Sonntag, 1. Mai 2016

On realism and escapism


Subject: :on realism and escapism
Date: Thu, 27 Apr  14:00:29


Liebe Marlena

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Du fragst mich, was ich meine, wenn ich sage, du könnest rasch auf Realismus umschalten. Und du weist darauf hin, dass doch unser Chat und unsere Mails auch Realität seien. Ich kann dir natürlich nicht die "Wahrheit" sagen, meine liebe Mauscopine. Ich kann dir nur schildern, wie ich es anschaue. Wahrheit gibt es ja sozusagen nicht. Ich sage immer: "Keiner hat die Wahrheit. Aber jeder hat das Recht, sich auf seine eigene Art zu irren". Ist doch gut gesagt, nicht wahr?

Also: Deine Realität ist dein Leben in Stockholm. Du hast deine Familie, du sorgst für Anna, du machst den Haushalt, deine Einkäufe, spähst auf dem Weg zur Arbeit nach den Geschwindigkeitskontrollen, bereitest deine Lektionen vor, arbeitest in deinem Arbeitszimmer, von wo man auf die Eisbahn sehen kann, wartest auf das Wochenende und auf K. und sein feines Sonntagsessen und so weiter und so fort. Das ist deine Realität.

Unsere Maladi ist natürlich auch Realität, aber eine andere Ebene irgendwie, in sich abgeschlossen, im Gefängnis sozusagen, in den Mauern des Internet. Das gibt ihr schon den Charakter des Spiels (allerdings "Spiel" nach meiner Definition). Aber auch Spiele sind Realitäten. Sie sind irgendwie in sich abgeschlossene soziale Interaktionsformen. Wenn ich Donnerstag abend mit Walter zusammenkomme, ist das auch ein Spiel, das ich mit ihm habe. Es gibt da gewisse Spielregeln und Grenzen, die wir beide einhalten. Man kann nicht sagen, Spiele seien weniger real als das übrige Leben. Schau mal, wie Menschen in Spielen aggressiv werden können, oder gefangen und eifrig sein können, wie sie sich enttäuschen lassen von Spielen. Oft sind Spiele sehr emotionale Realitäten. Spiele haben einen eigenen Ernst. Spiele sind genauso real wie das übrige Leben. Sie sind einfach gekennzeichnet durch einen Spielrahmen und durch eigene Spielregeln. Die Ehe ist eine Spielform des Zusammenlebens zwischen Mann und Frau. Französisch Conversation ist eine Spielform, Französisch zu lernen. Gemeinsam im Cyber-Room mit der Kusine zu essen und zu plaudern, wie du es mir beschrieben hast, wäre eine Spielform des Zusammeseins via Internet. Chatten ist eine Spielform des Dialogs, des rudimentären Dialogs muss man sagen. Telefonieren ist eine Spielform des Kontaktes. Du siehst, so verstehe ich das Wort Spiel. Das ist vielleicht nicht gerade so, wie es hier jedermann verstehen würde.

Wenn ich meiner Sehnsuche nach dir freien Lauf lasse, dann befinde ich mich im Gefängnis. Und das ist nicht real-life. Ach, jetzt haben wir es: Realität ist real-life. Und unsere Sehnsucht ist eben virtual-life. Du spürst zwar die Sehnsucht in deinem Körper, aber sie ist von deinem übrigen Leben getrennt. Sie ist sozusagen durch Spielgrenzen abgetrennt. Wenn das nicht so wäre, würden wir uns - sagen wir - morgen um 1600h in Paris Orly treffen und zusammen nach Ronda fahren, wie das der gute alte Hemingway - der ja sicherlich in Liebesfragen einige Erfahrung hatte - empfohlen hat. Na ja, vielleicht wäre es noch nicht richtig sommerlich warm für Liebesnächte in Ronda, aber immerhin wäre es besser als im ST, diesem harzigen System, das unsere Nerven auf die Probe stellt.

Und jetzt zum Punkt. Ich habe bei dir den Eindruck gehabt, dass du mit tiefen Gefühlen sprechen kannst, wie sehr du mich vermisst, aber kurz nachher auf unseren §5 (never fall in love again) hinweist. Das meine ich, wenn ich sage, du kannst rasch umschalten auf Realismus. §5 ist quasi eine realistische Anweisung. Wenn ich - im Gegensatz zu dir - ich mich der Sehnsucht hingebe, dann denke ich nicht an §5, dann interessiert mich dieser § sowenig wie am Morgen die hungerigen kleinen Vögelchen, die piepsen. Wenn ich mich der Sehnsucht hingebe, dann möchte ich dich sehen, mit dir plaudern und deine Person erleben, sehen wie du bist und wie du das Leben anpackst und die Kaffeetasse zum Mund führst. Das meine ich mit lyrischem Ich. Das sind Gefühle und Stimmungen und Hoffnungen, aber man kann damit nicht unbedingt ein real-life bestreiten. Sie sind einfach zuwenig realistisch. Sie sind zwar real, aber nicht realistisch. Das ist die Unterscheidung, die man machen muss: real sind die Gefühle, aber sie sind nicht immer realistisch. Real meint eine Seinsweise, realistisch meine eine Erkenntnisweise.

