Donnerstag, 21. März 2013
Szenen einer Ehe
Ämne: Backintown
Datum: den 4 mars 2004 20:46
Liebe Malou
Soeben sind wind wir aus dem Schwarzwald zurück. Es war ganz gut. Nach bloss 3 Tagen hat man den Eindruck, eine ganze Woche weg gewesen zu sein. Auf alle Fälle deuten die Kilos, die ich zugelegt habe, auf eine satte Woche.
(...)
Gerade finde ich eine Fotokopie eines Zeitungsartikels. Es ist ein Brief eines berühmten Mannes an seine Frau. Ich frage mich, ob Du herausfindest, wer das gewesen sein könnte?
Er sagt dabei:
A. Du sorgst dafür,
1.) dass meine Kleider und Wäsche ordentlich im Stand gehalten werden
2.) dass ich die drei Mahlzeiten im Zimmer (Unterstrichen) vorgesetzt bekomme
3.) dass mein Schlafzimmer und Arbeitszimmer stets in guter Ordnung gehalten sind, insbesondere, dass der Schreibtisch mir allein zur Verfügung steht.
B. Du verzichtest auf alle persönlichen Beziehungen zu mir, soweit deren Aufrechterhaltung aus gesellschaftlichen Gründen nicht unbedingt geboten ist. Insbesondere verzichtest Du darauf,
1.) dass ich zuhause bei Dir sitze
2.) dass ich zusammen mit Dir ausgehe oder verreise.
C. Du verpflichtest Dich ausdrücklich, im Verkehr mit mir folgende Punkte zu beachten:
1.) Du hast weder Zärtlichkeiten von mir zu erwarten, noch mir irgendwelche Vorwürfe zu machen
2.) Du hast eine an mich gerichtete Rede sofort zu sistieren, wenn ich darum ersuche
3.) Du hast mein Schlaf- bzw. Arbeitszimmer sofort ohne Widerrede zu verlassen, wenn ich darum ersuche
D. Du verpflichtest Dich, weder durch Worte noch durch Handlungen mich in den Augen meiner Kinder herabzusetzen.
Voilà! Das ist ein scharfes Bombardement, Szenen einer Ehe.
Ach, was sind wir doch glückliche Menschen!
Mit lieben Gs und Ks
...
--------------
Ämne: RE: backintown...
Datum: den 4 mars 2004 22:30
Lieber ...,
Ach, wie ich mich freue dich wieder hier zu haben. Willkommen zurück! Weisst du, wie das ist, wenn man in die Mailbox schaut und nichts erhofft und dann findet man plötzlich diese kleine 1. Oh ja, vielleicht kennst du das. Ich habe doch diese Mailbox ausschliesslich für mails von dir.
(...)
Ach ja, dieser schreckliche Text, den du geschickt hast. Zuerst wollte ich sagen: Wie kannst du wissen, was mein Mann von mir verlangt.. ;-)) Aber weisst du, es ist ein grausamer Text und ich hoffe, dass es heutzutage keine Frau mehr gibt, die bei einem solchen Mann bleiben würde. Nein, ich kann wirklich nicht raten wer es ist. Hoffentlich nicht jemand, den ich bis jetzt bewundert habe. Das wäre schlimm.
Lass mich dich nur noch schnell umarmen. Ich bin so froh, dass du wieder hier bist.
Mit lieben Gs und Ks,
Malou
Mittwoch, 20. März 2013
Montag, 18. März 2013
A human being ...
subject "A human being..
... is a human being because of another human being"
Lieber .. ,
Der Satzt hier oben ist ein afrikanisches Sprichwort. Und so ist es. Erst
wenn wir uns in anderen Spiegeln können, entdecken wir uns selbst.
.
... is a human being because of another human being"
Lieber .. ,
Der Satzt hier oben ist ein afrikanisches Sprichwort. Und so ist es. Erst
wenn wir uns in anderen Spiegeln können, entdecken wir uns selbst.
.
