date 1 November 2004 12:40
subject Re: So...
Lieber ...,
Zuerst herzlichen Dank für dein schönes langes Mail und für das
wunderbare Bild von der Piazza Santa. Ist wirklich gut! Ich habe in
fotofofolder nachgeschaut, aber dort liegt nichts.
Jetzt bin ich in L. Eigentlich wollte ich doch schon gestern Anna
hierherbringen aber dann zeigte es sich, dass sie es auch schaffen
würde, falls wir früh am Montagmorgen starteten. Das wäre kein Problem
gewesen, wenn ich nicht gerade in dieser Nacht kaum einschlafen
konnte. Und so fühle ich mich jetzt danach.
Ich habe vorhin Annas Fahrrad zum Radschlosser gebracht. Die Kette ist
ab. Und der Händler meinte sie sei so rostig, dass es eine neue
braucht. Ich kenne mich nicht so gut aus in Fahrradketten aber ich
wollte auch nicht dass sie es selbst reparieren sollte, denn es ist
gefährlich wenn beim Fahren die Kette abspringt. Ist mir mal mit dem
Moped passiert als ich 15 Jahre alt war. Damals bin ich in einem
weiten Bogen durch die Luft geflogen und im Graben gelandet. Geweint
habe ich, aber nur wegen dem Moped. Und eine winzig kleine Narbe
obehaltb der oberen Lippe habe ich als Erinnerung behalten.
Ja, lustig, wie man sich mit einer Person identifizieren kann, wenn
einem jemand gesagt hat, man sei ihr ähnlich. Als ich 17 war, war ich
bei einem Fotografen in Stockholm und er meinte ich sei Marilyn Monroe
sehr ähnlich. Zuerst fand ich das ziemlich komisch, doch dann
entdeckte ich dass unsere Gesichter wirklich etwas ähnlich waren. Und
dann später, als meine Kusine in Amerika ihrem Mann erklären wollte
wie ich aussah sagte sie, ich wäre wie Lady Diana. Die beiden waren
sich doch überhaupt nicht ähnlich, aber eins hatten sie gemeinsam.
Wenn ich mich nicht falsch erinnere starben beide auf tragische Weise
im Alter von 36 Jahren.
Ich sitze an Annas Computer und durchs Fenster sehe ich dauernd
Studenten, die unterwegs sind. Sehr viele davon sind Gaststudenten.
Auch in Annas Korridor wohnen ein paar. Sie kommen aus Indien, Kenya
und Spanien. Und alle drei sind sehr nett. Vorher wohnten hier eine
Russin, ein Moldavier, eine Chinesin, ein Italiener und noch welche.
Sie bleiben meist ein Jahr.
Ich glaube ich werde versuchen eine Weile zu schlafen. Heute Abend
will ich Anna und ihren Freund zum Essen einladen. Es gibt ein gutes
chinesisches Restaurant ganz hier in der Nähe. Und wahrscheinlich
fahre ich erst morgen früh wieder nach Hause.
Verzeih mir mein prosaisches Mail. Es ist sicher die Müdigkeit und der
ziemlich graue Himmel. Aber besonders kalt war es heute nicht. Das
habe ich zu meinem Erstaunen gemerkt, als ich das Fahrrad hinbrachte.
Ich wünsche dir einen weiterhin schönen Tag.
Mit lieben Gs und Ks
Malou
Mittwoch, 22. Juni 2011
Geburtstag
subject Lovely day
Lieber ...
Ich bin noch immer in Linköping. Es gefällt mir so gut hier. :-)) Anna
ist an der Uni und ich geniesse es in ihrer wunderschönen kleinen
Wohnung zu sein. Habe gerade etwas Wäsche gebügelt und dabei im Radio
gehört wie sehr unser Wohlbefinden mit unserem Wohnen zusammenhängt.
Und alles was gesagt wurde stärkt mich in meiner Auffassung, dass dies
ein Platz ist, der Wohlbefinden und Kreativität schafft. Na ja, der
Moderator des Programmes war ein Psychologe, der nebenbei auch
Architekt war. Aber diese Ideen mit Ordnung und Schönheit um uns als
Voraussetzung für inneres d:o habe ich schon immer gehabt.
