Freitag, 17. November 2023

Update: Regel für ein Mausleben

(R)


Und für unsere Maus-Freundschaft habe ich schon 3 §§§ zu offerieren:

§1 ...dass unser Kontakt uns beide von innen erleuchtet, so dass wir für unsere Lieben der Familie und unsere Leute der Umgebung eine geheinmisvolle Serenität ausstrahlen können.

§2 Es darf nie etwas Negatives für unsere Nahstehenden bedeuten.


§3 En cas de guerre 
sonnez deux fois.


Ist doch fantastisch, ein echter bilateraler Vertrag! Wir können mit einem Glas Champagner darauf anstossen!
§3 kommt übrigens aus einer Anekdote, die man sich vom provinziellen Bern, der Bundeshauptstadt der Schweiz vor dem ersten oder aber auch dem zweiten Krieg erzählt. Offenbar hatte man im Aussenministerium im kleinen Bern nur eine Hausglocke. Und weil die Zeiten schwierig und die internationalen Spannungen gross waren, so hatte man unter die Drucktaste der Glocke eben diese Anweisung hingeschrieben: En cas de guerre sonnez deux fois. Damit wussten sie im Aussenministerium, dass sie etwas rascher erwachen sollten. So ungefähr die Andekdote. Und so schlage ich als §3 vor: wenn zwischen uns ein Missverständnis, ein Problem, ein Streit entsteht, dann müssen wir uns das gegenseitig signalisieren. Dann müssen wir vielleicht für einen Moment und etwas deutlicher auf die Metaebene. Und zum Schluss dann die Friedenspfeife, wie du vorschlägst, können wir geradezu als §4 nehmen. Bist du damit einverstanden? Verstehtst du, was ich damit meine? Das ist alles Prophylaxe, wie man so schön sagt.



Auch beim Geschirrspülen...

 

Ämne: Auch beim Geschirrspülen...
Datum: den 14 november 


..kann man woanders sein in Gedanken. Und während man seine unproduktiven Gedanken denkt sieht man gleichzeitig das Resultat seiner Hände.. und fühlt sich ganz zufrieden dabei. :-)
Ach weisst du .., unsere Spülmaschine ist kaputt und so musste ich alles wieder herausnehmen und wie anno dazumal abwaschen. Ich hatte fast vergessen wie schön man dabei filosofieren kann. Man kann natürlich auch an seinen Schatz denken.:-)
Und nachher habe ich dann die Gläser so richtig schön poliert (von dir inspiriert) und nun glänzen sie so, dass ich sofort eines dir entgegenheben möchte und mit dir anstossen.
Sag, was hast du denn mit unserer Champagnerflasche gemacht? Schon ausgetrunken? Wie gern würde ich nun den Hörer abnehmen und deine Telefonnummer wählen. Aber es ist nicht gut deine Stimme zu hören denn sie ist Maladi-erzeugend.

Du Schelm, ich dachte wirklich du bist immer mit dem Hahn aufgestanden und nun verrätst du mir deinen Trick ;-)
Aber du darfst mir ruhig auch ein kleines Mittags-, Nachmittags- und Abendmail senden. Nichts ist verboten. ;-) Meinen Fanclub habe ich auf dich reduziert. Ist das schlimm? Ich nehme an dass deiner gigantisch geworden ist seitdem du mich kennst.. ;-))

Ich muss mich ein wenig beeilen denn um halb vier habe ich wieder eine Konferenz.

