Sonntag, 3. August 2025

Gedanken über das Lebensglück


Liebe Marlena

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Tut mir leid um Deinen kleinen Vogel. Ja, sowas erinnert uns immer an die Vergänglichkeit und an die Tatsache, dass wir nicht ewig leben. Das ist, wie die Philosophen sagen, der Skandal unseres Lebens. Was sollen wir tun? Die Lebenskunst scheint eine angemessene Antwort auf diese Anforderung zu sein, das Bemühen also, aus dem Leben das meiste an Möglichkeiten und Erleben zu gewinnen. Ach, das versuchen wir ja doch mit allen Mitteln. Ich habe kürzlich ein paar interessante Gedanken über das Lebensglück gelesen. Ich weiss nicht mehr, wo es war. Aber es hat mich doch verblüfft. Man hat Menschen befragt über ihre Zufriedenheit im Leben. Und zwar hat man  zwei Menschengruppen verglichen. Die einen hatten durch einen schweren Unfall ein hartes Schicksal zu tragen. Sie waren querschnittgelähmt und damit behindert, wie wir sagen würden. Die anderen Menschen waren Glückspilze, hatten kürzlich einen grossen Gewinn an einer Lotterie gemacht. Und verblüffend dabei ist, dass die beiden Gruppen sich nach einer gewissen Zeit (nach dem Unfall, nach dem Lottogewinn) sich in ihrer Lebenszufriedenheit nicht mehr wesentlich unterscheiden. Mit anderen Worten: ein Lottogewinn macht nicht glücklich, ein schwerer Unfall mit Lebensbehinderung macht nicht unglücklich. Der Mensch ist sehr flexibel, sein Schicksal zu bewerten. Und er kann sich in einer relativ kurzen Zeit an einen Zustand gewöhnen, und ihn als normal empfinden. Jede Abweichung davon ist dann erst ein Glücks- oder ein Unglücksmoment.

Und es gibt doch dieses hübsche Gedicht von Theodor Storm, wenn ich mich nicht irre, welches als Gebet gestaltet ist, wo er Gott bittet "ihn mit Freuden und mit Leiden nicht zu überschütten ... sondern in der Mitten liegt holdes Bescheiden". Hat mir in meiner Jugend immer imponiert, dieser Wunsch nach einem bescheidenen Durchschnitt. Später habe ich diese Einstellung als Quintessenz bürgerlicher Lebensphilosophie genommen. Ich glaube wirklich, dass darin eine tiefe Lebenserkenntnis der europäischen Kultur liegt. Und ich glaube nicht, dass S auch so denken würde. Ich glaube, dass die persische Oberschicht wirklich denkt, oder immer gedacht hat, dass sie das Recht auf ein Maximum an Glück hätten. Es gelingt zwar nicht, aber das Recht ist unbestritten. Nun ja, sie führen ihre Verhandlungen ja auch nicht mit dem lieben Gott, sondern mit Allah. Und sie haben es nicht mit der Erbsünde zu tun, die uns Europäern alle am Rücken klebt. Sie haben wirklich keinen Grund, Schuldgefühle mit sich herumzutragen. Und damit sind sie uns in Sachen Lebensglück doch einen Schritt voraus. Und dies alles bloss, weil damals diese Eva einen Apfel angebissen hatte. Ich stelle mir diesen Paradiesapfel übrigens als Granatapfel vor, also diese merkwürdige Frucht, die es im Iran gibt, mit vielen kleinen Beeren im Innern. Hier bei uns gibt es davon einen Sirup. Und als Gymnasiasten haben wir oft ein Bier grénadine bestellt, ein rot leuchtendes Bier, das ziemlich süss war, und welches den Alkohol praktisch verdoppelte.

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Samstag, 2. August 2025

Ein wenig Proviant ...

 (R)

 

Subject: Ausfütterung..
Date: Wed, 13 Aug  20:14







Lieber ...,
Heute hatte ich die Digitalkamera mitgenommen um die kleine Misty zu fotografieren. Übrigens ein passender Namen. Sie bewegt sich ständig und es ist nicht leicht ein deutliches Bild von ihr zu machen.
Deswegen habe ich mehrere gemacht und dann war ich doch ganz zufrieden mit dem Ergebnis.




