Montag, 8. Dezember 2025

Maladi?

 

Lieber ...
...
Sollen wir das Wort mit einem Glas Champagner taufen? Oder hast du Einwendungen gegen diesen Namen, Chéri?"




Liebe Marlena

Maladi finde ich absolut super. Wir sollten dieses schöne Wort wirklich begiessen bis es pudelnass ist, wie bei einer grossen Schiffstaufe. Man muss gar nicht viel erklären zu diesem Wort. Wir zwei wissen alles, was drin steckt. Es ist grandios, ich gratuliere der Patin, die den Namen gefunden hat. Er wird uns wie Honig auf der Zunge liegen. Maladi wird wie ein Turm vor unseren Augen aufragen. Und sie wird sich als fröhliche Melodie durch unsere Jahre ziehen. Ich finde, wir sind wirklich ein fantastisches Team, Marlena, und eine solche Maladi, wie wir sie hier pflegen und geniessen, wird es auf dieser Welt keine zweite geben. Da bin ich mir ziemlich sicher. Und dazu hat Maladi eine Affinität zum Französischen, das ist auch sehr gut getroffen. Und die Silben machen, wie du zeigst, einen Sinn. Ach, es ist praktisch ein Zauberwort. Und dass auch ein Hauch von maladie drin ist, eine kleine melancholische Note, finde ich besonders reizend, bricht die Farbe um eine Nuance. Ich kann uns nur zu diesem Kunstwerk beglückwünschen. Und wenn ich irgendwann und irgendwo auf dieser Welt ... ein Weinglas in der Hand haben werde, so werde ich mit dir anstossen. Du wirst es hören am schönen hellen Klang der Gläser. Ich bin sicher, du wirst es hören. Und natürlich werde ich auch meinerseits genau in die Lüfte horchen, ob ich irgendwann einen solchen kleinen Kristallkuss höre. Und ich werde dir später die Uhrzeit sagen.

 

Samstag, 6. Dezember 2025

Nikolaus

 (R)


Liebe Marlena
...

Wir haben heute St. Nikolaus. Den kennt ihr ja auch. Aber er kommt hier nicht mit einem Rentier, sondern allenfalls noch mit einem Esel. Es gibt zwei Arten von St-Nikolaus. Im Wallis, also einem katholischen Teil des Landes kommt der St.Nikolaus mit dem Bischofsstab. Er sieht wie ein Bischof aus, hat natürlich aber auch Bart und ein Gehabe wie St. Nikolaus. Und daneben kommt Schmutzlich, er ist ganz schwarz. Man könnte denken, es sei der Teufel, oder mindestens sonst ein nicht sonderlich vertrauenswürdiges Wesen.
Und dann gibt es den St. Nikolaus in reformierten Gebieten. Dort hat der Mann einen meist roten Anzug mit einer Kaputze und einen langen weissen Bart. Meist hat er auch noch ein riesiges Buch, aus dem er den Kindern die Sünden und Straftaten des Jahres vorhält.
*
Ich kann mich an eine Nikolaus-Szene im Kindergarten erinnern. Wir hatten eine Bank rundum im Raum und sassen gespannt da, bis das grosse Unikum hereintrat. Und siehe da, der Kerl hatte einen Sack auf dem Rücken, an dem ein Sack hing. Und aus dem Sack ragte ein Bein in Strumpf und Schuh. Natürlich wollten wir Kleinen sofort wissen, was mit dem Bein los sei. Und der komische Kerl meint, dies sei Vreni, die eben nicht folgsam gewesen sei.

Lange Jahre konnte ich kein Mädchen ertragen namens Vreni. Ich verabscheute sie richtiggehend, nur weil sie hiessen, wie dieses Mädchen, von dem ich glaubte, es wäre wirklich im Sack des St. Nikolauses weggetragen worden.

...


Sie kommen am 24 Dezember

Ämne: RE: St. Nikolaus

Liebster Mausfreund,

Zum ersten mal seit ewig kann ich dir einen sonnigen Gruss senden. Über dem Waldrand steht sie, diese grosse leuchtende Kugel und scheint so herrlich in den Garten und zum Fenster herein. Ich spüre wie meine Lebensgeister wieder erwachen. Ach, es ist einfach herrlich!

Und da finde ich gerade auch ein Nikolausmail von dir. Hatte ganz vergessen, dass heute Nikolaus ist, denn bei uns feiert man das nicht. 

...


Donnerstag, 4. Dezember 2025

... über die Tschechen und über Prag

RE: Lugano


Liebe Marlena
Danke Dir für die schönen Komplimente zu meinen Exkursionen in die südliche Schweiz. Wenn man es genau betrachtet würde jede Jungfrau, die etwas auf sich hält, mit einem Ehrverletzungsprozess zurückschlagen, wenn man sie mit dem Monte Bré verglichen hätte. Vielleicht kannst Du Dir den Monte Bré nicht so genau vorstellen? Er ist ein monströser Berg genau am Luganersee, und wirkt von Statur und Linie her am ehesten noch wie eine adipöse ägyptische Pyramide. Soviel an Masse und Gewicht würde eine Frau nicht einmal auf dem Schafott zugeben.


