Meine Mailüberschrift
"Ich habe das Password" bezog sich auf dieses kleine Gedicht:
..
Ich kann die Rätsel alle dir
der Schöpfung sagen;
denn aller Rätsel Lösungswort
ist mein, der Liebe.
..
Oder dieses:
..
Liebende sehen die Dinge so,
wie sie wirklich sind.
Denn sie sehen mit der Klarheit
des göttlichen Lichts,
und ihre Liebe spricht die Mängel frei.
..
Ist das nicht ein wunderschöner Gedanke, fern von unserer
Einstellung, dass Liebe blind macht.
Donnerstag, 13. Mai 2010
Rumi
Ämne: Ich habe das Password
Datum: den 28 augusti 2003 09:29
Liebster Mausfreund,
Wieder ein so schönes Mail von dir. Wie du weisst, finde ich deine
Mails früh am Morgon und dann habe ich es oft schon eilig zu Arbeit.
So auch heute. Aber damit du schon beim Aufwachen etwas von mir
findest, schicke ich dir Gedichte von Rumi auf deutsch. Sie sind schön
und eines davon wollte ich besonders für dich reservieren.
Wenn du die Bilder betrachtest kannst du noch besser verstehen
warum er gerade in NY geschätzt ist. So viel ich verstehe war Rumi
verliebt in einen Derwisch und seine Gedichte sind aus dieser Liebe
entsprungen.
Viel Spass beim lesen und ansehen. Und ich wünsche dir einen
schönen Tag.
Mit lieben Grüssen
Marlena
Ämne: und noch die Link
Datum: den 28 augusti 2003 09:30
...
Love,
M.
Datum: den 28 augusti 2003 09:29
Liebster Mausfreund,
Wieder ein so schönes Mail von dir. Wie du weisst, finde ich deine
Mails früh am Morgon und dann habe ich es oft schon eilig zu Arbeit.
So auch heute. Aber damit du schon beim Aufwachen etwas von mir
findest, schicke ich dir Gedichte von Rumi auf deutsch. Sie sind schön
und eines davon wollte ich besonders für dich reservieren.
Wenn du die Bilder betrachtest kannst du noch besser verstehen
warum er gerade in NY geschätzt ist. So viel ich verstehe war Rumi
verliebt in einen Derwisch und seine Gedichte sind aus dieser Liebe
entsprungen.
Viel Spass beim lesen und ansehen. Und ich wünsche dir einen
schönen Tag.
Mit lieben Grüssen
Marlena
Ämne: und noch die Link
Datum: den 28 augusti 2003 09:30
...
Love,
M.
Mittwoch, 12. Mai 2010
das Wetter
Lieber ...
*
Lustig was du über das Wetter als Gesprächsthema sagst. Ich glaube,
wenn man etwas über das Wetter sagt, so sagt man eigentlich meistens
etwas über sich selbst.
Ich beginne z.B. nicht mein Mail mit den Worten "Heute bin ich müde
uns lustlos". Stattdessen sage ich "heute ist der Himmel grau". Und
ich meine dasselbe. OK. Es ist schön, wenn das Wetter mit unserem
Inneren harmoniert. Schlimm ist es wenn man sich traurig fühlt im
Sonnenschein. Kommt zum Glück selten vor. :-)
*
*
Lustig was du über das Wetter als Gesprächsthema sagst. Ich glaube,
wenn man etwas über das Wetter sagt, so sagt man eigentlich meistens
etwas über sich selbst.
