Freitag, 22. Oktober 2021

Die Tauben und die Ewigkeit

Hey, liebe wortkarge Malou

Wir haben hier knallblauen Himmel und eine Wärme, die schon an Badehosen und an Sonnencrème, wenn man hinausschaut. Aber die Bäume sind noch nicht so weit. Sie tragen noch keine Blätter. Aber die Tauben, ich sag dir, die Tauben die treiben es wie im Sommer auf dem Markusplatz. Heute Morgen habe ich zwei auf dem Bahnhofperron beobachtet. Es war ein Paar, wohl monogam. Sie haben die Brosamen der Morgenpassnten gesucht. Heute, in einer Zeit der Singles und der Zeitnot, frühstücken die Menschen ja in der Eisenbahn, nippen aus einem heissen Becherlein ein paar Tropfen Kaffee, lassen die Brosamen auf den Polstern liegen und derangieren die anderen Fahrgäste.

Na also, die Tauben waren eifrig. Wenn sie in raschem Schritt vorwärts gehen, arbeitet der Kopf in aller Eile vor und rückwärts. Wie ein Hebel. Man müsste annehmen, dass ihnen schwindlich wird. Sie waren also eifersüchtig. Wenn die eine was gefunden hat, kam die andere rasch auch herbei und wollte erben. Wenn die andere eigene Wege ging und es schien, sie hätte was gefunden, kam diese schnell herbei. Sie waren in einem raffinierten System von kleinen Eifersüchteleien aneinander gebunden. Hoffentlich gehen sie sich nicht auf die Nerven! Ich glaube nicht, dass sie erwarten, glücklich zu sein. Sie wollen bloss essen und Nachwuchs kriegen, oder? Ein anderes Ziel hat ihnen die Evolution nicht zugedacht. Oder hat sich hier der Papst in anderer Weise dazu geäussert? Er findet ja die Evolution eine höchst fragliche Angelegenheit. Na ja, kann man verstehen, er ist ja nun ein Spezialist für Ewigkeiten. Und diese muss man sich vorstellen als gleichbleibende Blöcke, die weder wachsen noch schmelzen, einfach so daliegen, eben ewig. Vielleicht gibt es nichts langweiligeres als die Ewigkeit. Möglicherweise noch die Halbwertzeit. Aber schon die Sommerzeit ist wirklich viel spannender und vielversprechender als die Ewigkeit.

Also die Tauben und die Ewigkeit. Daraus liesse sich eine pikante Geschichte schreiben, oder? Ich muss in meinem Schlafzimmer den Arbeitstisch aufstellen und mich langsam wieder betätigen. Aber vorher sind noch die Schachteln aus dem Gang zu entfernen. Die Abende sind einfach so kurz. Ich höre im Moment gerne französische Chansons. Das ist der Nostalgie-Komplex, den ich habe. Auf der anderen Seite höre ich Pavarotti und diese Art von sängerischem Herkules. Wenn man den Ton aufdreht, bis die Wände mitsingen, ist das echt toll. Neben mir wohnt eine ältere Frau. Vielleicht kann ich sie noch ein bisschen in Schwung bringen. Ich bin ihr am Wochenende im Gang begegnet und habe mich vorgestellt.

Jetzt muss ich. Ich habe eine Sitzung
Noch einen schönen Tag Malou
Gs und Ks in Qs 

 


(14 März 2007, 10:40)



Montag, 18. Oktober 2021

Sonntag, 10. Oktober 2021

Illusionen??


