Date: 5 November 11:40
Lieber ...,
Sorry, dass ich das versprochene Mail nicht rechtzeitig schreiben konnte.
Ich wollte dir erzählen von den schwedischen Universitäten nach 1968.
Auf mehrere Fächer hatten die Ereignisse von damals einen sehr
schlechten Einfluss.
Ja, davon wollte ich schreiben als ich dein voriges Mail gelesen
hatte. Und du weisst wie es ist. Wenn man nicht gleich dazu kommt,
verliert es seine Aktualität und dann dachte ich es wird dich nur
langweilen so was zu lesen.
Vielleicht komme ich später mal darauf zurück, aber nur falls dich das
wirklich interessiert.
An diesem Wochenende habe ich meine neuen Gehstöcke ausprobiert. "Die
elegantesten der Welt", wenn man meinem Bücherclub glauben darf, bei
dem ich sie gekauft habe. ;-)
Wir waren zweimal im Wald. Dort geht man bequem auf weicher Unterlage.
Alle Gehsteige sind jetzt mit einer dicken Schicht von Tannennadeln
bedeckt.. oder sind es Fichten? Wie auf einem weichen Teppich geht man
jedenfalls. Wir haben die 5-km Loipe gewählt.
Sonst ist alles beim Alten. Neu könnte eventuell sein, dass man nun
beginnt zu reagieren gegen die illegale Einwanderung aus dem Irak.
Täglich werden 70 Leute ins Land geschmuggelt. Gerade gab es im Radio
eine interessante Reportage über die Fluchtwege und die skrupellosen
Leute, die sich damit viel Geld machen.
Und du? Hattest du ein schönes ereignisreiches Wochenende? Ach, das
brauche ich dich nicht zu fragen. Ich weiss es. Dein Leben
unterscheidet sich jetzt sehr von dem meinen.
Ich wünsche dir einen feinen Start in die neue Woche.
Mit lieben Gs und Ks
Malou
Montag, 17. Oktober 2016
Sonntag, 16. Oktober 2016
Freitag... schon wieder
2 November 15:18
Lieber ...,
Dein inhaltsreiches Mail möchte ich gern etwas eingehender
beantworten.. doch fehlt mir im Moment die Zeit dazu. Aber am Montag
morgen wenn du zurück kommst in dein Büro, wirst du es finden.
Hier ist alles beim Alten. Wie sollte es sonst sein. Das Wochenende
steht vor der Tür.. immer noch mit dem Vorgefühl von Wochenende, wo
sich doch die Tage gleichen wie Eineizwillinge.
Neulich hast du mir alle Vorteile mit meinem jetzigen Leben
aufgerechnet. Und alles hat gut gestimmt. Doch hast du die andere
Seite ausgelassen. Diejenige, vor der du einst den Mut hattest zu
fliehen. Du kennst sie genau, sonst wärest du nicht bereit gewesen
aufzubrechen.
So musst du, wenn ich dir schreibe, verstehen was sich zwischen den
Zeilen verbirgt.
Ach, das klingt ein wenig traurig. Das möchte ich nun doch wirklich
nicht. Glück ist schliesslich nichts Statisches. Es kommt in kleinen
Augenblicken und die Erinnerung an diese lässt einen das übrige
überbrücken. So ist es doch mit uns allen, oder?
Ich wünsche dir ein feines Wochenende mit allem was du dir wünscht.
Mit lieben Gs und Ks (wie immer)
Malou
Dein inhaltsreiches Mail möchte ich gern etwas eingehender
beantworten.. doch fehlt mir im Moment die Zeit dazu. Aber am Montag
morgen wenn du zurück kommst in dein Büro, wirst du es finden.
Hier ist alles beim Alten. Wie sollte es sonst sein. Das Wochenende
steht vor der Tür.. immer noch mit dem Vorgefühl von Wochenende, wo
sich doch die Tage gleichen wie Eineizwillinge.
Neulich hast du mir alle Vorteile mit meinem jetzigen Leben
aufgerechnet. Und alles hat gut gestimmt. Doch hast du die andere
Seite ausgelassen. Diejenige, vor der du einst den Mut hattest zu
fliehen. Du kennst sie genau, sonst wärest du nicht bereit gewesen
aufzubrechen.
