Ämne: Heureka!!!
Vielen Danke für dein Mail.
Endlich habe ich gefunden was ich suchte. So wird ihr Artikel präsentiert:
Margrit Stamm, feministische Bildungswissenschaftlerin aus Aarau (aber mit dem seltenen Mut zur Ehrlichkeit!) forscht im Auftrag von Lehrerbildungsanstalten und pädagogischen Abteilungen immer wieder zu schulpolitischen Themen. Eine der Untersuchungen befasst sich mit der Begabtenförderung und entdeckt erhebliche Mängel.
Besondere Beachtung verdient Stamms Statement, dass vor allem eine hohe Unterrichtsqualität besondere Begabungen fördern kann. Und diese Qualität wird immer mehr vermisst.
Erschienen ist der Artikel in der NZZ (Sommer 1997).
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Ich gebe Dir ganz recht in dem was Du über das Thema Hochbegabung sagst und würde mich gern mit Dir darüber unterhalten. Hochbegabung die sich nicht immer wieder bewährt ist ja auch keine.
Ich habe mich über den Ausdruck "pädagogische Klonisierung" amüsiert. Sicher will sie damit nur etwas provozieren. Was hätte sie wohl über unser Schulsystem zu sagen??? Wir sind leider etwas retardiert auf dem Gebiet Hochbegabung. Zwar spricht man viel von Qualitätssicherung aber damit meint man, dass alle ein Minimum erreichen sollen.
Wünsche Dir noch einen schönen Montag und viel Spass mit deinen "heissen Papieren" ;-)
Mit einem lieben Gruss
Marlena
Zeitartikel
Einen lesenswerten Artikel hat Margrit Stamm in der Neuen Zürcher Zeitung veröffentlicht.Unter dem Thema "Begabtenförderung - ein bildungspolitischer Drahtseilakt"
stellt sie die Ergebnisse einer eigenen empirischen Untersuchung zur Diskussion
Begabtenförderung - ein schulpolitischer Hochseilakt
Die Förderung von intellektueller Brillanz ist nicht die Stärke unseres Schulsystems. Das ist nicht zuletzt das Resultat der Ausschöpfung der Begabungsreserven und der anschliessenden Breitenförderung in den sechziger und siebziger Jahren. Zwar wurden die Begabten aus bildungsfernen Schichten gefördert, gleichzeitig aber auch Vorstellungen nach egalitärer Bildung vom Laufgitter bis zum Staatsexamen weitgehend verwirklicht. Herausragende Köpfe wurden auf ein Normalmass zurückgestutzt. Keiner sollte weniger oder auch mehr denken, können und wissen als der andere - so das Postulat der Chancengleichheit. Ziel war sozusagen eine "pädagogische Klonisierung" des Menschen. Dieses Postulat der Breitenförderung impliziert die Vorstellung, Hochbegabte würden ihren Weg selber finden, denn gerade ihre hohe Leistungsfähigkeit sei ja ein Zeichen von Exzellenz. Der dynamische Begabungsbegriff wurde nur noch in der Kurzfassung als Ausgleich von Defiziten bei Lernschwachen angewendet. Diese Auffassung ist allerdings in den letzten Jahren revidiert worden, und der Gedanke, dass hochbegabte Schülerinnen und Schüler unterstützt und gefördert werden müssen, setzt sich langsam durch.
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Welche geistige Elite brauchen wir?
Gerade in letzter Zeit kommen vermehrt Stimmen auf, unser Land brauche wieder eine geistige Elite. Die Schweiz könne sich nicht erlauben, das Begabungspotential ihrer Menschen zu vernachlässigen. Deshalb seien die leistungswilligen und lernbereiten Schülerinnen und Schüler zu fördern....
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