Mittwoch, 9. April 2014

Kochsendungen

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Ja, Kochsendungen am Fernsehen sind meine Lieblings-Einschlafprogramme. Ich gebe zu, sie sind manchmal nicht ohne Reiz, unterhaltsam und ganz angenehm zum anschauen. Vor allem wenn man ein bisschen hungrig ist, wirken sie belebend auf die Seele. Und man kann wirklich Anregungen bekommen. Manchmal haben sie Tricks, wie man vermeidet, die Finger zu verbrennen, oder wie man den Geschmack von irgend einer verkochten Sauce doch noch auf ein Niveau bringt, dass man sie auch den liebsten Gästen noch vorsetzen kann. Den unbeliebten kann man ohnehin. Und die Sendungen geben den Eindruck, dass die Küche eigentlich ein wunderbarer Ort der Gerüche, der visuellen Reize und ein Hort des Gesprächs und der Unterhaltung ist. Hier in den deutschen Sendern sind es vor allem Männer, die Kochen. Es sind Profis. Es gibt sogar eine Sendung, da kochen zwei Köche gleichzeitig. Zwei Leute aus dem Publikum kaufen ein. Sie dürfen nur waren bringen, die weniger als 20 Euro kosten. Das ist gemeint für ca. 4 Personen. Und dann muss der Koch in Windeseile mit diesen verschiedenen Dingen (zB. 2 Tomaten, 4 Plätzchen Schweinefleisch, ein paar Pilze, Ananas, Artischocken, Granatapfel) ein Menue zusammenbrauen. Das braucht etwas Fantasie, diese heteroegenen Dinge so zuzubereiten, dass sie zusammen passen. Aber es sieht meist sehr schön und akrobatisch aus, wenn sie Zwiebeln hacken, Eier lufttig schwingen oder Omeletten zur Decke werfen. Und noch besser sieht es aus zum Schluss, denn auf die Dekoration des Tellers legen sie allerhöchsten Wert. Ein solches Gedeck sieht dann aus wie für ein königliches Gala. Doch wenn das alles bereit ist, wenn der Höhepunkt näher rückt, wenn mir das Wasser im Mund zusammenläuft und ich zur Gabel greife, um den ersten Bissen zu nehmen, dann ist die Sendung zu Ende..... Dann ist alles vorbei, und sie filmen den Applaus oder die dicke Moderatorin, die die nächste Sendung ankündigt. Und die Teller mit dem schönen Gericht steht auf dem Tisch und erkaltet. Eine Sünde!

Dann renne ich zum Kühlschrank und hole mir ein Stück Käse zum trockenen Brot.

Diese Sendungen sind sehr hübsch. Aber sie machen - kurz gesagt - unstillbaren Hunger. Und wer schon mag gerne unstillbaren Hunger.




Dienstag, 8. April 2014

Wohlan denn, Herz..


Liebe Malou
Eine Kollegin hat mir ein Hesse-Gedicht herausgeschrieben.
Ich glaube, das könnte dir auch gefallen. Es formuliert das
moderne Lebensgefühl, das wir mit der sogenannten
Selbstverwirklichung in Zusammenhang bringen. Und
klingt für mich einigermassen aktuell.

"Wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"

Mit lieben Gs und Ks
...

Meine unheimliche Geliebte


...
Dass der Sündenfall Evas und Adams eine Falschmeldung sei, das habe ich schon immer vermutet. Aber ist es nicht so, dass uns Falschmeldungen im Leben meist mehr beschäftigen als alles andere? Warum denn sollte uns der liebe Gott in einen solchen Hinterhalt laufen lassen? Ist er heimtückisch und böswillig? Oder gar neidisch? Dieser liebe Gott hat es von Anfang an darauf angeleg, davon bin ich überzeugt. Und dann hat er die Verantwortung auf uns arme Menschen abgewälzt. Aber das ist nicht sosehr das Thema der Geschichte!
*
Du fragst nach meinen unheimlichen Geliebten. Nun ja, ich habe eine, aber ich weiss nicht, ob ich sie dir verraten soll und kann. Vielleicht wirst du neidisch, wie du angesichts unserer hübschen, blauäugigen und blonden Psychologin neidisch werden wolltest. Es ist doch – haben wir das Thema nicht schon behandelt? – es ist lebensgefährlich, mit Geliebten über andere Geliebte zu diskutieren. Das endet im Streit, soviel kann man sich vorstellen, wenn nicht gar im Totschlag. Doch vielleicht kann ich dir meine unheimliche Geliebte verraten, denn du bist ja sehr diskret, Marlena. Wahrscheinlich wird sie es mir verzeihen, wenn ich mit dir über sie spreche, obwohl das sonst und im allgemeinen als respektlos gilt. Vielleicht verzeiht sie mir, weil du ja nicht gerade in der nächsten Strasse wohnst. Ich habe dir überigens schon einmal von ihr erzählt. Vielleicht hast du es wieder vergessen, vielleicht möchtest du nicht gerne hören, wie schwach ich bei ihr werden kann, wie hingerissen ich bin in ihrer Anwesenheit, wie ich mich verliere, wenn ich an sie denke, oder gar, wenn sie physisch anwesend ist. Ich bin wirklich sehr leidenschaftlich ihr gegenüber. Und ich kann es kaum ändern. Ich vergesse mich regelmässig, Immer wieder werde ich von neuem schwach. „Halb zog sie ihn, halb sank er hin ...". Irgendwie bin ich ihr total ausgeliefert. Und das, ohne dass sie viel tun muss. Ihr Geruch, ihr feines Parfum, ihre zarte Erscheinung, das genügt und ich bin weg, vergesse alle meine Prinzipien und guten Vorsätze. Das kannst du dir nicht vorstellen, Marlena. Ich kann mich nicht zurückhalten. Ich bin an sie gekettet wie ein Sklave, um es einmal so zu sagen. Ich leide, wenn sie nicht da ist. Ich bin unglücklich, wenn sie fehlt. Ich vegetiere dahin ohne sie.