So musst du, wenn ich dir schreibe, verstehen was sich zwischen den
Zeilen verbirgt.
Ach, das klingt ein wenig traurig. Das möchte ich nun doch wirklich
nicht. Glück ist schliesslich nichts Statisches. Es kommt in kleinen
Augenblicken und die Erinnerung an diese lässt einen das übrige
überbrücken. So ist es doch mit uns allen, oder?
Ich wünsche dir ein feines Wochenende mit allem was du dir wünscht.
Mit lieben Gs und Ks (wie immer)
Malou
Samstag, 15. Oktober 2016
Re: Tagebuch aus ..
1 November 07:45
Liebe Malou
Ich will nicht behaupten, dass ich all die Mails nochmals gelesen
habe. Ich musste mich ja erstmal draus befreien. Es ist ja ungefähr so,
wie wenn ein Lastwagen seine Ware über dich ausschüttet. Du versinkst
unter einem Berg von Papier oder was immer und schnappst nach Luft. Und
dann habe ich natürlich ein bisschen drin gelesen. Es macht mich immer
ein wenig scheu, wenn ich meine eigenen Mails lese. Ich weiss nicht,
weshalb das so ist. Vielleicht so scheu, wie man wird, wenn man jemanden
nackt sieht?
Jedenfalls kann ich mich ganz gut an jene Zeit erinnern. Bloss mit
den genaueren Daten bin ich mir nicht so sicher. Abr die Ereignisse sind
ziemlich gut in meinem Gedächtnis verhaftet.
So bin ich also gestern Abend nach Rheinfelden gefahren und zum
Eden hinaufgestiegen. Es ist ziemlich alles beim alten. Zuerst habe ich
HJ angetroffen. Er schien mir ziemlich glücklich und zufrieden. Er hatte
damals Probleme mit seinem Chef, und jetzt hat er einen neuen Chef. Na
also. Und an der Börse verdient er immer noch ziemlich viel Geld. Er hat
sich auch damals jeden Tag mit der Börse beschäftigt, wie ich
feststellen konnte. Dann kam M, die Coiffeuse. Wie immer war sie perfekt
gestylt und hübsch aufgemacht, strahlend und guter Dinge. Aber
natürlich wissen wir alle schon länger, dass da viel Fassade dabei ist.
Immerhin, sie machte eine gute Figur. Dann kam S, die kleine Blonde. Sie
hatte ziemlich an Gewicht zugenommen, wie mir schien, war hübsch
aufgemacht und ein bisschen aufgedreht. Und zuletzt kam noch H von
Zürich, in seinem alten Schritt den Kopf leicht voran. Er hatte in der
Rechten einen grossen Plastiksack, in dem er, wie sich dann noch
herausstellen sollte, Geschenklein für die Damen mitbrachte.
Wir haben vorne im Restaurant gegessen. Ich habe mich auf einen
Salat beschränkt, nachdem ich mittags schon mit A.gegessen hatte.
Und dabei haben wir alte Erinnerungen aufgefrischt und nach dem Stand
der Dinge gefragt. Und das nun war schon überraschend. ...
(---)
(---)
So und jetzt ist Donnerstag und ich sitze im Büro. Gestern habe ich hier
ein bisschen gefroren. Heute will ich mir mehr bewegen, damit das nicht
mehr passiert. Übrigens sehe ich drüben auf dem Hausdach eine einzige
Taube. Sie hockt dort ganz allein in der Kälte. Aber die Wetterprognosen
sind nicht schlecht. Es soll - wenn sich der Nebel löst - sonnig
werden. Das wollen wir doch wirklich hoffen.
Liebe Gs und Ks
...
...
Freitag, 14. Oktober 2016
Betr.: Tagebuch aus dem Garten Eden
Date: 31 October 13:11
Lieber ...,,
Ich hoffe du hattest einen Rettungsring bereit für diese Überschwemmung.