Sicher schreibe ich dir noch ein paar Abendzeilen.. nur weil ich es so gern tue. Versuche dich mit deinem PC zu versöhnen. Vielleicht sollten wir ihn doch einmal zusammen einweihen.. was meinst du? Unter dem Motto: einmal ist keinmal..
Ach wie gern ich dich wieder umarmen möchte.. und ein wenig mit dir scherzen und lachen..
Bye, chéri
Marlena

Donnerstag, 16. November 2023

Jan Steen

 


Es gibt doch diesen schönen Begriff eines „Jan Steen Haushaltes". Kennst du die Bilder Steens? Er hat viele Interieurs gemalt und immer sehen sie zwar sehr malerisch, aber eigentlich äusserst unordentlich bis chaotisch aus. Mein Büro ist gelegentlich ein Jan Steen Haushalt, echt, es fehlen nur noch ein paar Hühner und in der Ecke eine Stoffdrapierung. Dann wäre ich ein Jan Steen Hausherr (es ärgert mich, mein Computer macht aus Steen immer Stehen. Er ist wirklich dumm und unverbesserlich starrköpfig, sofern er überhaupt einen Kopf hat!).

Montag, 13. November 2023

1 November

  


den 1 november  
Re: early morning tea


Liebe Mäusin

Ja, zwei echte Mails hast Du geschrieben. Das ist fantastisch gut. Aber eins davon war nur eine Zeile. Zählst Du das trotzdem voll? Und dagegen habe ich eins ausgelassen? Ich habe das nicht bemerkt. Sicherlich, ich war ziemlich beschäftigt am Freitag. Und ich hatte im Grunde eine schlechte Woche hinter mir. Irgendwie ist Vieles krumm gelaufen. Ich kann Dir das gar nicht alles erzählen. Es wäre auch nicht interessant. Und irgendwie muss man den Blick nach vorwärts richten, deshalb mag ich mich noch nicht zu sehr darauf konzentrieren.

Dein kleines Kompliment habe ich aber sehr genossen. Ich meine Deine Feststellung, dass ich Menschen beschreiben kann. Es ist nett und auch gut dass Du das sagst, denn mir selbst fällt es nicht sonderlich auf. Irgendwie denke ich oft: na ja, solche Dinge kann doch jeder. Man vergisst die eigenen Fähigkeiten. Und das sollte nicht sein, denn sie machen einen wichtigen Teil des Selbstbewusstseins aus. Früher, als ich jung war, hatte ich häufiger das Gefühl, ich sei in ziemlich vielen Dingen gut. Nicht in allen, aber doch in diesen und in jenen. Heute fehlt mir das. Es ist vielleicht das Los des Chefs, dass dir niemand mehr wirklich sagt, wenn etwas gut ist. Alle meckern bloss herum, wenn es nicht stimmt oder besser sein könnte. Und so gerät man in eine Art Vakuum, wo der Sauerstoff für einen offenen Atemzug fehlt. Ich werde mich also in Zukunft darauf konzentrieren, Leute zu beschreiben.

Beim Genick und Hals alter Leute finde ich es einfach bemerkenswert, dass ein kleines Handicap, eine altersbedingte Einschränkung, eigentlich zum Anschein der Würde beiträgt. Das Negative wird sozusagen Positivum. Die Natur ist eine raffinierte Sache, findest Du nicht? Man muss immer wieder staunen, wie sehr das alles zusammenhängt und sich gegenseitig bedingt. Nur unsere aufgeklärten Wissenschaften haben eben mehr oder weniger Scheuklappen. Ich hatte mal eine Zeit, da war ich ein grosser Bewunderer von Konrad Lorenz. Man konnte Fotos sehen, wie er mit seinen Schwänen im See schwimmt, oder wie er in seinem Naturpark andere Tiere beobachtet. Das fand ich eine fantastisch schöne Arbeitssituation. Er konnte sich in der Natur tummeln, und war doch ein bekannter und anerkannter Wissenschafter, die ja doch normalerweise vor allem hinter den Büchern sitzen. In seinem Büro, hinter dem Pult, an dem er seine Beobachtungen niederschrieb, hing ein riesiges dunkles Bild, ich glaube, eines, das einen Raubvogel zeigt. Nun, ich fand es einfach schön, wie er das Praktische mit dem Theoretischen verbinden konnte.