Ach, damit stecken wir schon tief im Sumpf der Philosophie. Mit ihr möchte ich dich nicht behelligen, meine Liebe. Das ist nicht nötig. Den Begriff des "lyrischen Ich" habe ich überigens von Kundera. Er spricht davon. Gemeint ist dieser Zustand der Verliebtheit, den wir doch auch von Rilke kennen, der seine Wahrnehmungen mit Sentimentalität durchtränkt und in sich verinnerlicht, um sie dann in schönen Elegien wieder der Welt zu präsentieren. Er ist ein absolut lyrischer Mensch, aber ziemlich lebensuntüchtig, wie man weiss, und auch früh gestorben, und hat oft geklagt über seine Mattigkeit (longueur bei Verlaine, habe ich im Dictionnaire nachgeschaut, zugegeben), seine Ängste und Phobien, seine Isolation, seine Hypochondrie und seine Verlassenheitsgefühle. Rilke war kein besonders gesunder Mensch. Er hat am Leben sehr gelitten. Lyrisches Ich ist also dieser Zustand der Verschmelzung mit den sentimentalisierten Aspekten der Welt, mit der geliebten Person, mit den Dingen, an die einen Begeisterung binden. Das ist dieser jugendliche Höhenflug, den wir kennen, wenn sich junge Menschen verlieben. L'amour est aveugle. Ils vivent d'amour et d'eau fraîche.

*

Du kannst meine Aussage einfach so verstehen: ich finde, du bist ein vielseitiger Mensch, du bist nicht eindimensional, sondern mindestens vierblätterig, wie wir doch schon festgestellt haben. Du bist eine tüchtige Berufsfrau, eine zuverlässige und liebe Mutter und Hausfrau, eine loyale Ehefrau. Und daneben hast du noch diese Maladi, das ist doch wirklich abgehoben von deinem Leben, ein schönes Spiel, sozusagen ein mentales Abenteuer. Andere Leute besuchen romantische Kinofilme um zu weinen, gehen ins Casino ihr Geld verspielen oder vertreiben sich die Zeit mit den 18 Löchern auf dem Golfplatz. Jeder hat seine spielerischen Vorlieben. Und wir haben unsere Maladi.

Du darfst nicht denken, ich nehme das nicht Ernst, weil ich es Spiel nenne. Das habe ich aus meiner Dissertation gelernt. Spiele sind genauso Realität wie das Alltagsleben. In der Tat könnte man sagen, das Alltagsleben sei nur eine Spielform, eben das Alltagsspiel, dem wir im Leben eine gewisse Priorität einräumen. Es ist sozusagen das Metaspiel, die grösste der russischen Puppen, die man so ineinander stecken kann. Unsere maladi bedeutet mir viel und ich möchte nicht darauf verzichten. Und du bist mir wichtig, meine amie souris, fast ein bisschen zu wichtig. Aber es ist ein abgegrenztes Spiel. Es ist eine der kleineren russischen Puppen. Je mehr ich an meine Fantasie des Gefängnisses zurückdenke, desto besser gefällt es mir. Ich finde, es ist gut erfunden: ein bisschen sentimental, ein bisschen lustig, ein bisschen ironisch, ein bisschen mit Bezügen zum Alltag (1. April), ein bisschen erotisch und hat einen gelungenen Schluss: die Pritsche, die reklamieren will, obwohl es nichts zu reklamieren gibt. Das ist sozusagen noch ein moralisches Element eingebaut. Es ist wirklich eine sehr komplexe, kleine Geschichte. Sie sieht harmlos aus, aber es ist fast alles drin, was man sich in unserer maladi denken kann. Wenn wir uns jetzt das Gefängnis noch im Turm vorstellen, dann haben wir Dein Bild auch noch mitverwendet. Wir bauen zusammen den Turm, aber wir sind IM Turm eingeschlossen. Ist das nicht eine wundervolle und geheimnisvolle Fantasie? Wir zwei Turmbauer, wir bauen am Turm, sind aber im selben Turm eingeschlossen und kommen nicht ins real-life hinaus. Wir bauen unser wunderschönes Turmgefängnis von innwendig, ohne auch nur eine Türe zu lassen.

