Sonntag, 9. August 2020

Buongiorno Italia



Lieber ...,
(...)
Ich habe mir gerade ein paar italienische Lehrbücher bestellt. Es war nicht so leicht sie zu finden, denn sie sind schon an die 10 Jahre alt. Bisher hatte ich sie mir in der Bibliothek geliehen aber ich möchte sie gern selbst besitzen. Es ist ein wunderbarer Kurs. Eigentlich stammt er von BBC und ist sehr intelligent gemacht. Ich glaube, ich habe dir das schon mal erzählt. Ich habe mir auch schon die Kassetten dazu besorgt, damit ich die richtige Aussprache lerne. Und wozu das alles? Mein nächstes Leben möchte ich in Italien verbringen. ;-)))

Ich wünsche dir einen feinen Tag.
Mit lieben Gs und Ks in Qs
Malou

Freitag, 7. August 2020

Regnerischer DOMO

Liebe Malou

Ja, wir haben uns wirklich in einem Thema verstiegen! In der Religion nämlich. In dieser Doppelbiographie über Peter von Roten ist auch viel davon geschrieben. Offenbar hat er mit seiner Iris über viele Briefe darüber diskutiert. Es ist erstaunlich, wieviel Material die Religion liefert, um zu diskutieren.  (Peter von Roten und Iris)

Und die Maikäfer? Sind sie wirklich unsterblich? Vielleicht.


Ich weiss nicht, ob ich ein schönes Leben habe Malou. Manchmal zweifle ich daran. Und manchmal auch wieder nicht. Im Moment lese ich ein Buch über das Lebensglück von einem gewissen Seligman. Das ist die neue Psychologie, die sogenannte 'positive Psychologie'. Seine Argumentation finde ich interessant. Ich glaube, wir müssen einige Dinge in unserer Arbeit hier in Zukunft neu anpacken. Aber ich weiss noch nicht genau was. Erst will ich mich mit diesen neuen Ideen beschäftigen. Und dann kann ich vielleicht, zu meinem Abschied, damit eine Art Geschenk machen.


Ja, man sollte nicht zulassen, dass das leben eintönig und langweilig wird. Das ist nicht gut für die Nerven. Und, das sagt übrigens Seligman, glückliche Menschen haben viel Kontakt mit andern Menschen. Vergiss das nicht Malou. Darin liegt ein grosser Glücksfaktor. ... 


Ich bin heute etwas müde. Die Nacht war eben leider kurz. Ich werde also abends nur kurz ein bisschen walken, und dann früh schlafen gehen. Na ja, wir sind auch nicht mehr 20!!


Eigentlich sollte ich in nächster Zeit M anrufen. Weisst du, das ist jene Frau, die ich in R   kennengelernt habe, jene mit dem schönen Dialekt. Sie hat doch bei unserem kürzlichen Treffen erzählt, dass sie sich einen neuen Freund ins Haus geholt habe. Aber der sei teilweise arbeitslos, ziemlich trinksüchtig, und hätte sie kürzlich geschlagen, so dass sie die Polizei holen musste. Es war absolut schockierend, was sie uns da erzählt hat, und ich wusste gar nicht, wie ich darauf antworten sollte. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie eine solche Dummheit machen würde.  Sie meint, sie wollte ihm 'eine Chance geben'. Sie hatte mit diesem Freund einen Vertrag gemacht, so dass er bei ihr einziehen konnte.


Ja, ich wollte sie fragen, wie es ihr jetzt geht. B meint, wenn man sich nicht gut fühlt, sollte man jemanden anrufen, dem es wirklich sehr schlecht geht. Mit einem solchen Telefon hätten am Schluss beide gewonnen. Da ist was dran, nicht? Ich will sehen, was ich tun kann.


Ja Malou, ich merke, dass du nicht recht weisst, was du schreiben sollst. Aber es braucht doch nichts Spezielles zu sein. Erinnere dich, einmal hast du bloss deinen Arbeitsplatz rund um den PC beschrieben, und ich war ganz begeistert. Das ist allerdings schon lange her.