Sonntag, 17. März 2013
Grippe, Soutine und Alter
(ungekürzt)
Ämne: RE: grippig noch
Datum: den 16 mars
Liebe Malou
Na ja, verwöhnt oder nicht verwöhnt. Manchmal schwemmt einem das Leben Dinge ans Land, die man nicht vorhergesehen hatte. Dann kann man sich verwöhnt fühlen.
Meine Grippe ist immer noch virulent. Ich schlucke Tabletten, trinke Tee (und keinen Kaffee) und schlafe wie ein Murmeltier. Aber es ist nicht ganz vorbei. Gestern ging ich früher nach Hause und habe dann praktisch durchgeschlafen. Und heute bin ich nur hier, weil ich einen kleinen Vortrag für die kommenden Lehrer habe. Dann ziehe ich mich wieder zurück. Es ist merkwürdig, mit diesem Grippe-Gefühl durch die Welt zu gehen, wenn es gleichzeitig so frühlingshaft warm und sonnig ist. Passt irgendwie nicht. Grippe passt zum Herbst, oder zum Winter. Aber doch nicht Frühling. Im Frühling ist Heuschnupfen oder so was meinetwegen gut.
Ameisen sind nicht besonders schlimm. Stell Dir vor, Du hättest Läuse, oder sogar Mäuse. Nein, Ameisen sind sehr sauber und räumen sogar Schmutz weg. Na ja, trotzdem mag man sie nicht besonders im Haus. Besonders nicht, wenn sie noch in fleissigen Zweierkolonnen quer übers Bett wandern.
Du hast nach Soutine geforscht. Er gefällt Dir nicht besonders? Na ja, aber schau Dir die Farben an. Es ist mir nicht ganz klar, wie er eine solche Intensivität erreichen kann. Es erinnert an die venezianische Schule. Und wenn ein solches Bild an der Wand hängt, dann hat es eine grosse Ausstrahlung. Ein solches Bild springt dich an, wie wir gesagt haben. Ich habe vor ein paar Jahren zwei Dicke Bände gekauft über Soutine. Am besten gefallen mir die Porträts. Sie sind wirklich einzigartig. Und ich kann verstehen, dass Varlin ein bisschen bei ihm abgeschaut hat. Nun, vielleicht kann man es nicht so sagen, „abgeschaut“. Er hat sich inspirieren lassen oder so ähnlich. Hast Du denn auch nach Bacon geforscht. Wenn Du Bacon siehst, dann gefallen Dir die Ameisen im Haus wieder ;--)
Ja, vielleicht ist das Alter wirklich nicht so wichtig, und es ist eher eine Frage, ob krank oder gesund. Ja, da hast Du bestimmt recht. Aber die Krankheiten kommen in der Regel auch eher mit dem Alter.
Ich habe vor Jahren mit grosser Begeisterung ein Buch eines deutschen Soziologen gelesen. Es war eine empirische Studie über die gesellschaftlichen Gruppierungen nach dem Verschwinden der sozialen Klassen. Er spricht da neu von sozialen Milieus und hat mittels statistischer Methoden - ich weiss nicht mehr genau - 5 oder 6 solche Milieus anhand von ihren Interessen, Lektüre, Kleidung, Freizeitvorlieben etc. identifiziert. Irgendwie hat er (ich glaube er heisst Gerhard Schulze) die Schlussfolgerung gezogen, dass die Hauptdimensionen, wonach sich Menschen einschätzen und gruppieren und gemeinsame Interessen und Sympathien finden, dass es vor allem die Dimensionen Alter und Bildung sind. Und vielleicht ist Alter wirklich eine neuere Dimension. Wir hatten mal darüber diskutiert, dass im katholischen Milieu noch altersgemischte Gruppen bestehen. Kinder und Eltern machen gemeinsam Dinge, haben gemeinsame Feste. Die Familie ist da eine zentrale Gruppe. Heute entwickeln sich aber immer mehr altersspezifische Gruppen. Man hat das auch mit den Einjahrgangsklassen der bürgerlichen Schule in Zusammenhang gebracht. Auf den Strassen spielen nicht mehr Kinder von 6 bis 16 Jahren miteinander. Es gibt harte Grenzen zwischen Altersspezialisten, das sieht man in den Freizeitinteressen und den Konsumgewohnheiten. Und das hat vielleicht etwas zu tun mit den schnellen Veränderungen der Welt, und natürlich mit den kleinen Familien und ihren Einzelkindern.