Heute ist bereits November und draussen ist es warm wie im August. Soist an der Uni und ich geniesse es in ihrer wunderschönen kleinen
Wohnung zu sein. Habe gerade etwas Wäsche gebügelt und dabei im Radio
gehört wie sehr unser Wohlbefinden mit unserem Wohnen zusammenhängt.
Und alles was gesagt wurde stärkt mich in meiner Auffassung, dass dies
ein Platz ist, der Wohlbefinden und Kreativität schafft. Na ja, der
Moderator des Programmes war ein Psychologe, der nebenbei auch
Architekt war. Aber diese Ideen mit Ordnung und Schönheit um uns als
Voraussetzung für inneres d:o habe ich schon immer gehabt.
warm war es noch nie zu dieser Jahreszeit bei uns. Nur die Finsternis
am Abend erinnert uns daran, dass wir auf das Jahresende zugehen. Zum
Glück haben wir an diesem Wochenende die Uhren eine Stunde
zurückgestellt. So ist es nicht mehr stockdunkel, wenn man morgens
aufwacht.
Bald werdet ihr euer grosses Fest haben mit den 40 Gästen, und
vielleicht ist es auch um deinen baldigen Geburtstag zu feiern. Du
erreichst wohl jetzt ein "ehrwürdiges" Alter, oder? Was denkst du
darüber?
Habe vorhin auch einen kurzen Trailer zu einem kommenden Programm
gehört, in dem ein Mann, der gerade 60 geworden war über seine Gefühle
dazu sprach. Er konnte nicht begreifen, dass er nun schon dieses Alter
erreicht hatte. Fühlte sich wie 38 oder 42, meinte er.
Ich denke, dass es keine Rolle spielt wie viel Jahre wir gelebt haben.
Gewiss, mit dem Alter kommen auch einige Alterserscheinungen des
Körpers, aber in unserem Inneren tragen wir alle unsere Alter. Die
Seele hat kein Alter.
Ach, verzeihe mir. Vielleicht gehörst du zu den Leuten, die überhaupt
nicht von diesem Thema hören wollen. Die gibt es ja auch.
Ich grüsse dich lieb und wünsche dir alles Gute.
Malou
Re: Lovely day..
Liebe Marlena
Ja, mein Geburtstag schleicht sich näher. Mein Sekretariat hat mir schon eine neue Zimmerpflanze eingerichtet. Das ist lieb von ihnen. Die alte Pflanze war ein Geschenk zum 50., also 10 Jahre alt. Und ich habe sie schon ein bisschen vergammeln lassen. Man hatte mir gesagt, sie brauche nur Wasser. So ist sie vielleicht verhungert. Zumindest hat sie zuletzt ausgesehen wie ein Giacometti. Ich konnte sie kaum mer als Paravent benutzen, weil man überall durchgesehen hat. Die Neue hat ein saftig grünes Kleid, mit Gelb. Das passt gut für meinen Herbst im Arbeitsleben, nicht wahr? Jetzt könnte ich noch einen schönen farbigen Papagei brauchen, der darin herumturnt und hässliche Wörter herumschreit.
Ich möchte eigentlich nicht viel Aufhebens machen von meinem Geburtstag. Aber das Fest liegt so nah dabei, dass ich kaum herumkomme, es irgendwie zu berücksichtigen. Und S macht sich soviel Arbeit dafür. weil sie es auch in diesen Zusammenhang stellt. Na ja, wir werden sehen.
....
Dienstag, 21. Juni 2011
Im Norden
date 28 July 2005 23:21
subject Die Pferde
des neuen Nachbarn. Wir lassen sie bei uns grasen. Sieht doch herrlich
aus, oder?
subject Die Pferde
des neuen Nachbarn. Wir lassen sie bei uns grasen. Sieht doch herrlich
aus, oder?
