Samstag, 5. November 2016
Neue/r Mitarbeiter?
Liebe Marlena
Die Sekretärinnen kennen mich kaum mehr. In den letzten zwei Tagen war ich
kaum im Büro. Das ist im Moment ein Leben in fliegenden Wechseln. Du kennst
den Ausdruck als Mitglied einer Nation mit exzellenten Eishockey-Teams. Dort
bedeutet es den Wechsel der Spieler im laufenden Spiel, also ohne
abzuwarten, bis der Schiedsrichter aus irgend einem Grund das Spiel
unterbrochen hat. Gestern war ich in Olten und Basel. Vorgestern zur
Hauptsache in Basel. Und ich könnte Dich jetzt wieder um Rat fragen, wen von
all den Männern und Frauen wir als Mitarbeiter anstellen sollten. Die eine
ist sehr geschwätzig. Die zweite ist hübsch und vielversprechend, aber noch
reichlich jung. Die dritte ist ebenso jung, aber vielleicht etwas unberechenbar.
Und die vierte haben wir schon vor einem Jahr gesehen. Sie ist kognitiv gut
organisiert, ärgert sich aber viel, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sich
das vorgestellt hat. Oder sie setzt sich durch eigene Gedankenkonstrukte
unter Druck.
Es ist wirklich nicht leicht, und man kann ja keinen Test veranstalten. Man
kann die Leute nicht im Quervergleich sehen, sondern muss sich für eine
Person entscheiden und dann mehr oder weniger annehmen, dass dies die beste
Wahl gewesen sei. Vielleicht kann ich noch jemanden, eine jüngere Person
vielleicht, in einem Praktikum anstellen. Ich erinnere mich daran, wie
glücklich und selig Clinton war mit der Möglichkeit, Praktikantinnen
anstellen zu können.
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