Die andere Kollegin und ich waren heute zusammen dort und ich wollte sie mal das Füttern übernehmen lassen, damit sie morgen, wenn sie es allein tun muss, weiss was sie erwartet. Die Arme ist fast hysterisch geworden dabei, so wild waren die Katzen. Rubrik springt dauernd hinauf und versucht dir das Essen wegzuschnappen bevor du es auf den Teller gelegt hast.



Es hat geregnet heute Abend. Und es war ganz einfach herrlich. Fast wie ein Regen in der Wüste. Es hat sich etwas abgekühlt aber immer noch jetzt spät am Abend haben wir 19 grad draussen.  Vielleicht werde ich mir heute Abend hier unten betten. Mir ist es auch manchmal zu heiss oben unter dem Dach. Lustig, dass wir beide oben schlafen. Komm doch mal rüber zu mir.. ;-)

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Ach, das sollte doch kein Mail werden. War nur als ein kleiner Kommentar zu den Bildern gedacht. Ich leg sie alle hier rein. Sie sprechen für sich selbst. Und wenn das kleine Mist-Vieh ganz wild herumgetollt ist, will sie plötzlich hochgenommen werden und dann schnurrt sie so herrlich. Du kennst es sicher wie das ist.
Ja, komisch, es gibt Leute, die nichts für Tiere übrig haben. Und ich liebe sie so sehr. Oft fühle ich einen tiefen Kontakt mit Tieren. Und sie tun den Menschen gut. Das hat man im Altersheim in Schweden feststellen können, wo man an manchen Stellen einen Hund oder eine Katze als Gesellschaft für die Alten angeschafft hat.

Dies ist bereits das dritte (oder vierte?) Mail heute. Ich muss dir doch auch ein wenig Proviant mitgeben für die lange Reise nach New-York. Ach, ich werde dich sehr vermissen.

So sage ich dir gute Nacht und wünsche dir einen schönen Tag morgen.
Liebe Grüsse
Marlena

Freitag, 1. August 2025

Stress und Katzenjammer

Datum: den 12 augusti  11:36

Liebster Mausfreund,
Schon wieder bin ich gestresst und in Zeitnot. Warum muss das Ausführen immer viel mehr Zeit nehmen als das Ausdenken?
Und dann bin ich noch dazu in der Arbeit gestört worden.. Jetzt muss ich mich schon wieder beeilen, denn um 12.00 muss ein kleines Kätzchen gefüttert werden. Ach, du weisst es gar nicht. Die kleine Kollegin Lisa, die nun mit ihrem Mann in einem alten kleinen Haus ganz in meiner Nähe wohnt, wird bis Sonntag auf Urlaub gehen und ich werde zusammen mit einer anderen Kollegin ihre 4 Katzen betreuen. Ich weiss nicht, aber manchmal, wenn ich sehe, wie sie mit ihren Katzen tun, dann glaube ich, ich träume. Aber im Moment fehlt mir die Zeit, dir davon zu schreiben.
Ich wollte dir schon gestern Abend ein Mail senden, aber dann hat Lisa angerufen und mich daran erinnert, dass sie schon heute abfahren und so musste ich noch schnell hingehen und mich über alle Prozeduren informieren lassen. Wie in einem Chemielabor habe ich mich gefühlt, wo alles haargenau aufgemessen und ausgeführt werden muss. Und zum Glück hat sie mir alles auch noch detailliert niedergeschrieben, damit ich nichts falsch mache. ;-)
*
Es ist warm. Das allerschönste Hochsommerwetter könnte man sagen und ein kleiner Wind macht es ziemlich angenehm. So werde ich wohl den Nachmittag im freien verbringen.
Ich weiss, dass du sehr beansprucht bist im Moment und ich finde es sehr lieb von dir, dass du dir trotzdem Zeit nimmst zu mailen. Du bist ein Schatz.
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So, nun schick ich das ab, damit du es zum Mittagessen bekommst. Als eine kleine Vorspeise.
Mit lieben Grüssen,
Marlena

