den 9 juni 10:26
Liebe MarlenaGerade lese ich einen kleinen Artikel über eure heilige Birgitta. Hast Du mir nicht von ihr erzählt?
Dass Birgitta in Schweden als so wichtig angesehen wird, hängt damit zusammen, dass die Reformation in Schweden von oben, vom Königshaus, durchgesetzt wurde. So kam es nicht zu einer Kirchenspaltung. Die Kirche wurde reformiert und die Kontinuität blieb bestehen. Aber ihre Popularität hat wohl auch mit ihrem Lebenslauf zu tun. Als Tochter einer vermögenden Adelsfamilie lernte sie lesen und schreiben und wurde Gattin eines Richters und Mutter von 8 Kindern. Aus der Zeit als Hofdame verfügte sie beste Verbindungen zum Königshof, was ihr später bei der Klostergründung entgegen kommen sollte. Dazu wurde nämlich der vom König gestiftete Palast von Vadstena in ein Klostergebäude umfunktioniert. Als religiöse Frau begab sich Birgitta mit ihrem Mann auf Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela und empfing auf der Rückreise, als ihr Mann erkrankte, ihre erste Offenbarung. Ihr Mann starb noch vor der Rückkehr nach Schweden. So wandte sich Birgitta vom bisherigen leben ab. Sie schrieb ihre Offenbarungen nieder, teils wurden sie von ihrem Beichtvater diktiert. Sie sind in 8 Büchern überliefert. Und darin sind auch ihre Visionen über ihren Orden festgehalten.
Im Jahr 1349 beschloss sie, nach Rom zu reisen. Ihr Ziel war es, den Papst dazu zu bringen, von Avignon zurück in die Ewige Stadt zu übersiedeln. Ausserdem unternahm sie von Rom weitere Wallfahrten, u.a. auch nach Bethlehem. 1370 konnte Birgitta den Papst in Rom treffen. Er liess sich zwar nicht überzeugen, Avignon für immer zu verlassen. Aber immerhin hiess er Birgittas Klosterregel gut, so dass einer Gründung des Ordens nicht mehr im Weg stand. Allerdings erlebte Birgitta dies nicht mehr selber. Im Jahr 1373 starb sie in ihrem Haus in Rom. Ihre Tochter Kristina liess die Leiche nach Vadstena zurückführen und begann mit dem Aufbau des Klosters. Dies beherbergte ursprünglich 60 Nonnen und 25 Mönche, von denen 13 die Priesterweihe empfangen hatten und die Beichte abnehmen konnten. Bereits 1391 wurde Birgitta heilig gesprochen.
Wahrscheinlich weisst Du das alles schon seit langem.
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Heute Pfingsten ist sehr warm und ein bisschen 'düppig'. Damit will ich sagen, man komme leicht ins Schwitzen, weil die Luft so feucht ist. Die Atmosphäre erinnert mich an Sommersonntage im Wallis. Die waren zwar niemals so feucht, aber der Wind und die Wärme scheinen mir sehr ähnlich. Ich habe die Fotos von der Maturafeier gesehen. Wenn man so von aussen zusieht, hat man den Eindruck, die Mädchen und Burschen würden immer jünger. Was mir den Atem nimmt, ist soviel Blond. Diese hellen, lichten Wesen erscheinen uns hier 'im Süden' engelsgleich. Und nur wenn man ihnen genauer ins Gesicht schaut, kann man ahnen, dass sie wohl auch sehr menschliche Züge haben. Besonders hübsch sind sie, wenn sie sonnengebräunt dastehen. Schade, dass kein Foto mit Dir dabei war. Ich wollte Deine neue Frisur gerne sehen. Aber ich weiss ja sehr wohl, dass ich nicht zu sehr fordern darf, denn Du hast mich lange gebeten, ein Bild von mir zu schicken. Mein Problem ist bloss, dass ich keine solch raffinierte Digitalkamera zur Verfügung habe. Ich lebe sozusagen ohne mein Bild.
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Und im Übrigen stelle ich mir Dich vor, wie Du immer noch Dein Haus auf den Kopf stellst und alles von unten bis oben putzest. Du bist wirklich tapfer, das alles allein zu tun ohne zu klagen. Wie kannst Du bloss. Vielleicht sind es die Ferien, die vor der Türe stehen, die Dir soviel Energie geben? Ich an Deiner Stelle hätte wohl ein Institut angestellt, all das zu tun, und hätte dabei riskiert, dass einige Vasen in Brücke, einige andere Dinge in Brüche gingen. Du scheinst ja gewissermassen wie ein wirklicher Engel. Für Deine ganze Familie tust Du dies, neben Deinem Beruf, ohne irgend ein Murren. Man müsste Dich langsam heiligsprechen!
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Ich muss noch einige Dinge erledigen. Und ich wünsche Dir noch einen schönen Pfingstmontag. Er ist ein Geschenk des Himmels und wir wissen das zu würdigen.
Mit lieben Grüssen
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