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Ich überlege mir in letzter Zeit, wohin ich nächstens reisen soll. Und auf dem ersten Rang liegt im Moment Istanbul. Das ist wirklich eine wunderschöne Stadt. Ich habe kürzlich mehrere Filme gesehen. Ihre Lage ist einmalig. Der letzte zeigte das Leben einiger einfacher Fährmänner, die in völlig traditioneller Art mit ihrem Boot Passagiere von der europäischen auf die aisatische Seite rudern. Einer davon, ein 80 jähriger, sympathischer Typ rudert wirklich noch, während die jüngeren oft schon mit Motor arbeiten. Lustig ist, dass ihre Lizenz ihnen nur den Transport von der einen auf die andere Seite erlaubt, nicht aber zurück. Denn auf der anderen Seite gibt es auch eine Reihe von ebensolchen Fährmännern. Und die warten darauf, in der entgegengesetzten Richtung zu transportieren. Sie haben ein kleines Clubhaus und können sich dort im Winter aufwärmen. Die etwa 10 Männer trinken eine Unmenge Schwarztte. Dazu haben sie extra einen angestellt, der ihnen den Tee zubereitet. Er hat sein Getränk sehr gelobt und behauptet, was wir in Europa an Schwarztee trinken, dass würde dort in Istambul keiner anrühren. Ich weiss was er meint. Und er hat recht! Wenn er nicht da ist, servieren sich die Männer ihren Tee selbst. Die jüngeren sind verpflichtet, ihn den älteren zu servieren. Sie haben dort drüben eine strenge Hierarchie. Na ja, das wissen wir doch seit langem.
Kurz und gut: Istambul ist eine prima Stadt. Es ist vielleicht gut, sie zu besuchen, bevor sie total europäisiert wird. Es gibt dieses Jahr sogar einen Hypnose-Kurs dort drüben. Eine Kollegin des Kurses, den ich damals in NY besucht hatte, organisiert einen in Istambul. Und sie hat mich ausdrücklich eingeladen. Aber ich glaube nicht, dass ich deswegen hinreise. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, zusammen mit Türken einen solchen Kurs zu belegen. Türken sehen die Welt wirklich ein bisschen anders als wir. Das habe ich sogar in NY bei dieser Kollegin bemerkt. Und dabei hatte sie mir erzählt, dass sie in jungem Alter ein paar Jahre in der Schweiz gelebt hätte. Ihr Vater war als Chirurg tätig irgendwo an einem Spital in der Schweiz.
Der Nachteil von Istambul besteht darin, dass ich kein Türkisch spreche oder verstehe. Es ist immer schade, wenn man eine Stadt oder ein Land aufsucht, und sich nicht mit den Leuten direkt unterhalten kann. Na ja, wahrscheinlich sprechen die meisten schon Englisch. Jedenfalls konnte man sich wirklich amüsieren, wie die Aegypter beispielsweise Deutsch gesprochen haben, oder die Türken an ihrer Ferienküste. Das hat gelegentlich sehr ulkig geklungen. Aber sie waren durchaus gewandt in ihren Fremdsprachenkenntnissen. Die Sprache also ist ein Hindernis. Na gut, ich werde sehen. Ich habe mich ja noch nicht entschieden. Portugal ist ein weiteres meiner Ziele. ...
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Istambul oder Lisabon also. Und dann habe ich noch München auf meiner kleinen Liste im Kopf. Ich bin noch nie dort gewesen, ...
Du siehst, ich muss länger über meiner Liste brüten. Und das will ich tun in den nächsten Wochen.
MLG
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Sonntag, 18. November 2012
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Istanbul ist eine schöne Stadt. Habe tolle Erlebnisse in der Erinnerung an Istanbul.
AntwortenLöschenGrüßle und einen schönen Sonntag noch! :)
George