Samstag, 6. Februar 2016

27/2 - ... Colmar und Wetterbericht


Ämne: schöner Wintertag...immer noch
Datum: den 27 februari 2004 09:03


Liebe Malou
Na ja, man spricht von Trauerarbeit, und so kann man auch von Liebesarbeit sprechen. Mindestens habe ich den Begriff auch schon gehört. Du siehst, die Arbeit nimmt überhand. Und wenn ich das alles zusammen nehme, so ist das beträchtlich viel Arbeit. Es sind Stunden und Stunden, und wenn man einen tüchtigen Stundenansatz rechnen würde, könnte man sich dabei ein riesiges Vermögen verdienen.
Nächste Woche werde ich drei Tage weg sein. Wir fahren in den Schwarzwald. Ich möchte dabei auch den Grünewald Altar in Colmar anschauen, von dem Ungerer behauptet, dass seine Fantasien eigentlich daher kommen. Ich wollte ihn schon seit Jahren mal anschauen, aber ich bin noch nie dazu gekommen. Das Hotel, was wir ausgesucht haben, ist ein einfaches altes Schwarzwald-Holzhaus. Und ich bin sicher, wenn man sich nachts im Bett dreht, knarrt das ganze Haus. Man kann sich bei einer solchen Gelegenheit in drei feien Tagen alle Nerven aufreiben. Wir werden sehen.

Es gibt auch irgendwo in der Nähe eine alte Kirche, die ich mir ebenso gerne ansehen würde. Sie liegt schon in den Vogesen und dort in einem unbewohnten, bewaldeten Tal. ich weiss den Namen im Moment nicht mehr, obwohl sie damals in unserer Schulzeit im Geschichtsbuch abgebildet war. Sie hat mir immer gefallen mit ihrem hübschen Mauerwerk und diesem Kontrast zwischen stolzer Zivilisation und wilder Natur. Diese spätromanische Kirche würde ich mir sehr gerne mal aus der Nähe anschauen. Und im Übrigen können wir vielleicht ins Elsass essen gehen. Sie haben eine wunderbare Esskultur hier in dieser Ecke Frankreichs, die natürlich eine Verbindung aus der deutschen und der französischen Kultur darstellt. Aber wir haben unser Hotel in Deutschland am Fusse des Feldberges. Und wenn es das Wetter will. so werden wir auch noch etwas Schnee finden.

Und heute will ich nochmals rasch in die Bibliothek gehen. Vielleicht ist niemand da, weil wirklich Schulferien herrschen, und dies wohl auch in der Stadt Basel. Ich werde sehen. Ich bin zwar schon noch ein bisschen im Rückstand und habe noch etliche Bücher und Broschüren hier auf meiner Fensterbank, die ich nicht rezensiert habe. Die Regel ist eigentlich, dass man erst dann neue Bücher holen kann, wenn man die alten erledigt hat. Aber bei mir haben sie immer Ausnahmen gemacht. Manchmal brauche ich ein paar neue Bücher, um bei mir eine neue Begeisterung zu schaffen. Und so einen Moment haben wir genau heute.

Möchtest Du noch unser Wetter wissen? Es kommen mir immer Bonnards Agenda-Notizen in den Sinn, wenn ich über das Wetter schreibe. Aber ich habe mich daran gewöhnt, und Du hast es mir auch so erklärt: es ist wie das Hände-Waschen vor einer feinen Mahlzeit, ein Ritual, das den Hunger anspornt und die Vorfreude verfeinert. Na also, wenn ich mir das Haus gegenüber anschaue, muss ich feststellen, dass das Räuchlein aus dem Kamin ziemlich senkrecht aufsteigt. Das heisst, es ist so kalt, dass man zuhause tüchtig heizen muss. Dafür spricht auch die Windstille. Aber der Himmel ist nicht ganz unbedeckt, wie er wäre, wenn es wirklich sehr kalt und beinhart gefroren wäre. Also ein mittleres, durchschnittliches Wetter zum Langweilen. Was will man mehr?
Mit lieben Gs und Ks
...

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Ämne: Freitag - bald Feierabend..
Datum: den 27 februari 2004 14:42


Lieber ...,

Gestern Abend hat es geschneit wie nie zuvor. Die Flocken fielen so dicht, dass sie fast eine weisse Wand bildeten. Es sah aus wie in einem Märchenfilm. Und jetzt ist die ganze Welt wieder weiss. Der Schnee sieht so weich aus, als hätte ihn Frau Holle vom Himmel herunter geschüttet.

Ich habe nicht allzuviel Arbeit. Gestern Abend hat L. angerufen und irgendetwas unbegreifliches gemurmelt, aus dem ich entnehmen konnte, dass unser Direktor lieber allein gehn will zu dem Begräbnis. Ich staune immer wieder über gewisse Menschen. ...
Die Schüler sind schon in alle Windrichtungen verschwunden und so kann ich jetzt gleich nach Hause gehen. Ich könnte noch ein paar Stunden hier rummachen... aber mir fehlt heute die Lust dazu.
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Und du wirst verreisen. Das klingt schön. Ich glaube ein wenig Tapetenwechsel ab und zu schadet nicht. Ich bin mal im Schwarzwald gewesen (...)  Aber das ist schon sehr lange her und ich erinnere mich kaum mehr daran.

Es würde mich freuen, wenn du manchmal meine Fragen beantworten würdest. Sonst habe ich bald den Eindruck mit einer Wand zu sprechen.

Ich wünsche dir einen interessanten Aufenthalt im Schwarzwald. Schönes Wetter, gute Mahlzeiten, ein bequemes Bett und schöne Erlebnisse. Einfacher gesagt: Alles Gute!

Mit lieben Grüssen und einer Grossverpackung Kas, die über die Ferien reichen,
Malou

Freitag, 5. Februar 2016

26/2 - Heimweh und Fernweh

Ämne: RE: schöner Wintertag...
Datum: den 26 februari 2004 14:41

Lieber ...,
Ja, ich bin sicher dass du die Auszeichnung "Held der Arbeit" verdient hast. Oder? Vielleicht arbeitest du garnicht sondern schreibst nur Liebesbriefe in die ganze Welt hinaus.. ;-)
Tut mir leid, dass ich gestern nicht zum Schreiben kam. Es geht jetzt nicht so leicht von zu Hause aus und hier bin ich nicht sicher ob es auch wirklich privat geschehen kann. Nun ja, ich habe nichts zu verbergen und dass ich mich in der deutschen Sprache weiterbilde sollte wohl eigentlich zu einer Lohnerhöhung führen.

Draussen scheint im Moment die Sonne und beleuchtet die dünne Schicht von Puderschnee, der in der Nacht gefallen ist. Ich liebe die Kombination Schnee und Sonne.