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Samstag, 11. November 2023

Klassentreffen im Wallis

Ämne: Husch husch

Liebe Marlena
Ja, die Arbeit hat mich wieder in ihren Fängen. Heute war ich den ganzen Tag unterwegs. Am Nachmittag war es eine Sitzung in Olten. Und jetzt habe ich noch das Protokoll dazu geschrieben. Weshalb eigentlich nehmen wir nicht die Sekretärin mit. Wir sind viel zu bescheiden geworden in heutiger Zeit. Und als ich von meiner Iranreise heim gekommen bin, habe ich auf dem Tisch eine Einladung zum Klassentreffen im Wallis gefunden. Ich soll dort eine Rede halten! Wer im Himmel hat denn die Idee, dass gerade ich dort sprechen soll, wo ich doch einer der wenigen bin, die seit Jahren nicht mehr im Wallis wohnt.
Ich werde sehen. Was soll ich sagen, nach 35 Jahren Maturität? Dass wir aus dem letzten Jahrhundert sind? Dass wir keine Ahnung mehr von Schule haben, wir, die wir noch mit der Wissens-Schule aufgewachsen sind und die Dinge bloss auswendig gelernt haben? Dass wir etwas verknorzt herangewachsen sind, weil in unseren Klassen die Mädchen fehlten? Dass die 8 Jahre mit etwa 6 oder 7 Stunden Latein eine ziemliche Qual waren? Und dass das Gruselkabinett im Parterre des Altbaus mit seinen Missgeburten im Alkohol, den ausgestopften staubigen Vögeln und ungeordneten Mineralien eine blendende Kulisse für einen echten Psycho-Thriller abegeben hätte? Der asthmatische Lehrer, damaliger Rektor der Schule, war selbst ein Gespenst! Man kann sich das alles heute nicht mehr vorstellen. Man sollte wirklich einen Film drehen, um all diese gespenstischen Szenen wieder hervorzuholen. Ich muss gestehen, dass ich damals, mit 11 oder 12 Jahren, oftmals den Eindruck hatte, ich wäre da im falschen Film. Es war vieles so unverständlich, wie mir heute gewisse Dinge im Iran erscheinen, absolut altertümlich und so fern des eigenen Wesens, dass man nur frösteln kann.
Und der Zufall, oder die Vorsehung, wie man will, will es, dass einer der Schulkollegen vor etwa 3 Wochen verstorben ist. ER ist in den Bergen umgekommen. Das hat mich berührt, denn wir haben uns ein Jahr lang die Schulbank geteilt. P. stand damals in vollster Blüte pubertärer Probleme. Von weitem konnte man ihm ansehen, wie ihn die Schule anwiderte. Er hat sich schwer getan. Und jener gespenstische Lehrer und Rektor der Schule war gleichzeitig sein Onkel. Deshalb fühlte er sich eigentlich verpflichtet, ein mustergültiger und eifriger und freudiger Schüler zu sein. Das ist ihm schwerlich gelungen. Wir sind dann in den Ferien nach Paris getrampt. Er hatte seine Gitarre mit, denn er liebte die Beatles über alles. Und wenn wir an der Strasse mehr als eine Viertelstunden stehen musste, weil kein Auto uns mitnehmen wollte, dann hat P. sein Instrument hervorgeholt und unsere Stimmung mit einigen Songs wieder aufgehellt. Ich glaube, er hatte auch eine kleine Schweizerfahne auf seinem Rucksack. Auf jeden Fall mussten wir selten lange warten, und wir kamen in einem Zug von der Schweizergrenze bis ins Zentrum von Paris. Es war fantastisch, mein erster Besuch in dieser prächtigen Stadt.
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Und dann ist offenbar noch einer gestorben. Ich habe ihn nicht sonderlich gut gekannt, denn er war nicht in meiner, sondern in der Paralellklasse. Bloss im Militär war er in der gleichen Einheit, und ich konnte sehen, wie er sich überall im Leben Probleme und Streitigkeiten schaffte. Er war klein, und mit den Jahren erschien sein Kopf überdimensioniert, ähnlich wie man sich Gottfried Keller vorstellen muss. Er hat wohl auch viel und oft getrunken, und war nicht imstande, ein Studium zu vollenden. Ich glaube, er hat es in Fribourg mit Jurisprudenz versucht. Schliesslich ist er zuhause bei seinen Eltern, die ihn als einzigen Sohn neben drei Töchtern wohl enorm verwöhnt haben, und in einem chronischen Alkoholismus mehr oder weniger verblödet. Er war klein und führte immer grosse Worte im Mund, was ihn unsympathisch gemacht hat. Darunter wohl hat er gelitten. Man konnte kaum normal mit ihm sprechen, weil er einem stets wichtigtuerisch irgendwelche Bluffs und Aufschneidereien präsentiert hat. Kurz und mit einem Wort: ein armer Kerl.
So sind von diesen ehemals 40 Schülern noch 38 zurückgeblieben. Ich glaube, etwa 14 davon sind Arzt, Tierarzt oder Zahnarzt geworden. Man weiss da, weshalb unsere Krankenkassenprämien jährlich steigen. Aerzte sind ein Gesundheitsproblem geworden. Aber das werde ich ihnen wohl kaum unter die Nase reiben dürfen!