 Ämne: J.U. once again

Astronomische  Uhr


Hör mal an über die Tschechen und über Prag:

"Der Wunsch, Teil Europas zu sein: dass ihnen die Erfüllung dieses bescheidenen Wunsches versagt blieb, war der Grund für das besonders intensive Leiden der Tschechen. Ein paar gläserne Hochhäuser zwischen den alten Kirchen und Burgen zu haben, ein paar Geschäftsleute, die mit Expresszügen kamen und wieder wegfuhren, ohne pompöse Reihen von Stacheldraht passieren zu müssen, eine Währung, die in den heimischen Läden nicht wie Falschgeld zurückgewiesen wurde, die Möglichkeit, auf dem Markt frische Orangen aus Sizilien zu kaufen oder ein paar Leuchtreklamen in die düsteren Arkaden Prags zu hängen, das Zentrum um ein bisschen Poronographie und ein paar Verkehrsstaus zu bereichern, den harmlosen Luxus einer Anti-Atomkraft-Bewegung und einer nihilistischen Avantgarde zu geniessen -  das war gewiss nicht zuviel verlangt, nachdem man jahrhundertelang die Habsburger auf dem Hals gehabt hatte. Aber es wurde ihnen verweigert: Nachdem sie Hitler und die Anti-Hussiten überlebt hatten, waren die Tschechen in die byzantinischen Fänge Moskaus geraten. Zwei Daten markierten die Geschichte des Dissens: 1968, das Jahr des "Prager Frühlings" (so oft, so eilfertig beschworden, dass ein einziges Wort daraus geworden war: "Pragfrühling") und des bald darauf folgenden Einmarsches der Russen; und 1977, als die Charta 77 verkündet wurde, mit dem Ergebnis, dass viele ihrer Unterzeichner im Exil oder im Gefängnis verschwanden. "


Stammt aus John Updikes "Bech in Bedrängnis" (Fast ein Roman) (englisch 1998: "Bech at Bay"). Bech ist ein gefeierter amerikanischer Schriftsteller, der Europa im Allgemeinen, Tschechien und Prag im Speziellen besucht. Bech übernachtete in der Residenz, deshalb schreibt J.U. weiter:

"Es schien so, als wäre dies die ihm angemessene Wohnstatt, als wären alle Menschen von Natur aus dazu berechtigt, in nicht geringerem Luxus zu leben, inmitten von Parkett und Intarsien, Foyertischen mit Marmorplatten und vergoldeten Bilderrahmen, mit einer jungen Ehefrau, deren blondes Haar aufblitzte und deren in Chiffon gehüllte Brüste schimmerten, wenn sie sich im nächsten Moment am Fenster zeigte, um ihn hereinzurufen. Wie eine riesige, leicht gebogene Leinwand im Kino projizierte die Residenz die Vorstellung von häuslicher Glückseligkeit. Was bin ich doch für ein Ungeheuer, dachte er, dreichundsechzig und noch immer begehrlich, in meinen Gedanken noch immer König. Europa, nicht Amerika, dachte er weiter, ist das Land der Träume, der Märchenschlösser und rückwärts gehenden Uhren. Hitler hatte die Prinzessin geküsst, und alle ihre bösen Träume waren wahr geworden. Andererseits - hat es nicht viele Holocausts gegeben? Man hatte Bech das Fenster des Hradcany, der Prager Burg, gezeigt, wo der Fenstersturz von Prag stattgefunden hatte; obwohl die hinausgestürzten Sendboten unversehrt auf einem Misthaufen gelandet waren, hatte der Vorfall doch den Dreissigjährigen Krieg ausgelöst, der Mitteleuropa Tod und Verwüstung brachte. Bech hatte die Statue Jan Zikas gesehen, des einäugigen Hussiten-Generals, der frommen Glaubens fünf Jahre lang die Streitkräfte des Papstes und Kaisers des Heiligen Römischen Reiches abgeschlachtet hatte, und im barocken Sankt-Nikolaus-Dom die Statue, die einen mächtigen Papst zeigt, der graziös und glückselig lächelnd mit seinem Stab die Kehle eines spitzohrigen Ungläubigen zermalmt. Jahrhundertelang hatten Eroberung und Besitzergreifung ihre Palais und Kirchen auf den krummen, steil ansteigenden Strassen Prags angehäuft. Die Ansammlung blieb unbeschadet, obwohl die Nazis, bis zuletzt ihrer Säuberungsmission getreu, versucht hatten, alles in die Luft zu sprengen, als sie abzogen. Die Laubdecke über der Geschichte war an diesen feuchten Morgen, wenn Bech den ovalen Park für sich hatte, zutiefst friedlich. Die Toten und Misshandelten in ihrer unendlichen Zahl sind barmherzig still.