Danke für die schönen Bilder, die du mir geschickt hast. Ja, sie erwecken Fernweh bei mir und Heimweh bei dir. Man kann übrigens auch Heimweh in die Ferne haben.. weil man irgendwie fühlt, dass man eigentlich dort zu Hause ist. Als kleines Mädchen hatte ich ein gewaltiges Fernweh in weit entfernte exotische Länder wie Afrika und Indien. Ein solches Bild, wie du mir aus dem Iran geschickt hast, hätte es sicher noch mehr verstärkt. Ich konnte mir im Radio Musik aus diesen fernen Ländern anhören und ich hatte dabei eine riesige Sehnsucht wie nach etwas Verlorenem. Aber vielleicht hatte ich auch nur ein paar gute spannende Bücher gelesen, die diese Maladi verursacht haben.

Jetzt mache ich Lunchpause. Ich werde nach Hause fahren und dort etwas leichtes essen. Wir essen ja jeden Abend einen reichlichen Dinner.

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Und du? Was machst du mit den schönen freien Tagen? Erzählst du mir davon?

Hatte ich den richtigen Herrn Vollard erwischt, oder? Da kann man gut sehen wie verschieden Künstler jemanden portraitieren. Das eine, das von Cézanne glaube ich, muss ihm wohl geschmeichelt haben. Dagegen ist das von Bonnard nicht gerade hübsch anzusehen. Wie hätte Varlin ihn portraitiert glaubst du? Und wie hättest du es getan?

So, nun lasse ich dich wieder. Ich wünsche dir weiterhin schöne faule Tage mit schönem Wetter.
Gs und Ks,
Malou

Donnerstag, 4. Februar 2016

25/2 - Schöner Wintertag - Schwärmerei



das Stockalperschloss an einem Winterabend

Ämne: Schöner Wintertag
Datum: den 25 februari 2004 09:32

Liebe Malou
Heute war ich früh im Büro. Es muss 6.30h gewesen sein. Ich hoffe, sie wählen mich bald einmal zum „Helden der Arbeit“, wie das die Sowjets in alten Zeiten getan haben. Und als Gegenleistung und schönes Privileg sollten sie mich dann für 2 Wochen an irgend ein kaltes Ostbad schicken, wo ich mir eine tüchtige Erkältung holen kann. Ach, die Zeiten sind nicht mehr, wie sie mal waren.

Aber das Wetter zeigt sich von der schönen Seite. Es ist ziemlich kalt geworden, und der Schnee, der übers Wochenende gefallen ist, ist sogar an den Bäumen hängen geblieben. Das ist bei uns selten geworden. Ich kann mich erinnern, dass es in meiner Jugend im Wallis manchmal noch echt geschneit war. Wenn das an einem Wochenende geschehen ist, pflegten wir abends lange Spaziergänge zu machen. Anfangs mit der ganzen Familie, später traf man sich mit Schulkollegen und ging hinaus durch die verschneiten Strassen zur Kunsteisbahn. Das war eine wunderbare Stimmung und die ganze Welt war verzaubert. Und viele andere Leute taten dasselbe, so dass man unterwegs diese oder jene angetroffen hat und sich fröhlich begrüssen konnte. Ich habe eine Postkarte gefunden, die Brig nachts im Schnee zeigt. Wenn ich das sehe, macht es mir noch heute das Herz warm. Ich versuche, das Foto in den fotofolder zu schieben. Es sind die Lichtverhältnisse, die mich so elektrisieren.
Ich habe das Bild schlussendlich gefunden, aber noch zwei andere dazugelegt. Das erste ist ein Gemälde über den Orient. Bestimmt stammt es aus dem 19. Jahrhundert, als sich Europa für den Orient zu interessieren begann. Ich glaube, die Darstellung zeigt einen Bazar-Raum in Kairo. Aber auch in Teheran könnte man das sehen. Es ist eine schöne Darstellung, die natürlich auch ein bisschen mit europäischen Vorurteilen und Schemata spielt. Das zweite Bild zeigt das Stockalperschloss (die Karawanserei im Wallis) an einem Winterabend. Du musst wissen, dass ich während 8 Jahren an diesem Schloss vorbei zur Schule gegangen und abends heimgekehrt bin. Diese Stimmung ist besonders lebendig in meiner Erinnerung. Unten im Tal und in den Häusern ist es schon ziemlich dunkel und kalt, und in der Höhe scheinen immer noch die Schneeberge im Abendlicht. Da hat man das schöne Gefühl, dass es mehr gibt als nur den Menschen mit seinen alltäglichen Geschäften. Und zuletzt das dritte Bild, das ich eigentlich gesucht hatte. Es zeigt Brig in winterlichen Abendstunden. Unten links der Bahnhof, der ein bisschen stärker beleuchtet ist. Rechts die helle Strasse ist eigentlich eine Seitenstrasse, die wir selten passiert haben. Die wichtige Bahnhofstrasse sieht man auf dem Bild kaum. Aber oben sieht man die Kirche, und gleich dahinter sind die grossen Gebäude des Jesuiten Kollegs. Man hat von der kleinen Terrasse vor der Kirche einen wunderbaren Blick über Brig und ins Tal hinunter bis Visp. Ich muss zugeben, dass das Bild ein bisschen Apres-Ski suggeriert. Mag sein, mag auch sein, dass auch dies die süsse Situation sei, die in meiner Seele lagert. Wir haben wirklich einige und sehr schöne Apres-Ski-Stunden und Abende verlebt, nicht nur in Brig, sondern auch in Zermatt, Saas Fee, Montana und an anderen, unbekannteren Orten.

Ach Malou, ich schwärme wieder mal vom Wallis, verzeih mir. Ich glaube manchmal, dass dies mein Heroin sei. Es ist mein Paradies, denn das Paradies ist immer der Ort, von dem man vertrieben worden ist. Eine zeitlang konnte ich meine Erinnrungen auffrischen bei meinem Bruder in D.  Er hatte in diesem prächtigen kleinen Winzerdorf am Sonnenhang eine hübsche Wohnung mit einer herrlichen Aussicht ins Tal hinunter. Leider wohnen sie jetzt nicht mehr dort,  denn D. war nur mit dem Auto oder mit dem kleinen Bähnchen nach M zu erreichen. Und das war natürlich ein täglicher Zeitaufwand, denn die beiden haben nur ein Auto. Andererseits muss man auch betonen, dass die Zeit im Wallis noch nicht so rasch läuft wie bei uns. Und eine solche Drahtseilbahn ist der ideale Ort für ein kleines Schwätzchen. Es ist die reine Lebensqualität, die mit der Langsamkeit einhergeht.

Jetzt will ich Dir diese Schwärmerei schicken. Bestimmt kannst Du sie mir ein bisschen nachfühlen, denn ihr habt doch bei Euch auch jede Menge Schnee und warme Lichter in den Häusern.
Mit lieben GS und KS
...