Ich sag es dir, Marlena, es ist Arni, meine kleine unheimliche Geliebte. Sie ist wunderhübsch, gepflegte Erscheinung, charmant, jederzeit bester Laune, und erotisch wie nur eine Geliebte erotisch sein kann. Arni, das ist ihr Name. Ich denke an sie beim Einschlafen am Abend. Und morgens ist sie die erste in meinen Vorstellungen vom kommenden Tag. Sie geht mir kaum aus dem Sinn, meine kleine Arni. Arni kommt aus einer grossen Familie. Sie hat mehrere Geschwister. Aber unter ihnen ist sie die besonderste und einzigartigste. Meine Frau ist teuflisch eifersüchtig, wenn sie merkt, dass ich an Arni denke. Sie verspricht mir alles, um meine Sinne von ihr abzubringen. Aber sie schafft es nicht oft, höchstens gelegentlich, und wenn, dann nur mit sehr viel Anstrengung.


Arni
Aber immer, wenn ich meine schöne Zeit mit Arni gehabt habe, nach dem Climax sozusagen, immer dann muss ich mir die Zähne putzen. Denn – sicherlich hast du es längst erraten – Arni pflegt meine Karies und ist meine Lieblingsschokolade, Milch, ohne Nüsse oder irgend etwas. Arni pur sozusagen.

Montag, 7. April 2014

Onkelchen erzählt


Bilder ok, merci mein Schatz

Liebe Marlena

Mein Fyrklöver
Am Sonntag abend fahren S und ich zu einem Onkel in L.. Jeden Sonntag tun wir das. Unser Onkel ist jetzt 92 Jahre alt. Vor 2 Jahren ist seine Frau gestorben. Und nun lebt er alleine in seinem schönen Haus direkt unterhalb des alten Schlosses, von dem du mir die Fotos geschickt hast. S bereitet eine schöne Mahlzeit vor, ich decke ordentlich den Tisch und öffne die Vorhänge, damit man zu fortgeschrittener Stunde frei aus dem grossen Fenster hinunter auf die Lichter der Stadt sehen kann. Man hat von hier oben eine wunderbare Aussicht auf die Ortschaft, weit hinten auf die Jurahügel und auf die untergehende Sonne. Und der alte Onkel geht mit kleinen schlurfenden Schrittchen in den Keller und holt eine schöne Flasche Yvorne. Und so essen wir zusammen am Sonntag Abend und wir plaudern ein bisschen. Am liebsten isst er gebratenen Lachs, ein bisschen Gemüse, voraus einen knackigen Salat und dazu den goldenen Yvorne, einen Weisswein aus dem Wadtland.
 ...
Mit Onkel K also sitzen wir sonntags zum Nachtessen zusammen, und er kommt ins Erzählen. Und er hat viel zu erzählen aus diesem Jahrhundert, das er fast ganz und von A bis Z miterlebt hat. Sein Gedächtnis ist noch wunderbar intakt. Und er war immer ein guter Plauderer und Erzähler gewesen. Mit ihm hatte ich mich stets bestens unterhalten, wie ich das mit meinem Vater nie gekonnt habe. Mein Vater ist ein technischer Mensch. Ihm fliessen die Gedanken nicht. Aber K. ist ein wunderbarer Erzähler mit einem fantastischen Erinnerungsvermögen für Geschichten und Episoden.