Ich lasse dich, und wünsche dir einen schönen Abend.

Liebe Gs und Ks
...

Bekehren?


Lieber ...,
Du schreibst: "Ich glaube einfach zu wenig, als dass man mich bekehren könnte." Und dazu möchte ich dir sagen: Ich glaube zu wenig, als dass ich jemanden bekehren möchte."
Und genau das habe ich dir nun schon in mehreren Mails gesagt. Doch du hältst fest an dem Glauben ich hätte jemals die Absicht gehabt dich zu bekehren. Warum sollte ich? Habe doch nicht einmal in der katholischen Kirche geheiratet. Bin also, laut meinem Glauben, nicht verheiratet.
:-)

Nein, ich will dir absolut nichts verheimlichen. Aber da in meinem RL herzlich wenig los ist, muss ich immer nach Stoff in der Vergangenheit suchen, wenn ich ein Mail füllen will. Na ja, man kann auch über verschiedene Dinge diskutieren. Wie z.B. über die Unsterblichkeit der Maikäfer... ;-)

Ich liebe dich. Wieso ich das so sage? Es will einfach gesagt werden.. oder geschrieben.

Es freut mich, dass du ein schönes Leben hast. Ja, mit dem Alter wird man etwas bequem. Du wirst sehen, wie schnell das kommt, wenn du einmal nicht mehr im Beruf stehst. Dann muss man aufpassen, damit man nicht in Passivität versinkt. Aber bei dir ist wohl diese Gefahr nicht so gross. Du wirst schreiben, malen und philosophieren. Und mailen, hoffe ich.

Nun wünsche ich dir einen weiter schönen Tag
mit lieben Gs und Ks
Malou

PS Ich muss an den Backofen. :-)
...

Re: Kurzurlaub vom Ich ??




Liebe Malou
Ach, das ist ein merkwürdiges Mail, das du da schreibst. Irgendwie willst du schreiben, aber doch nicht viel sagen. Nicht wahr? Ich kenne das von dir. Früher konntest du mich damit fast zur Verzweiflung bringen. Jetzt bin ich es schon ein bisschen gewohnt.
Na ja, klar ist die Frage des Menschen nicht gelöst. Aber das hat eigentlich - wie ich denke - mit Evolutionstheorie nichts zu tun. Ich glaube sogar Teilhard de Chardin war es, der behauptete, die Evolutionstheorie muss dem katholischen Glauben nicht widersprechen. Es ist auch denkbar, dass Gott eine Welt geschaffen hat, die sich entwickelt, entfaltet. Ihre wesentliche Seinsweise ist die Entfaltung. Natürlich denken Katholiken dann auch gerne an eine Höherentwicklung. Sie möchten ja doch, dass es aufwärts geht.
Nein, das glaube ich nicht, dass du mich in Rom hättest bekehren können. Ich glaube einfach zuwenig, als dass man mich bekehren könnte. Es gibt bei mir fast nichts zu drehen und bekehren. Ich glaube ja nur so allgemein an eine Grosses Ganzes, das uns hier alle übersteigt. Aber ich glaube nicht einmal, dass dieses Grosse Ganze so denkt wie wir das tun. Ich glaube nicht, dass es so beschränkt - um nicht zu sagen dumm - sein kann.
Ach ja Malou, was kann ich dir sagen vom Singledasein. Letztes Wochenende war ich allein. Ja, das war schön ruhig. B war in Wien mit ihrer Gruppe. Sie haben es offenbar genossen und viele Dinge gesehen. Es hatte Schnee in Wien, stell dir vor. Und von der Albertina ist sie ganz begeistert. Sie hat den Hasen von Dürer gesehen, und das Stücklein Gras. Das sind ja sozusagen Ikonen der Menschheit!