*

Ach, gerade höre ich die CDs mit Barbara, und bei jedem Stück überlege ich, wie es dir gefallen könnte. Manchmal sind die Chansons sehr melancholisch, eben lyrisch auf eine Art. Sie sind voller timbre. Ich muss sie dir wirklich so schnell wie möglich schicken. Jeder Tag ohne sie ist ein verlorener Tag (etwas dramatisch gesagt!). Hast du deine Adresse schon geschickt?

So lass ich dich nun, mein liebes Turmfräulein, meine amie souris, meine Mausbraut, meine Muse, die mit ihren Küssen so geizt.

IM
...

Re:Gute-Nacht-Kissen


Subject: Re:Gute-Nacht-Kissen
Date: Thu, 27 Apr 08:01:36

Lieber ...!

Ich sende dir nur schnell ein paar Zeilen damit du weisst, dass ich in Gedanken bei dir bin wenn ich auch nicht die Zeit finde ein längeres Mail zu schreiben im Moment. Habe tausend Sachen zu erledigen heute.

Danke für das Gute-Nacht-Kissen. Leider habe ich nicht gut darauf geschlafen.. vielleicht zu viel an dich gedacht? :-)

Was meinst du denn, wenn du sagst dass ich plötzlich auf "Realismus" umschalte? Erkläre es mir bitte. Sind denn Mails und Chat nur ein lustiges Spiel das nichts mit Realismus zu tun hat?

Ich möchte dir so viel schreiben aber im Augenblick kann ich dir nur für dein liebes Mail danken.

Gruss und Kuss (nr 3)

i.M.

Marlena

Freitag, 29. April 2016

Unser Chat gestern

Fortsetzung "Kästner ... "

Ich habe nochmals an unseren Chat gestern zurückgedacht. Es war das erste mal, dass wir wirklich Zeit hatten und locker drangingen. Ich hätte noch stundenlang plaudern können und ich war fast ein bisschen froh, dass uns das System geholfen hat, aufzuhören. Ich hätte von mir aus fast nicht gewagt, einen Schlusspunkt zu setzen. Ich habe immer gedacht, wenn ich vorschlage, dass wir Schluss machen, dann bereue ich es 2 Minuten später und würde gerne fortsetzen. Vielleicht hattest du ein ähnliches Gefühl, als du vorgeschlagen hast, dass wir uns in einer Stunde wieder treffen könnten. Stell dir vor, du würdest in Zürich wohnen. Oder sagen wir in Genf, mit deiner romanischen Zunge. Wir hätten ein echt unruhiges Leben. Wir müssten ständig irgendwie chatten oder telefonieren oder sogar zusammen einen Kaffee trinken in Lausanne, in Fribourg oder in Bern. Es wäre absolut nervenaufreibend und unmöglich. Danken wir Gott, dass wir so weit voneinander sind. Ich habe überigens während der Ostern einmal die Karte angeschaut. Es sind nicht 3000 km von Basel bis Stockholm. Es sind ungefähr die Hälfte, etwa 1500 km. Für 3000 könnte man schon ganz schön Kurven machen und Pirouetten drehen, wie beim Eiskunstlauf. Und Hamburg ist ungefähr die Mitte, habe ich sinnigerweise auch herausgefunden. Doch dazu will ich mich jetzt nicht weiter äussern.

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Gestern am Chat hast du mich gefragt, ob ich etwas kenne, du hast zitiert, war es nicht "Mon seule homme...."?. Ich war ein bisschen ironisch und habe gesagt, das klinge sehr monogam. Kannst du mir das nochmals sagen was es war? Ich war im Chat nicht in der Lage, näher darauf einzugehen. Aber ich möchte schon gerne von dir hören, was du gerne magst. Im Übrigen, "monogam" klingt gut, wenn man selbst der Auserwählte ist. Wenn man das nicht ist, klingt es ein bisschen exklusiv, so also ob man über die erste Liga diskutiert, wo man doch selbst bloss in der zweiten spielt. Ich weiss noch heute nicht genau, was du gemeint hast, als du gesagt hast, du seist monogam? Ich glaube, du hast präzisiert: nur einen Ehemann, nur einen Mausfreund und noch irgendwas? Das musst du mir mal erklären, meine Liebe. Genauso, wie du mir aus deiner Studienzeit erzählen musst. Das hast du mir schon lange versprochen, erinnerst du dich?

