Sonntag, 12. September 2010
Leider nur ein Traum
Datum: Wed, 13 Feb 2002 20:43:05 +0000
Lieber ...,
Etwas spät, aber doch endlich komme ich wieder zum Schreiben. Ich danke dir nochmals für den Artikel. Er ist sehr interessant. Hier wird im Moment die neue sicherheitspolitische Doktrine, die am Montag van den Parteien gemeinsam präsentiert wurde, debattiert. Sie bedeutet eigentlich, dass die Doppelheit in der Aussenpolitik besteht. Alliancefreiheit im Wort und Natoorientierung in der Tat. Als vor ein paar Jahren das heimliche Doppelspiel der Sozialdemokraten bekannt wurde, war man nicht wenig erstaunt. Aber es lag wohl im allgemeinen Interesse, nicht allzu laut davon zu reden. Auch der Unterschied zwischen dem jetzigen sicherheitspolitischen Agieren und einer Mitgliedschaft der Nato ist haarfein.
Nun ja, das ist Politik..:-)
Du hast so gut und schön für eure Demokratie argumentiert dass ich wohl gar nichts dagegen einwenden kann. Und wenn die Schweizer zufrieden sind mit ihrem System dann ist doch alles OK. Dann sollte man euch doch eigentlich gratulieren, oder? Ich bin übrigens erstaunt über dein politisches Engagement. Wusste garnicht dass du dich dich so erhitzen kannst für diese weltlichen Dinge.. ;-»
Ach, es ist schade, dass wir nur die Schrift haben. So siehst du nicht wie ich versuche das Lachen zu verkneifen. Schade dass ich nicht im real life mit dir Politik diskutieren kann. Dann könntest du mich nicht falsch verstehen, was du manchmal (ich denke sogar absichtlich) tust. Ich würde es nicht zulassen.
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Übrigens, gestern morgen hat mich das Radio aus einem schönen Traum geweckt. Ich glaube es war das erstemal dass ich von dir geträumt habe. Ich habe dich nicht deutlich gesehen. Aber deine Stimme habe ich erkannt. Wir gingen zusammen durch
eine Stadt irgendwo in der CH. Eigentlich sah es aus wie Paris in meiner Jugend. Es gab wunderschöne Häuserfassaden aber die Fenster waren alle mit herrlich leuchtenden Blumen geschmückt, so wie man es in der Schweiz sieht. Und du hast auf die Fenster gezeigt wo du einmal gewohnt hast und von früheren Zeiten erzählt. Ich trug ein ärmelloses Kleid und es war ein etwas kühler Wind trotz der strahlenden Sonne. Und du hattest den Arm um meine Schulter gelegt, so wie es eben die Männer tun, wenn sie eine Stütze brauchen beim gehen. Dabei habe ich etwas gestaunt dass du grösser warst als ich es mir vorgestellt hatte. Es war so natürlich und schön dort mit dir zu gehen. Und dann hat mich das dumme Radio geweckt und du warst verschwunden. :-(
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