Ich beginne z.B. nicht mein Mail mit den Worten "Heute bin ich müde
uns lustlos". Stattdessen sage ich "heute ist der Himmel grau". Und
ich meine dasselbe. OK. Es ist schön, wenn das Wetter mit unserem
Inneren harmoniert. Schlimm ist es wenn man sich traurig fühlt im
Sonnenschein. Kommt zum Glück selten vor. :-)
*
Rosen
Bei uns sind die Rosen in vollem Gange, sozusagen. Nein, so kann man es natürlich nicht sagen. Sie sind in Blüte. Sie sind in voller Pracht. Oder so. Ich habe kürzlich einen Film gesehen über englische Rosenzüchter. Das hat mich fasziniert, und irgendwie spiele ich mit dem Gedanken, in der Pension einen hübschen Rosengarten anzulegen. Einen schönen englischen Garten, mit diesem feinen Rasen und dem üppigen Grün rundum, das schaffe ich vielleicht nicht. Wir haben weniger Regen und etwas wilderes Klima als die Engländer. Aber annähernd wäre das schon möglich. Sie machen dort drüben jede Menge Wettbewerbe und Gartenausstellungen und Fotobände usw. Und das Schöne dabei ist, dass die Rosen in einer natürlichen Umgebung blühen. Es sind nicht diese steifen, hoch designten Blüten, die man hier kaufen kann, Baccara-Rosen oder wie sie heissen. Nein, sie wachsen in Gruppen wie Schafe und leben mitten im Grün des Gartens. Wirklich sehr schön. Da war eine Frau. Sie hat ihr gesamtes Vermögen in diesen Garten gesteckt. Ihr Mann schneidet täglich den Rasen und arbeitet nachts als Taxichauffeur, um das Vergnügen zu finanzieren. Ist das nicht faszinierend? Faszinierend nicht solche Rosen, aber einen solchen Mann ???
MLG
Dienstag, 11. Mai 2010
Salvador Dalí
Liebste Marlena
---
Ich habe angefangen, eine Biographie über Salvador Dali zu lesen. Ich habe sie so bei Gelegenheit gefunden, ohne zu suchen, und habe sie gleich gekauft. Er war ja ein so komischer Kerl. Aber schon nach den ersten paar Seiten wird deutlich, dass er eigentlich ziemlich krankhaft war. Ich hatte immer gedacht, er stilisiere seine Persönlichkeit und inszeniere seine Theater mit Absicht und Berechnung. Aber offensichtlich hat ihn seine Familiensituation schon in jungen Jahren ziemlich verdreht, und er scheint auch ziemlich darunter gelitten zu haben. Und hat andere leiden lassen. Seine surrealistischen Bilder sind unter diesen Voraussetzungen ein ziemlich adaequates Abbild seiner Weltanschauung. Er musste gar nicht mehr zuviel konstruieren. Doch ich urteile vielleicht jetzt ein bisschen zu früh. Lass mich erst weiterlesen, Marlena. Ich hoffe, ich habe genügend Zeit, um das zu schaffen. Ich möchte nämlich bald mit meinem Römer Projekt anfangen. Hast Du denn schon angefangen? Ich habe mittlerweile soviele Bücher über Rom in meiner Bibliothek gefunden, dass ich mich etwa 2 Jahre damit beschäftigen könnte. Ich werde sehen, was sich machen lässt.
Ich wünsche Dir eine gute Zeit. Und schreib mir bald, ma chérie, so süss und spontan, wie Du es kannst.
KKK
Samstag, 8. Mai 2010
Beyeler Museum
---
Ich war vorgestern im Beyeler Museum. Das ist jenes Privatmuseum in der Nähe Basels, ein wunderschöner Bau mit meist ausgezeichneten Ausstellungen. Doch es hat nur so gewimmelt von Leuten. Das mag ich nicht. Wenn man sich schon in der Garderobe gegenseitig in die Quere kommt, och, das mag ich überhaupt nicht. Aber schliesslich haben sich die vielen Leute in den grossen Räumen verteilt. Und es war eigentlich nichts Aussergewöhnliches zu sehen. Die Standardausstellung Beyelers mit einigen Giacomettis, ein paar Impressionisten, Picassos, Klees etc. Aber dann gab es da noch eine Ausstellung der Kunstsammlung der UBS. Die hatte ich noch nie gesehen. Es gab ein grosses Bild von Lucian Freud, du kennst ihn. Ich mag ihn eigentlich nur wegen seiner Technik. Die Bilder könnte ich zuhause nicht aufhängen, obwohl seine Porträts sicherlich nicht schlecht sind. Aber diese Nackporträts mag ich nur, weil ich sein Können und vielleicht noch ein bisschen seinen Mut bewundere. Er hat einen guten Dreh gefunden, Fleisch darzustellen. Und das ist bestimmt nicht allzu leicht. Stell dir vor: Fleisch, das bloss so rosa aussieht. Wie kann man es plastisch darstellen, so dass das Knochengerüst durchscheint, und dass man neben den Licht und Schatteneffekten auch noch die Adern darunter sieht. Das macht er nicht schlecht. Und die Leute, die er malt, sind auch keine schönen Menschen. Und dann liegen sie so ausgebreitet da wie die Tiere. Da steht er vielleicht in der Tradition seines grossen Onkels?