Wie du siehst, habe ich dir dein Tagebuch aus dem Garten Eden
geschickt, damit du nochmals nachlesen kannst wie schön es war bevor
du deine lieben Kurschatten wiedersiehst. Sie werden sich wundern, wie
gut du dich an jedes Detail erinnern kannst. ;-)
Dank für dein liebes Mail von heute morgen. Habe mich sehr über den
Inhalt gefreut.
Ich wünsche dir ein schönes Treffen mit R.
Erzähl mir dann von allem.
Mit lieben Gs und Ks
Malou
Mitteninderwoche
| Date: | 31 October 07:42 |
Liebe Malou
Schon haben wir wieder Mitte Woche. Die Zeit geht so schnell. Und
das ohne Fernsehen. Ich habe fast schon ein ganzes Jahr kein TV mehr
geschaut. Vielleicht geschieht draussen in der Welt etwas Wildes, von
dem ich nichts weiss. Informiere mich Malou, wenn etwas geschieht, was
ich wissen müsste. Erzähle mir, bevor die Akten sinken! Dein ABBaby
gedeiht prächtig. Sogar in diesen Zeiten, da die Gesamtbörse tendenziell
sinkt.
Heute kommt A. zu Besuch. Ich habe gestern schon ein bisschen
gekocht, weil ich heute wenig Zeit habe. Ich habe einen
Tomaten-Bohnen-Reis gemacht. Das ist zwar ein persisches Gericht, das
ich S abgeschaut habe. Schmeckt prima und passt bestens gut zu Fisch.
Vor dem Mittag werde ich noch schnell einen passenden Fisch einkaufen.
Ich habe grosse Läden gleich in der Nähe meiner Wohnung. Jener beim
Bahnhof ist sogar sonntags und abends bis 22h offen. Ich mag es, zum
Beispiel um 21h noch einkaufen zu gehen. Das finde ich ein absolut
urbanes Gefühl, um es mal so zu sagen. Und dazu werde ich Karottensalat
raffeln. Ich mische unter die Karotten feingehackten Sellerie. Kennst du
das Malou? So schmeckt der Salat herrlich. Die süsslichen Karotten
machen die Melodie, der herbe Knollensellerie macht den Takt.
Und abends fahre ich nach Rheinfelden. Sandra und Maya haben ein
Essen für Ehemalige organisiert. Wir sind aber nur zu fünft. Ich muss
mal nachschauen, wie die Leute heissen. Ich weiss nicht mal mehr die
Namen. Ich mag solche Essen nicht besonders. Eigentlich möchte ich
abends nur eine absolut kleine Mahlzeit. Aber manchmal kann man es eben
nicht umgehen. Vielleicht finde ich jemanden, der mitkommt, W zu
besuchen. Diese Pflichtaufgabe habe ich ja auch noch auf meinen
Schultern!
Bei dir oben passiert nicht viel? Du Glückliche! Du kannst das
Leben geniessen, das Reh beim Ähsen beobachten, heissdampfenden Tee
schlürfen, tausendseitige Bücher lesen und abends dich mit den Vögeln
zeitig ins Bett verziehen. Das ist beneidenswert. Erinnerst du dich an
die Jahre, da du zwischen Schule und Heim hin- und hergeeilt bist?
Manchmal hatte ich den Eindruck, jede Minute hättest du vorausgeplant.
Und schon um 7h in der Früh hattest du den PC angeworfen, um zu mailen.
Du warst einigermassen gehetzt. Aber das ist vorbei. Tempi passati!
Ich wünsche dir eine gute Zeit
Liebe Gs und Ks
Mittwoch, 12. Oktober 2016
:-)
Date: 30 October 13:49
Lieber ...,
Dein Leben ist jetzt so voll von interessanten spannenden Ereignissen
und oft denke ich, gerade das hatte ich dir gewünscht und nun hast du
es. Und noch dazu bist du ein glücklicher "Wochenendler", so wie ich
es war. Ich erinnere mich noch an die Kommentare von Kollegen und
Bekannten. Sie waren alle etwas eifersüchtig und glaubten eine solche
Situation sei ein Garant für ewige Liebe. Den Rest zensuriere ich
besser.. ;-)))
Es tut mir natürlich Leid um diese Leute, die Eheprobleme haben. Kann
den Besten passieren. Der liebe Herrgott hätte das besser einrichten
können finde ich.