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Ämne: Katzenjammer!!!
Datum: den 12 augusti 13:39


Lieber ...
Es ist noch zu heiss draussen und so bleibe ich lieber im einigermassen kühlen Haus und schreib dir noch ein paar Zeilen. Muss dir doch von dieser Katzenfamilie erzählen.
Also, die Leute wohnen bei ihren Katzen, d.h. sie sind ihre Hausmädchen und Diener. Alles ist für die Katzen eingerichtet. Unmengen von Katzenmöbeln, wo sie klettern, spielen und schlafen können belammern das Haus. Es ist wirklich ein winzig kleines Haus. Nur 56 kvadrat. Aber es ist gemütlich. Wie aus einem Märchen genommen. Als Kind wäre ich vernarrt gewesen in das Haus. Und um das Haus ist ein riesiger Garten, der sehr schräg zu unserer Strasse hinunter fällt. Herrliche grosse Bäume und noch ein kleines rotes Haus was früher vielleicht einmal Scheune oder Stall gewesen ist, und heute ihr Motorrad beherbergt, grenzt an die Nachbarn.

Also, morgens um 8 Uhr werden die Katzen zum ersten Mal gefüttert. Es ist ein wenig so, wie ich es im Tierpark in Kolmården gesehen habe, wenn man die Tiger füttert. Ganz wild sind die Tiere, wenn sie wissen, was nun kommt. Vier Teller werden gefüllt. Jeder mit einer genauen Gewichtsangabe für gerade die Katze. Das Essen besteht aus gemahlenem Fleisch (abwechselnd Rind- Hähnchen oder Lamm), das mit genauen Angaben von Vitaminen und Mineralen versehen ist. Der Gefrierschrank ist voll von kleinen Dosen mit Aufschriften, was und für wen. Und die Teller werden in einer bestimmten Reihenfolge aufgestellt.. na ja, eigentlich wirft man sie fast schnell hinunter, sonst reissen sie sie dir aus der Hand. Die Reihenfolge? Damit Shadow nicht Cindy beim Essen stört und sich über ihre Portion stürzt. Und die kleine Misty, ganz links hat natürlich noch viel auf ihrem Teller, wenn die anderen ihre Ration in sekundenschnelle hinuntergewürgt haben (17 Sekunden, sagte mir die Kollegin heute, mit der ich diesen ungewöhnlichen Auftrag teile). Nun heisst es also, sich neben Misty auf den Fussboden zu setzen, um die anderen von ihrem Teller fernzuhalten, bis die Kleine aufgegessen hat. Ich glaube, das Wort gefressen würde mir Lisa nicht erlauben. ;-)
Vier Katzentoiletten gibt es und man wird ein wenig sauber halten müssen. Dann auch noch das Haus lüften (bei dieser Hitze), sie haben übrigens einen guten Tischventilator, ein bisschen sich um die Blumen im Haus kümmern, die Post hereinholen und wenn man Zeit hat, eine Weile bleiben, um mit den Katzen zu spielen. Die Kleine lässt einen sowieso nicht in Ruhe. Dauern fühlt man sie an den Füssen und an den Beinen.
Um vier Uhr werden alle nochmals gefüttert und um 12.00 und später am Abend bekommt die kleine Misty noch eine Portion.

Du siehst! Ich meine, ich bin doch mit Katzen aufgewachsen. Die haben gegessen, wenn sie hungrig waren und es hat immer etwas zu Essen da gestanden. Was sie gegessen haben, haben sie selbst bestimmt, indem sie das, was sie nicht mochten, ganz einfach stehenliessen. Die Lieblingsspeise waren frische Heringe und natürlich ab und zu eine Maus, die sie sich im nahen Wald geholt haben. So bin ich ganz erstaunt über diese Prozeduren und frage mich, was denn einmal wird, wenn Lisa ein Kind kriegt.
Ich werde ein paar Fotos machen, damit du siehst wovon ich spreche.
Schicke dir gleich nach diesem Mail ein Bild von Rubrik, das ich gestern Abend gemacht habe.
Zwei sind Russian Blue. Cindy ist eine braun gestreifte Bauernkatze und Misty? Ja, was ist die schnell? Ich glaube ein graues kleines Staubknäuel..