B hat den Eindruck, Oesterreich ist reich geworden. Alles sieht gut und gepflegt aus. Das stimmt damit überein, was ich in den Medien höre. Oesterreich hat mit dem Beitritt zur EU sehr viel profitiert, höre ich sagen. Es hat - wirtschaftlich - die Schweiz ziemlich aufgeholt. Und in den letzten Jahren ist ohnehin Mode geworden, dass die Schweizer nach Oesterreich Skifahren gehen.  In der Regel einfach, weil es dort billiger ist.
(---)
Jetzt sitze ich im Büro, trinke meinen ersten Kaffee und warte auf K, mit dem ich einen Termin habe. Er kommt mit seinem Mofa von einem der Dörfer hier im oberen Baselbiet.
Ich hoffe, ich überstehe den Tag ohne grössere Krisen. Und ich wünsche dir die Abgeschiedenheit, die du brauchst.
Liebe Gs und Ks

...


Donnerstag, 6. August 2020

Ferien vom Ich



Lieber ... ,
Auf diesen Titel "Ferien vom Ich" bin ich mal in meiner
Jugend gestossen und er ist in meinem Gedächtnis hängen
geblieben. Ob es der Klang der Worte war oder die Vor-
stellung man könnte sich selbst entkommen, weiss ich
nicht mehr.
Vielleicht ist es gerade das, was ich jetzt getan habe.
Schreiben verlangt immer, dass man sich mit sich selbst
konfrontiert. Wie kann man sein Inneres ruhen lassen,
wenn man darin herumgraben muss, um etwas Stoff für
ein Mail zu finden? Ich meine, wenn die Gegenwart nichts
Interessantes zu bieten hat, von dem man erzählen könnte.

OK. Ich lasse es. Eigentlich macht es mir immer noch Spass
zu schreiben. Aber ich brauche Abgeschiedenheit (heisst es
wirklich so?) um schreiben zu können. Vielleicht könnte ich
sagen "privacy". Du Glückspilz hast das sicher in Überfluss.
Hast du denn immer noch keinen Computer bei dir zu
Hause? Walo wollte dir doch einen installieren, oder?
*
Nein, du irrst dich. Ich will überhaupt nicht mit dir in einen
Religiondisput eintreten. Ich glaube wir haben ungefähr die
gleiche Vorstellung.. oder lass mich sagen, wir sind gleich
unsicher. Und dass ich sehr skeptisch gegenüber der Vor-
stellung der Evolution sei, stimmt wohl auch nicht so ganz.
Man muss eben zwischen dem Menschen als biologisches
Geschöpf und geistliches Wesen unterscheiden. Die Frage,
was ein Mensch ist, ist noch lange nicht gelöst.
*
Ach, du meinst ich hätte dich vielleicht in Rom bekehren
können? Haha.. jetzt muss ich wieder herzlich lachen.
Nein, mein lieber Mausfreund, ich hatte ganz andere Pläne
und sie hatten nichts mit Religion zu tun.  ;-)

Hier ist es grau und neblig. Trotzdem haben wir unsere
Runde über die Felder gemacht. Und ich dachte dabei an
England und dass die Frauen dort so schöne Haut haben,
wegen der hohen Luftfeuchtigkeit.
Weisst du, dass ich einmal Königin Elisabeth und ihre
Schwester Margret ganz nahe gesehen habe? Ich hätte sie
berühren können. Und dabei ist mir aufgefallen wie
wunderschönen Teint beide hatten. Ich war noch ein Kind,
habe es aber nie vergessen.

Und du? Ist es bei dir auch so grau wie hier? Hast du dein
Wochenende als Strohwitwer überlebt?
Lass von dir hören. Ich brauche ein wenig Harroin.

Mit lieben Gs und Ks
Malou

Dienstag, 4. August 2020

Offenheit u.a.m.

Lieber ...

