Liebe Marlena
Dir kann bange werden, weil die Welt so schön ist? Das kommt mir ein bisschen bekannt vor. Als ich jünger war, hatte ich von mir den Eindruck, ich sei glücklich, wenn der Weg bergauf ging, weil ich dann schon an den angenehmen Abgang dachte, und ich war unglücklich beim Abgang, weil ich dann schon wieder an den nächsten Aufstieg dachte. Das ist sozusagen antizyklisches Verhalten. Und du kannst dir vorstellen, dass so etwas ziemlich anstrengend ist, wenn man in den Alpen lebt, wo es ständig nur auf- und abwärts geht;----) Ich habe mir oft auch im Gymnasium schlechte Noten ausgedacht, um dann viel bessere zu erhalten. Ich wollte damit wohl einfach nicht negativ überrascht werden, sondern positiv. Ich wollte nie zuviel erwarten, um mit dem, was kommt, zufrieden zu sein.
Heute finde ich allerdings, ich war ...
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