Oben im Norden..
date 28 July 2005 22:33
subject Ich warte
du wartest
er wartet
wir warten
Warten wir wirklich? ich meine warten wir beide oder vielleicht nur ich?
Lieber ..,
Wie du siehst bin ich wieder in bebauter Gegend gelandet. Ach, es ist
wirklich herrlich zu Hause zu sein. Zwar ist es wunderschön dort oben
im Norden. Aber wie ich dir gesagt habe, es ist wie im Paradis. Und
wer sehnt sich schon ins Paradis, ausgenommen ein paar
Selbstmordsbomber.
Ich meine es ist etwas einsam dort oben. Und dabei erinnere ich mich
an Onkel Einar, der als er merkte dass sein Leben aufs Ende zuging,
etwas bekümmert fragte ob ich glaubte, dass man auf der anderen Seite
seine Lieben wiedersehen kann.
Es war ein bisschen traurig auch dort im Norden. Ich glaube ich hab
dir mal von dem Mann erzählt, der immer um die Mittagszeit dort
eintrifft um nach dem Häuschen zu sehen, das er von Tante Mimmi,
seiner verstorbenen Schwiegermutter geerbt hatte. (Tante Mimmis Mann
war übrigens ein Cousin meines Schwiegervaters). Er putzt und macht
alles schön im Garten, er hält alles wunderbar in Trim und immer
wieder baut er was Neues. Meist kleine "Friggeboden". Das sind so
kleine Häuschen, die man ohne Bauerlaubnis auf seinem Grundstück
aufstellen kann. Also sehr gefragt. Aber ich glaube er hat nie eines
verkauft. Vielleicht hängt er, wie so mancher Künstler, zu sehr an
seinem vollendeten Werk um sich davon befreien zu können.
Jedenfalls, wenn wir die Post holen, müssen wir durch seinen Hof
gehen, denn alle Briefkästen befinden sich auf dem alten Dorfweg
gerade vor seinem kleinen Haus. Und ich weiss, dass er immer schon auf
unsere Ankunft wartet und grosse Freude daran hat sein neuestes
Produkt vorzuzeigen. Auch dieses Jahr gab es was Neues. Ein Vogelbad.
:-) Es war nicht nur ein Vogelbad, sondern ein kleiner Springbrunnen,
wie uns Tore (Ks Jugendfreund) erklärte. Aber der arme Mann war eine
Woche vor unserer Ankunft an Krebs gestorben. Er war plötzlich und
ganz überraschend erkrankt und nach kurzer Zeit gestorben. Wie die
Mutter von Annas Freundin neulich. Und wenn ich all diese Dinge dort
stehen sehe, auf die er so stolz war, dann bin ich traurig wie nie.
*
Wie du weisst, sind wir am 9 Juli in aller Eile losgefahren. Es war
geplant, aber trotzdem gab es so viel zu tun vor der Reise, dass ich
nicht mehr an den PC rankommen konnte. Na, du kennst ja bereits unsere
Routinen.. und in Gedanken habe ich mich schon schön von dir
verabschiedet.
subject Ich warte
du wartest
er wartet
wir warten
Warten wir wirklich? ich meine warten wir beide oder vielleicht nur ich?
Lieber ..,
Wie du siehst bin ich wieder in bebauter Gegend gelandet. Ach, es ist
wirklich herrlich zu Hause zu sein. Zwar ist es wunderschön dort oben
im Norden. Aber wie ich dir gesagt habe, es ist wie im Paradis. Und
wer sehnt sich schon ins Paradis, ausgenommen ein paar
Selbstmordsbomber.
Ich meine es ist etwas einsam dort oben. Und dabei erinnere ich mich
an Onkel Einar, der als er merkte dass sein Leben aufs Ende zuging,
etwas bekümmert fragte ob ich glaubte, dass man auf der anderen Seite
seine Lieben wiedersehen kann.