Ach, das langweilt dich sicher.. aber mir macht es Spass, dir davon zu erzählen.

So, jetzt gehe ich in den Garten, um zu sehen, ob ich die Nachbarin sehe, um ihre Einladung zu einem Krebsfest am Samstag zu bestätigen.

Hoffentlich kannst du dich bald ausruhen von der Arbeit an diesem warmen Tag.

Grüsse dich nochmals lieb,
Marlena

Gemischtes nichts..

(R)

den 25 augusti  23:01
Gemischtes nichts..



Neben mir sass ein junger Einwanderer. Es gibt ziemlich viele dieser Sorte bei uns. Und dann kam ein Paar und setzte sich mir gegenüber in die Stühle. Eigentlich war es eine Bank mit zwei Sitzplätzen. Sie waren jung, vielleicht so 25 und beide so dick, dass sie die ganze Bank mit ihren Körpern ausfüllten. Plötzlich sah ich sie wie ein Gemälde von Botero und ich wünschte ich hätte sie heimlich foto grafieren können. Die Schenkel der jungen Frau waren so dick wie mein ganzer Körper und sein Gesicht sah aus wie eine Birne

.

Er erinnerte mich an diesen dicken französischen König, der wie eine Birne aussah. Und doch waren ihre Gesichter ganz zufrieden, so wie Boteros Menschen eben meist aussehen. Ich mag diese Welt von Dickusen bei Botero, aber im RL tun mir die Leute doch leid, denn ihre Figur muss ihnen einiges im Leben erschweren.
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Heute Abend habe ich in meinen Papieren rumgewühlt. Nun liegen sie in Haufen um mein Fauteuil im Allzimmer herum. Ein Glück, dass du das nicht sehen kannst. Es wäre keine gute Reklame für Marlena. Ich muss endlich mal aussortieren und einsehen, dass Dinge, die ich zehn Jahre lang nicht gebraucht habe, wahrscheinlich auch in Zukunft nicht Verwendung finden werden.




Donnerstag, 31. Juli 2025

Merci

 

Ämne: Googoosh

Liebe Marlena
Gerade höre ich den Titel. Fantastisch!  Eine grosse Überraschung! Auf dem Verzeichnis sehe ich auch Googoosh.


Als ich zum ersten Mal im Iran war, war sie sehr bekannt und man konnte sie fast täglich im Fernsehen sehen. Lebt sie heute in Schweden? Wenn ich das S erzähle, wird sie nicht mehr zu halten sein und will nach Schweden kommen, um sie zu sehen.

Merci merci.  Ich werde darauf zurückkommen.
Mit einem schönen Gruss

...

Montag, 28. Juli 2025

Fortsetzung

 ...

Bei uns haben nun auch die Sommerferien begonnen. Auf dem Platz vor meinem Fenster ist es blendend und warm. Nur unter den Bäumen im Café sitzen die Leute. Kinder spielen am Brunnen. Ein älteres Paar kommt vorbei. Sie sind ziemlich sportlich angezogen. Die Rentner sehen heute aus wie Golfspieler mit einem kleinen Handicap. Sie verjüngen sich mit ihren Kleidern. Und wenn der Bus hält, dann flimmert die warme Luft, die aus den offenen Türen aufsteigt. Es muss ein Bratofen sein. Ich mag diesen sommerlichen Platz vor meinem Büro. Und ich weiss, dass Du gerne mal ein Foto sehen würdest. Aber ich glaube, er wird schöner, wenn ich ihn Dir beschreibe. Er ist vielleicht wirklich nicht so schön. Denn darin besteht der Trick jeder Beschreibung, dass sie die Dinge verzaubert. Nun, sie verzaubert eigentlich nicht mal selbst. Der Text gibt nur eine Schlüsselhinweise, und die Verzauberung geschieht im Kopf des Lesers, und eigentlich durch die Lücken im Text. Ich bin überzeugt, dass Du Dir den schönsten Platz vorstellst, voller blonder Menschen in einem milden sommerlichen Klima und einer leichten Brise von der See her.;--)
Die Markisen des Cafés sind heruntergedreht. Und vor dem Haus stehen drei Bäume, die Schatten spenden. Deshalb kann ich die Leute nicht direkt sehen, sondern nur ihre Beine, oder ihre farbigen Kleider durch die Blätter hindurch. Das würde ein hübsches impressionistisches Bild abgeben. Aber das mal ich ein andermal.
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Ich wünsche Dir einen schönen Tag
Mit lieben Grüssen
...




