Mittwoch, 22. September 2010

Diskussion am Radio

Na ja, die Diskussion am Radio war ganz passabel. Mindestens habe ich einmal ein Studio erlebt und gesehen, wie so was abläuft. Die Journalistin war sehr gut und hat das alles gut geleitet. Sie ist Spanierin, aber hier in der Schweiz aufgewachsen. Deshalb lag ihr auch der multikulturelle Aspekt vor allem am Herzen. Aber im allgemeinen bin ich in solch neuen Situationen und Umständen abgelenkt und komme gar nicht richtig zu meinen Überlegungen und Haltung. Ich habe mir zwar Notizen gemacht, in der Art des Mind Map. Das ist sehr nützlich und eine gute Stütze. Gut vor allem deshalb, weil man überall einsteigen kann. Und seit der letzten Podiumsdiskussion habe ich auch gewusst, dass eine Podiumsdiskussion keine echte Diskussion ist. Man sollte sich bloss einige Voten vorbereiten, die man dann irgendwo in der Diskussion platziert. Und das sollten nicht zu viele sein. Vielleicht 5 wichtige Dinge, die man sagen will. Und immer wieder sollte man in Richtung dieser Aussagen kommen, so dass man sie wiederholen kann. Nur so wird man von den Radionhörern wirklich gehört, denn sie liegen ja noch im Bett, sind auf der Fahrt ins Büro oder sitzen im Büro bei der ersten Tasse Kaffee. Sie sind nicht wirklich aufmerksam. Und deshalb kommt man nur an sie heran, indem man dasselbe 5 mal in jeweils ein bisschen anderen Worten sagt. Man will ja in der Oeffentlichkeit viel zu differenziert reden. Aber eigentlich sollte man nur die einfachsten und die plausibelsten Dinge sagen. Nun ja, manchmal findet man die einfachsten Dinge erst am Ende einer langen Diskussion.
Ich bin ganz froh, dass Du mich nicht gehört hast. Ich will mich zuerst selbst hören, um dann das Band zu „autorisieren“, wie Du es mit Deinem Foto gemacht hast.

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