Es war ein bisschen traurig auch dort im Norden. Ich glaube ich hab
dir mal von dem Mann erzählt, der immer um die Mittagszeit dort
eintrifft um nach dem Häuschen zu sehen, das er von Tante Mimmi,
seiner verstorbenen Schwiegermutter geerbt hatte. (Tante Mimmis Mann
war übrigens ein Cousin meines Schwiegervaters). Er putzt und macht
alles schön im Garten, er hält alles wunderbar in Trim und immer
wieder baut er was Neues. Meist kleine "Friggeboden". Das sind so
kleine Häuschen, die man ohne Bauerlaubnis auf seinem Grundstück
aufstellen kann. Also sehr gefragt. Aber ich glaube er hat nie eines
verkauft. Vielleicht hängt er, wie so mancher Künstler, zu sehr an
seinem vollendeten Werk um sich davon befreien zu können.
Friggebodar durchs Autofenster im Regen - rechts die Briefkästen
Jedenfalls, wenn wir die Post holen, müssen wir durch seinen Hof
gehen, denn alle Briefkästen befinden sich auf dem alten Dorfweg
gerade vor seinem kleinen Haus. Und ich weiss, dass er immer schon auf
unsere Ankunft wartet und grosse Freude daran hat sein neuestes
Produkt vorzuzeigen. Auch dieses Jahr gab es was Neues. Ein Vogelbad.
:-) Es war nicht nur ein Vogelbad, sondern ein kleiner Springbrunnen,
wie uns Tore (Ks Jugendfreund) erklärte. Aber der arme Mann war eine
Woche vor unserer Ankunft an Krebs gestorben. Er war plötzlich und
ganz überraschend erkrankt und nach kurzer Zeit gestorben. Wie die
Mutter von Annas Freundin neulich. Und wenn ich all diese Dinge dort
stehen sehe, auf die er so stolz war, dann bin ich traurig wie nie.
*
Wie du weisst, sind wir am 9 Juli in aller Eile losgefahren. Es war
geplant, aber trotzdem gab es so viel zu tun vor der Reise, dass ich
nicht mehr an den PC rankommen konnte. Na, du kennst ja bereits unsere
Routinen.. und in Gedanken habe ich mich schon schön von dir
verabschiedet.
Kirche in Kalix
Oben in Kalix war es die ersten zwei Wochen sehr warm. Ich glaube wir
hatten die höchsten Temperaturen im Lande. Es war sogar zu heiss
mitten am Tag draussen zu sein. Wie immer gab es einiges zu tun dort,
aber nach zwei drei Tagen sah es schon wieder ganz bewohnt aus.
Zweimal waren wir auch in Luleå, (70 km weiter südlich) um ein wenig
Stadtluft zu atmen. Luleå ist eine ganz wunderbare Sommerstadt und
jetzt kommen sogar schon Luxustouristen per Schiff dorthin.
Hafen von Luleå, die Tuttifrutti-Häuser
Ich denke sie müssen gestaunt haben über die Temperaturen. Und natürlich über
die hellen Nächte. Die musst du doch auch einmal sehen.
die hellen Nächte. Die musst du doch auch einmal sehen.
Sommernacht mit Flieder
*
Die letzten Tage hat es geregnet und es kamen starke Gewitter, so dass
die Elektrizität bei uns fast einen ganzen Tag ausgeschlagen war. Zum
Glück war ich am Tag voher gerade mit dem Syltkochen fertig geworden.
Ich habe an dich gedacht, als ich die Multbeeren pflückte. Jedesmal
wenn ich mich hinunter bückte hatte ich den Eindruck den Kopf in
lodernde Flammen zu stecken. Die heissen Tage hatten das Moor
aufgewärmt. Nachher hatten wir beide den Eindruck wir hätten uns in
einem Gym fest abgeplagt und anschliessend noch in einer heissen Sauna
geschwitzt.
Während der regnerischen Tage habe ich ein bisschen gelesen. Aber die
Bücher die ich hatte, waren nicht besonders fesselnd. Eine Biographie
über James Joyce, eine Analyse von Gedichten einiger schwedischer
Poeten, ein Roman von Imre Kertec (eine wahre Feuerprobe). Doch habe
ich mir, als ich in der Bibliothek war in Kalix, eine neue Leihkarte
besorgt. Weisst du, es gibt keine schönere Bibliothek. Es ist auch der
Stolz der Gemeinde und die neue Benennung ist "UniversCity of Kalix".