Ferienantritt, Laptop und "Füdlibürger" ;-)


Ämne: Re: Gruss
Datum: den 4 juli 


Liebe Marlena
Heute ist mein letzter Tag im Büro vor Ferienantritt. Es ging alles drunter und drüber bis heute morgen. Am Montag war ich noch in einer ärztlichen Kontrolle. Im letzten Moment empfahl man mir eine weitere Operation, weil Druckausgleich im rechten Ohr noch nicht normal funktionierte. Und so haben sie mich am Dienstag ein weiteres mal unters Messer genommen. Das war zwar eine ambulante Operation, aber dennoch mit Ausziehen, auf dem Bettgestell, mit einer örtlichen Betäubung. Es ist äusserst unangenehm, wenn sie dir mitten im Kopf herumfummeln. Und diesen Eindruck hat man, wenn sie mit ihren spitzen Dingern ins Ohr hineinfahren und einen Höllenlärm veranstalten. Es war wirklich schwer zu ertragen.
Und so war ich gestern noch etwas benommen. Ich bin zuhause geblieben und habe geschlafen und etwas geruht. Aber gepackt habe ich eigentlich noch nicht. Ich glaube, ich überlasse es wieder einmal S. Nur bei den Büchern weiss ich mehr oder weniger, was ich mitnehmen will. Aber es ist zu viel. Ich muss noch etwas dezimieren.
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Ja, Deine Rührung ist völlig in Ordnung und angebracht. Ich habe auf diesem kleinen Laptop geschrieben, was bloss mit sehr spitzen Fingern möglich war, und immer unendlich lang gewartet, bis sich das Ding bis ins Hotmail vorgedrängelt hatte. Es war qualvoll, das hast Du vielleicht nie direkt bemerkt. Ich wollte Dich auch nicht gleich zu Tränen rühren. Aber nun ist das anders. Jetzt ist es, als ob ich mit einem breiten Ferrari zum Himmel fahre. Komfortabel und erstklassig. ;--). Als ob ich mir irgendwo das selige Leben verdient hätte.
Und vielleicht bist Du nicht mein Manual, sondern eigentlich das Muttermal sozusagen (das sollte ein Scherz sein!). Auf jeden Fall bin ich froh, dass Walter sein Monopol nicht extrem ausspielen kann. Sonst halte ich mich nämlich an ihn. Oder noch ein wenig an meine Sekretärin, die auch sehr viel weiss. Aber alles und jedes kann ich sie auch nicht fragen.
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Wenn der Visper meint, die Schweizer seien Füdlibürger, dann meint er bestimmt alle, ausgenommen die Walliser. Ich kenne sie und weiss genau, wie sie das meinen. Das ist die gängige Ideologie im sonnigen Tal. Die übrigen Schweizer sind langweilige Typen, während die eigenen Landsleute wirklich etwas ganz anderes darstellen. Es gibt sogar Leute, die träumen von einer Republik Wallis und einem grossen Casino in der Mitte, um Steuern zu sparen. Ich glaube, Peter von Roten hat diesen Gedanken immer wieder ab und zu hochgebracht.
Na ja, die Walliser sind schon ein wenig speziell, eben Südländer, wie die Provenzalen in Frankreich, oder die Bayern in Deutschland. Aber wenn man dann mal hingeht und schaut, wie es in Brig oder in Visp oder Siders so zugeht, da staunt man nur, wie sich alles normalisiert hat in den letzten 20 Jahren.
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Bei uns haben nun auch die Sommerferien begonnen.  ...