23/2 - Ungerer und Vollard



Ämne: RE: verschneiter Montag Morgen ..
Datum: den 23 februari 2004 09:10


Liebe Malou
Ich war nicht ganz im Strumpf während des Wochenendes. Wir waren nur kurz nach Aarau gefahren, um Onkelchen zu besuchen. Er liegt dort im Spital, war bei seinen Nachbarn hingefallen und hat den Arm gebrochen. Er ist auch etwas durcheinander im Kopf, hat uns zwar erkannt, aber doch von seiner Elisabeth gesprochen, als ob sie noch leben würde. Am meisten hat er sich Sorgen gemacht, dass sie im Spital kein Closomat hätten. Das sind diese WCs, die dir den Hintern automatisch waschen. Seine Frau hatte damals in seiner Villa so ein Ding einbauen lassen, und jetzt scheint er davon abhängig zu sein. Aber er versteht sich gut mit dem Arzt, der ein dizidierter Typ aus dem Oberland ist. War mir auch auf Anhieb sympathisch und hat uns alle Umstände erklärt.

Und sonst habe ich viel geschlafen und geruht, ein oder zwei Tabletten geschluckt, damit ich nicht am Montag Morgen in einer veritablen Grippe aufwachen würde. So hatte ich auch Gelegenheit, die biographischen Schriften Ungerers zu Ende zu lesen. Das erste kleine Büchlein betraf seine Jugend im Elsass, wie ich schon erwähnt hatte, mit den Kriegsjahren und unter den Fittichen seiner gescheiten Mutter, die manch heikle Situation mit der Besatzung meistern konnte.
Dieses zweite Büchlein betraf seine 10 Jahre in New Scottland mit seiner Yvonne. Das liegt nicht ganz so weit im Norden wie Schweden nahe beim Ausfluss des St. Laurence-Stromes, scheint aber doch ziemlich wild und vom Wetter gepeitscht zu sein. Ungerer war, wie er erzählt, von einem Tag auf den andern aus NY abgehauen und hatte Zuflucht in der halben Wildnis in einem kleinen Fischerort gefunden. Er hat einen lakonischen Stil zu erzählen, ohne viel Sentimentalität. Und er hat Freude, die Leute ein bisschen zu schockieren. Er erzählt viel über die vielen Tiere, die sie dort in der Wildnis hatten und von denen sie schliesslich lebten. Minutiös erklärt er, wie man ein Schwein schlachtet. Und man glaubt ihm durchaus, dass das zu Beginn keine leichte Sache gewesen sein kann. Er scheint, seine weissen Gänse besonders geliebt zu haben. Sie hätten stechend scharfe, blaue Augen und sie nähmen alle im Kreis teil, wenn sich zwei Tiere paaren. In lauter Begleitung beobachten sie den Akt und klatschen - nach dem genau beobachteten Erfolg - zum Schluss begeistert mit den Flügeln. Ja, die guten Tiere lebten lebenslang in Monogamie, deshalb müsse man beim Schlachten darauf achten, dass man nicht ein Paar trenne. Er machte vieler solcher Beobachtungen und erzählt sie in kurzen, unverschnörkelten Abschnitten. Auch sein Schweizer Verleger Daniel Keel war bei ihm zu Besuch, um ein paar Fotos zu machen. Er sei ein paar Schritte rückwärts gegangen, um mit seiner Kamera einen besseren Ausschnitt zu erhalten, und so in die Wassertonne gefallen, die mit einer feinen Schneeschicht bedeckt, nicht zu sehen gewesen sei. Ja, ich glaube das macht seinen lakonischen Stil aus, dass er so unvermittelt, ohne Einleitung, ohne erklärende Umschweife kurz und bündig erzählt. Ungefähr so, wie ein Schüler der 5. Klasse die Dinge erzählt. Aber Ungerer hat daneben viele hübsche Vergleiche, die seine Schilderungen plastisch machen.

Und weil ich mal so im Lesen war, habe ich mir gleich noch ein zweites Büchlein vorgenommen, das ich schon seit längerer Zeit auf meiner Beige habe. Es sind auch Lebenserinnerungen von einem gewissen Herr Vollard. Kennst Du ihn? Ich werde Dir später davon erzählen.

Heute Morgen war es um 6.00h schon ziemlich hell draussen. Ein milchiges Licht drang durch die Fenster. Und so war ich nicht sehr erstaunt, heute morgen in den Schnee hinaus zu treten. Es liegen etwa 5cm, und es schneit jetzt - um 8.00h - immer noch. Aber der Schnee ist doch eher feucht und ich glaube, während des Tages wird es bestimmt noch zu regnen beginnen. Schade für die Kinder, die heute ihren ersten Ferientag haben und bestimmt am Schnee ihre grosse Freude hätten.

Jetzt gehe ich an die Arbeit. Du hast vielleicht recht, wenn Du sagst, die faulen Stunden seien vielleicht im Leben die wichtigeren als die fleissigen. Das mag schon sein, aber die faulen sind doch vielleicht nur eine Frucht der fleissigen, wenn man das so sagen kann. Das ist - das gebe ich gerne zu - bloss angelernt. Aber was denn ist auf dieser Welt nicht angelernt??

Ich wünsche Dir eine fleissige Woche
Mit lieben gees und kaas
...




Ämne: Vollard
Datum: den 23 februari 2004 17:22


Lieber ...,
Ach, es tut mir leid um Onkelchen. Hoffentlich geht es ihm bald wieder besser. Es ist schön, dass du Vertrauen hast zu seinem Arzt. Dann weiss man, dass unsere Lieben in guten Händen sind.
*

A large, gruff, boorish fellow-who was once described as"looking like a giant ape"-he nevertheless inspired his artist friends:Picasso did a cubist study of him, Bonnard painted him as a genial host, and Renoir portrayed him as a toreador."The most beautiful woman who ever lived," Picasso said,"never had her portrait painted, drawn, or engraved more often than Vollard."

Das kann wohl stimmen. Ich lege dir ein paar Bilder in Fotofolder rein.
Ich denke du musst wohl diesen Vollard meinen, oder?

Mit lieben Grüssen,
Malou

Dienstag, 2. Februar 2016

21/2 - Zeit - ein eigenwilliger Partner


Ämne: weekendmail
Datum: den 21 februari 2004 13:10


Liebe Malou
Graues, kühles Fastnachtswetter haben wir hier. Am Montag beginnen die Schulferien, und man fühlt sich ein bisschen leichter und in Ferienstimmung. Hoffentlich weiss das Wetter, was es uns schuldet in den nächsten Tagen. Ich habe zwar einige kleine Projekte, die ich in diesen Tagen zu Ende bringen will. Aber Du weißt, wie es ist. Wenn man plötzlich frei hat, zerrinnt die Zeit zwischen den Fingern. Die ersten paar Tage denkt man, dass man einige faule Stunden sehr wohl verdient hat. Und dann sind die 14 Tage auch schon um. Man muss sehr schlau sein im Umgang mit der Zeit. Sie ist ein cleverer und eigenwilliger Partner, und um sie zum Freund zu machen, muss man sie an die kurze Leine nehmen, wie einen verspielten Hund. Ich habe in meinem Leben sehr viel Zeit vergammelt. Wenn man all diese Momente und Stunden zusammennehmen würde, könnte man gut und gerne ein zweites Leben daraus machen. Aber die Kunst, die ich benötige, besteht heute darin, dies alles nicht als Verlust, sondern als Gewinn anzuschauen. Diese vielen freien und losen Stunden waren ein Geschenk des Himmels. Ich bin wie Du, ich lasse mich gerne verführen von Filmen am Fernsehen, von Leuten, die ich zufällig treffe, von Büchern, die ich zufällig da und dort finde, von Themen, die mich weiss Gott woher aus dem blauen Himmel anspringen. Wenn ich an einem Thema arbeite, so treffe ich überall verwandte Dinge, Querverbindungen, Unterthemen und so fort. Das Thema wird immer grösser und reicher.