Das ist, für einen Amerikaner, doch respektabel und mit einigem Hintergrundwissen geschrieben.

...



Gestern in Lugano

 

              Monte Bré           unbeschleiert                  Foto: Chris

...

Die Landschaft dagegen zeigte sich von der düsteren Seite. Der Monte Bré versteckte sich wie eine duschende Jungfrau hinter einem dichten Nebelschleier. Der See war grau, man sah kaum hinüber bis zum italienischen Ufer, wo in Campione ein grosses Casino immer wieder Spielernaturen anzulocken und zu ruinieren pflegt. Man hatte den Eindruck, die Palmen Luganos müssten die Nebeldecke stützen. Und der grosse Brunnen auf der Piazza goss stolz sein Wasser, als ob er sich vom grossen Regen nicht hätte beleidigen lassen wollen.



Sprachen lernen - und kommatieren.. ;-)

 Lieber ...,

Uff..! So viel Statistik auf einmal. Und noch dazu willst du mir zeigen, wie unwichtig die Sprachen sind, die ich gelernt habe. :-)

Aber ich bin ganz deiner Meinung. Englisch und Spanisch sind eine gute Wahl für eine deutschsprachige Person. Ich wollte, dass Anna hätte Russisch lernen sollen statt Italienisch. Sie hat es auch gewählt, aber leider ist dann keine Gruppe zustande gekommen. Sogar Französisch als Anfängersprache gab es in diesem Jahr nicht, weil zu wenige Schüler es gewählt hatten. Das ist ein Trend bei uns in Schweden. Französisch nimmt immer mehr ab zugunsten von Spanisch. Und da man vor einigen Jahren bestimmt hat (von oben), dass die Schüler des Gymnasiums auf der technischen Linie nur Englisch lernen müssen und die Naturwissenschaftler nur ein Jahr lang eine Sprache neben Englisch nehmen müssen, so sind die Sprachkenntnisse im Land wesentlich gesunken. Aber Englisch spricht man meistens ziemlich gut. Es hat auch damit zu tun, dass man immerzu Programme in englischer Sprache im Fernsehen sieht. Viele Schüler sehen sich täglich die ganz banalen und unmöglichen Seifenopern an. Sogar in Annas Studentenwohnung tun sie das noch.
Ich bin froh, dass ich gerade Deutsch und Französisch studiert habe. Es sind die Sprachen, die ich brauche, wo ich eventuell hinreise. Ein bisschen Spanisch habe ich auch gelernt, als ich schon 30 war. Es war interessant, besonders auch weil ich das Sprachen lernen wieder aus der Schülerperspektive gesehen habe.

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Ach, meine Kommatierung. Ich muss schmunzeln über den "radikalen Modernismus", aber eigentlich ist es pure Dummheit von mir, das weiss ich doch. Ich sage mir, es ist schlimm nicht zu kommatieren und noch schlimmer falsch zu kommatieren. Und so pendle ich eben ein wenig hin- und her zwischen diesen beiden Varianten. Vielleicht werde ich das Problem mal angreifen. Vielleicht.. Übrigens habe ich von dir gelernt einen Satz mit "und" zu beginnen. Konnte ich vorher nicht.
*
Ich habe also meinen harten Dienstag hinter mich gebracht. Und wie du weisst, ein harter Tag ist nur halb so hart, wenn er hinter einem liegt. So geniesse ich eigentlich meine freien Stunden besonders an diesem Tag.


Und jetzt wünsche ich dir noch einen schönen Abend und mir ein Mail, ein baldiges, wenn möglich.

Mit einem lieben Gruss,
Marlena

Montag, 1. Dezember 2025

9. Dezember Anno dazumal - pure Nostalgie

  

Basel Weihnachtsmarkt


Reiseziel Basel? - Nobelmenue -  Feierabendstunden -  Re: bald Nacht


Ämne: Malou again
Datum: den 9 december 10:53

Liebe Malou
Ja, wenn ich es nicht schwarz auf weiss gesehen hätte, weil Du es zurückgeschickt hast, so würde ich es nicht glauben. Malou zu Maou: es kann sich dabei nur um eine momentane Schwäche des rechten Ringfingers handeln. Solche Schwächen gibt es bei Menschen, wie Du sicherlich weißt.   ...

