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Ja, der Apfel! Ich glaube, Jona Gold kenne ich auch. Aber ich bin nicht so bewandert in Apfelfragen. Sie sind ja eigentlich Rosenblütler, botanisch gesehen, nicht wahr? Sie sind - mit anderen Worten - von einer sympathischen und guten Familie. Ich habe kürzlich einen Artikel überflogen, der besagt, dass es in der Schweiz noch 400 Apfelsorten gibt. Man versucht, ihre Gene zu sammeln und aufzubewahren. In den Läden findet man dann aber bloss mehr 5 oder 6 verschiedene Sorten. Aber, das muss man zugeben, meist schauen sie ziemlich schön und gross und appetitlich aus. Und die modernen Menschen essen sie ja bekanntlich mit den Augen.
Ich habe ein paar lustige Assoziationen zum Apfel, mal abgesehen von demjenigen Evas. Ich vermute, es muss auch ein James Grive gewesen sein, den unser Evchen damals ihrem Adam unter die Nase gehalten hat. Ich denke nicht, dass sie ihn mit einer Zwetschge herumgekriegt hätte … Höchstens mich. Aber eine Zwetschge kann man auch nicht auf diese Art abbeissen.
Das Mac Symbol des abgebissenen Apfels ist perfekt. Ich hatte mich sogar einmal durchgerungen, eine Neujahrskarte zu zeichnen, auf der nur ein Apfelkerngehäuse (ich kenne den hochdeutschen Begrifff dazu nicht, nur denjenigen in Dialekt) zu sehen war, rundum abgebissen. Graphisch sah das gut aus. Ich war begeistert. Aber semantisch, vom Sinn her, waren die Leute etwas irritiert. Doch ich war im Recht, das alte Jahr war wirklich aufgegessen.
Die Perser haben, wenn sie heiraten, ein Tischtuch auf dem Boden, ein Trauungstuch, wie sie sagen. Das brauchen sie ebenso am Neujahrsfest. Und es ist eine alte Sitte, beim Jahresübergang am 21. März darauf 7 Schalen mit 7 verschiedenen Dingen zu stellen, die mit dem Laut S beginnen. Dazu gehört der Apfel = Sib, als Symbol für die Gesundheit. Daneben gibt es Sir = Knoblauch, Serke = Essig, Samano = Getreidebrei, Sabsi = Pflanzenkeime, Gemüse, Sekke = Geld, Senjed = Nüsse, und schliesslich noch Somaq = ein rotes Gewürz. Kurz und gut: auch die Perser wissen von der Gesundheit des Apfels. Nebenbei gesagt gehört auf das Tuch darüber hinaus ein kleines Wasserbecken mit einem Goldfisch. Er ist das Symbol des reinen Glückes. Und - wenn er denn gut erzogen ist - soll er sich im Moment des Jahresübergangs völlig still im Wasser halten, um dann das neue Jahr mit einer abrupten Kehrtwendung zu beginnen.
Den Begriff Stedhal Syndrom habe ich weder in meinem psychologischen noch im medizinisch-klinischen Wörterbuch gefunden. Vielleicht ist es ein literarischer Begriff. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich in meiner Stendhal Biographie nachlesen. Er war wirklich krank und stand unter Medikamenten. Wenn er in Florenz darnieder gesunken sein soll. dann vielleicht wegen einer Frau auf dem Bild ;--)
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