Rose, sehr spät gekommene, die die bitteren Nächte aufhalten mit ihrere zu sternigen Helligkeit, Rose, errätst du die leichten vollkommenen Wonnen deiner sommerlichen Schwestern?
Während Tagen und Tagen sehe ich dich, die du zögerst in deiner zu stark geschnürten Hülle, Rose, die du, im Zur-Welt-Kommen, die Langsamkeiten des Sterbens in entgegengesetzter Richtung nachahmst.
Dein unzählbarer Zustand läßt er dich erkennen, in einer Mischung, wo alles ineinander übergeht, diesen unaussprechlichen Einklang des Nichts und des Seins, von dem wir nichts wissen?
XXIV
Rose, hätte man dich draußen lassen sollen, liebe Köstliche? Was macht eine Rose da, wo das Schicksal sich über uns verbraucht?
Kein Zurück. Hier bist du, die du teilst mit uns, bestürzt, dieses Leben, dieses Leben, das nicht von deiner Zeit ist.
Rainer Maria Rilke Aus : Rosengedichte in französischer Sprache.
Ein sehr schönes Bild. Liebe Grüße und ich wünsche einen schönen Tag. George
XXIII
AntwortenLöschenRose, sehr spät gekommene,
die die bitteren Nächte aufhalten
mit ihrere zu sternigen Helligkeit,
Rose, errätst du die leichten vollkommenen Wonnen
deiner sommerlichen Schwestern?
Während Tagen und Tagen sehe ich dich,
die du zögerst in deiner zu stark geschnürten Hülle,
Rose, die du, im Zur-Welt-Kommen,
die Langsamkeiten des Sterbens
in entgegengesetzter Richtung nachahmst.
Dein unzählbarer Zustand läßt er dich erkennen,
in einer Mischung, wo alles ineinander übergeht,
diesen unaussprechlichen Einklang des Nichts
und des Seins, von dem wir nichts wissen?
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Rose, hätte man dich draußen lassen sollen,
liebe Köstliche?
Was macht eine Rose da,
wo das Schicksal sich über uns verbraucht?
Kein Zurück. Hier bist du,
die du teilst mit uns, bestürzt, dieses Leben,
dieses Leben, das nicht von deiner Zeit ist.
Rainer Maria Rilke
Aus : Rosengedichte in französischer Sprache.
Ein sehr schönes Bild.
Liebe Grüße und ich wünsche einen schönen Tag.
George