Nein, im Ernst, diesen hübschen und kompakten Namen will ich doch nicht ändern. Er hört sich an wie ein Französisch-schwedischer Mischkonzern ;-) Ich mag ihn ganz einfach, aber definitiv mit dem nötigen L.
*
Ist eine prima Idee nach Berlin zu fahren! Dort ist bestimmt einiges los. Aber es gibt natürlich noch viele andere hübsche Städte. Ich kann dir gar nicht aufzählen, welche es da noch gibt, sonst werde ich unruhig unter dem Hintern. Ich war noch nie in München. Bloss das olympische Gelände hatte ich besucht bei einer Durchfahrt. Und dabei haben wir einen Münchner, einen Bierbrauer, in unserem Club. Wir hatten schon mal darüber gesprochen, dass er für einige von uns eine Führung in seiner Heimatstadt machen könnte. Aber es ist dann doch nie dazu gekommen. Und mittlerweile ist er etwas älter geworden. Er ist klein, aber er liebt es, sich schick anzuziehen. Und dann geht er ohne seine Frau in den Strassen flanieren. Letzthin habe ich ihn an der Universität getroffen gleich nach dem K-Lunch. Ich glaube, er geht dorthin, um in irgend einer hochkarätigen Vorlesung ein kleines Nickerchen zwischen jungen Studentinnen zu machen. So was würde ich ihm schwer zutrauen. Er hat von seiner biertrunkenen Stadt natürlich auch den gewissen Charme mitgebracht. Und er möchte ihn auf universitätsniveau austesten. Ist doch - letztlich - begreiflich, nicht wahr?
*
Weshalb macht Ihr Euren Ausflug nicht nach Basel? Seit Donalds Bildervortrag in Tschechien weiss ich, dass die Stadt ein absolutes Kultur-Konzentrat darstellt. Sie haben innerhalb von 27 Quadratkilimeter 30 Museen. Stell Dir das vor! Es gibt Museen wie Pfützen. Und es gibt eine feine Altstadt, die im Moment auch mit einem Weihnachtsmarkt überfüllt ist. Es gibt um die 5 oder 6 Buchläden. Na ja, das sind die, die ich kenne. Es gibt in der Umgebung mehr, zB. jenes nette kleine Buchlädelchen in Arlesheim, wo sie alles haben und wo du eine allerbeste Beratung bekommst, wenn du willst. Es gibt das hübsche Münster ob dem Rhein, mit dem Ausblick auf Kleinbasel und den Rhein. Dort oben spielt ein Teil meines Romans, den ich im Kopf habe. Na ja, halbwegs im Kopf. Es gibt das hübsche Café Schiesser, von dem man so gemütlich auf den alten Marktplatz hinunter sehen kann. Dort trinke ich eine Schokolade zur Lektüre der NZZ am Wochenende. Und es gibt das neue Theater, das der Stadt die Millionen weg frisst. Ach, man kann sich in Basel bestimmt wunderbar die Zeit vertreiben und in irgendwelchen romantischen Altstadtgässchen verloren gehen. Und wenn ihr im Radisson, in unserem Club-Hotel, wohnt, dann ist das bestimmt keine schlechte Absteige. Es gibt sogar ein Bad im Haus. Aber das Essen, wie Du Dich bestimmt erinnerst, ist nicht grossartig. Essen müsstet ihr in der Kunsthalle, Ss Lokal. Sie haben einen exzellenten bürgerlichen Service, lange schwere Tischtücher und einen riesigen Blumenstrauss in der Mitte auf dem Tisch. Man fühlt sich dort ein bisschen wie in jenen Restaurants, die man auf impressionistischen Bildern des 19. Jahrhunderts sieht. Und es liegt alles gleich neben dem berühmten Tingueli-Brunnen,



 diesem lebendigsten aller Brunnen, der gleich neben dem Theater dahinspritzt und -schleudert und -plätschert und immer viele Besucher anzieht. Wenn er im Winter eingefroren ist, gibt er bei Sonnenschein ein märchenhaftes Bild ab. Da müsstest Du Deine Kamera zücken. Natürlich könntet Ihr auch im Drei Könige übernachten, dem noblen Hotel am Rhein, in dem schon Napoleon und auch Goethe übernachtet haben sollen. Aber dort ist es noch eine Idee teurer und das Essen, was wir mal mit dem Club dort hatten, war nicht umwerfend. Zoe Jenny, die junge Basler Nachwuchsautorin, soll ab und zu dort eine Suite gemietet haben, um schreiben zu können. Sie ist ziemlich bekannt und ziemlich jung. Ich kann sie ein bisschen verstehen, dass sie sich mit aussergewöhnlichen Atmosphären aufzuputschen versucht. Vielleicht wiegt sich immer noch das Bücherschiff im Rhein, das gleich vor dem 3-Könige anzulegen pflegt. Auf diesem Schiff macht die Bibliothek, für die ich rezensiere, jährlich eine Ausstellung mit Kinder- und Jugendbüchern für Jugendliche, Kinder und Schulklassen. Es gibt dabei Reden, Vorträge, Wettbewerbe, kleine Theaterspiele und vieles mehr. Gar nicht zu sprechen von der hübschen Umgebung Basels … etwa den wunderschönen Rokoko-Dom in Arlesheim, mein Lieblingsstück, so süss, dass ich mir echte Caries geholt habe, die römischen Ausgrabungen in Augst, die netten Dörfer im Elsass, wo man schon französische Ambiance schnuppert und einen prima Gewürztraminer trinken kann.
Ach, ich bin sicher, Ihr würdet Euren Aufenthalt noch verlängern. Ich glaube nicht, dass ihr nach 3 oder 4 Tagen wieder in den kalten Norden heimkehren würdet. Ihr würdet bestimmt zusätzlichen Urlaub eingeben, um noch mehr von dieser Brise in der Nordwestecke der Schweiz zu bekommen. Aber dafür könnte ich natürlich keine Verantwortung übernehmen.
*
Ich muss los
und wünsche Dir alles, was Du willst.
G+K
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Ämne: Das Menue ...
Datum: den 9 december 18:03