Ja, wie man als junger Mensch über die alten denkt, das ist wirklich sehr merkwürdig. Na ja, vielleicht hat es sich heute auch ein bisschen verändert. Wir hatten sie damals angeschaut wie E.T.s, Extraterrestrians zu gut deutsch. Und nie im Leben hätte ich mir vorstellen können, dass auch ich mal auf ihre Seite geraten würde. Wirklich nie! Ich habe mir immer vorgestellt, sie hätten es wunderschön, die Erwachsenen, diese Paschas: sie haben keine Hausaufgaben, dafür ein Doppelbett; sie können sich Dinge kaufen, wovon wir nicht mal träumen würden; sie dürfen Auto fahren, auswärts essen und wissen auf alles eine Antwort. Und vor allem haben wir gedacht, dass sie keine blasse Ahnung haben, was den hier auf dieser Welt mit uns Kleinen vorgeht. Die Sorgen des täglichen Lebens, Füsse waschen, Zähne putzen, tägliche Hausaufgaben, Sonntagsschule noch am Sonntag: was wussten die Erwachsenen schon davon, wie öde das alles war? Und die Feste mit Alkohol später, die ersten Verliebtheiten, die Küsse im Versteckten, ach, die Erwachsenen hatten ja keine Ahnung, was da alles ab ging und worin der wirkliche Reiz der Welt besteht. Sie lebten in ihren Büros, in der Küche, auf geraden Strassen. Wir hingegen tummelten uns hinter den Büschen, im Schwimmbad, hinter dem Fluss im Wäldchen, auf dem Güterbahnhof. Ach, sie hatten wirklich keine Ahnung, die Erwachsenen. Sie waren von einem anderen Stern. Sie waren, kurz gesagt, zu nichts Vernünftigem zu gebrauchen. ;-)
Aber da ich jetzt die Flussseite gewechselt habe, muss ich los für meinen Vortrag. Halt mir den Daumen, oder was immer du im Moment frei hast.
Mit lGuK
...
Ämne: RE: grippig noch
Datum: den 16 mars
Liebe Malou
Na ja, verwöhnt oder nicht verwöhnt. Manchmal schwemmt einem das Leben Dinge ans Land, die man nicht vorhergesehen hatte. Dann kann man sich verwöhnt fühlen.
Meine Grippe ist immer noch virulent. Ich schlucke Tabletten, trinke Tee (und keinen Kaffee) und schlafe wie ein Murmeltier. Aber es ist nicht ganz vorbei. Gestern ging ich früher nach Hause und habe dann praktisch durchgeschlafen. Und heute bin ich nur hier, weil ich einen kleinen Vortrag für die kommenden Lehrer habe. Dann ziehe ich mich wieder zurück. Es ist merkwürdig, mit diesem Grippe-Gefühl durch die Welt zu gehen, wenn es gleichzeitig so frühlingshaft warm und sonnig ist. Passt irgendwie nicht. Grippe passt zum Herbst, oder zum Winter. Aber doch nicht Frühling. Im Frühling ist Heuschnupfen oder so was meinetwegen gut.
Ameisen sind nicht besonders schlimm. Stell Dir vor, Du hättest Läuse, oder sogar Mäuse. Nein, Ameisen sind sehr sauber und räumen sogar Schmutz weg. Na ja, trotzdem mag man sie nicht besonders im Haus. Besonders nicht, wenn sie noch in fleissigen Zweierkolonnen quer übers Bett wandern.