Immer noch freut es mich von Dir zu hören, dass Du Ungerer entdeckt hast. Das kleine Büchlein seiner Jugend ist ziemlich eindrücklich. Er hat mit seiner Familie im Elsass den wirklichen Krieg erlebt. Daraus merke ich, dass er eine andere Generation ist, als ich es bin. Wer so was erlebt hat, der ist für das ganze Leben geprägt. Krieg ist eine Situation, die die Menschen von Grund auf verändert. Und der kleine Tomi Ungerer war ein Bube, der viel gezeichnet hat. Darin fühle ich mich ihm verwandt. Ich erinnere mich daran, wie ich im Kindergarten eine Zeichnung über einen Deichbruch in Holland gemacht hatte, worüber ich in den Mittagsnachrichten gehört hatte. Die Kindergärtnerin war ganz begeistert und hatte mein Werk mit einem Titel beschrieben, damit man später erkennen würde, was damit gemeint sei. Ich sehe die Zeichnung noch heute ungefähr vor mir, obwohl ich sie vor etwa 20 oder 25 Jahren beim Aufräumen verbrannt hatte. Ein Helikopter schwebte über einem Hausdach, das aus dem Wasser ragte. Dort sassen auf dem Giebel eng zusammengedrängt einige arme Menschen. Vom Helikopter wurden Wolldecken und - komischerweise - Münzen abgeworfen.

Ungerer hatte eine tüchtige Mutter. Sie hat die Familie in schweren Zeiten ohne Mann durchgebracht. Und sie hat in schwierigen Situationen sehr geschickt und mit offenbar weiblichen Charme gemeistert. Das erinnert mich an S und an meine Schwiegermutter. Der Iran ist heute noch ein Kontext, wo man so etwas lernen kann. Bei uns in der Schweiz, wo alles reglementiert ist, läuft das Leben völlig anders.

Soweit mein Wochenendmail.
Mit Gs und Ks
...

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Ämne: RE: weekendmail...
Datum: den 21 februari 2004 23:18

Lieber ...,
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Ich habe mich sehr gefreut über dein schönes week-endmail. Ja, die liebe Zeit. Es ist wirklich eine Kunst, mit ihr richtig umzugehen. Irgendwie nähere ich mich der Auffassung, dass die faulen und nicht die fleissigen Stunden die wichtigsten sind. Oft habe ich das Gefühl, dass wir nur dauernd arbeiten, in der Hoffnung einmal später Zeit zu finden für andere Dinge. Aber es ist nicht sicher, dass wir diese Zeit je finden. Andereseits geniesse ich die freien Stunden viel mehr, wenn ich zuerst eine lästige Arbeit hinter mich gebracht habe. Dann erst werden sie richtig wertvoll. Aber auch das ist wohl angelernt. Man glaubt, man muss die Freizeit verdient haben. Wenn nicht jagt einen das schlechte Gewissen. Ich glaube, das ist das Problem in unserer westlichen Welt. Wir haben ein bisschen vergessen zu leben.

Du schreibst schön über die Zeit. Ach, ..., wenn du wüsstest was du damit anstellst..

Ich habe entdeckt, dass ich wieder die webcam von L sehen kann. Zwar ist die Ansicht jetzt nicht mehr so schön wie früher. Man sieht alles mehr aus der Ferne. Aber für die Leute ist es wohl angenehm nicht von allen gesehen und erkannt werden zu können. War das Deutsch?

Sag, kann man vielleicht sogar dein Fenster sehen auf dieser Webcam? Oder wie liegt dein Büro im Verhältnis zu dem Bild? Ich freue mich mit dir auf die freien Tage. 14 Tage sogar.. das klingt wie der reine Luxus.

So sende ich dir diesen kleinen Abendgruss ab.
Mit lieben Gs und Ks,
Deine Malou

20/2 - Varlin und Stundenbuch


Ämne: Freitag nach dem schmutzigen Donnerstag ...
Datum: den 20 februari 2004 08:36

Liebe Malou
Ja, nicht wahr, Ungerer ist ein komischer Kerl. Merci für die Adresse seiner Home Page. Ich habe vor einiger Zeit ein Interview mit ihm im Fernsehen gesehen und dann zufällig im Laden die beiden Büchlein: eines über seine Jugend im Elsass, das andere über seine Zeit Amerika und Irland. Na ja, ich gebe zu, sie waren auf halben Preis gesetzt. Ich hatte sie früher schon gesehen, fand aber stets, sie wären zu teuer. Es sind Texte und Zeichnungen, so wie ich es sehr gerne mag. Früher hatte ich von Ungerer eigentlich nur seine Cartoons und die Illustrationen zu den deutschen Liederbüchern gekannt. Letztere habe ich gekauft, als die Kinder noch klein waren. Und es ist wahr, was T.U. von sich behauptet. Er hat diese Lieder aus der Verstaubung befreit und ihnen ein modernes Image gegeben, so dass man sie wieder zur Hand nehmen kann. Er sagt auch, dass er dieses Projekt seit seiner Jugendzeit im Kopf gehabt hatte. Die Illustrationen sind hübsche, lustige, teilweise deftige Zeichnungen von Menschen- und Tierfiguren in der Elsässer Landschaft. Das kleine Büchlein, das ich jetzt lese, hat den Titel „Die Gedanken sind frei“. Das ist zugleich der Titel eines der schönsten und besten deutschen Lieder. Kennst Du es?

Es ist immer eine Freude, wenn man mit jemandem eine Freude und Begeisterung zu einem Thema oder zu einer Person und ihrem Werk teilen kann. Ich habe jemandem, der auch ganz begeistert ist von Varlin. Und jetzt habe ich noch eine Ungereristin gefunden. Ist perfekt. Ich habe übrigens, das kommt mir eben in den Sinn, kürzlich auch ein Büchlein mit alten Cartoons Ungerers gefunden. Sie sind schon älter, aus einer Zeit, da er vielleicht noch nicht so bekannt war. Aber man sieht darin seine unbändige Kraft und seine quere Fantasie. Häufig sind sexuelle Aspekte enthalten, manchmal nicht eben schön. Er hat ja auch ein Buch rund um das Thema SM gemacht. Solches mag ich weniger. Aber ich glaube, Ungerer ist auch als Persönlichkeit sehr komplex. Ich glaube nicht, dass ich mit ihm in Frieden zusammenleben könnte. Vielleicht hat er in seiner Seele eine Art inzestuöser Liebe zu seiner Mutter. Sowas könnte ich mir sehr gut vorstellen. Er hat noch heute, mit 70 Jahren, etwas Jünglinghaftes und Unverbindliches im Gespräch. Darin finde ich ihn nicht besonders sympathisch.