Darüber muss man ein wenig lächeln.
Früher, wenn man dort etwas am Computer tun wollte, musste man sich
mit vielen jungen Leuten herumdrängen und warten bis man drankam, und
dann mit ungeduldigen Leuten, die einem über die Schulter schauten,
versuchen alles in 15 Minuten zu erledigen. Jetzt kriegt man ohne
Problem sofort einen Computer für eine Stunde. Ich schliesse daraus,
dass nun alle jungen Leute ihren eigenen Internetanschluss zu Hause
haben. Und während ich nach einem Lebenszeichen von dir suche, sitzt K
im "Kalixzimmer" und sieht sich die Dokumentation über die Gegend an.
Das kann er lange tun. Es gibt alles was man sich wünschen kann.
*
Ich habe mich gefreut unser Haus hier im Süden wiederzusehen. Im
Garten blüht alles so schön und sogar der Kirschbaum ist voll von
Kirschen. Zum ersten mal nach all den Jahren. *s* Die Johannisbeeren
sind, Gott sei Dank, noch nicht reif, denn im Moment fehlt mir die Zeit
dafür. Ich werde am Wochenende zu Anna runter fahren und ihr bei dem
Umzug behilflich sein. Ihre erste eigene Wohnung.
Hast du nun auch schon Ferien oder mühst du dich noch im Büro ab? ..
;-) Wie wird es mit eurer Reise in den Iran? Etwas unruhig dort unten
jetzt.
Nun wünsche ich dir einen weiterhin schönen Sommer und ich hoffe, dass
du mir so bald wie möglich ein Lebenszeichen schickst.
Mit lieben Grüssen,
Malou
Schicke dir ein paar Bilder separat
Die letzten Tage hat es geregnet und es kamen starke Gewitter, so dass
die Elektrizität bei uns fast einen ganzen Tag ausgeschlagen war. Zum
Glück war ich am Tag voher gerade mit dem Syltkochen fertig geworden.
Ich habe an dich gedacht, als ich die Multbeeren pflückte. Jedesmal
wenn ich mich hinunter bückte hatte ich den Eindruck den Kopf in
lodernde Flammen zu stecken. Die heissen Tage hatten das Moor
aufgewärmt. Nachher hatten wir beide den Eindruck wir hätten uns in
einem Gym fest abgeplagt und anschliessend noch in einer heissen Sauna
geschwitzt.
Während der regnerischen Tage habe ich ein bisschen gelesen. Aber die
Bücher die ich hatte, waren nicht besonders fesselnd. Eine Biographie
über James Joyce, eine Analyse von Gedichten einiger schwedischer
Poeten, ein Roman von Imre Kertec (eine wahre Feuerprobe). Doch habe
ich mir, als ich in der Bibliothek war in Kalix, eine neue Leihkarte
besorgt. Weisst du, es gibt keine schönere Bibliothek. Es ist auch der
Stolz der Gemeinde und die neue Benennung ist "UniversCity of Kalix".
Darüber muss man ein wenig lächeln.
Früher, wenn man dort etwas am Computer tun wollte, musste man sich
mit vielen jungen Leuten herumdrängen und warten bis man drankam, und
dann mit ungeduldigen Leuten, die einem über die Schulter schauten,
versuchen alles in 15 Minuten zu erledigen. Jetzt kriegt man ohne
Problem sofort einen Computer für eine Stunde. Ich schliesse daraus,
dass nun alle jungen Leute ihren eigenen Internetanschluss zu Hause
haben. Und während ich nach einem Lebenszeichen von dir suche, sitzt K
im "Kalixzimmer" und sieht sich die Dokumentation über die Gegend an.
Das kann er lange tun. Es gibt alles was man sich wünschen kann.