Kurz und gut, ich habe diesen Lucian Freud mehr oder weniger übergangen und habe mir die anderen Stücke der UBS angeschaut.
30 December 2005
Ich war vorgestern im Beyeler Museum. Das ist jenes Privatmuseum in der Nähe Basels, ein wunderschöner Bau mit meist ausgezeichneten Ausstellungen. Doch es hat nur so gewimmelt von Leuten. Das mag ich nicht. Wenn man sich schon in der Garderobe gegenseitig in die Quere kommt, och, das mag ich überhaupt nicht. Aber schliesslich haben sich die vielen Leute in den grossen Räumen verteilt. Und es war eigentlich nichts Aussergewöhnliches zu sehen. Die Standardausstellung Beyelers mit einigen Giacomettis, ein paar Impressionisten, Picassos, Klees etc. Aber dann gab es da noch eine Ausstellung der Kunstsammlung der UBS. Die hatte ich noch nie gesehen. Es gab ein grosses Bild von Lucian Freud, du kennst ihn. Ich mag ihn eigentlich nur wegen seiner Technik. Die Bilder könnte ich zuhause nicht aufhängen, obwohl seine Porträts sicherlich nicht schlecht sind. Aber diese Nackporträts mag ich nur, weil ich sein Können und vielleicht noch ein bisschen seinen Mut bewundere. Er hat einen guten Dreh gefunden, Fleisch darzustellen. Und das ist bestimmt nicht allzu leicht. Stell dir vor: Fleisch, das bloss so rosa aussieht. Wie kann man es plastisch darstellen, so dass das Knochengerüst durchscheint, und dass man neben den Licht und Schatteneffekten auch noch die Adern darunter sieht. Das macht er nicht schlecht. Und die Leute, die er malt, sind auch keine schönen Menschen. Und dann liegen sie so ausgebreitet da wie die Tiere. Da steht er vielleicht in der Tradition seines grossen Onkels?
Kurz und gut, ich habe diesen Lucian Freud mehr oder weniger übergangen und habe mir die anderen Stücke der UBS angeschaut.
30 December 2005
Montag, 3. Mai 2010
nochmals Botanik
Der Abend war auch deshalb gelungen, weil viele ihre Kinder oder die Älteren ihre Enkelkunder mitgenommen haben. Es macht immer eine lustige und angenehme Stimmung, wenn Kinder herum sind. Sie machen die Situation menschlich. Unsere zwei Töchter wollten allerdings nicht mitkommen. Die Kinder waren im allgemeinen auch im Alter zwischen 5 und vielleicht 10. Sie hatten viel Charme und man konnte sehen, wie die Grosseltern vor Stolz glänzten, wenn sie sie vorstellen konnten.