Diese Offenheit, von der wir mal geschrieben haben, ich weiss nicht ob ich sie mir eigentlich wünsche. Immer noch möchte ich dich nur meine guten Seiten sehen lassen und wenn man sowas tut ist man natürlich nicht zu 100% offen. Ich glaube auch nicht, dass ich deine innersten Geheimnisse kennen möchte. Doch ganz sicher bin ich auch wieder nicht. Vielleicht hätte ich gern, dass du dich bei mir beichtest. :-)
*
Gerade in diesen Tagen ist eine unserer bekanntesten Schriftstellerinnen, Kerstin Thorvall, mit einem neuen Buch erschienen. Sie hat sich einen Namen gemacht mit ihrer absoluten Aufrichtigkeit, ihrer totalen Auslieferung. Das gilt für alles in ihrem Leben. Ihre sexuellen Eskapaden u.a. Jetzt ist sie alt, 77 Jahre, und schreibt über die Erniedrigung und Einsamkeit eines alternden Menschen. Man vergleicht sie manchmal mit Simone de Beauvoir, wobei die letztere wohl kaum so schockierende Dinge zu erzählen hatte. Das Buch ist von den Kritikern sehr gut empfangen worden.
Du hast recht, es ist nicht leicht gute Vorbilder zu finden. Aber wozu? Das Schicksal tut sowieso was es will mit uns.
*
Über das Hotel, von dem du erzählst muss ich lachen. Uns ist etwas ähnliches passiert. Es war in Deutschland, in einem kleinen wunderschönen und biederen Städtchen. Vielleicht war es Rothenburg. Und da haben wir ein kleines Hotel (oder war es ein Pensionat) gefunden. Es sah so ordentlich aus, in einem schön geschmückten Fachwerkhaus mit einem hübschen Garten drum. Aber du hättest unsere Überraschung sehen sollen als wir die Einrichtung sahen. Dunkelrote, dicke Teppiche und gepolsterte Türen. Ausserdem zwei nebeneinanderstehende Waschbecken im Zimmer. Alles sah sehr nach Sünde aus. Und als wir uns ins Bett legten sahen wir oben an der Decke ein paar schwedische Worte geschrieben, die man normalerweise in öffentlichen Toiletten finden kann. Ich fand es ein bisschen widerlich und weiss noch, dass ich am nächsten Morgen das sicher garnicht schlechte Frühstücksbuffet kaum angreifen wollte.

(---)

Der Kurs in Hypnose, den du machen willst, ist das um später es selber ausüben zu können? Vielleicht willst du eine eigene Praktik öffnen? Oder bist du so mutig, dass du dich selbst hypnotisieren lässt? Das ist etwas, was ich nie wagen würde. Habe Angst davor, was ich da sagen würde. :-) Erzähl mir mehr davon. Was sagt S. dazu, wenn du dir in Zürich ein Zimmer mietest? Ist sie nicht ängstlich, was du in dem nächtlichen Zürich anstellen könntest?? ;-) Doch ich glaube, du würdest jede Stunde davon geniessen. Es ist ein ganz eigenes Gefühl, in einer Stadt, wo man als junger Mensch gewohnt hat, herumzugehen. Das merke ich wenn ich mal nach Uppsala komme, was leider allzu selten ist.
*
Nun habe ich so lange geplaudert, dass du wirklich von Wortschwall reden könntest. Will dich nicht länger aufhalten.
So wünsche ich dir noch einen schönen Abend und einen angenehmen Tag morgen.
Mit lieben Grüssen
Marlena