Jetzt hast Du Deine Ferien schon vorbei, und ich bin daran, sie gleich zu beginnen. Ich freue mich auf die paar Tage, da alles etwas langsamer läuft bei uns. Und dann ist Fasnacht. Es ist eine jahrelange Tradition, dass an diesen Tagen, die eigentlich offiziell frei sind, ich hier im Büro sitze und ab und zu hinunter einen Blick werfe, wo die Masken treiben und der Umzug vorbeigeht. Es ist ein Anlass für die Kinder und die einfacheren Leute, manchmal ziemlich staubig und schmutzig, manchmal nass und kalt. Für mich ist es Signal, dass bald der Frühling kommen wird. Ist es nicht bemerkenswert, wie im Laufe der Jahre sich die Folge der Jahreszeiten in unserem Erleben eingravieren? Jeder Frühling ist zugleich eine Erinnerung an die zahlreichen Frühlinge, die man schon erlebt hat. Alles wird irgendwie echohaft. Oder, ich habe dazu noch ein anderes Bild. Damals, im Laden von Onkelchen und Tantchen gab es ein Schaufenster, das mit Spiegelglas eingekleidet war. Und wenn man den Kopf in diesen Raum steckte, erschien zu beiden Seiten eine lange Parade dieser Köpfe, die sich in leichtem Bogen bis in die Unendlichkeit fortsetzten, so schien es. Jeder Kopf verwies auf den nächsten Kopf. Im Jugendalter ist das ein kleiner Schock, sich so viele Male gleichzeitig zu sehen, und ein Angriff auf die eigene Einmaligkeit. Und wenn ich aus einer Art der Verwunderung lachte, lachte die ganze unendliche Reihe von Köpfen, und ich hätte nicht ausmachen können, welcher der eigene, und welche bloss Abbilder des eigenen sein könnten. Alle schienen sie gleichermassen ich zu sein, und doch so verschieden von mir. Und so kommt mir ungefähr der Fasnachtstag vor.

Heute ist der Himmel etwas rötlich, und bewölkt. Die Prognosen sagen voraus, dass es milder werden wird. In den letzten 2 oder 3 Tagen war es kalt und windig. Vielleicht wachsen dann auch überall die Schneeglöcklein, wie Du sie auf dem Bild zeigst. Ich habe, als ich über Mittag einen Spaziergang gemacht hatte, einen halben Garten voller Schneeglöcklein gesehen. Irgendwie wollte ich es nicht glauben, und doch standen sie da, jedes in einem kleinen Anstandsabstand vom anderen.

Gerade höre ich, dass in Italien das Rentenalter zur Zeit bei 57 Jahren steht. Was tun wir eigentlich hier im Norden? Dort unten, in den milden Gefilden am Mittelmeer, könnten wir längst am Strand liegen und mit den appetittlichen, jungen Italienerinnen flirten. Berlusconi will das Alter jetzt auf 60 Jahre hinaufschieben. Eigentlich wollte er 65, aber die Proteste waren zu stark. Vielleicht war das eine schlaue Strategie? Er ist ja wirklich eine Kasperfigur, wie man es in Europa seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen hat!

Aber wir nehmen alles nur in allem, mit der wachsenden Weisheit des Alter.
Liebe Gesundkas
...

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Ämne: Sauberer Freitag.. ;-)
Datum: den 20 februari 2004 10:11

Lieber ...,
Der Hunger und die Lust auf eine Tasse guten Kaffee haben mich heute früh aus dem Bett gelockt. Und dann finde ich sofort wieder ein herrliches Mail von meinem lieben Mausfreund. Aber wie ich sehe habe ich Konkurrenz bekommen um die Liebe zu Varlin. Du untreuer!
Nun, jedenfalls hast du mir einen fröhlichen Morgen gemacht. Ich habe nochmals wegen Varlin im Internet nachgesehen und habe diesmal eine Page gefunden, die ganz wunderbar ist. Falls du sie nicht kennst, gebe ich dir hier die Adresse.
http://www.varlin.ch/default.htm
Du darfst dabei nicht vergessen zu lesen was er "über sich selbst" schreibt. Er scheint auch ein Humorist zu sein. Solche Menschen mag ich sehr.
http://www.varlin.ch/autobio.htm

Weniger mag ich folgende Zeilen:
Das Fehlen einer wirklich eigenständigen Bildsprache verhindert bis heute Varlins Anerkennung über die schweizerischen Landesgrenzen hinaus.
http://www.cosmopolis.ch/cosmo16/varlin.htm
Ich finde, wenn ich seine Bilder betrachte,jedenfalls die man hier sehen kann, dass sie einen einheitlichen Stil haben. Ich glaube du bist derselben Meinung.

Lustig was du über die Schneeglöckchen sagst. Gerade so stehen sie, als brauchten sie einen eigenen Raum.. Sie erinnern mich immer an meine Tante, die stets Schneeglöckchen malte, wenn sie etwas verzieren wollte.

Ich komme später wieder. Muss den Tag anfassen. :-)

Mit lieben Grüssen,
Malou


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Subject: Varlin nochmals
Date: Fri, 20 Feb 2004 10:21:22 +0100

Lieber ...,
Bevor ich mich in die grosse Welt hinaus begebe, noch ein paar Worte über Varlin.
Eigentlich nur ein paar Zitate aus dem "über sich selbst" falls du es noch nicht gelesen hast.

"Die Kunst, wenn man nichts hat, sich mit primitivsten Freuden zu begnügen, zum Beispiel: eine Seife in der Badewanne entschlüpfen lassen und wieder einfangen." *s*

"Ich entdecke mit der Zeit die masochistische Neigung der Intellektuellen, sich von mir malen zu lassen. Die Schadenfreude führt zu immer weiteren Empfehlungen.."

"Der Schutzverband der von Varlin Geschädigten erfasst immer weitere illustre Namen."

Und als Illustration zu dem Text oben, ein Bild von Ernst Schröder. Ich frage mich nur, wie Schröder wohl reagiert haben mag, als er das Bild sah. Was würde W sagen, wenn du ihn so portraitieren würdest???



So lasse ich dich wieder. Du Glückspilz mit einer freien Woche vor dir.
Alles Liebe
Malou


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Ämne: Varlin nochmals und nochmals
Datum: den 20 februari 2004 14:30

Liebe Malou
Ach, dass Du Dich als Varlinistin outest, freut mich sehr. Ich wusste, dass Du die Bilder magst. Aber Du hast sie nie in reality 1 : 1 gesehen. Und dabei zog ich in Rechnung, dass er als lokaler Maler gilt.
Der andere, den ich da gemeint habe, ist ein Kollege aus Basel, von dem ich eine Liebe zu Varlin nie im Leben erwartet hatte. So habe ich schon zwei Varlinistinnen und -en. Und so habe ich das Glück, viele einschlägige HP Adressen zu bekommen. Merci.
Ich glaube, die eine HP ist von Varlins Tochter in Bondo. Sie hat auch ein Buch über ihren Vater herausgegeben.