Nobelbankett

Der Duft von Rahmspinat, der den Gästen in die Nase steigt, führt dazu, dass der eine oder andere Nobelpreisträger seine Aufmerksamkeit nicht dem Redner auf dem Podium schenkt, sondern dem duftenden Teller, der vor ihm steht. Man schreibt das Jahr 1954 und Ernest Hemingway wurde gerade der Nobelpreis in Literatur verliehen. Einen noch größeren Erinnerungswert als die Rede an diesem Abend hat die herrliche geräucherte Lachsforelle, die Artischocken mit Trüffel und als krönender Abschluss – die berühmte Eisbombe. Auch heute spricht man enthusiastisch vom Essen am Nobelbankett, dessen Menüfolge bis zum letzten Tag geheim gehalten wird.

Um sich ein richtiges Nobelmenü schmecken zu lassen, muss man jedoch weder in Physik noch in Literatur einen Nobelpreis gewinnen. Im Stadshuskällaren in Stockholm, der unter dem Blauen Saal (Blå Hallen) liegt, in dem das Nobelbankett stattfindet, werden auch Normalsterblichen das ganze Jahr über Nobelmenüs serviert. Für 1285 Kronen können Sie sich eines der Gerichte bestellen, die der königlichen Familie im Laufe der nunmehr hundert Jahre zurückgehenden Nobelpreisverleihung serviert wurden. Meist bestellt man sich das neuste Menü. Wenn man Geburtstag hat, isst man gern die Menüfolge, die in dem Jahr serviert wurde, an dem man zur Welt kam. Firmen bestellen häufig das Menü, das in ihrem Gründungsjahr serviert wurde. Viele ausländische Besucher wählen das Gericht, das ein Nobelpreisträger aus deren Land gegessen hat. Am beliebtesten ist das Menü aus dem Jahr 1994, in dem Kenzaburo Oe aus Japan der Nobelpreis in Literatur verliehen wurde. Das Menü, das unter anderem eine würzige Roulade aus Entenbrust, Mango und Mangold sowie Kalbsfilet mit Salbei und Pilzen enthält, wurde bereits mehr als 25000 Mal serviert. Und seine Beliebtheit hat dazu geführt, dass der Stadshuskällaren das Menü auf Japanisch drucken ließ. Außer drei Gängen gehören zum Nobelmenü Champagner, Rotwein, Dessertwein, Kaffee und Mineralwasser. Als I-Tüpfelchen werden die Gerichte auf dem schönen Nobelservice serviert. Leider kann das Lokal jedoch nicht alle Nobelmenüs anbieten. Trotz umfangreicher Forschungsarbeit konnte nicht ermittelt werden, was in den Jahren 1905, 1906, 1908, 1923 und 1924 serviert wurde.

Bei einigen Menüs schiebt auch das Gesetz einen Riegel vor. Die Schildkrötensuppe, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einige Male als Vorspeise serviert wurde, ist heutzutage verboten, weshalb man stattdessen eine „falsche Schildkrötensuppe“ serviert. Das einzige, das im Stadshuskällaren beim Nobelmenü neben der königlichen Familie und den Preisträgern fehlt, ist die ungeheure Maschinerie, die hinter den jährlichen Festlichkeiten steht. Die Bedienungen, die beim Nobelbankett arbeiten, und zusammen eine Schlange von über hundert Metern bilden, brauchen ganze 5 Minuten und 40 Sekunden, um sämtlichen Gästen das Essen zu servieren. Hierzu kommen Zigtausend Teller und Schalen, ein halber Kilometer Tischdecken, 25000 Schnittblumen, die in üppigen Gestecken arrangiert sind, und 45 Personen, die nichts anderes tun als Weinflaschen zu öffnen. Allein der Abwasch nach dem Bankett dauert ca. 1 Woche. Trotz der unglaublichen Koordination und Planung, die das Fest erfordert, kam es bislang noch nie zu größeren Zwischenfällen. Ihnen steht heute der Sinn nach königlichen Leckereien? Pech gehabt, leider müssen Sie das Abendessen fünf Tage im Voraus buchen – auch hier ist also Planung angesagt!