Montag, 3. August 2020

Onkelchen, Hypnosekurs und GV


Liebe Marlena

Vielleicht hat das was dran, dass Onkelchen sich etwas gefangen fühlt, wenn S. dabei ist. Ich merke jedenfalls, dass er manchmal mit dem Essen kämpft. Ich hatte oft den Eindruck, dass S. ihm zuviel auf den Teller serviert. Sie denkt in persischen Massstäben, wo ein alter Mensch sich jederzeit das Recht herausnehmen wird, die Hälfte auf dem Teller stehen zu lassen. Aber Onkelchen hat eine Harte Schule mit Tantchen hinter sich und weiss, dass er ausessen soll. Manchmal kaut er wirklich auf Tod und Leben, so stelle ich mir vor. Und wenn ich ihm sage, er brauche sich nicht zu beeilen, er könne es stehen lassen, dann verneint er definitiv. Wenn ich koche, serviere ich etwas weniger. Und so kommt er immer elegant über die Runden. S interpretiert die Situation anders. Sie sagt, wenn er alles isst, dann hat er doch wohl Appetit. Ich behaupte, wenn er alles isst, dann will er vor allem höflich sein. Da sieht man wieder einmal, wie widersprüchlich die Realität sein kann.
*
Um Ende Mai habe ich mich für einen Hypnose-Kurs in Zürich angemeldet. Den Kursleiter kenne ich. Er kommt aus Amerika und ist NLP Spezialist. Vor Jahren hatten wir ihn hier auf unserem Dienst. Und später war ich auch schon mal in einem Hypnose Kurs bei ihm. Das war sehr interessant und auch sehr entspannend. Man lernt dabei die Psyche des Menschen gut kennen, diejenige, von der Du meinst, sie verschwinde, wenn man das Leben im Zwischen lokalisiert. Ich glaube, ich muss mich ein wenig vorbereiten auf meine Zeit der Pensionierung. Wenn ich eine Ahnung habe von suggestiven Verfahren inklusive Hypnose, so kann das nur nützlich sein. Ich werde mit Hühnern üben ;--)), denn Hühner sind offenbar ganz leicht zu hypnotisieren. Die Kunst liegt darin, einen sehr sanften, einfühlsamen Zugang zu den Menschen zu finden. Man kann keinen Menschen gegen ihren Willen beeinflussen. Aber man kann natürlich die Widerstände sanft unterlaufen. Wenn man sie dazu bringen kann, dass sie sich gehen lassen und beeinflussen lassen, dann geht es schon.

Ich weiss noch nicht, ob ich täglich wieder nach Basel zurückfahren soll, oder ob ich mir besser ein Zimmer nehme. Wenn man immer nur hier in der Gegend arbeitet, scheint Zürich so weit zu sein. Aber es ist doch gleich um die Ecke. Und wenn ich dort bleibe, könnte ich wie in alten Zeiten wieder mal das Zürcher Nachtleben geniessen. Das sind doch exzellente Aussichten.
*
Gestern hatten wir eine kurze Generalversammlung. Im Frühjahr werden nur die Mitglieder nominiert, die dann im Herbst eine neue Funktion übernehmen sollen. Die Sitzung ist also meist sehr formal und sehr kurz. Im Herbst wenn man über Finanzen und über ein Neues Hotel diskutiert, gehen oft langweilige Stunden dahin. Wir denken daran , aus dem Hotel Radisson auszuziehen, weil das Essen oft so schmeckt wie in einer Kantine. Früher war es besser. Die Desserts sind auch besser. Aber allein mit Desserts hat man nicht gegessen. Leute, die sich in diesen Dingen auskennen, behaupten, Hotels dieser Art führen bloss eine Küche, um die Anzahl der Sterne zu behalten. Die Fachleute in der Küche sind aber extrem reduziert worden, so dass sie die meisten Menues halbfertig einkaufen. Sie streuen dann bloss noch etwas Petersilie darüber und servieren. Und das ist wirklich wie in der Studentenkantine damals. Es schmeckt auch so. Und das ist für einen edlen Club, wie wir es sind, natürlich nicht das richtige Niveau. Die GV gestern war in einem Lokal mitten in der Stadt und heisst Unternehmen Mitte. Ein lustiger Name, und auch das Haus ist ziemlich originell. ImParterre liegt ein grosses Restaurant, das vor allem von den Jungen frequentiert wird. Es ist sehr trendy, auf jeden Fall sind auch A und B manchmal dort zu finden. Oben ist das Basler Literaturhaus untergebracht. Es gibt dort Lesungen. Und man hat auch Zimmer, wo Schriftsteller und Künstler wohnen können. Das Essen war zwar einfach, aber nicht schlecht. Nach einer ausgezeichneten, cremigen Broccoli-Suppe gab es Spaghetti mit Meeresfrüchten, anschliessend ein Eis, zum Essen einen sehr guten Wein aus der Gegend Siena. Das war eigentlich schon alles.
*
Jetzt muss ich los.
Lustig, dass Du auf meine Vermutung, Du seist im Geheimen eine Rechnerin, Deine Tochter fragst. Ist ein echter Indizienprozess, nicht wahr? Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
Liebe Grüsse