So lass ich dich für heute, ma petite amie souris. Hast du das gestern im Chat verstanden. Ich sagte, ich könne kaum mit dir in Französisch chatten, so gerne ich das tun würde. Ich könnte es allenfalls auf der Basis von baisers. Du weißt schon, mit dem Französischen verbinden wir Deutschsprachler viel mit Erotik, Liebe, Sex, Charme und all die Dinge. Nun ja, das wird ja für euch Schweden nicht viel anders sein. Sie sind die absoluten Spezialisten in der Liebe, die Franzosen. Das muss man ihnen lassen. Erste Liga eben. Ich habe mal ein Jugendbuch rezensiert von einer Französin, in Deutscher Übersetzung. Ich glaube, sie war auch Studienrätin. Warte, ich hole es, jetzt, wo ich all die Bücher in der Nähe hab. Es ist aus der Sicht des Mädchens geschrieben, sehr einfühlsam fand ich, die erste Liebe. Es heisst "Je ne t'aime pas, Paulus" 1991 von Agnès Desarthe bei l'Ecole des loisirs, Paris. Ich habe es damals nur wegen meiner Töchter genommen und habe nur mit halbem Herzen angefangen zu lesen. Aber zum Schluss war ich ganz begeistert. Über die Autorin heisst es auf dem Deckel: "Agnès Desarthe wurde 1956 in Paris geboren. Bereits mit 22 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Jugendbuch. Die ausgebildete Gymnasiallehrerin brachte 5 Romane, 4 Bilderbücher und einen Sohn - in dieser Reihenfolge - zur Welt. Mit gleicher Energie unterrichtet Agnès Desarthe Englisch, kocht gern und widmet sich ihrer Familie, froh über jeden Vorwand, nicht am Schreibtisch sitzen zu müssen". Hier ein Auszug, zufälligerweise:

"Inzwischen sprach er nicht mehr von Scheidung, sondern von Selbstmord, und von der hohen Lebensversicherungsprämie, die wir als seine Familie in diesem Fall bekämen. So sagte er einmal während des Essens - als er sich wie immer reichlich Butter nehmen wollte, dann aber unter Mutters tadelndem Blick sein Messer wieder zurückzog -: "Eigentlich könnte ich ruhig sterben. Das wäre sowieso besser - für jeden von uns." Unsere Reaktion darauf kann man sich vorstellen: Judith heulte laut los, Mama nagte an ihrer Unterlippe und sagte: "Aber Schatz, wie kannst du nur so etwas Schreckliches sagen?", und ich dachte wütend: Dann krepier doch, du Idiot! - natürlich in der Hoffnung, Gott würde mich nicht hören, und wenn, dann wenigstens nicht erhören. Was mich so wütend machte, war folgendes: Ein Vater hat nicht das Recht, vor seinen Kindern zu sagen, er wolle sterben - ähnlich wie ein Kapitän auch in der ausssichtslosesten Lage sein Schiff und seine Mannschaft nicht verlassen darf. Schliesslich muss es jemanden geben, der sich für die anderen verantwortlich fühlt und die nötige innere Kraft dazu hat, sonst können sich die andern gleich mit umbringen. Ich war so sauer auf Papa, dass ich zwei Wochen lang kein Wort mehr mit ihm sprach, aber er bemerkte es nicht mal."

Du siehst, es ist sehr gut geschrieben, lebendig und mit einigem Witz. Ich mochte es sehr, obwohl ich davon ausgegangen war, das sei eigentlich nur für pubertierende Mädchen.

So, für heute habe ich echt genug zitiert.

Ich schicke dir meine lieben Grüsse

...

Dienstag, 26. April 2016

Kästner nochmals und viele Zitate




Subject: Kästner nochmals und viele Zitate
Date: Thu, 27 Apr  09:32:00


Liebe Marlena

Beim Umzug meiner Bücher habe ich ein paar Sachen gefunden, die ich kürzlich gesucht hatte. Beispielsweise das kleine Bändchen Erich Kästner "Briefe an die Doppelschätze".

In einem Hinweis steht zum Schluss: "Am 15. Dezember 1957 wurde Friedel Sieberts und Erich Kästners Sohn Thomas in München geboren. Im Januar 1962 muss Erich Kästner das Lungensanatorium in Agra aufsuchen. In den Jahren 1962 und 1963 entstand das Kinderbuch "Der kleine Mann", das die "Gute-Nacht-Geschichten" enthält, welche Erich Kästner seinem Sohn Thomas erzählt hatte. 1962-63 lebte Friedel Siebert mit Thomas in Küsnacht bei Zürich. Im Jahre 1963 erschien das Buch "Der kleine Mann". Im September 1963 kann Erich Kästner nach München zurückkehren, und im Januar 1964 zieht es auch Friedel Siebert mit ihrem Sohn dorthin. Vom Januar bis August 1964 kommt Erich Kästner zum zweitenmal nach Agra. Im Herbst 1964 zieht Friedel Siebert mit Thomas nach Berlin. Anfangts 1966 muss Erich Känstner noch einmal zur Kontrolle nach Agra. Ende April 1966 kehrt er nach München zurück."