*
Ich habe mich gefreut unser Haus hier im Süden wiederzusehen. Im
Garten blüht alles so schön und sogar der Kirschbaum ist voll von
Kirschen. Zum ersten mal nach all den Jahren. *s* Die Johannisbeeren
sind, Gott sei Dank, noch nicht reif, denn im Moment fehlt mir die Zeit
dafür. Ich werde am Wochenende zu Anna runter fahren und ihr bei dem
Umzug behilflich sein. Ihre erste eigene Wohnung.
Hast du nun auch schon Ferien oder mühst du dich noch im Büro ab? ..
;-) Wie wird es mit eurer Reise in den Iran? Etwas unruhig dort unten
jetzt.
Nun wünsche ich dir einen weiterhin schönen Sommer und ich hoffe, dass
du mir so bald wie möglich ein Lebenszeichen schickst.
Mit lieben Grüssen,
Malou
Schicke dir ein paar Bilder separat
Montag, 20. Juni 2011
Samstag, 18. Juni 2011
kleine Nachspeise
20 February 2008 17:09
subject Dessert
Ja, du hast recht. Am besten ist es, mit praktischen Pflichten
des Alltags beschäftigt zu sein.
Du sagst du wirst traurig, wenn du zurück schaust. Vielleicht würde
es S trösten, wenn sie das wüsste. Ich denke oft an sie und frage mich
wie es ihr geht. ...
K ist nach U gefahren mit ein paar Flaschen Wein, die er T.
schuldet, weil sie besser getippt hat bei den wöchentlichen
Pferderennen. Das ist aber nur eine Ausrede. Sie ängstigt sich um
ihre Gesundheit und ich glaube er will sehen, wie es ihr geht. Ich bin
froh, dass er guten Kontakt hat mit seinen früheren Freunden und
Kollegen. Er braucht es.
Heute ist der Himmel grau hier, aber K hat mich doch am Vormittag zu
einem Spaziergang über die Felder überredet. Wenn es windstill ist,
ist es auch bei diesem Wetter herrlich. Man sieht schon die ersten
Frühlingszeichen in der Natur. Die Rosensträucher am Eingang haben
schon Knospen angesetzt. Das habe ich noch nie zu dieser Jahreszeit
erlebt. Die Haselnussbäume tragen schon Kätzchen. Mit anderen Worten,
die schlimme Zeit für Pollenallergiker hat bereits begonnen. Aber bei
euch in der Schweiz ist der Frühling schon länger gekommen denke ich.
Ich weiss nicht ob du noch da bist... aber vielleicht doch. Also sende
ich dir jetzt auch meine Nachspeise ab. Ein kleiner Kompott, süss und
bitter zugleich.
Nochmals mit lieben Gs und Ks
Malou
subject Dessert
Ja, du hast recht. Am besten ist es, mit praktischen Pflichten
des Alltags beschäftigt zu sein.
Du sagst du wirst traurig, wenn du zurück schaust. Vielleicht würde
es S trösten, wenn sie das wüsste. Ich denke oft an sie und frage mich
wie es ihr geht. ...
K ist nach U gefahren mit ein paar Flaschen Wein, die er T.
schuldet, weil sie besser getippt hat bei den wöchentlichen
Pferderennen. Das ist aber nur eine Ausrede. Sie ängstigt sich um
ihre Gesundheit und ich glaube er will sehen, wie es ihr geht. Ich bin
froh, dass er guten Kontakt hat mit seinen früheren Freunden und
Kollegen. Er braucht es.
Heute ist der Himmel grau hier, aber K hat mich doch am Vormittag zu
einem Spaziergang über die Felder überredet. Wenn es windstill ist,
ist es auch bei diesem Wetter herrlich. Man sieht schon die ersten
Frühlingszeichen in der Natur. Die Rosensträucher am Eingang haben
schon Knospen angesetzt. Das habe ich noch nie zu dieser Jahreszeit
erlebt. Die Haselnussbäume tragen schon Kätzchen. Mit anderen Worten,
die schlimme Zeit für Pollenallergiker hat bereits begonnen. Aber bei
euch in der Schweiz ist der Frühling schon länger gekommen denke ich.