Und unter uns gesagt: genau so wollte ich W malen. Kürzlich hatte er mir etwas auf seinem Labtop gezeigt. Und wo war dieses Ding. Auf dem WC. Offenbar sitzt er stundenlang auf dem Häuschen und surft im Internet oder ähnlich. So habe ich gedacht, ich müsste ihn in flagranti auf dem WC malen, mit allem drum und dran. Ein WC und Badezimmer, das wissen wir von Bonnard, kann ganz malerisch sein.
Und was er davon denkt. Er wird einen Schutzverband gründen und mich weiterempfehlen.
Mit lieben Grüssen
...

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Ämne: Stundenbuch.. :-)
Datum: den 20 februari 2004 14:26

Lieber ...,
Noch ein halber Tag frei.. aber ich bin durchaus zufrieden mit der ersten Hälfte. Habe Dinge gemacht, die ich vor mich hergeschoben hatte und jetzt bin ich ganz zufrieden mit mir selbst. *s*

Ich habe Essen besorgt fürs Wochenende. Auch einem Strauss Tulpen konnte ich nicht widerstehen. Zuguterletzt bin ich noch zu Lidl gefahren um Obst und Gemüse zu kaufen. Man ist dumm wenn man das nicht tut, denn dort kostet es weniger als die Hälfte. Lidl liegt auf der anderen Seite der Stadt, ein wenig am Rand der Siedlung und ganz in der Nähe ist ein riesiges rundes Wohnviertel, wo Neueingezogene immer eine Zeit wohnen, bevor sie was besseres finden. Aber es gibt Leute, die es nicht verlassen können. Viele Immigranten, Asylsuchende oder auch andere Leute, die es sich nicht leisten können in bessere Viertel zu ziehen. Und wenn man zu Lidl kommt fühlt man sich fast immer in eine vielkulturelle Welt versetzt. Manchmal ist man beinahe der einzige, der nordisch aussieht. Die Leute, die dort einkaufen scheinen aus der ganzen Welt zu kommen und man hört viele fremde Sprachen.

Ich höre gerade im Radio über die Wahlen im Iran, die heute stattfinden. Arme Leute, die sich von diesen fanatischen Mullas müssen regieren lassen.

In einer Stunde gehe ich mir mein langes Haar schneiden lassen. Es ist zwar bequem mit einem Pferdeschwänzchen herumgehen zu können .. aber ich freue mich doch auf die Verwandlung.

Ja, ich beneide auch die Südländer um ihr frühes Pensionsalter. Stell dir vor, hier müssen die Leute arbeiten bis sie 65 sind. Man kann sich schon mit 61 pensionieren lassen, aber die Rente sieht dann danach aus. Einige meiner Kollegen, die beizeiten eine private Pensionsversicherung genommen haben wollen mit 55 gehen. Und schliesslich kann man es wie meine Nachbarin machen: von den Renten seines Vermögens leben.

Wann geht man bei euch in Pension? Und wie lange hast du die Absicht noch in deinem Beruf zu bleiben? Ich drücke mich so aus, weil ich denke, dass du auch nachher mit irgendetwas weiterarbeiten wirst.. Oder machst du es wie ich und schiebst deine Träume vor dir hin bis sie sich in Nebel auflösen und kaum mehr sichtbar sind? Ich weiss, das klingt etwas trist. Vergib mir!

Dies ist meine letzte Seite in dem heutigen Stundenbuch. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und wunderschöne freie Tage. Denk ab und zu an den hohen Norden.
Mit einer Week-endverpackung von lieben Gs und Ks,
Ich SSSS dich..
Malou

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Ämne: RE: Stundenbuch... minutiös
Datum: den 20 februari 2004 17:14

Liebe Malou
Wunderbar, Dein Stundenbuch, und wunderbar Deine Formulierung, die Träume vor sich her zu schieben, bis sie sich in Nebel auflösen. Woher bloss diese pointierten Formulierungen, meine Liebe? Und wenn Du kannst, schick mir ein Bild vor und nach dem Coiffeur. Es gibt doch diese Werbung ‚Vorher-Nachher’. Ich bin wohl zu spät jetzt für eine VORHER-Fotographie, dann schick halt bloss ein Nachher. Und ich stelle mir die VORHER Aufnahme nach Deiner Schilderung in meiner Fantsie vor. Du hattest so ein Schwänzchen hinten, das finde ich süss. In meinen Jugendjahren war ich mal in einer gewissen zeit ganz schwach für diese Schwänzchen. Doch heute wechseln die Frauen ab zwischen Schwanz, hochgebunden, und offen. Das finde ich schön und feminin und abwechslungsreich. Sie haben wohl bemerkt, dass sich männer allzu rasch langweilen ob Monotonie.

Wir gehen mit 64 in die Rente. So glaube ich wenigstens. Aber vielleicht ergibt sich plötzlich früher eine Lösung, das weiss man nie so genau. Doch bei uns in der öffentlichen Verwaltung sind sie nicht grosszügig wie bei den Banken oder in der Chemie. Dort gehen die Leute oft schon zwischen 55 und 60, ohne nennenswerte Einbussen. Na ja, die hatten allerdings vorher auch ein härteres und gestressteres Leben als wir in der Erziehung.
Irgendwie hoffe ich, dass ich bis 64 arbeiten kann. Manchmal habe ich im Moment ein bisschen Mühe. Aber wenn ich von all meinen älteren Kollegen die besterhaltenen anschaue, so waren es diejenigen, die bedauerten, in Pension gehen zu müssen, die gerne noch weitergearbeitet hätten. Und gerade gestern habe ich am Fernsehen eine Sendung gesehen über Swisscontact. Ehemalige Berufsleute können sich melden, um sich für einen Auslandeinsatz zur Verfügung zu stellen. Ein Bäckermeister ging in die Sowjetunion und zeigte in einer kleinen Bäckerei einige neu Gebäcke. Eine Hotelfachfrau hat ein Hotel in der russischen Provinz beraten. Und irgend jemand ging nach Südamerika. Einer meiner Kollegen, ein ehemaliger Sekundarlehrer hat in Afrika einen solchen Einsatz gemacht und sehr davon geschwärmt. Vielleicht kann ich auch mal so was tun. Vielleicht gibt’s in Norrland eine vergammelte Schule, die für 3 Wochen einen ehemaligen Schulpsychologen brauchen könnte?? ;--))
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Wenn ich die Pensionisten in der Schweiz sehe, dann denke ich, die meisten scharen sich zu grossen Gruppen zusammen und wandern, besetzen ganze Eisenbahnwagen, sitzen in den Cafés herum. Ich habe mir auch gedacht, ich könnte ein oder zweimal wöchentlich irgendwo eine Gruppe von fremdsprachigen Kindern betreuen und ihnen beim Spiel einigermassen Deutsch beibringen. Aber vielleicht habe ich nicht soviel Geduld. S kann so was sehr gut. Sie ist sanft, aber sehr konsequent. Das ist für Kinder eine gute Mischung.