Beispielsweise erzählte er von seiner Zeit, da er als junger Mann im marokkanischen Fes, in Nordafrika gearbeitet hatte. Es muss kurz nach dem ersten Weltkrieg gewesen sein. Und Nordafrika war zu jener Zeit für Europäer, umso mehr für Schweizer ausserhalb der Grenzen der bekannten Welt, ausserhalb der Landkarte. Für ein Jahr hatte er in Fes eine Confiserie geführt und Erfahrungen mit Arbeitern aus dem Maghreb gesammelt. Und oft soll die Kinderfrau mit ihrem kleinen Zögling Hassan in das Geschäft gekommen sein, um einzukaufen. Hassan, der spätere König Hassan II. von Marokko, der damals ein kleiner Junge gewesen war, wollte in der Backstube das Feuer sehen. Kurt musste den Ofen öffnen und er warf eine handvoll (vielleicht heute Hand voll?) Salz in die Glut, so dass die Flammen aufwallten und emporschlugen. Der kleine Hassan soll jedes Mal wieder von neuem von diesem Spektakel begeistert gewesen sein.

Und er erzählt von seiner Elisabeth, mit der er ein Leben lang gemeinsam dieses Geschäft in L. geführt hatte und die immer eine etwas eigensinnige Frau gewesen war. Er sagt, und das fand ich rührend, er sagt, dass er sich heute besser mit ihr unterhalten könne, da sie gestorben sei. Früher seien sie immer wieder in Streit geraten, weil Elisabeth partout auf ihre Meinung zu beharren pflegte. Aber heute, da sie tot ist, sei das alles viel leichter und besser geworden. Sie sei jetzt umgänglicher.
Es ist schön zu hören, wie zwei Menschen zusammen in Loyalität und Liebe gelebt haben, und zu hören, wie relativ Liebe im praktischen Alltag ist. Wir jüngeren Generationen halten die Liebe für eine rein romantische, rein gefühlsmässige Angelegenheit. Doch früher war das primäre Ziel der Ehe die nackte materielle Existenz und das oekonomische Überleben. Gerade die höheren gesellschftlichen Kreise haben nicht aus Liebe geheiratet, sondern um die Interessen ihrer Familien zu wahren. Wenn sich daraus Liebe ergeben haben sollte, so war es ein Glücksfall.

Und dabei fällt mir bei K. und E. die schöne Geschichte von Philemon und Baucis ein, die man in Ovids Metamorphosen finden kann. Die alten und armen Eheleute Philemon und Baucis haben sich mit der gastlichen Aufnahme von Jupiter und Merkur (waren es diese beiden?) einen Wunsch verdient. Und sie wünschten sich, dass keiner den anderen überlebe, dass keiner das Schicksal zu ertragen habe, den Tod des andern betrauern zu müssen. Dieser Wunsch wurde ihnen gewährt und sie sind beide in je einen Baum verwandelt worden, die in naher Nachbarschaft noch heute beisammen stehen sollen.

Ich danke dir für die ...

(R)

Samstag, 5. April 2014

Fiori belli




Ämne: fiori belli

Meine liebste Allerliebste
Nein, ich habe nur gedacht, Du siehst mich als oberflächlichen Dandy, weil Du denkst, ich mache viele Flirts und Liebschaften im und ausserhalb des Netzes. Wenn Du wüsstest, wie scheu ich eigentlich bin, wie steif ich den Frauen gegenüberstehe, wie sich mein Gesicht versteinert, wenn sie mich anschauen. Ach, Du würdest niemals so denken, meine Liebste. ;--)))
Heute bin ich rasch in die Bibliothek gegangen, um ein paar Rezensions-Exemplare mit Heim zu nehmen. Und jetzt habe ich zwei Kisten Bücher, die ich im nächsten Monat kritisieren oder loben sollte. Wenn also meine Mails ein bisschen kürzer werden, liebe Marlena, gib nicht den Frauen, sondern gib den Büchern die Schuld. Es sind 42 Bücher, zweiundvierzig, das braucht alles seine Zeit. Erst muss man sie lesen, und dann sollte man noch etwas Sinnvolles darüber schreiben. Ja, es ist ein bisschen viel. Aber es ist auch gut, sich von der Arbeit mit so was abzulenken.
Im übrigen war ich heute morgens um 8h beim Arzt. Er musste mir bei nüchterem Magen eine Blutprobe nehmen. Du siehst, der Kreis der königlichen Leibärzte dreht sich weiter bis in die Wochentage hinein. Es ist wirklich schlimm im Moment. Doch ich fühle mich nicht allzu krank. Nur, wie gesagt, manchmal habe ich wenig Energie. Es reicht kaum mehr auf den Tisch, um mit leerem Whisky-Glas zu tanzen ;--) Aber das wird schon wieder werden.