Ämne: die Illusionen auf dem Kartoffelkarren


Liebe Marlena

Wo ich meine Illusionen verloren habe? Illusionen über die Menschen?
Na ja, das ist wie wenn Du mit einem Karren voller Kartoffeln über einen holperigen Weg rollst. Sie fallen ja nicht gleich alle zusammen vom Karren, sondern springen einzeln da und dort herunter.
Aber ich habe nicht ein schlechtes Bild von den Menschen. Das bestimmt nicht. Und ich habe im Leben wirklich eine Menge Menschen kennengelernt.
Weißt Du Marlena, ich habe den Eindruck, dass es sehr von der Distanz abhängt, wie man Menschen wahrnimmt. Kennt man sie nur aus Entfernung, oder kennt man sie in einem sehr persönlichen Rahmen. Das ist die Frage. Es gibt doch auch diesen merkürdigen Riss durch die Welt, den jeder von uns selbst erleben kann, diese unüberbrückbare Diskontinuität zwischen meiner Innenwelt und der Aussenwelt. Man könnte grob sagen, das eine sei die private, das andere die öffentliche Welt. Aber es stimmt hier auch nicht ganz. Die Sprache, nota bene, wie Wittgenstein nachweist, ist eine durch und durch öffentliche Angelegenheit. Es gibt nicht die Privatsprache, nur für mich selbst, so, wie sie Bichsel in der Kindergeschichte "Ein Tisch ist ein Tisch" vorgeführt hat. Das ist keine Sprache mehr.
Ich habe in den letzten Jahren einige Biographien gelesen und ein wenig studiert. Am liebsten hatte ich die Lebensgeschichten von Malern, die auch illustriert waren mit ihren eigenen Gemälden. So konnte ich irgendwie die Werke mit dem Leben des Malers in eine Verbindung bringen. Kunstgeschichtlich ist ja das Leben des Malers ziemlich irrelevant. Aber psychologisch ist es interessant. Und wenn man dann diese Lebensläufe, diese Krisen und Stürme und Liebschaften und Katastrophen und Höhepunkte und Seligkeiten sich anhört, und daneben die öffentliche Rolle sieht, die sie gespielt haben und die mit Gemälden belegt ist, dann gibt es doch sehr erstaunliche Phänomene.
Schau mal Dali an, dessen Biographie ich gerade auf meinem Nachttischchen habe! Er war ein armer Wurm. Er hatte soviele Ängste und Unsicherheiten. Er war ganz und gar von seiner Frau Gala abhängig, die ja auch in seinen Bildern immer wieder auftaucht, eine Russin, die ein sehr extravagantes Sexualleben geführt haben soll, während von Dali gesagt wird, er wäre ein Autoerot gewesen. Das heisst wohl, er hat sich meist selbst mit sich selbst befriedigt. Das ist ja doch schon eine echte Kunst, würde ich sagen. Und er muss seiner Gala echt hörig gewesen sein. Sie haben viele Bilder gemeinsam signiert, obwohl er sie gemalt hat, er im engeren Sinne sozusagen. So ist der arme Kerl stets am Trichterrand zur Psychose gewandelt, hat diese Tatsache genutzt für seine Bilder. Aber ich bin sicher, das war nicht das reine Vergnügen. Er war ein echter Spinner und hat sich mit seinem Vater schwer verkracht und hat offenbar auch enorm darunter gelitten.
Und wenn man bloss Dalis öffentliches Leben anschaut, hat man den Eindruck, er wäre ein berühmter Maler gewesen, der sein Leben geschäftstüchtig inszeniert hat, jede Menge vor dem Publikum der Oeffentlichkeit Theater gespielt, aber alles in allem ein genialer Held, der diese fantastischen und eindrücklichen Bilder gemalt hat, die jeder im Gedächtnis hat. Man denkt, er sei der grossartige und selbstbewusste Schöpfer dieser Ikonen des frühen 20. Jahrhunderts.
Was jetzt nun, ein genialer Held oder ein armer Wurm? Ist eben eine Frage der Distanz der Wahrnehmung. Und in der Oeffentlichkeit verzerren vielleicht die öffentlichen Vorurteile und Legenden unseren Blick und im Privaten sind es dann wohl unsere persönlichen Gefühle und überwertigen Ideen und familiären Neurosen, die das Bild trüben.
Ich habe kein schlechtes Bild von den Menschen. Und ich bin immer wieder berührt und beeindruckt von der Liebe der Mütter zu ihren Kindern. Ich glaube, das ist die stärkste Kraft auf unserer Welt. Bei Vätern merkt man gelegentlich auch viel Liebe, aber nicht so oft wie bei den Müttern. Und wenn diese Mutterliebe nicht wäre! Stell Dir die Welt vor. Es wäre der wahre Dschungel und Krieg und Egoismus! Die Menschen hätten kein Feingefühl und keinen Respekt und auch keinen Zusammenhang. Es sind bestimmt die Frauen, die dieses Positivum in der Welt vertreten und unterstützen und pflegen. Und es ist wohl in allen Kulturen so. Die Leistungen der Frauen für den Bestand unserer Welt sind bei weitem höher einzuschätzen als diejenigen der Männer. Wenn man das mal so auf eine einfache Buchhaltung reduzieren will. Und es ist, nach all dem, was wir hier unten wahrnehmen, überhaupt nicht einzusehen, weshalb der liebe Gott denn nun unbedingt so etwas wie ein Mann sein sollte.
Wir haben in unserem Dienst vor Jahren mal eine Fortbildung gemacht mit einer Feministin. Und sie hat erzählt, dass sie mit ihrer kleinen Tochter abends "zur Göttin" betet. Fand ich lustig, instruktiv und auch mutig.
*
Kurz und gut, meine Illusionen liegen an den Rändern meines Lebensweges wie Kartoffeln, die vom Karren heruntergekollert sind. Aber ein paar sind wohl immer noch oben geblieben. Und das spricht doch auch für den Karren, oder nicht?
Ich küsse Dich innig, meine barocke Mausfreundin
...