Die Attraktion des Abends war nun aber dieser Kran. Mit einem grossen Metallkorb konnte er 4 Personen auf einmal etwa 40 m in die Höhe heben. Alle konnten einmal dort hinauf und sich umschauen. Die Kinder waren besonders interessiert, und manche gingen sogar zweimal hinauf. So konnte uns Prof. Körner sein Untersuchungsprojekt erklären. Es geht eigentlich darum, zu studieren, wie sich der Wald infolge des Kohlendioxits verändern wird. Der Kran dient einfach dazu, die Bäume besser und bequemer zu studieren. Man hat auf den Bäumen dort beispielsweise eine Schneckenart gefunden, die bisher noch kaum untersucht worden ist. Und dies einfach darum, weil man bisher kaum auf die Bäume gestiegen ist. In diesem Korb fühlt man sich beinahe wie ein Vogel im Wald. Man sieht die Bäume von oben. Er hat auch erklärt, wie die Blätterstellung sich verändert. Die Blätter unten im Wald haben tendenziell zuwenig Licht und stellen sich ganz flach, die Blätter oben haben tendentiell zuviel Licht und stellen sich deshalb ein bisschen in die Höhe. Christian hat es wirklich sehr gut und verständlich geschildert. Im Grunde machen die Blätter der Pflanzen eine ständige Gratwanderung zwischen Verhungern und Verdursten. Wenn sie ihre Poren öffnen, nehmen sie viel Kohlendioxit auf. Dann haben sie viel Nahrung, aber durch die Poren entweicht dann auch viel Wasserdampf, den sie abgeben. Dann würden sie also vertrocknen. Und wenn sie die Poren schliessen, behalten sie mehr Dampf, aber sie kriegen nicht genug Nahrung. Dann würden sie also verhungern. Es geht darum, dieses Gleichgewicht ständig neu einzustellen, und es scheint, als ob die Bäume mit einer Art von Computer ständig neu berechneten, wie sie ihre Porenöffnungen einstellen sollten. Und das Projekt untersucht, wie sich Pflanzen verändern würden, wenn vielleicht in 100 Jahren viel mehr Kohlendioxit in der Luft wäre. Dann wäre es möglich, dass die Blätter ihre Poren mehr verschliessen würden, also weniger Wasser abgeben. Dann würde mehr Wasser im Boden bleiben. Dann würde bei grossen Regenfällen das Wasser weniger versickern, sondern mehr den Hang hinunterfliessen. Es wäre also denkbar, dass sowas zu mehr Überschwemmungen führen könnte. Das ist das Untersuchungsthema des Projektes. Aber die geniale Idee war, diesen Kran mitten im Wald aufzustellen, um an die Baumkronen erhanzukommen. Und es gibt offenbar schon andere Universitäten, die am Projekt interessiert sind und den Kran auch für Fragen benützen möchten, die sie selbst untersuchen. Beispielsweise diese Schneckenart, die man dort gefunden hat, soll näher untersucht werden.
So haben wir also gut gegessen und getrunken, netten sozialen Kontakt gehabt, und dazu einige interessante Informationen aus der modernen Biologie erhalten. Das war ein interessanter Abend. Und manchmal hatte ich das Gefühl, du wärst dabei. Und ich habe mir gelegentlich vorgestellt, wie du dich unter diesen Leuten bewegen würdest. Und ich habe mir dein freundliches Wesen vorgestellt (ich erinnerte mich an die Italobar und die kleine Laura), und wie du mit deinem Charme zur freundlichen Stimmung beigetragen hättest. Ich habe es mir wirklich da und dort vorgestellt. Siehst du, Marlena, das ist mein Foto, das ich mit mir trage. Es ist beinahe schon ein Video, obwohl ich nicht so genau weiss, wie du dich bewegst und welches deine Gesten sind. Aber so ein bisschen wolkig konnte ich mir dich vorstellen. Dein Gesicht und dein Lächeln zumindest. Ich glaube, wenn man jemanden liebt, muss man auch dessen Umgebung und dessen Freunde schätzen. Ich glaube, du würdest gut in meine Kreise hineinpassen. Das weiss ich nicht so genau, aber ich glaube es sehr. Es ist ja auch ein bisschen international, es gibt Deutsche, Holländer, Franzosen (und einen Walliser ;--))
Und dann, in der zweiten Hälfte des Abends gab es ein riesiges Gewitter. Wir sassen immer noch in dieser Scheune, hatten Kaffee und Kuchen, und plötzlich begann es zu hageln. Wir sassen unter einem richtigen Trommelfeuer, denn es klang sehr laut und irgendwie metallig unter diesem Dach. Aber es war sehr gemütlich und man fühlte sich wieder einmal der Natur näher, als man das sonst zuhause fühlt. Und den Kindern wurde es sogar ein bisschen unheimlich.