Du hast nach Soutine geforscht. Er gefällt Dir nicht besonders? Na ja, aber schau Dir die Farben an. Es ist mir nicht ganz klar, wie er eine solche Intensivität erreichen kann. Es erinnert an die venezianische Schule. Und wenn ein solches Bild an der Wand hängt, dann hat es eine grosse Ausstrahlung. Ein solches Bild springt dich an, wie wir gesagt haben. Ich habe vor ein paar Jahren zwei Dicke Bände gekauft über Soutine. Am besten gefallen mir die Porträts. Sie sind wirklich einzigartig. Und ich kann verstehen, dass Varlin ein bisschen bei ihm abgeschaut hat. Nun, vielleicht kann man es nicht so sagen, „abgeschaut“. Er hat sich inspirieren lassen oder so ähnlich. Hast Du denn auch nach Bacon geforscht. Wenn Du Bacon siehst, dann gefallen Dir die Ameisen im Haus wieder ;--)
Ja, vielleicht ist das Alter wirklich nicht so wichtig, und es ist eher eine Frage, ob krank oder gesund. Ja, da hast Du bestimmt recht. Aber die Krankheiten kommen in der Regel auch eher mit dem Alter.
Ich habe vor Jahren mit grosser Begeisterung ein Buch eines deutschen Soziologen gelesen. Es war eine empirische Studie über die gesellschaftlichen Gruppierungen nach dem Verschwinden der sozialen Klassen. Er spricht da neu von sozialen Milieus und hat mittels statistischer Methoden - ich weiss nicht mehr genau - 5 oder 6 solche Milieus anhand von ihren Interessen, Lektüre, Kleidung, Freizeitvorlieben etc. identifiziert. Irgendwie hat er (ich glaube er heisst Gerhard Schulze) die Schlussfolgerung gezogen, dass die Hauptdimensionen, wonach sich Menschen einschätzen und gruppieren und gemeinsame Interessen und Sympathien finden, dass es vor allem die Dimensionen Alter und Bildung sind. Und vielleicht ist Alter wirklich eine neuere Dimension. Wir hatten mal darüber diskutiert, dass im katholischen Milieu noch altersgemischte Gruppen bestehen. Kinder und Eltern machen gemeinsam Dinge, haben gemeinsame Feste. Die Familie ist da eine zentrale Gruppe. Heute entwickeln sich aber immer mehr altersspezifische Gruppen. Man hat das auch mit den Einjahrgangsklassen der bürgerlichen Schule in Zusammenhang gebracht. Auf den Strassen spielen nicht mehr Kinder von 6 bis 16 Jahren miteinander. Es gibt harte Grenzen zwischen Altersspezialisten, das sieht man in den Freizeitinteressen und den Konsumgewohnheiten. Und das hat vielleicht etwas zu tun mit den schnellen Veränderungen der Welt, und natürlich mit den kleinen Familien und ihren Einzelkindern.
Ja, wie man als junger Mensch über die alten denkt, das ist wirklich sehr merkwürdig. Na ja, vielleicht hat es sich heute auch ein bisschen verändert. Wir hatten sie damals angeschaut wie E.T.s, Extraterrestrians zu gut deutsch. Und nie im Leben hätte ich mir vorstellen können, dass auch ich mal auf ihre Seite geraten würde. Wirklich nie! Ich habe mir immer vorgestellt, sie hätten es wunderschön, die Erwachsenen, diese Paschas: sie haben keine Hausaufgaben, dafür ein Doppelbett; sie können sich Dinge kaufen, wovon wir nicht mal träumen würden; sie dürfen Auto fahren, auswärts essen und wissen auf alles eine Antwort. Und vor allem haben wir gedacht, dass sie keine blasse Ahnung haben, was den hier auf dieser Welt mit uns Kleinen vorgeht. Die Sorgen des täglichen Lebens, Füsse waschen, Zähne putzen, tägliche Hausaufgaben, Sonntagsschule noch am Sonntag: was wussten die Erwachsenen schon davon, wie öde das alles war? Und die Feste mit Alkohol später, die ersten Verliebtheiten, die Küsse im Versteckten, ach, die Erwachsenen hatten ja keine Ahnung, was da alles ab ging und worin der wirkliche Reiz der Welt besteht. Sie lebten in ihren Büros, in der Küche, auf geraden Strassen. Wir hingegen tummelten uns hinter den Büschen, im Schwimmbad, hinter dem Fluss im Wäldchen, auf dem Güterbahnhof. Ach, sie hatten wirklich keine Ahnung, die Erwachsenen. Sie waren von einem anderen Stern. Sie waren, kurz gesagt, zu nichts Vernünftigem zu gebrauchen. ;-)
Aber da ich jetzt die Flussseite gewechselt habe, muss ich los für meinen Vortrag. Halt mir den Daumen, oder was immer du im Moment frei hast.