So bedanke ich mich für Dein Stundenbuch. Ich glaube, so muss man es machen, damit man die Zeit effektiv und optimal amortisiert (gutes Wort, nicht wahr!). Ich meine, jede Stunde zu beschreiben, das ist doch wirklich eine eingehende Nutzung.

Mit lieben Grüssen zum Wochenende
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Montag, 1. Februar 2016

19/2 - nochmals Skagen, Rilke und Ungerer


Ämne:  nochmals Skagen
Datum: den 19 februari 2004 10:02

Liebe Malou
Ja, das Bild ist sehr schön. Ich mag solche Bilder, wenn ich auch weiss, dass der Stil längst vorbei ist. Er ist wohl postimpressionistisch, ungefähr so wie Bonnard und andere. Alles schaut so sinnlich und lebensfreundlich aus. Das gute Licht, der volle Tisch, die plastisch gemalten Gesichter. Es ist eine durch und durch bürgerliche Malerei, die das bürgerliche Leben geniesst. Und vielleicht sieht man auch ein bisschen von dem speziellen Licht in Skagen, wie Du darauf hinweist. Man hat ja wohl den Eindruck, das sei alles sehr realistisch gemalt, inklusive die Jungendstil Lampe, die oben hängt. Aber ist im Gegenteil sehr gut durchkomponiert. Wenn man sich die Wandaufteilung im Hintergrund anschaut, muss man feststellen, dass sich der Maler viel dabei überlegt hat. Es gibt einen guten Rhythmus quer durch das Bild hindurch. Und die schöne Rückensicht des Typen links im Vordergrund. Das schafft den Eindruck der Tiefe ins Bild hinein. Ja, man hat den Eindruck, dass man selbst auf einem Stuhl in der Runde dieser Geniesser sitzen würde. Und das Glas Rotwein im Vordergrund ist zum Greifen nahe. Daneben die dunkle Person im Gegenlicht. Schön, wie der Bart scheint. Ja, gefällt mir sehr gut. Man möchte doch dabei sein, nicht wahr. Und man fühlt etwas von der Lebendigkeit einer vergnügten Diskussion in freundschaftlichem Kreis. Muss ich mir merken, die Skagen Maler, auch wenn Du sie schon in historischer Zeit mal erwähnt hattest.

Nein, von einem Taric Ramadan habe ich nie gehört. Und er soll ein Imam sein? Das klingt doch alles eher merkwürdig. Aber so ist das in diesen multikulturellen Zeiten. Wenn man sich in fremden Kulturen aufhält, ist man vor Überraschungen nie gefeit. Ein Imam ist einer der höchsten kirchlichen Positionen in der Schia, und ich kann mir nicht vorstellen, dass einer in die USA gehen würde, um im Land des Teufels mit den Leuten des Teufels zu leben. Das muss ein echter Irrgänger sein. Oder eine Zeitungsente?

Ja, genau der Anfang des Artikels hat mir auch gefallen. Deshalb wollte ich ihn gerne zu Ende lesen. Man hört daraus, dass Rilke doch auch ein sehr merkwürdiger Kerl war, einer, mit dem man wohl nicht hätte zusammenleben können. Und auch ich habe mir vorgestellt, wie rege sein Briefverkehr kreuz und quer durch Europa gewesen sein muss. Da gab es keine Zeit zum Herumhängen. Er hat wohl wie in einer Tretmühle seine Briefe abgearbeitet. Aber ich glaube, dass die Briefe ihm ein gutes Medium waren, seine Lyrik zu entwickeln. Und sie waren ihm wohl auch so etwas wie sein Tagebuch. Na ja, vielleicht hat er daneben noch ein Büchlein geführt, wo er seine kleinen Tagesereignisse festgehalten hat. Aber ich denke, die Briefe waren ihm schon Hilfe genug, was immer er tagsüber gesehen und erlebt hat, in Schriftlichkeit zu überführen, in dieses Medium, womit er dann auch gearbeitet hat. Er war wirklich ein sublimer Typ. Und ein paar Tage glückliche Verliebtheit mit einer echten Frau aus Fleisch und Blut hätten ihn doch wohl aus der Balance gekippt.
Ich habe noch den Garten von Muzot in Erinnerung. Muss ein Märztag gewesen sein, kein Schnee mehr, aber noch immer dieser Duft in der Luft. Mein Bruder hatte noch die Wohnung oberhalb Sierre, und ich war am Nachmittag hinaufgewandert, zum Schluss über die halbtrockenen, vom Schnee plattgedrückten Wiesen. Es ist dieser Duft, der nach Frühling riecht. Aber der Frühling ist noch weit entfernt. Diese astmosphärische Situation dauert im Wallis ziemlich lange an. Und ich bin dann am Gartenzaun von Muzot gestanden und habe mir dieses kleine Gärtchen angeschaut. Es war so ruhig und friedlich und unberührt, dass die Zeit still zu stehen schien. Nur ab und zu ein Knacken. Ich glaube, es war die warme Sonne, die dies bewirkte, und die Natur schien sich im Erwachen zu räkeln. Das Haus selbst, der Turm, schien noch winterlich und kalt.
Es muss ein sehr einsames Leben gewesen sein, das Rilke hier geführt hatte. Die nächsten Häuser waren vielleicht einen knappen Kilometer weit. Dort, in der Kurve der Strasse nach Montana gab es einige Häuser, aber damals wohl nicht viele. Von Sierre musste der Fussmarsch bis hier hinauf eine gute Stunde gedauert haben. Na ja, vielleicht waren die Menschen damals noch etwas besser zu Fuss als wir heute.

Kurz und gut: dort oben zu wohnen und zu arbeiten, das konnte man nur einem sehr merkwürdigen, mehr oder weniger irren Menschen zutrauen. Ich frage mich, wie die Einheimischen damals über Rilke gesprochen hatten. Aber vielleicht waren die Menschen damals noch toleranter angesichts solch fremder und schillernder Vögel.

Ich lese gerade ein kleines Tagebuch von Ungerer, dem Elsässer Zeichner. Er hat es vor ein paar Jahren geschrieben und zusammen gestellt. Dabei konnte er viele Zeichnungen und kleine Texte aus seiner Kinderzeit verwenden. Es ist interessant, weil es die Zeit des Nationalsozialismus schildert. Und die Elsässer hatten damals eine schwere Zeit, gehörten einst zu Frankreich, dann wieder zu den Deutschen. Jedenfalls habe Petain sie den Deutschen verschenkt, so dass dann um die 100'000 Elsässer als Kanonenfutter im Russlandfeldzug der Deutschen mitgemacht hätten. Offenbar war Ungerers Mutter eine sehr hübsche Frau. Sie war früh verwitwet und musste ihre vier Kinder allein durchbringen. Und das hat sie sehr gut gemacht mit einer genialen Mischung von Rafinesse und fast aristokratischer Gesinnung. Sie konnte offenbar sehr gut schauspielern und hat damit erreicht, was immer sie wollte.
Ich mag Ungerer vor allem als Zeichner. Er hat viele gute und schöne Dinge gemacht. Daneben hat er aber auch eine mehr oder weniger perverse, sagen wir pornographische Seite. Er lebt heute in Irland, wenn ich mich nicht irre. Er schaut immer noch ziemlich jung aus, manchmal bubenhaft. Aber ich glaube, er ist um die 70. Und wenn ich seine Erinnerungen richtig lese, hatte er als Bube doch ziemliche Komplexe. Zumindest deutet er in seinen Schilderungen so was an.
Aber er ist ein lustiger Typ und er war als Grafiker in den USA sehr erfolgreich. Und er hat einen Teil seines Elsässer Charmes behalten.