*
Die Attraktion des Abends war nun aber dieser Kran. Mit einem grossen Metallkorb konnte er 4 Personen auf einmal etwa 40 m in die Höhe heben. Alle konnten einmal dort hinauf und sich umschauen. Die Kinder waren besonders interessiert, und manche gingen sogar zweimal hinauf. So konnte uns Prof. Körner sein Untersuchungsprojekt erklären. Es geht eigentlich darum, zu studieren, wie sich der Wald infolge des Kohlendioxits verändern wird. Der Kran dient einfach dazu, die Bäume besser und bequemer zu studieren. Man hat auf den Bäumen dort beispielsweise eine Schneckenart gefunden, die bisher noch kaum untersucht worden ist. Und dies einfach darum, weil man bisher kaum auf die Bäume gestiegen ist. In diesem Korb fühlt man sich beinahe wie ein Vogel im Wald. Man sieht die Bäume von oben. Er hat auch erklärt, wie die Blätterstellung sich verändert. Die Blätter unten im Wald haben tendenziell zuwenig Licht und stellen sich ganz flach, die Blätter oben haben tendentiell zuviel Licht und stellen sich deshalb ein bisschen in die Höhe. Christian hat es wirklich sehr gut und verständlich geschildert. Im Grunde machen die Blätter der Pflanzen eine ständige Gratwanderung zwischen Verhungern und Verdursten. Wenn sie ihre Poren öffnen, nehmen sie viel Kohlendioxit auf. Dann haben sie viel Nahrung, aber durch die Poren entweicht dann auch viel Wasserdampf, den sie abgeben. Dann würden sie also vertrocknen. Und wenn sie die Poren schliessen, behalten sie mehr Dampf, aber sie kriegen nicht genug Nahrung. Dann würden sie also verhungern. Es geht darum, dieses Gleichgewicht ständig neu einzustellen, und es scheint, als ob die Bäume mit einer Art von Computer ständig neu berechneten, wie sie ihre Porenöffnungen einstellen sollten. Und das Projekt untersucht, wie sich Pflanzen verändern würden, wenn vielleicht in 100 Jahren viel mehr Kohlendioxit in der Luft wäre. Dann wäre es möglich, dass die Blätter ihre Poren mehr verschliessen würden, also weniger Wasser abgeben. Dann würde mehr Wasser im Boden bleiben. Dann würde bei grossen Regenfällen das Wasser weniger versickern, sondern mehr den Hang hinunterfliessen. Es wäre also denkbar, dass sowas zu mehr Überschwemmungen führen könnte. Das ist das Untersuchungsthema des Projektes. Aber die geniale Idee war, diesen Kran mitten im Wald aufzustellen, um an die Baumkronen erhanzukommen. Und es gibt offenbar schon andere Universitäten, die am Projekt interessiert sind und den Kran auch für Fragen benützen möchten, die sie selbst untersuchen. Beispielsweise diese Schneckenart, die man dort gefunden hat, soll näher untersucht werden.
So haben wir also gut gegessen und getrunken, netten sozialen Kontakt gehabt, und dazu einige interessante Informationen aus der modernen Biologie erhalten. Das war ein interessanter Abend. Und manchmal hatte ich das Gefühl, du wärst dabei. Und ich habe mir gelegentlich vorgestellt, wie du dich unter diesen Leuten bewegen würdest. Und ich habe mir dein freundliches Wesen vorgestellt (ich erinnerte mich an die Italobar und die kleine Laura), und wie du mit deinem Charme zur freundlichen Stimmung beigetragen hättest. Ich habe es mir wirklich da und dort vorgestellt. Siehst du, Marlena, das ist mein Foto, das ich mit mir trage. Es ist beinahe schon ein Video, obwohl ich nicht so genau weiss, wie du dich bewegst und welches deine Gesten sind. Aber so ein bisschen wolkig konnte ich mir dich vorstellen. Dein Gesicht und dein Lächeln zumindest. Ich glaube, wenn man jemanden liebt, muss man auch dessen Umgebung und dessen Freunde schätzen. Ich glaube, du würdest gut in meine Kreise hineinpassen. Das weiss ich nicht so genau, aber ich glaube es sehr. Es ist ja auch ein bisschen international, es gibt Deutsche, Holländer, Franzosen (und einen Walliser ;--))
Und dann, in der zweiten Hälfte des Abends gab es ein riesiges Gewitter. Wir sassen immer noch in dieser Scheune, hatten Kaffee und Kuchen, und plötzlich begann es zu hageln. Wir sassen unter einem richtigen Trommelfeuer, denn es klang sehr laut und irgendwie metallig unter diesem Dach. Aber es war sehr gemütlich und man fühlte sich wieder einmal der Natur näher, als man das sonst zuhause fühlt. Und den Kindern wurde es sogar ein bisschen unheimlich.
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