Und jetzt muss ich heim. Meine Kleine wartet wohl. Ich hatte versprochen, einiges Gemüse zu kaufen. Aber als ich ankam, war der Laden schon geschlossen. Hoffentlich verhungert sie mir nicht.
Ich wünsche Dir einen schönen Abend.
Mit einem süssen Gruss
...


Montag, 6. November 2023

Nochmals an diesem dunklen Abend


Liebe Marlena

Montag Abend, ich sag Dir, die Woche ist praktisch gelaufen. Das Schlimmste ist vorbei. Die Steigung der Woche ist überwunden. Es geht jetzt nur noch bergab. Ist das nicht wunderbar, ein gemütlicher und bequemer Weg immer leicht abfallend bis Freitag Abend. Es gibt nichts besseres auf dieser Welt.

Es ist wirklich nicht einzusehen, weshalb die Woche gleich mit einem Montag anfangen soll. Jeder andere Tag wäre besser!

Ich war nachmittags in Basel, hatte um 16h einen Termin beim Akupunkteur. Deshalb fuhr ich nach dem Essen im Club schon gar nicht zurück, sondern blieb gleich in der Stadt. In einem Antiquariat habe ich einen schönen Band über Bonnard gefunden. Ach, ich liebe ihn immer mehr. Er ist ein Meister der Farben. Die Formen sind nicht immer so glücklich, aber die Farben machen alles wieder gut. Er hat seine Marthe tausende Male gemalt, und dabei haben sie sich offenbar ständig gezankt. Aber die Bilder sind wunderbar. Ich glaube, er war ein bisschen beeinflusst von Degas. Der hat diese zahllosen Damen im Badezimmer gemacht. Ich habe sie im Metropolitan gesehen. Und er hat diese hübschen Statuen gemacht. Bonnard übrigens auch. Das habe ich hier im Buch wieder entdeckt. Ich hatte es vergessen. Und dann bin ich mit diesem schweren Band unter dem Arm geradewegs in die Universität gegangen, um dort in der Cafeteria meine Zeit zu verbringen. Ich habe auch echt gearbeitet, ehrlich. Ich habe einen Bericht studiert, der ziemlich kompliziert war. Und daneben habe ich all die jungen Leute benieden, die dort herumsitzen und miteinander flirten. Ach, man sollte jung sein.

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Und morgen habe ich eine Weiterbildung mit den Kollegen von Basel. Das werde ich geniessen.

ich wünsche Dir einen schönen Abend.

Mit allerliebsten Grüssen
...

Sonntag, 5. November 2023

Welche Farbenskala ... ?

 

Lieber ...,

(...)