PS: wollen wir doch keinen Indizienprozess beginnen, wer wem zuerst die Liebe angedeutet habe. Es geht mir da wie den alten Römern, die in ihren Zitaten immer sehr ungenau waren, einfach weil sie die Mühe scheuten, ihre Pergamentrollen aufzurollen und das Zitat wörtlich zu suchen und nachzulesen. Es ist einfach schön, sich zu erinnern, wie das ganz zart und sachte entsteht, und wie man auf jede Geste und Wendung achtet, die auf ein Mehr hindeuten könnte. Und wenn solche Ahnungen und Gefühle entstehen, ist man ganz zufrieden und hell. Aber es ist doch nicht Geschichte, Marlena! Es ist die nackte Gegenwart, bloss ein paar Monate her. Ich küsse dich nochmals.

Sonntag, 3. Oktober 2021

10 september 2001

 

Ämne: Hotchpotch
Datum: den 10 september 2001 13:18

Lieber ...,
Ich habe heute keinen Unterricht. Eigentlich hätte ich wohl mithelfen können an dem speziellen Tag den der Schülerverband arrangiert hat, aber da ich erkältet bin brauchte ich es nicht zu tun. Und nun befinde ich mich also in der Situation die du so schätzt: Ich bin frei und habe ein Alibi richtig faul zu sein. ;-))
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Ach warum bittest du mich dauernd um etwas das ich selbstverständlich finde. Anfangs wäre es natürlich leichter gewesen für mich wenn ich P ganz einfach seine Frage, wer der Visper ist hätte beantworten können. Ich habe ziemlich viel gelogen deinetwegen und habe mir auch weniger schöne Dinge anhören müssen wegen meiner Verschwiegenheit. Aber das liegt nun weit zurück und nichts könnte mich dazu bewegen ihm deine Identität zu verraten. ICH will es selbst nicht und damit ist auch keine "Versuchung" vorhanden.
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Habe ich gesagt du könntest Rilke imitieren? Das doch nicht. Aber seine Art wie er diese "Bibliothèque Nationale" geschrieben hat erinnert mich sehr an deine Art zu schreiben und aus Spass habe ich mir vorgestellt wie Leute aus meiner Bekanntschaft diese paar Seiten geschrieben hätten und dabei merke ich noch deutlicher deine Verwandschaft mit seiner Sprache.
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Fondue, ja das kenne ich gut obwohl man es hier sehr selten isst. Eine zeitlang war es ein bisschen "in" aber jetzt hat die orientalische Küche die Überhand genommen. War sicher sehr gut! Ich habe am Sonntag noch schnell einen Apfelkuchen gebacken als Nachspeise zu der "Fischsuppe", diese Bouillabaisse, die du schon kennst. Aber ich muss vorsichtig sein mit solchen Speisen denn K kann ihr nicht widerstehen. Immer wieder holt er sich ein Stück davon und es wäre nicht gut für seine Figur.
Ich muss lachen über das was du von deinen Tabletten sagst. Ja, so geht es mir auch.. ich kaufe sie und vergesse sie dann. Nun hast du sie vielleicht schon wiedergefunden und ich warte gespannt auf das Ergebnis. ;-) Übrigens meine ich nicht "irgendwelche" Tabletten. Nur bei Gericomplex habe ich eine ganz merkbare Veränderung gespürt.
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Wolltet ihr nicht schon morgen abreisen? Und immer noch nicht gepackt? Da wirst du heute Abend noch in Zeitnot geraten und ich Arme werde vergeblich auf ein Mail von dir warten müssen. Aber du schreibst doch noch einmal vor der Abreise, ja?
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Jetzt scheint die Sonne plötzlich hinter den dicken grauen Wolken hervor und die Welt sieht gleich ganz anders aus. Speichere auch etwas Wärme für mich wenn du im Iran bist. Ich glaube sie würde mir gut tun.
Ich schicke dir nun dieses "pyttipanna" (ein Mix aus verschiedenen Resten) und wünsche dir noch einen schönen Nachmittag und Abend,
G&K
Marlena 

Dienstag, 28. September 2021

Warum so still?