Ja, die Tage neulich bei Anna waren wirklich wunderschön. Und sie
wohnt in einem guten Studentenviertel.. hat der Ansicht aller nach,
die schönste Wohnung. Eckwohung im vierten Stock mit herrlichem Blick
auf schöne Natur, die dauernd mit den Jahreszeiten wechselt.
Anna studiert noch, ist aber auch schon an der Uni angestellt und
verdient jetzt ihr eigenes Geld. Ich finde es gut, dass sie noch in
Linköping bleiben kann und nicht ihre hübsche Wohnung verlassen muss.
Was ihr Boyfriend in Göteborg davon hält.. ist eine andere Sache. Aber
sie besuchen einander ab und zu. Manchmal bekommt er Aufträge in
Linköping und kann eine ganze Woche dort verbringen. Aber die Reise
dauert ziemlich lange. Drei Stunden mit X2000 und ca fünf Stunden mit
Intercity-zügen. Von hier mit dem Auto zu Anna brauche ich jetzt, wo
überall Kameras stehen die die Geschwindigkeit kontrollieren, so 1½
Stunden. Früher ging es fast 20 Minuten schneller. :-)
Hier passiert wirklich herzlich wenig. Die täglichen Spaziergänge über
die Felder, ein paar Aufträge vom Freundendienst.. sonst nichts. Aber
es ist gut, dass ich Zeit habe für alles was hier noch gemacht werden
muss.. nun warte ich nur noch auf die Lust. ;-)
Ja, unsere Tagebücher sind so geschrieben, dass man sich beim lesen
nicht nur an alles erinnert, sondern sogar den Eindruck hat es
nochmals zu erleben. Was meinst du? Gehören wir nicht bald in Guinness
World Records Buch?
Du bist gerade im gmail und so sende ich dir dies gleich ab.
Alles Liebe und Gute wünsche ich dir für den Rest des Tages.
GuK
Malou
Lieber ...,
Dein Leben ist jetzt so voll von interessanten spannenden Ereignissen
und oft denke ich, gerade das hatte ich dir gewünscht und nun hast du
es. Und noch dazu bist du ein glücklicher "Wochenendler", so wie ich
es war. Ich erinnere mich noch an die Kommentare von Kollegen und
Bekannten. Sie waren alle etwas eifersüchtig und glaubten eine solche
Situation sei ein Garant für ewige Liebe. Den Rest zensuriere ich
besser.. ;-)))
Es tut mir natürlich Leid um diese Leute, die Eheprobleme haben. Kann
den Besten passieren. Der liebe Herrgott hätte das besser einrichten
können finde ich.
Ja, die Tage neulich bei Anna waren wirklich wunderschön. Und sie
wohnt in einem guten Studentenviertel.. hat der Ansicht aller nach,
die schönste Wohnung. Eckwohung im vierten Stock mit herrlichem Blick
auf schöne Natur, die dauernd mit den Jahreszeiten wechselt.
Anna studiert noch, ist aber auch schon an der Uni angestellt und
verdient jetzt ihr eigenes Geld. Ich finde es gut, dass sie noch in
Linköping bleiben kann und nicht ihre hübsche Wohnung verlassen muss.
Was ihr Boyfriend in Göteborg davon hält.. ist eine andere Sache. Aber
sie besuchen einander ab und zu. Manchmal bekommt er Aufträge in
Linköping und kann eine ganze Woche dort verbringen. Aber die Reise
dauert ziemlich lange. Drei Stunden mit X2000 und ca fünf Stunden mit
Intercity-zügen. Von hier mit dem Auto zu Anna brauche ich jetzt, wo
überall Kameras stehen die die Geschwindigkeit kontrollieren, so 1½
Stunden. Früher ging es fast 20 Minuten schneller. :-)
Hier passiert wirklich herzlich wenig. Die täglichen Spaziergänge über
die Felder, ein paar Aufträge vom Freundendienst.. sonst nichts. Aber
es ist gut, dass ich Zeit habe für alles was hier noch gemacht werden
muss.. nun warte ich nur noch auf die Lust. ;-)
Ja, unsere Tagebücher sind so geschrieben, dass man sich beim lesen
nicht nur an alles erinnert, sondern sogar den Eindruck hat es
nochmals zu erleben. Was meinst du? Gehören wir nicht bald in Guinness
World Records Buch?