Und als Einfrührung gibt es im Büchlein einen kleinen Kommentar von Horst Lemke. Ich glaube, das war der Illustrator seiner Bücher, nachdem der berühmte Walter Trier in der Hitler-Ära nach Kanada emigriert war, wo er genauso viel Erfolg hatte wie in Europa. Von dort illustrierte er noch einige Bücher für Kästner, das letzte war das Bilderbuch "Die Konferenz der Tiere". Dann starb er unerwartet. Lemke schreibt etwa über Kästner:

"Er liebte seine gewohnte Umgebung, sein Haus, seinen Platz am Fenster mit dem Blick in seinen Garten, die Schreibmaschine vor sich auf dem Fensterbrett, sein Café (ich glaube, es war das Café "Leopold"), in dem er jeden Tag zur gleichen Zeit erschien, um seine Korrespondenz zu diktieren, seine Taxifahrer, seine Nacht-Clubs."

"Kästner war ein stiller, ja ein schweigsamer Mensch, und es war nicht einfach, ihm näherzukommen oder gar seine Freundschaft zu gewinnen. Und je gefeierter er wurde und je mehr ihn Journalisten und durchreisende Bewunderer belästigten, desto zurückgezogener wurde er."

"Kästner furh nicht Auto, hat auch nie eines besessen, und als ich mir Sorgen machte, wie er zu unseren Treffpunkten kam, meinte er, ich solle mir mal keine Sorgen machen, bisher sei er immer noch dahin gekommen, wo er hinwollte. Und da er ein Gentleman war, immer sehr gepflegt angezogen und immer einen Homburg trug, und sehr grosszügig war, werden sich die Taxifahrer und Kellner von Lugano noch deutlich an ihn erinnern."

"Sein Café in Lugano, in dem er eigentlich jeden Tag erschien, las und schrieb, war merkwürdigerweise der Kursaal.

Merkwürdig, weil es ein besonders altmodisches Café war, im Stil der alten Grand-Hotels, mit einer grossen Terrasse und innen so gross wie eine besonders geräumige Bahnhofhalle. E.K. sass immer drinnen. Aber es hatte etwas von der alten Pracht der Côte d'Azur, wahrscheinlich liebte er das daran.

Den Kellnern war er in kürzester Frist vertraut, nicht nur wegen seiner Persönlichkeit, sondern auch wegen seiner fürstlichen Trinkgelder.

Ohne zu bestellen, wurde ihm ein Whisky im Teeglas serviert. Der Whisky war ihm wohl vom Doktor untersagt, aber er dachte gar nicht daran, von der liebgewordenen Gewohnheit abzugehen, genauso wenig wie er zu bewegen gewesen wäre, auf eine seiner starken Camel-Zigaretten zu verzichten".

"Wenige Jahre vorher hatte ihm seine Freundin einen Sohn geboren. Für ihn schrieb er dieses Buch, für ihn erfand er Mäxchen Pichelsteiner. Dass Mäxchen klein war, so klein sogar, dass er in einer Streichholzschachtel schlafen konnte, war auch kein Zufall: Kästner war auch klein, und er hat bei vielen Gelegenheiten betont, dass die meisten grossen Männer, Alexander der Grosse, Cäsar, Friedrich der Grosse, Napoleon, nur als Beispiele, klein von Statur waren."




"Unsere Treffen beendeten wir meistens in dem Café Ristorante San Gottardo, hundert Meter vor dem Sanatorium, das häuptsächlich von Patienten und Besuchern bevorzugt wurde. Dort war am Abend munteres Treiben, und es war schön mitanzusehen, wie beliebt Kästner bei allen Patienten war, trotz seiner stillen, zurückhaltenden Art. Und da waren sicher auch Leute darunter, die sonst nicht seine Kragenweite gewesen wären, aber er war zu allen freundlich. Und wenn er sich zu einem Gespräch nicht äussern wollte, pflegte er nur ein gedehntes "na - ja" zu sagen, und für ihn war der Fall erledigt, und er nahm noch einen kleinen Schluck aus der Whisky-Teetasse".

Soweit also Lemke, in seinem einführenden Kommentar. Und das ein Briefbeispiel Kästners vom 12. 4. 62 aus Agra:

"Meine Doppelschätze, mein Wiesengrund, verehrter Herr Napfkuchen (damit meint er spielerisch seien Sohn Thomas), liebe Frau Venusbruuust,

ich sitze beim Toni und denk an Euch. Und screib ein paar Zeilen. Den Brief, mit einem Schein beschwert, werf ich dann am Nachmitag in den Briefkasten beim Vanini (Piazza di Riforma). Anschliessend spazier ich zu den Zitronenbäumchen im Kurpark. Dann setz ich mich in den Kursaal und mach Notizen, da stört mich die Kapelle überhaupt nicht. Na ja, und gegen 19h greif ich mir ein Taxi und rutsch wieder nach oben. Venedey ist noch krank. Stattdessen macht der Chefarzt, der "steile Erich", Visite, mit seinem vor lauter Hemmungen strengen Gesicht.