Vorhin habe ich mir Bilder von Bonnard angesehen. Die Farben sind so herrlich. Ich denke, wenn du sie anschaust dann bedauerst du, dass du nicht sofort an deine Stafflei gehen kannst. Und hier schicke ich dir ein Bild von dieser Frau, mit der er sich während des Malens dauernd gestritten hat. So glaube ich jedenfalls. Sie war sein Favoritmodell.




Ich wundere mich ein wenig welche Farbenskala du für deine Bilder wählen wirst. Es war so lustig zu sehen, bei den Künstlerfreunden meiner Eltern. Ein Ehepaar. Sie malte in herrlich leuchtenden Farben, die Freude und Optimismus ausstrahlten. Und manchmal mischte er sich ein und veränderte ein Bild. Das war, als wäre eine dunkle Wolke über den Himmel gezogen. Ja, ich bin sehr neugierig zu welcher Sorte du gehörst.
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Jetzt muss ich ins Bett.. bin ziemlich müde von der Tour nach der Arbeit.
Ich grüsse dich lieb.
Marlena

*

Re:

...

Ja, Bonnard ist ein feiner Kerl, farblich gesehen. Er hat schliesslich auch an der Côte d’Azur gelebt. Wenn ich dort lebte, könnte ich auch eine solch goldene Palette hinkriegen, glaube ich. Das Bild, das Du mir geschickt hast, ist auch in meinem neuen Buch zu sehen. Und viele andere, die ich bisher noch nie gesehen hatte. Deshalb wahrscheinlich habe ich es gekauft, ziemlich spontan und ohne gross zu überlegen. Und dabei habe ich zuhause bereits 2 Bücher über Bonnard!! Aber ich hatte wirklich - wie Du denkst - die geheime Hoffnung, das Buch würde mich inspirieren und zur Palette zurücklocken. Es gibt in diesem Buch ein hübsches Porträt. Ich weiss nicht mehr von wem, aber es ist gut gemacht, klarer gezeichnet als bei Bonnard sonst üblich.

Weil ich selbst eher ein Zeichner bin, suche ich Maler, die mehr auf die Farben Wert legen. Ich denke, von ihnen kann ich lernen. Ich möchte vom linearen Zeichnen wegkommen und malerischer werden. Rubens ist sehr malerisch, Bonnard auch. Carlsson beispielsweise ist ziemlich zeichnerisch, wie der Jugendstil allgemein. Die Impressionisten waren anfangs stärker in der Zeichnung als in der Spätphase. Du siehst, ich habe immer noch kleine Hoffnungen. Obwohl sich in den letzten Jahren bei mir malerisch absolut nichts getan hat. Aber ich muss gestehen, dass ich meine Bilder desto besser mag, je älter sie werden. Ich habe vor 10 oder 15 Jahren ziemlich viel gemalt in der Freizeit. Und heute, wenn ich die Dinger wieder hervor nehme, bin ich ganz überrascht, wie gut sie mir gefallen. Sie gefallen mir besser als damals. Vielleicht schaffe ich es, nochmals eine kreative Phase zu gewinnen. Eigentlich sollte das möglich sein. Schliesslich wird man im Alter freier und offener. Oder etwa nicht?


Übrigens hat Bonnard in seiner Agenda jeden Tag das Wetter vermerkt. Und dazu hat er kleine Skizzen mit Bleistift gemacht. Er war kein schlechter Zeichner. Das muss man schon sagen. Aber im Wesentlichen hat er malerisch gedacht, farblich. Einige Zeichnungen sind ganz klar und mit sicherem Strich gefertigt. Und andere sind nur angedeutet und mit Schraffuren belebt. Das sind die Farbfantasien, denke ich. Ich glaube, er hat sehr viel Zeit verwendet fürs Malen. Das heisst, er hat mit kleinen Schraffuren und Strichen gearbeitet. Er war kein Pointilist. Aber er hat kleinräumig gedacht, nicht in grossen Bewegungen. Manchmal wirkt er fast ein bisschen kleinlich. Aber die Gesamtwirkung des Bildes wird dann ganz lebendig.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag
Mit lieben Grüssen
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