Ich muss Dich lassen.
Mit lieben Ges und Kas
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Subject: Ungerer ganz kurz..
Date: Thu, 19 Feb 2004 09:44:11 +0100

Lieber ...,
Es freut mich sehr, dass du das Bild genau so magst wie ich. Und du hast es wirklich gut beschrieben. Die Harmonie und Lebensfreude, die es zeigt, gehen direkt ins Herz. Ich glaube sie müssen dort eine herrliche Zeit zusammen verbracht haben.. und sicher hat die Freude in flüssiger Form auch dazu beigetragen.

Hier noch ein Bild bei aus der Künstlerkolonie. Links Kröyer mit seiner hübschen Frau und rechts der Schriftsteller Otto Benzon.



Ich möchte dir vor allem auch danken, dass du mich auf Ungerer aufmerksam gemacht hast. Habe eine wunderbare Site gefunden, http://www.arte-tv.com/thema/19971125/dtext/home.html wo man über ihn und sein Werk lesen kann. Du musst dir auch die französische Variante ansehen. Dort gibt es ganz herrliche Aphorismen von Ungerer.
Ich bin etwas in Eile, komme aber später wieder. Bis dahin liebe Grüsse,
Malou

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Subject: Nochmals...
Date: Thu, 19 Feb 2004 14:04:49 +0100

Lieber ...,
Ich warte immer noch auf die Handwerker. Das gehört wohl dazu. Habe eine Weile auf der Terrasse gesessen. Der Himmel ist leicht beschleiert, also kein scharfes Sonnenlicht. Im Blumenbeet leuchten Schneeglöckchen. Ich versuche mir einzubilden, dass ich nie mehr in den Beruf muss. Es will mir nicht richtig gelingen. Ich glaube wirklich, man sollte sowas beizeiten üben.

"Le présent n‘est qu'une membrane entre le passé et le futur." sagt Ungerer. Das ist schön und gut ausgedrückt.
Lustig, wie du über Rilke schreibst. Ich glaube nicht, dass man einen Menschen so sehr mit seinem Werk gleichstellen sollte. Tust du ja auch nicht. Denn Rilkes Werk ist viel mehr als er selbst je sein könnte. So war es doch auch mit Mozart. Die schönen tiefen Gedanken, die seine Musik bei uns erweckt, waren sicher nicht in seinem Kopf als er sie schrieb. Ich glaube fast der liebe Gott (oder das Schicksal, wenn du das bevorzugst) wählt einen Menschen zu seinem Instrument aus und spielt darauf seine schönen Melodien. Die schönsten Gedichte, die ich kenne, hat Rilke geschrieben.
Warum traust du ihm nicht zu eine Frau mit Fleisch und Blut geliebt zu haben?
Er hatte doch die Auffassung "... dass Liebe eigentlich Ferne und Verzicht ist." Ich würde es vielleicht nicht Liebe nennen, das was er da beschreibt.. aber vielleicht "maladi". ;-)) Denn Maladi ist Sehnsucht nach einer Liebe, die nicht möglich ist. Man muss kein hässlicher Mann sein, der Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht hat, um von Maladi betroffen zu werden. Ganz im Gegenteil.
Nun lachst du wohl.. denke ich.
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Jetzt war der Handwerker endlich hier und hat ein bisschen gemessen. Und jetzt ist er verschwunden um das notwendige Material zu kaufen. Handwerker sollte man sein. Dann ist man König.. und verdient sicher auch königlich. :-)

So lasse ich dich nochmals. Kommst du eine Tasse Kaffee mit mir trinken?
Gruss und Kuss,
Malou

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Subject: Letzter freier Abend..
Date: Thu, 19 Feb 2004 19:43:43 +0100

Lieber ... ,
Heute verwöhne ich dich zu sehr. Ich weiss, und ich habe Angst dass du dir dabei den Magen verdirbst.
Also, der Handwerker kam zurück mit einem Stück, das er etwas zu gross gemessen und gesägt hatte und mit einer grossen Holzscheibe, die er an der Tür des Ventilators befestigen will. Ich glaube ich konnte nur schwer meine fehlende Begeisterung verbergen. Nun wird er die Holzscheibe weiss streichen lassen und nächste Woche kommt er zurück. Dann kann er mit K weiterdiskutieren. Aber ich glaube K ist bedeutend angenehmer für einen Handwerker als ich es bin. Das muss ich leider zugeben. ;-)

Ich habe im Radio gehört, dass Indien sich auf "Medizinischen Tourismus" spezialisieren will. Es gibt dort ausgezeichnete Kliniken, mit demselben hohen Standard wie die unseren, aber die Behandlungen (Operationen u.a.) kosten nur einen Bruchteil von dem was wir im Westen bezahlen müssen und ausserdem brauchen die Menschen nicht Monate und Jahrelang zu warten, sondern können meist sofort drankommen. Schlimme Zeiten für unsere Krankenpflege.

Irgendwo habe ich gelesen, dass Ungerer, wenn er allein in ein Restaurant geht und ein Platz neben ihm frei ist, ganz einfach einen schon verstorbenen Freund einlädt dort mit ihm zu sitzen. Und er fühlt, dass dieser dann wirklich da ist. Machst du es auch so? Oder holst du dir Leute aus Fleisch und Blut an den Tisch? Vielleicht bist du auch gern mit deinen Gedanken allein.
Hast du auch gesehen, was Ungerer über NY schreibt? Scheinbar war er ebenso verliebt in die Stadt wie du. Die Stadt muss wirklich etwas besonderes an sich haben.

Heute ist mein letzter freier Abend. Ich meine der letzte an dem ich hier allein bin und dir ungestört schreiben kann. Zehn Tage lang wird es dann nicht so sein. Und du? Wirst du nächste Woche deinen Wunsch wahr machen und verreisen? Ganz frei bist du wohl nicht, oder?

So ich lasse dich wieder. Werde versuchen ein bisschen Ordnung in meine Videobänder zu bringen. Das ist nicht ganz unangenehm, aber doch ziemlich zeitraubend. Sollte mir ein Verzeichnis hier am Computer machen, über alles was ich gespeichert (?) habe. Es gibt richtige Perlen darunter.
Also nochmals liebe Grüsse an dich.. und ich wünsche dir eine schöne Zeit.À bientôt j'espère,
Malou