Heute war Badetag, und ich bin aufs zweckloseste sauber wie ein frisch ins Bett gebreitetes Frottiertuch.

Wenn ich mir die Notizen anschaue, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, stell ich fest, dass man das nie im Leben drucken kann! Nun, ich mach sie trotzdem. In Stenografie. Zur Pflege des Gedächtnisses.

So. Jetzt hops ich auf den Balkon und spiele Liegekurfürst.

Viele Küsse

Euer Erich

Und Papa



Anbei

1 Himmelschlüssel

1 Leberblümchen

1 Veilchen

1 Gänseblümchen

1Vergissmeinnicht

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5 mal Bücken"



Oder am 8.5.63 aus Agra:

"Liebe Friedel,

in den Schokoladenläden Luganos bemerkte ich süsse Hinweise darauf, dass am Sonntag die Muttertagsglocken läuten werden. Damit Dir Thomas ein paar hübsche Blumen oder ein Taschentuch schenken kann, lege ich ihm 20 sfr in dieses Kuvert, und ausserdem 100 Franken, die du so verwenden wirst, als sei es kein Geld, sondern ein kleines Geschenk von mir. Für die Mama oder Euch beide.

Herzliche Grüsse und Küsse

Euer Muttertagsvater

Und Dein Erich"

+

Alle Briefe sind ungefähr so, witzig und eloquent, mit Hinweisen auf das Geld, das er den beiden schickt. Na ja, 20 sfr waren damals, 1963 mindestens soviel wie heute 100, also doch eine kleine Summe.

Überigens 1929 ist sein berühmtestes Buch "Emil und die Detektive" erschienen. Er hatte viele Reaktionen von Lesern, die ihm geschrieben haben. Seiner Mutter, der er täglich schrieb, erzählt er von einem kleinen Jungen, der das Buch gelesen habe, und der ihm mitgeteilt hat, dass er sich unverzüglich auf den Weg machte, die diversen Schauplätze des Romans in Berlin zu inspizieren. "Ist er nicht reizend, der kleine Kerl? Ist überall rumgelaufen - Kaiserallee, Trautenaustrasse, Nollendorfplatz und so weiter - und hat sich die Gegend, in der der Emil spielt, genau angeschaut. Rührend!". Kästner tippt den originellen Leserbrief ab und schickt seiner Mutter die Abschrift mit; das Original bekommt der Verlag, dort denkt man daran, ihn zu vervielfältigen und für Reklamezwecke einzusetzen.

*

So, meine Liebe, das ist genug Kästner. Er ist ja ein Kinderbuchautor. Und das ist nicht dein besonderes Interesse. Für mich ist er von Interesse, weil ich diese Kinderbücher rezensiere. Das ist alles. Und vielleicht habe ich auch so ein bisschen Esprit in meinen Briefen wie er. Das hoffe ich wenigstens. Zu deinen Gusten, Marlena.

*

Ich habe nochmals an unseren Chat gestern zurückgedacht. Es war das erste mal, dass wir  ...

Sonntag, 24. April 2016

Unser Garten - ein Casus Belli




fortsetzung

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Jetzt möchte ich gerne euren Garten sehen. Er muss schon ganz und gar bereit sein für den richtigen Frühling, also die vierte Jahreszeit. Habt ihr auch einen Gemüseteil, oder ist es vor allem ein Ziergarten für Blumen? Ach ja, ich erinnere mich, du hast von Beeren gesprochen, für die du zuständig bist. Wir haben bei uns auch beides, Gemüse und Blumen, und einige Fruchtbäume. Deine Bemerkung über die Verteilung unserer Gartenarbeit kürzlich verrät deine feine Nase. Und mein erster Gedanke war: fehlt nur noch, dass sich Marlena auf die Seite von S stellt! ;-)) (Dieses Metazeichen ;-) ist hier sehr nützlich, denn das ist wirklich eine komplexe Situation). In der Tat ist der Garten einer unserer CASUS BELLI, wie die Juristen so schön sagen. S hat völlig andere Vorstellungen von einem Garten als ich und wir können uns leidenschaftlich darüber streiten. Doch da möchte ich nun im Moment lieber nicht in die Details gehen.

Du tust weise, den Garten nicht als Arbeit, sondern als Hobby anzusehen. Das vergrössert die Beerenernte, lässt die Salate wachsen und verschönert die Sommerblumen. Als Kinder mussten wir gelegentlich Unkraut jäten. Damals habe ich den Garten in den höchsten Tönen und den schlimmsten Wörtern verflucht. Ich war zu jener Zeit nicht so begabt wie Tom Sawyers, und stellte mir stattdessen vor, was meine Freunde in dieser Zeit, da ich arbeiten musste, alles Schöne erleben könnten: Tischtennis spielen, Baden, Fussballspiel, im Dorf eine Runde drehen und tratschen und nach den Mädchen sehen, hinter dem Fluss nach Abenteuer suchen oder was immer. -- Aber ich glaube, meine Erinnerungen sind nicht sehr gut synchronisiert. Wir mussten im Garten arbeiten, als wir kleiner waren, und die Vergnügungen, die ich aufgezählt habe, stammen aus den späteren Jahren. Man bringt doch einiges durcheinander in der Erinnerung, und versucht einen nachträglichen Sinn zu konstruieren.