Mit lGuK
...
Samstag, 16. März 2013
Langeweile und Olten
Ämne: domo
Datum: den 6 mars
Liebe Marlena
Die Woche fliegt im Nu dahin. Es geht noch schneller als ausserhalb der
Ferien. Schade. Aber ich versuche, diese schwindende Zeit so gut wie möglich
zu nutzen.
Fast habe ich mein kleines Büchlein zu Ende gelesen, welches über - Du wirst
staunen - über 'die Langeweile' handelt. Es ist irgend ein jüngerer
deutscher Philosophieprofessor, der es geschrieben hat. Und es ist nicht
sehr anspruchsvoll. Ich habe den Eindruck, der Kerl muss sein Denken noch
etwas entwickeln. Oder vielleicht hat er so geschrieben, weil er uns nicht
mehr zumuten will?
Auf jeden Fall geht es um die Langeweile, wie sie von verschiedenen
Philosophen bewertet wird und welche Therapievorschläge sie machen. Und
dabei berücksichtigt er so verschiedene Typen wie Seneca, de Montaigne,
Heidegger, Helvétius, Pascal, Rousseau, Schopenhauer, Cioran, Russel,
etc. Und dabei kommen die verschiedenen Temperamente zum Ausdruck.
Na ja, eigentlich ist es wunderlich, in diesen hektischen Zeiten sich mit
der Langweile zu beschäftigen. Das muss ich schon zugeben. Aber es geht auch
um die Frage der Zeitlichkeit unseres Daseins im allgemeinen. Das ist es
vielleicht, was mich daran interessiert.
*
Du meinst, Du könntest mich hinter dem Schreibtisch sehen? Bist Du sicher?
Ich habe soviele Akten und Papiere auf dem Tisch, dass man sich kaum sehen
kann. Ich glaube, man sieht mich kaum in meinem Zimmer. Ich bin zu einer Art
von Maulwurf geworden, der die meiste Zeit unter Tage, als unterhalb dieser
Papiermassen in den Dingen herumwühlt. Nur gelegentlich komme ich wieder
ans Sonnenlicht, um etwas Luft zu schnappen.
*
Ja Olten ist bestimmt ein sehr gemütlicher Ort. Vielleicht gehört nicht die
ganze Agglomeration, die man auf der Karte sieht, zu Olten. Es gibt
Nachbargemeinden, die nahtlos an die Stadt Olten heranreichen. Wunderschön
fand ich jeweils die Berge rund um Olten. Sie sind natürlich niemals so hoch
wie jene im Wallis. Aber sie haben merkwürdige Formen, diese Jurahügel. Und
im Sommer geben sie eine gute Kulisse vor dem blauen Himmel ab. Dann gibt es
den Fluss Aare, der ziemlich breit dahinfliesst. Im Sommer baden viele Leute
im fliessenden Wasser, und das hat mich stets fasziniert. Im Wallis ist die
Rhone einerseits so kalt, andererseits so wenig tief, dass niemand auf die
Idee käme, darin zu schwimmen.
Ja, Olten ist wirklich ein gutes Nest, und man ist in weniger als einer
Stunde in Zürich, in Bern, in Luzern oder in Basel. Mit einem Wort: es ist
der Erdmittelpunkt.
Ich muss Schluss machen und wünsche Dir einen schönen Tag.
Mit lieben Grüssen
...
Mittwoch, 6. März 2013
...
Vielleicht
Erinnern
Das ist
vielleicht
die qualvollste Art
des Vergessens
und vielleicht
die freundlichste Art
der Linderung
dieser Qual
Das ist
vielleicht
die qualvollste Art
des Vergessens
und vielleicht
die freundlichste Art
der Linderung
dieser Qual
[Erich Fried]
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