Ich weiss nicht ob du noch da bist... aber vielleicht doch. Also sende
ich dir jetzt auch meine Nachspeise ab. Ein kleiner Kompott, süss und
bitter zugleich.
Nochmals mit lieben Gs und Ks
Malou
Keine Angst!
20 February 2008 16:31
subject Anfang..
Lieber ...,
So, da bin ich nun. Musste noch schnell etwas erledigen unten im
Zentrum nach K's Abfahrt.
Du bist also auch ein solches Eichhörnchen wie ich? :-) Ich besitze ja
nicht diese riesige Garderobe, weil ich zu viel kaufe, sondern eben
weil ich fast nie etwas wegwerfe.
Als ich die Kleiderkammer ausgeräumt hatte, sahen die anderen drei
Zimmer oben aus wie Rümpelkammern. Ich bin auch daran in Annas
Zimmer umzuändern. Dort hatte ich seit K's Einzug hier alle Kleider
aus den Garderoben, die ich ihm überlassen wollte, verwahrt.
"Wo es eine Abstellfläche gab, stellte ich etwas ab.." um meinen
Lieblingsautor zu zitieren. ;-) Ich will auch Annas grossen tiefen
Bücherschrank mit einem gewöhnlichen ersetzen, der bis an die
Decke reicht. ...
*
Jetzt hatte ich ein langes Telefongespräch. Manchmal bilde ich mir
ein, dass Leute merken, wenn man nicht reden will und deswegen das
ganze richtig lange hinausziehen. :-)
*
Vielleicht schreibe ich über Dinge, die du garnicht hören willst und
bin still über das andere. Ich danke dir, mein lieber Mausfreund, dass
du besorgt bist um mich. Ich weiss, dass ich dir alles anvertrauen
kann und ich bin froh, dass es dich noch in meinem Leben gibt.
Du solltest keine Angst haben vor der Pensionierung. Freue dich doch auf
das grosse Glück deine Zeit bald frei gestalten zu können. Ein Zeitmillionär
zu werden, wie du es manchmal nennst.
Ach, ich schicke dir dies nun schon ab und schreibe dann weiter. Will,
dass du es noch heute bekommst.
Bis bald
mit Gs und Ks
Malou
subject Anfang..
Lieber ...,
So, da bin ich nun. Musste noch schnell etwas erledigen unten im
Zentrum nach K's Abfahrt.
Du bist also auch ein solches Eichhörnchen wie ich? :-) Ich besitze ja
nicht diese riesige Garderobe, weil ich zu viel kaufe, sondern eben
weil ich fast nie etwas wegwerfe.
Als ich die Kleiderkammer ausgeräumt hatte, sahen die anderen drei
Zimmer oben aus wie Rümpelkammern. Ich bin auch daran in Annas
Zimmer umzuändern. Dort hatte ich seit K's Einzug hier alle Kleider
aus den Garderoben, die ich ihm überlassen wollte, verwahrt.
"Wo es eine Abstellfläche gab, stellte ich etwas ab.." um meinen
Lieblingsautor zu zitieren. ;-) Ich will auch Annas grossen tiefen
Bücherschrank mit einem gewöhnlichen ersetzen, der bis an die
Decke reicht. ...
*
Jetzt hatte ich ein langes Telefongespräch. Manchmal bilde ich mir
ein, dass Leute merken, wenn man nicht reden will und deswegen das
ganze richtig lange hinausziehen. :-)
*
Vielleicht schreibe ich über Dinge, die du garnicht hören willst und
bin still über das andere. Ich danke dir, mein lieber Mausfreund, dass
du besorgt bist um mich. Ich weiss, dass ich dir alles anvertrauen
kann und ich bin froh, dass es dich noch in meinem Leben gibt.
Du solltest keine Angst haben vor der Pensionierung. Freue dich doch auf
das grosse Glück deine Zeit bald frei gestalten zu können. Ein Zeitmillionär
zu werden, wie du es manchmal nennst.
Ach, ich schicke dir dies nun schon ab und schreibe dann weiter. Will,
dass du es noch heute bekommst.
Bis bald
mit Gs und Ks
Malou
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