Das erste Nobelmenü von 1901
Hors d´oeuvres Pochiertes Glattbuttfilet mit Trüffel und Weißweinsoße. Gebratenes Rinderfilet Imperial, gebratene Haselhuhnbrust in Madeirasoße. Nobeleisparfait, Fruchttortelette.

… und das jüngste
Hummer und Blumenkohlröschen auf Blumenkohlpüree, Krabbengelee und Meereskorallensalat. Nobelbrot. Gänselebergefüllte Wachtel mit Steinpilzragout, sonnengetrockneten Tomaten, frischem grünem Spargel, Madeirasoße und Kerbelpüree. Vanilleeis und Johannisbeerparfait auf dünnem Meringenboden mit Karamellflan. Dazu wurden folgende Getränke gereicht: Champagner Pommery, BRUT I´Hospitalet de Gazin 1998, POMEROL Bernkasteler Graben Riesling Eiswein 1999, MOSEL - SAAR - RUWER Mineralwasser, Kaffee.


Autor Josefin Ekman
Foto vorherige Seite: Gunnar Ask/PRESSENS BILD

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Ämne: feierabendstundensindnah
Datum: den 9 december  18:32

Liebe Malou

Jetzt ist kaum 17.00h und schon draussen dunkel. Drüben, im Café haben sie eine Weihnachtsdekoraton eingerichtet. Und es wirkt ganz gemütlich und freundlich von draussen gesehen. Aber ich wage mich kaum in Restaurants oder Cafés hier im Ort. Als Angestellter des Staates soll man nicht den Anschein machen, man würde in der Zeit, die einen die Bürger finanzieren, öffentlich herumtrinken. Na ja, ist ein bisschen streng gedacht, hat sich aber bewährt. Wenn ich daran denke, wie oft ich als Student in Cafès und Restaurants gesessen habe, dann reut mich schon fast das Geld. Aber ich kann mich damit trösten, dass der Kaffee damals noch Fr. 0.80 kostete (heute in Basel Fr. 3.50 bis 4.00 oder mehr).
Hier in L gab es früher eine kleine Conditorei, wie man sie sich nach dem Song (besser Schlager, wie man früher sagte) vorstellen kann. Vorne war ein kleiner Laden mit Süssigkeiten, Konfekt und Pralinen. Ich hatte mal aus dem Militärdienst meine Oma besucht und dort Pralinen für sie gekauft. Man hatte mich jungen Leutnant fast wie einen Kriegshelden behandelt und flattiert und umworben. ich kam mir merkwürdig vor, war ich doch gerade von Yverdon hergereist, aus jenem französisch sprechenden Ort, wo man das Militär gar nicht besonders mochte. Ich konnte mir das damals nicht erklären, aber heute weiss ich vielleicht, wie das gekommen sein könnte. Die jungen Offiziere der Kaserne gingen abends gerne ins Pâon, jenes Dancing, das gleich in der Nähe lag. Dort wurden sie oft von Einheimischen angepöbelt und runter gemacht. Einmal sollen die Einheimischen einem Offizier in den Hut geschissen haben, wie man hörte. Ich selbst habe nie schlechte Erfahrungen gemacht. Ich glaube, es war im wesentlichen der Neid der jungen Männer, die den Eindruck hatten, bei den heimischen Mädchen nicht mehr genügend succès zu haben. Es gab in einigen Bars und Cafès wirklich charmante welsche Mädchen, in die man sich in dieser holperigen und harten Zeit des Militärs gerne verliebt hätte. Ich kenne einen, auch einen Visper, der ein solches Mädchen später geheiratet hatte. Doch das war nicht in Yverdon, das war in Vallorbe, am äussersten Ende der Schweiz, ungefähr dort, wo sich Füchse und Hasen gute Nacht wünschen. Und er war schon immer ein merkwürdiger Typ gewesen. Vielleicht ist er heute in Südamerika? ;-()

Also, dieses Café hier war so was von altmodisch, eigentlich nur ein dunkler Gang mit kleinen Lämpchen an den Wänden und kleinen Tischchen. Es sah alles so intim aus, dass man kaum wagte, ohne eine weibliche Begleitung einzutreten. Es schien mir, dass das absolut für Einheimische reserviert wäre. Doch ich wollte ja nicht da hinein, ich wollte zu meiner Oma. Die war auch sehr stolz auf meine Uniform und ist gerne mit mir ins Städtchen gegangen. Aber an Sonntagen war da ohnehin nicht viel los.

