Seit gestern sind wir hier. Und Ullas Schwager hat uns in seinem flotten Van bei Porte Maillot abgeholt und sicher ans Ziel gebracht. Av. André Morizet. Schon als ich sah, wie er seinen Wagen geparkt hatte, sah ich ein, dass ich nun wirklich in Paris war.
Es ist ein wunderbares Stadtviertel, elegant aber zugleich typisch französisch, so wie ich es am liebsten mag. Das Appartement besteht eigentlich aus zwei Dreizimmerwohnungen, die man mittels ein paar Veränderungen zu einer etwas originellen Wohnung umgebaut hat.
Und so habe ich auch U's Schwester kennengelernt. Sie ist eine sehr hübsche Frau und sie spricht nach all den Jahren immer noch perfekt schwedisch, obwohl mit einem kleinen pikanten Akzent. Gestern haben wir uns bei einem herrlichen Dinner in der Familie gut unterhalten und es hat mir Spass gemacht, wieder einmal ein wenig Französisch zu sprechen.
Was wir gegessen haben? Ein herrliches blutiges Steak mit verschiedenen leicht gekochten Gemüsesorten, dazu zwei leckere Saucen und als Getränk Bier und Wein.
Ach, wenn du wüsstest wie lange ich an diesen paar Zeilen herumgemurkst habe. Einen Preis für Ausdauer bin ich schon wert. Die Tastatur hier ist ganz anders, und meine Finger wollen das nicht akzeptieren.
Heute sind wir früh in die Stadt gefahren und haben uns dort zuerst den Pyramide du Louvre angesehen. Ich war erstaunt, denn auf allen Bildern, die ich bisher gesehen habe, stellt es irgendwie das Gebäude des Louvre in den Schatten, ich meine, der Louvre wird fast unsichtbar dahinter. Doch so sieht es nicht aus. Womöglich sieht der Louvren noch imposanter aus daneben.
Dann sind wir am Quai Voltaire entlang, an den Bouquinisten vorbei zum Musée d'Orsay gewandert und haben uns dort das interessante Gebäude und die Werke der Impressionisten angesehen. Und immerzu habe ich gewünscht, du hättest neben mir gestanden und ich habe mir vorgestellt, wie du die Bilder kommentiert hättest und in Gedanken habe ich mich immerzu mit dir unterhalten. Ich glaube sogar, ich werde mich später an das Museum erinnern, als hätte ich es mit dir besucht.
Nach dem Besuch im Museum mussten wir uns ausruhen, U. hat immer noch grosse Probleme mit ihrem Fuss, und so haben wir nach etwas Herumsuchen, ein ganz wunderbares kleines Restaurant im Quartier Latin gefunden, wo wir uns eine herrliche Mahlzeit bestellt haben. Ach, ich könnte dir viel davon erzählen. Doch die Leute sind zu Hause und es wirkt unartig, wenn ich zu lange hier sitze.
Und du mein lieber Mausfreund? Geht es dir gut? schreibe mir bitte bald wieder, denn hier in Paris vermisse ich dich mehr denn je. Weiss nicht warum es so ist.
Ich grüsse dich lieb.
Kuss
Malou
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