Jetzt ist schon 2000h und ich muss heim, um noch ein Nachtessen zu kriegen.
Ach, und die Fotos habe ich immer noch nicht gesucht. Ich habe nur ein altes Abonnement gefunden, mit einem Foto von mir, etwa 10 Jahre alt. Dh. vor 10 Jahren aufgenommen. Ich sah sehr smart aus, kann ich Dir verraten. Ich schicke es mal. Aber Du möchtest gerne was Aktuelles. Ich weiss schon. Hab ein wenig Geduld, Marlena. Ach, ich weiss, Du bist ein so guter und geduldiger Mensch. Man kann Dich wirklich nur umarmen.
Mit lieben Grüssen
...

Freitag, 4. April 2014

Vatikan und Schweizergardisten




Es ist natürlich eine merkwürdige Berufung, Gardist zu werden. Und ich glaube, sie haben heute Mühe, noch genügend Rekruten zu finden. Es gibt viele Studenten, die einfach während der Ferien nach Rom reisen, um dort ein bisschen als Gardist in der Hitze herumzustehen und um nach den Mädchen und dem Papa zu schauen ;--).
Der Stato della Città del Vaticano ist der kleinste Staat der Welt. Er ist sogar noch kleiner als die Schweiz. Und die Schweiz ist schon sehr eng, so dass jeder dem anderen ins Gärtchen sehen und auf die Zehen stehen kann. Ich glaube, der Vatikan ist die letzte absolute Monarchie, ein totaler Anachronismus auf dieser Welt. Ein Relikt aus der Zeit des Absolutismus, als es noch Sonnenkönige und solch gloriose Häupter gegeben hatte. Der Papst ist der Souverän und das Oberhaupt der Weltkirche. Er ist Bischof von Rom und oberster Priester, dh Summus Pontifex der universalen Kirche. Er ist im Grunde genommen ein Nachfolger der römischen Kaiser. Und die waren bekanntlich nicht sonderlich geistliche Einrichtungen. Einmal habe ich von einem katholischen Geistlichen eine hübsche Definition des Vatikans respektive der katholischen Kirche gehört. Er hat gesagt, die katholische Kirche sei eine absolute Diktatur gemildert durch die Unfolgsamkeit der kleinen Priester.
Es ist schon sonderbar, dass es heute noch so etwas gibt wie den Vatikan. Ich behaupte immer, es sei die älteste Firma der Welt. Es ist eine riesige und absolut superreiche Organisation, und sie wird von ein paar überalterten, greisen bis senilen Männern geleitet, die zudem oft noch etwas homophil sind. Er ist wirklich komisch, dieser Vatikan, und wenn es ihn nicht gäbe, dann müsste man ihn schnellstens erfinden.
Ich freue mich darauf, ihn wieder zu besuchen. Es gibt soviele schöne Bilder und Dinge zu sehen. Und es wirkt alles so enorm katholisch. Es ist der intimste Punkt dieser grossen Weltkirche. Es ist sozusagen das Schlafzimmer der katholischen Kirche. Es ist das, woher alles kommt, im Guten wie im Schlechten.
Und vor den Eingängen stehen die farbigen Svizzeri, die Gardisten, mit ihren malerischen Uniformen und stehen da so treu und ruhig, wie nur Schweizer dastehen können. Wir werden einen lustigen Witz machen und ihnen zuzwinkern, wenn wir an ihnen vorbeigehen.
Ach, es ist, als wäre ich schon dort.



April 2014


Donnerstag, 3. April 2014

Proust - Alain de Botton


Ich habe für mich - du wirst schmunzeln Malou - ein kleines
Taschenbuch für die nächte Zeit gefunden. Es heisst "Wie Proust Ihr
Leben verändern kann", von einem Schweizer namens Alain de Botton.
Du weißt ja sicher, wie Proust in der Vergangenheit gerührt hat.
Nichts anderes hat er gemacht. Noch seine Madelaine hat er in der
Vergangenheit gegessen. De Botton hat in Cambridge studiert und lebt
in London. Er schreibt ein bisschen maniriert und intellektuell. Das
mag ich. Das Buch fängt so an: 1. Wie man das Leben heute liebt
"Es gibt wenig, dem sich der Mensch mit grösserer Hingabe widmet als
mit dem Unglücklichsein. Hätte ein böser Schöfper uns nur in die Welt
gesetzt, damit wir leiden, dürften wir uns zu Recht damit brüsten,
diese Aufgbabe mit Begeisterung erfüllt zu haben. Dabei gibt es
wahrhaftig genug Gründe, untröstlich zu sein: die Vergänglichkeit des
Fleisches, die Unbeständigkeit der Liebe, die Verlogenheit im Alltag,
die Kompromisse zwischen Freunden, die lähmende Wirkung der
Gewohnheit. Angesichts derartiger Misstände sollte man meinen, dass
wir nichts sehnlicher herbeiwünschen müssten als unsere eigene
Auslöschung."
Du siehst, ich bin auf dem Weg der Besserung.