 Ach, ich bin in diesen Abendstunden mit meinen Gedanken abgekommen. Dabei wollte ich bloss erzählen, wie die Schaufenster drüben in der Drogerie jetzt glänzen und gleissen in dieser Weihnachtszeit. Und natürlich hat man auch die Strassenbeleuchtung verändert.
*
Ich muss jetzt heim, es ist Zeit geworden.
Mit lieben G+K
....
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Ämne: ..und die Nacht nicht mehr sehr entfernt..
Datum: den 9 december 21:53

Lieber ...,
Wie schön, dass ich nicht zwischen "Mjau" und "Muuu" gelandet bin. Kann also wieder ausatmen. Und natürlich liegt die Betonung auf der letzten Silbe. Ist ja doch französisch. :-)

Ich hatte Konferenz am Nachmittag und kam erst spät ziemlich müde nach Hause. Vielleicht auch müde, weil ich gestern so böse war, dass ich nicht einschlafen konnte vor so 2 Uhr nachts.

Die Konferenz war teilweise ein bisschen hitzig aber im übrigen benahmen sich die Anwesenden wie sont.. d.h. wie Schafe. Seitdem es gilt mit dem Direktor und seinen Ideen zu flirten um höheren Lohn zu bekommen, wagt niemand mehr eine eigene Ansicht über Dinge zu haben. Menschliche Erniedrigung würde ich es nennen. Na ja, ich habe es überlebt sonst sässe ich nicht hier.

Ach, wie schön du Basel beschrieben hast. Einmal werde ich es besuchen. Das habe ich mir versprochen. Aber wann und wie.. das weiss ich noch nicht. Wir hatten früher ein herrliches Videoprogramm, in dem man den Rhein von seiner Quelle hoch oben in den Bergen bis ans Meer verfolgen konnte. Ich habe es leider damals nicht gekauft für die Schule, was ich heute sehr bereue. Hoch oben auf der Alp sah man bauern, die Rätoromanisch sprachen. Es hatte einen schönen eigenartigen Klang. Dann sah man, wie sich der Rhein, wie ein wilder Teenager austobte um später im Bodensee wieder Ruhe zu finden. Dann kam man auch nach Basel. Da erinnere ich mich noch an die Wasserkunst und die schönen Häuser. Ich würde es sehr gern wieder ansehen, jetzt wo Basel etwas ganz besonderes für mich bedeutet. Die Stadt, auf deren Strassen mein Mausgeliebter herumflaniert.
*
Diesen Ausdruck "wo sich Füchse und Hasen gute Nacht sagen" finde ich so lustig. Das tun sie nämlich gerade hier hinter unserem Haus. Die Hasen sieht man oft im Winter und im Frühjahr und die Füchse hört man in der Ferne. Du weisst, wir wohnen, obwohl sehr zentral, doch sehr ländlich. Diese Kombination hat uns immer schon gut gefallen.
*
Meinst du "der" Visper wäre es gewesen, den du gekannt hast? Das glaube ich kaum, denn dieser hat in Australien und Südafrika gelebt und später in Südamerika, wo er eine Indianerin geheiratet hat.
*
Ach, wie herrlich der Artikel von dem Nobelessen! Ich danke dir dafür. Und wenn du hier wärest, würde ich dir auch zeigen, wie es auf den Tellern ausgesehen hat, denn ich habe fast jedes Jahr ein wenig von diesem grossen Bankett auf Video aufgenommen. Und dann könntest du sehen wie alles strahlt und glitzert und die schönen Abendkleider der Damen bewundern. Die Unterhaltung, die wie das Essen bis zuletzt ein wohl verborgenes Geheimnis bleibt, ist auch immer erstklassig. Und dann kommen die Reden der Preisträger. Manche sind sehr humoristisch. Und da ist vor allem die grosse Freude, die alle ausstrahlen an dem Fest. Sie steckt einen geradezu an. Ich würde es gern mit dir ansehen. Ich glaube du würdest darauf reagieren, wie auf NY.
*
Ach, ist das wirklich so? Du hast einen halben Roman im Kopf? und die andere Hälfte auf Papier oder PC? Das freut mich riesig. Erzählst du mir mehr davon? Oder braucht es seine Ruhe?
*
Ich muss noch ein wenig für morgen vorbereiten. Mittwochs stehe ich schon um 7.50 Uhr im Klassenzimmer.

So grüsse ich dich lieb und freue mich schon auf dein nächstes Mail. Ja, das wünsche ich mir am meisten von allem: Mails von dir. Ich bin süchtig geworden.
S+K
Malou





Lustige Frage

 Ämne: Gräuliches Grau in Grau

Liebe Marlena
Heute morgen schreibe ich in die blaue Luft hinaus. Oder vielleicht besser in die graue. Das Hotmail ist stur und unbeweglich wie eine schweizerische Hochgebirgskette. Und das Tiefblau des Hintergrundes hilft mir gar nicht dabei.