Du bist gerade im gmail und so sende ich dir dies gleich ab.
Alles Liebe und Gute wünsche ich dir für den Rest des Tages.
GuK
Malou
Generalversammlung
Date: 30 October 07:31
Liebe Malou
Merci für die hübschen Bilder. Die Farben sind so warm und
ansprechend, dass man meint, irgendwo in südlicheren Gefilden zu sein.
Ja, das ist eine hübsche Umgebung. Deine Anna hat ein gutes Leben, auch
wenn es zur Zeit noch streng ist. Aber neben dem Studium ist doch auch
wichtig, dass die athmosphärischen Bedingungen gut sind.
Ich erinnere mich, wie ich nach der Matur nach Zürich an die ETH
gekommen bin. Ich habe damals in einem Studentenheim des Rotary Club
Zürich gewohnt. Das war an sich nicht schlecht, sicherlich besser als
irgendwo in einem privaten Zimmer zu hausen. Die Möblierung war schon
da. Ich musste aber meinen Raum mit einem Physikstudenten in oberen
Semestern teilen. Ich glaube, er war Auslandschweizer und hat in
Spanien, vielleicht auch in Südamerika gelebt. Jedenfalls war er
schweigsam wie ein Eisberg, ist immer erst nach 22h heimgekommen. Und
hatte natürlich den besseren Zimmerabteil vorne an den Fenstern. Wenn er
heimkam, musste er an meinem Bett vorbei. Ich habe mich dort überhaupt
nicht zuhause gefühlt. Und noch weniger in der Technischen Hochschule,
in diesen dunkeln Hallen des alten Gebäudes von Semper. Erst nach
einigen Jahren habe ich mich in Zürich wirklich zuhause gefühlt. Dann
war es prima. Dann hatte ich aber auch ein eigenes Zimmer. Es war klein.
Aber ich habe mich dort wohl gefühlt.
Gestern hatten wir unsere Generalversammlung im Club.
Traditionellerweise findet er an einem anderen Ort statt als die
wöchentlichen Meetings. Wir waren in Muttenz, hatten eine bequeme Aula
für die Sitzung und nachher ein prima Essen. Wir sind mittlerweile 65
Mitglieder geworden, habe ich festgestellt. Ich kenne nicht mehr alle
mit Namen. Daran sieht man, dass ich bereits zu den Alten mit dem
schlechten Gedächtnis gehöre. Das stimmt zwar nicht ganz, denn auch die
Jungen kennen nicht alle mit Namen. Aber auf eine andere Weise. Nun ja,
für mich ist es einfach ein bisschen irritierend, weil ich mich bisher
im Club eher als Junger gefühlt habe. Aber ich glaube, es ist nicht
aufzuhalten. Man rutscht langsam aber sicher auf die Seite der Alten. Im
letzten Jahr sind zwei von uns verstorben. Und das Durchschnittsalter
ist bestimmt um die 60. Ich werde vorschlagen, dass wir eine
Begräbnisabteilung einrichten.
Ich will dir nicht das gesamte Menue von gestern Abend zitieren.
Ich will nur soviel verraten: ich fühle mich immer noch ziemlich satt.
Es gab ein schönes Salatbuffet mit vielen Varianten inklusive Melonen,
Artischoken, Aufschnitt etc. Nun ja, sie haben gewusst, wie sie diesen
Club der Alten stillstellen mussten. Auch der Dessert war von einer
Statur, über die niemand sich beschweren konnte.
Und jetzt also bin ich wieder im Büro, bereite meinen Latte macchiato und versuche, mich auf den kommenden Tag zu konzentrieren.
Liebe Gs und Ks
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