget, wie er in einer Flut von Papieren versinkt und ertrinkt. Ich glaube, er war schon ein bisschen senil.
Nun ja, so sieht es um mich herum ja dank meiner S und aus vielleicht ein paar anderen Gründen noch nicht gerade aus. Aber ich bin auf gutem Weg dazu (zum Chaos, nicht zur Senilität)!
Immer wieder finde ich neue interessante Artikel, die ich lesen möchte und zur Seite lege. Auf der andern Seite sollte ich periodisch wieder aufräumen und die alten Sachen wegräumen, die ich nicht mehr brauche. Und alles in allem müsste zwischen diesen beiden Prozessen eine Balance sein. Du verstehst was ich meine? Im Büro sage ich meinen Mitarbeitern (zum Spass mehr als im Ernst): Jeder der zu mir ins Büro kommt und Papier mitbringt, ist verantwortlich, dass er ebensoviel Papier wieder hinaus- und mitnimmt. Unwichtig was es ist, es muss gleichviel sein. Sonst ersaufe ich hier in meinem Büro!
Und so ein Samstag Abend ist ideal, ein bisschen Papier aufzuräumen und dieses und jenes durchzuschauen. Und weißt du, wie das schliesslich geendet hat? Ich habe zwei alte Artikel gefunden und sie (nochmals) gelesen. Der eine war über...
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