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Du hast mir einen Anstoss gegeben, mich noch ein bisschen mit diesem Houellebecq zu beschäftigen. Ich glaube, ich hatte schon zwei kleine Romane von ihm gelesen bis dahin. Und dann hatte ich eben kürzlich in der Auslage diese Sammlung mit Rezensionen gesehen, die ich mehr oder weniger wegen des Preisnachlasses mitgenommen hatte. Daran bin ich jetzt. Die Kritiken gehen wirklich von absolut positiv bis negativ. Im allgemeinen aber wird er doch als recht 'ernstzunehmend' eingeschätzt. Ein Kritiker sieht Parallelen zu Camus und Aldous Huxely, die ich allerdings selbst nicht überprüfen kann. Ein Schweizer Kritiker, dem ich im allgemeinen gut folge, bespricht ihn mit absolutem Respekt. Seine Aussage in einem Wort: der Text tut, was er sagt. Und das ist ja bekanntlich ein gutes Lob. Der Text sagt: die Welt ist ziemlich am Ende. Und der Text tut auch so. Voilà. Irgend jemand - ist es nicht eine Kritikerin - meint, die Texte des Autors signalisierten das Ende des Mannes. Nachdem man ihn mittels medizinischer und biologische Techniken gänzlich aus der Fortpflanzung ausgestossen habe, bleibe ihm absolut gar nichts mehr an Nützlichkeit. Höchstens die Schönheit. Aber wer hat sie schon. Die Texte seien auch antimodern, wird gesagt, das heisst reaktionär.
Kurz und gut, er ist ein Autor, den man nur mit einigen Selbstzweifeln zur Hand nimmt. Glücklicherweise ist er so einfach zu lesen mit seiner unbedarften Sprache, dass man sich nicht zu all den wüsten Dingen, die er sagt, auch noch anstrengen muss. Hast Du von ihm gelesen?
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Ich wünsche Dir einen schönen Ferientag.
Mit einem lieben Gruss
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