 

Ämne: Warum so still???
Datum: den 6 september 2001 22:04

Lieber ...,
Verzeih mir dass ich nicht früher geschrieben habe aber das Leiden des kleinen Tierchens hat mir so weh getan. Ich wusste nicht dass einem ein kleiner Vogel so ans Herz wachsen kann. Nun versuche ich den Gedanken an die zwei letzten Tage zu verdrängen.
Es ist so still geworden hier und leer. Vielleicht kannst du es nicht verstehen.
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Und du bist nun schon fest am packen. Es hat mich gefreut von deinen lieben interessanten Reisegefährten zu lesen. Ach, ich glaube ihr werdet eine wunderbare Zeit miteinander verbringen. So ist das Reisen am schönsten, mit guten Freunden, denn man sieht alles auch mit ihren Augen. Sicher wird es nachher sehr viel zu erzählen geben. Vielleicht schreibst du auch ein Tagebuch.. oder?
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Du hast gefragt warum ich so still bin. Ich habe eben auf ein Mail von dir gewartet. Du warst ja "dran", oder? Und ich habe mnich auch gefragt warum du so still bist. :-)
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Ich weiss nicht warum du mir nicht glauben willst aber ich erzähle wirklich nie etwas von dir. Das einzige was ich ihm geschickt habe sind 2-3 Beschreibungen von Visp, z.B. das von dem Markt. Dieses mit dem Scherenschleifer, denn er war gerade dabei seinem "Schützling" das Scherenschleifen beizubringen. Ich fand es ein bisschen merkwürdig, dass ihr gleichzeitig von so ungewöhnlichen Dingen geschrieben habt. Und ich habe auch nur Passagen gewählt die ganz neutral sind. Als er einmal, als du noch zu den Verdächtigten zähltest, fragte ob der Visper jemals die Lonza erwähnt hätte habe ich ihn gefragt was das ist. Ich hätte ihm überhaupt nicht gesagt dass ich mit noch jemanden maile wenn nicht dieses komische Zusammentreffen mit Visp gewesen wäre. Du gehörst zu meiner privatesten Sphäre von der ich nicht mit anderen spreche. Nur Anna weiss, dass es dich in meinem Leben gibt.
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Ach, schreib mir doch.. ich leide wirklich schon sehr an Abstinenzsymptomen.

Mit einem lieben Gruss und einem Kuss (wahlfreie Sorte diesmal)
MSU
Marlena  



Montag, 20. September 2021

Blick durchs Fenster


 unter und auf der alten Baumruine

(mein geliebter Blogbaum)



Donnerstag, 16. September 2021

9 september 2001

 

den 9 september 2001 23:10
Na ja

Liebe Marlena

Nein, ich habe immer noch nicht gepackt. Ich habe zwar angefangen, eine Liste zu schreiben, damit es zum Schluss nicht so lange dauern wird. Und ich habe natürlich schon viele Dinge, die bereit liegen und darauf warten, eingepackt zu werden. Ich bin noch unsicher, was ich an Kleidern mitnehmen soll. Es ist ja immer noch ziemlich warm im Iran. Wir werden einen zweiten Sommer erleben.

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Nee, meine Bemerkungen über Pierro, die ich Dir geschrieben habe, waren einfach eine Notbremse. Früher hatte ich mir nicht zuviele Gedanken darüber gemacht. Aber wenn ich es mir richtig überlege, dann möchte ich es nicht. Gleichzeitig weiss ich doch, wie gross die Versuchung ist. Es ist doch eine solch merkwürige Situation für Dich. Deshalb meine Notbremse. Ich bitte Dich wirklich, das zu respektieren.

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Und bei Onkelchen war ich in der Tat. Ich habe ihm ein Fondue gemacht. Kennst Du dieses Gericht. Es ist typisch schweizerisch, kommt aus der französischen Schweiz. Im Wesentlichen besteht es aus Käse und Weisswein. Man erhitzt die Masse in einem Caquelon auf der offenen Flamme. Und wenn das ganze flüssig ist wie eine dicke Crüme, dann geht man mit Brotwürfeln hinein und dreht die Dinger, damit der Käse nicht auf die Tischdecke tropft. Es ist eine kleine Kunst, es zu essen. Und man kann viel Pfeffer dazu brauchen, und saure Gurken auch. Onkelchen hat es sehr genossen. Und ich eigentlich auch. Es ist ein gutes Menue für kühles und nasses Wetter. Und das war es auch. Allerdings bin ich schon am Samstag hingefahren.

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Ja, ich glaube, wenn ich wollte, könnte ich Rilke schon ein bisschen imitieren. Ich habe den Malte noch nie gelesen. Aber ich hatte früher einmal versucht, Gedichte à la Rilke zu schreiben. Man nennt das im Deutschen nicht "imitieren", sondern "nachempfinden". Doch das ist lange her, und ich glaube nicht, dass meine Produkte so tiefsinnig waren wie jene Rilkes.

*

Am Freitag hatte ich ein Gespräch mit  ...