Doch dein Bild, mit dir zusammen unter einem schattigen Baum im Garten zu sitzen und ein Buch zu lesen und darüber zu diskutieren, das habe ich nicht vergessen. Das wäre wirklich sehr schön und bereits der Vorgarten des Paradieses. So etwas kann ich mir sehr gut vorstellen in einem Garten, der nich perfekt und hochgestylt ist, sondern der der Natur viel Eigenleben gewährt. Hörst du mich? Ein Garten, "der der Natur viel Eigenleben gewährt"! S würde das gleiche Flecklein Land einen Urwald unter chaotischen Verhältnissen nennen. Das nun ist in der Tat der Unterschied zwischen rechter und linker Politik, so wie sich diese Begriffe seit der Französischen Revolution herausgebildet haben. Ich bin hier eindeutig links und für mehr Demokratie. Ich lasse auch den Löwenzahn mit seinem grossen Maul zu Wort kommen. Und sogar den Winden, diesem unseligen Gewächs, will ich eine Chance lassen. Nicht alle Chancen, aber eine. Man soll die Natur nicht unterdrücken, das führt zu nichts. Das ist widernatürlich. Man soll sie mit einfühlsamem Wissen lenken und steuern, so gut das geht. S dagegen ist Royalistin und vertritt im Garten eine rechte Politik, die ich schon eher reaktionär nenne. Sie will dem Garten diktieren, sie will ihm befehlen. Sie spricht streng zu den Pflanzen, wo diese doch ein gutes Wort brauchen könnten. Sie betrachtet die Vegetation als Untertanen und die Schnecken als Feinde. Nun ja, sie ist die Tochter eines Grossgrundbesitzers, der wahrscheinlich seine vielen Ländereien einstmals beinache wie ein König verwaltet und überwacht hat.

Du siehst, bei uns gibt es cultural gaps, wie die Soziologen sagen würden. Doch ich wollte ja nicht ins Dickicht der Details geraten. Beinahe bin ich es!

Ich habe mich in diesen Ostertagen sooft nach meinem Büro zurückgesehnt, wie ich das früher kaum erlebt habe. Ich wollte einfach gerne wieder mal etwas von Marlena hören. Und ich bin immer noch gespannt darauf.


Mit Liebe, dh. IM
...

Samstag, 23. April 2016

.. aber ich will nicht


Meine Mausliebe

Es ist wunderbar, wieder von dir zu hören. Und du bist lieb, noch rasch vor der Arbeit ein Lebenszeichen zu geben. Ich habe sehr darauf gebrannt, und deine Worte haben mich erlöst. Es tut wohl, sie wieder zu lesen und ich habe mich sehr auf diesen kleinen Moment gefreut. Manchmal finde ich es geradezu ein bisschen kindlich, dass ich mich sosehr von dir gefangen nehmen lasse. Ich könnte mich schon dagegen wehren. Ich könnte mich etwas unempfindlicher machen, wenn es denn sein müsste. Aber ich will es nicht. Ich geniesse es so, wie es ist. Man sucht die Freiheit und gerät unversehens in neue Gefangenschaften! Ach, wie das Leben so spielt! Ich kann es kaum verstehen. Ich habe dir ziemlich am Anfang unserer Mausfreundschaft gesagt, dass ich dich gewinnen möchte. Aber ich habe natürlich nicht an eine solch verrückte maladi gedacht, was ich damals ja noch gar nicht konnte. Ich habe einfach gehofft, wir würden schon irgendwie ein Thema finden, über das wir uns unterhalten könnten. Zwei intelligente Menschen finden immer irgendwie ein Thema. Und mittlerweile haben wir ja etliche gefunden. Manchmal kommt mir bei unserer maladi der Begriff der Seelenverwandtschaft in den Sinn. Das ist auf jeden Fall der schönere Ausdruck als zu sagen, wir hätten dieselbe Software, wie ich das schon getan habe. Und gelegentlich, wenn ich für dich ins Schwärmen komme, so dass du fast ein bisschen abwehren musst, dann fürchte ich, du könntest mich für einen frustrierten Typen halten, der hier in Basel nicht auf seine Rechnung kommt. Aber ich glaube nicht, dass ich das bin. Ich komme hier schon auf meine Rechnung, von oben bis unten sozusagen, wenn es sein muss. Es ist vielmehr diese sublime Übereinstimmung in vielen Dingen, die ich mit dir so zauberhaft finde. Vielleicht überschätze ich sie auch, diese Übereinstimmung, das weiss ich möglicherweise nicht so genau. Aber es kann natürlich nicht ausschliesslich Übereinstimmung geben. Du wirst sicherlich viele unterschiedliche Meinungen haben, die sich von den meinen unterscheiden. Und ich möchte auch gerne von dir so viel wie möglich lernen. Ich glaube, da habe ich ziemlich viel Potential.

