...
Ich weiss, ich habe dich auch etwas überrannt mit meinen Mails. Du allein für dich hast dir bestimmt einen Maus-Kontakt nicht so intensiv vorgestellt, so dass man jeden Tag ein Mail schreiben würde. (Eine strenge Reihenfolge der Gegenseitigkeit, wie du andeutest: "ich wäre an der Reihe"). Ist ja auch verrückt! Und manchmal hast du ganz einfach nicht die Zeit oder die Ruhe oder die Lust oder weiss was dazu. Diese Kadenz stammt von mir. Und sie hat dich ein bisschen in eine Sache hineingezogen, die du von dir aus nicht gesucht hast. Dafür entschuldige mich und ich hoffe wirklich von Herzen, dass du keine Probleme damit kriegst.
Aber das kommt - so erkläre ich mir im Moment - aus meiner gewissen Einsamkeit, wie soll ich sagen, platonischen Einsamkeit, geistigen Einsamkeit. Deshalb bist du mein Fyrklöver, und ich danke Gott, dass du nicht nur eines, sondern dass du mindestens vier Blätter hast. Wahrscheinlich hast du ja noch etliche mehr. Wir Katholiken sind für das Platonische sehr begabt, das ist meine Überzeugung.
Nun, meine liebe Marlena, das war "der langen Rede kurzer Sinn" wie man in Deutsch schön sagen kann. Es war die Liebeserklärung vom Sonntagmorgen, dem 2. April 2000, von ... an Marlena Johnson, unter Respektierung der Paragraphen 1 bis 5.
Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und freue mich darauf, von dir zu hören.
Mit einem feinen Gruss
Mittwoch, 25. Mai 2011
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