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Lustige Frage, ob ich mein Herz in Tschechien verloren hätte. Habe ich denn ein Herz zu verlieren? Ich meine, ich lass doch meine Dinge nicht einfach so herumliegen, wie zerstreute Damen ihre Handtaschen oder ihre Nastüchlein! Nein, alle Leute hier waren einigermassen erstaunt, wie ich über Prag und die zwei Provinzstädte erzählte, nachdem sie vielleicht meine begeisterten Berichte über N.Y. noch im Ohr hatten. Sie haben gedacht, ich wäre jedes Mal so begeisterungsfähig. Nein, Tschechien hat mich wirklich nicht umgehauen. Obwohl es bestimmt sehr nette Menschen gibt, sind die Menschen dort drüben nicht gerade mein Fall. Ich mag zwar Männer, die nicht zu hart sind, sehr wohl, wie jenen Arzt beispielsweise. Aber er war mir dann schon wieder ein bisschen zu lose, wie er so in seinem Stuhl hing und seine Aussagen dahinbröselte. Es scheint mir - nach all dem, was ich gesehen habe - dass es die Frauen sind, die im postkommunistischen Osten das Leben in der Hand haben und die Feder führen. Männer hatten überall eine mehr oder weniger untergeordnete Rolle gespielt. In den Gesprächen waren sie deutlich einsilbiger als die Damen. Natürlich waren sie auch in der Minderheit. Vielleicht war die Auswahl nicht gerade repräsentativ. Aber so habe ich das erlebt. Im Club Louhy gab es, wenn ich mich recht erinnere, 4 Männer: einer war der deutschstämmige Chilene mit seiner lustigen Frau; ein anderer war ein Engländer, der ebenso als Bauer arbeitet; ein dritter der ehemalige Bürgermeister; und schliesslich war da noch der Besitzer des Hotels, wo wir wohnten, der den ganzen Abend kaum ein Wort gesprochen hat. Alle übrigen Personen waren Frauen. Und sie waren einigermassen scheu und wohl erstaunt, dass hier Männer von einem fremden Stern daherkamen und mit ihnen plaudern und Gedanken austauschen wollten. Sie waren wirklich ein bisschen scheu, wie bei uns die Leute, die aus den hinteren Tälern stammen und jahraus-jahrein niemanden zu Gesicht bekommen. Und wo, so frage ich Dich Malou, wo in aller Welt sollte man in jener verregneten, hügeligen Landschaft mit den schweren Wolken und den melancholischen Gesichtern ein Herz verlieren? In Prag, vor jenem Glockenturm, wo alle Stunden zwölf Apostel die Runde machen um ihre Kneipe zu wechseln haben mich vier lustige Mädchen gefragt, ob ich sie mit ihrer Kamera knipsen würde. Sie waren nicht sonderlich hübsch, aber lustig und vital. Sie waren, wie sich herausstellte, Spanierinnen. Aber nicht mal die Spanierinnen zeigen in Tschechien den Reiz, den sie in ihrem eigenen sonnigen Land haben. Es gab auf diesem Platz (war es der Altstädter-Platz?) überall Weihnachtsstände, wo man Glühwein kaufen konnte. In der Mitte baute man mit echten schweren Eisbrocken eine Eisfläche, wo man vielleicht später im Dezember schlittschuhlaufen konnte. Und da stand auch ein grosser, geschmückter Weihnachtsbaum. Es war zweifellos so etwas wie Vorweihnachtsstimmung. Aber es wirkte alles ein bisschen kommerziell. Es gab sehr viele Kneipen und Wirtschaften und Restaurants. Ach, ich weiss nicht genau, aber es hat mir jedenfalls nirgendwo mein Herz geraubt.
*
Ach Malou, nein, mein Gedächtnis ist wirklich nicht mehr, was es war. Ich war selbst erstaunt, wie viel ich Dir über Tschechien erzählen konnte, denn ich hatte anfangs den Eindruck, es gäbe da wirklich nicht allzu viel zu berichten. Und wenn ich nicht angefangen hätte, wäre wohl alles im Vergessen verloren gegangen. Ich stelle fest, dass ich Dir gewisse Dinge erzähle, und später erzähle ich die Dinge ganz ähnlich meinen Leuten. Wenn ich sie nicht geschrieben hätte, kämen sie mir gar nicht mehr in den Sinn. Die Mails sind meine Rettung, musst Du wissen, andernfalls würde ich der absoluten Amnesie anheim fallen.

(---)

Ich glaube, ich muss ans Telefon.
Deshalb wünsche ich Dir einen feinen Donnerstag. Vielleicht kannst Du ja nochmals liegen bleiben bis 9.00h.
Mit GundK
...