Ich habe dir aus dem Süden ein bisschen Sonne mitgebracht und viele Blüten, die dort jetzt zur Frühlingspracht beitragen. Es war schön, und die Tessiner sind ein bisschen wie die Italiener: kommunikativ, fröhlich, laut und sehr emotional. Das kann nur die Sonne ausmachen. ...

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Jetzt möchte ich gerne euren Garten sehen. Er muss schon ganz ...

Dienstag, 19. April 2016

Post scriptum - mein drittes Auge


den 25 april 23:34

Liebe Marlena

Bei mir hat es in der Tat gewirkt! Es funktioniert! Du schaust mich mit fragenden Augen an?

Unser §2 wirkt wie ein Depotpräparat, das der Arzt unter die Haut setzt und das seine Wirkung langsam abgiebt. Unsere maladi gibt mir tatsächlich eine gewisse innere Zufriedenheit und ein Gefühl der Heiterkeit. Es ist, wie wenn du einen kleinen Schatz mit dir herumträgst. Und wenn dich etwas enervieren will, so merkst du bald, dass das nicht so schnell läuft, weil es doch daneben Dinge und Werte gibt, die viel wichtiger sind und die viel dauerhafter hinhalten. Also bei mir hat es gewirkt, meine Liebe, und ich glaube, dafür muss ich mich bei dir bedanken. Wie denn kann ich das tun?

Ein zweites habe ich bemerkt. Es ist soetwas wie ein "drittes Auge", das einen begleitet. Ich habe oft Dinge gesehen, beispielsweise in der Natur, von der ich weiss, dass du dich ihr nah fühlst, und ich hatte den spontanen Wunsch, sie dir zu zeigen, zu wissen, wie die sie sehen würdest. Morgens um halb sechs hat eine Amsel im Garten so laut und künstlerisch gesungen, dass ich nur an dich denken konnte. Ich glaube, vor einem Jahr hätte ich sie überhaupt nicht gehört. Oder aber, ich war mir nicht sicher, welche Vogelart denn so singt. So habe ich mit Peter darüber geprochen und er hat mir bestätigt, dass das eine Amsel sei. Eigentlich wusste ich schon, wie sich eine Amsel anhört. Aber ich hatte während Jahren nicht mehr darauf geachtet.In diesem Zusammenhang kommt mir meine gute Grossmutter ins Gedächtnis, die Frau Direktor, wie man sie hier in L. nannte. Wenn immer sie bei uns in Visp zu Besuch war, hat sie während der ersten Tage darüber geklagt, dass sie so schlecht schlafen könne, weil bei uns die ganze Nacht eine Nachtigall ihre Liebeslieder singt. In der Tat hatten wir in unserem grossen Garten eine Nachtigall. Und leider habe ich in meinem damaligen Alter sehr schlecht darauf geachtet, denn sie lag nicht wirklich im Horizont meiner Interessen. Doch heute gäbe ich einiges darum, mich erinnern zu können, wie sie wirklich geklungen hat. Und wenn ich eine Amsel höre, denke ich stets, es muss der Nachtigall sehr ähnlich gewesen sein. Kennst du ich in Vogelstimmen aus? Oder weiss Anna es? Sind Nachtigall und Amsel nicht vielleicht verwandt? Beide schlagen irgendwie, ihr Pfeiffen purzelt auf eine Art durch die Luft, es ist mehr ein Schlagen als ein in die Länge ziehen. Also, ich kann es nicht besser beschreiben.

So warst du mein drittes Auge. Und ich glaube, man schaut oft genauer hin, man merkt sich die Dinge, die man erlebt, anders, wenn ein drittes Auge mit dabei ist. Das ist für mich irgendwie eine neue Erfahrung. Vielleicht habe ich sie früher in meinem Leben auch schon gehabt, aber ich habe sie nicht gewusst.

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Morgen muss ich wieder arbeiten. Heute abend bin ich noch rasch ins Büro gekommen, um die Post durchzuschauen (unter uns gesagt, eigentlich die Mails). Na ja, ich musste auch noch Benzin tanken. Und als ich ins Büro kam, war ich angenehm überrascht, dass das Büchergestell immer noch da steht. Ich hatte die Umstellung während der paar freien Tage schon wieder vergessen.

Mit einem lieben Gruss

IM
...