Ämne: Sonntag Morgen
Datum: den 31 augusti 2003 14:57
Liebe Marlena
Ja, die Suessigkeiten am Ende des Essens und des Mails, ich habe auch schon gedacht, dass es so ist, wie Du sagst. Aber ich habe auch gedacht, dass es bei den Frauen ganz aehnlich ist wie bei den Maennern. Vielleicht haengt es auch davon ab, welche Energie gerade durch den Koerper fliesst. Ist es die Queen, der Warrier, der Magician oder der Lover?
Und manchmal ist es auch bloss die Zeit. Am Schluss muss man sich ein bisschen beeilen und schwups ... sucht man ein Ende.
Und jetzt denken wir schon ueber Rilke und unsere Grabsteine nach. Ich habe eigentlich noch nicht an den Grabstein gedacht, nur die Anzeige. Aber mein Spruch spricht nicht vom Tod. Ich glaube, der Tod ist fuer den, der stirbt, keine traurige Angelegenheit. Nur fuer die Hinterbliebenen. Fuer sie mehr oder weniger.Es ist ein Abschied, und der Abschied ist meist schwieriger zu akzeptieren fuer jene, die Zuerueckgelassen werden als fuer jene, die gehen. Partir c'est toujours mourir un peu. Ich habe das mal in einer kleinen Rede - na ja, eigentlich keine Rede, sondern nur ein paar Worte - gesagt, die ich in Frankreich anlaesslich unserer Croisiere rhodanienne halten musste. Weil wir immer nur eine oder zwei Naechte bei einer Familie geblieben waren, fand ich, man muesse staendig Abschied nehmen. Und das war umso schwieriger, als all diese Leute sehr nett und aufmerksam waren mit uns. Wir sterben ein bisschen zuviel, hier in Frankreich, hatte ich gesagt, und die Leute waren ganz geruehrt. Du weisst schon, Marlena, nach einem guten Essen, einem feinen Schluck Wein, vielleicht beim Kaese oder danach beim Kaffee mit Likoer kann man die Franzosen in Ruehrung bringen wie alle anderen Menschen auch. Und ich, als etwa 18jaehriger, war ganz stolz darauf.
Lustig, was Du sagst ueber K und die Situation bei Euch. Du machst Dir viele stille Gedanken. Und Du bist sehr tolerant. Finde ich schoen. Du bist einfach ein schoener Mensch.
Im Moment, am Sonntagmorgen, bin ich an meinem Fruehstueck. Ich will Dir nicht im Detail erzaehlen, was es ist Denn es sind, kurz gesagt, wiederum Eier. Aber zuvor habe ich meine zweite Papaya gegessen, um eine gute Basis mit Vitaminen zu legen. Was meinst Du, haben die Dinger ueberhaupt Vitamine? Ich glaube, wenn man auf ihren Geschmack geht, muessen sie welche haben. Und jetyt mache ich mir zum Schluss noch einen Tee. Dann fahre ich nochmals ins Metropolitan Museum. Ich glaube, das ist ein schoener Abschluss. Ich will mir ein bisschen Zeit nehmen fuer einige Bilder. Und Bonnard hatte ich noch nicht gefunden. Es muss einige Bonnards geben. Von Vuillard habe ich eine Reihe schoener Exemplare gesehen, mehr als je in Europa.
Und dann werde ich - wohl oder uebel - heute anfangen zu packen. Ich glaube, das Gepaeck wird schwerer werden als bei der Hinreise. Ich konnte es nicht lassen, ein paar Buecher zu kaufen. Und fuer B. bringe ich ein paar Tuben Kosmetik. Sie hatte mir eine lange Liste aufgeschrieben, als ob ich ein Transportunternehmen waere. Gestern abend hatte ich den Laden gefunden hier am Broadway. Die Verkaeuferin wusste sofort, was ich brauche. Und sie bot mir auch gleich eine Aktion an. Na ja, eine kleine Aktion habe ich dann auch wirklich genommen.
Ach weisst Du Marlena, manchmal ist der Abschied im Mail auch nicht so leicht. Und wenn man sich losreissen muss, wirkt man leicht kurz angebunden und bruesk. Ein weiterer moeglicher Grund dafuer, dass Suessigkeiten dahinschmelzen koennen. Aber ich glaube, was Du sagst gilt schon als uebergeordnete Tendenz.
Ich wuensche Dir einen wunderschoenen und suessen Sonntag mit allem, was Du Dir wuenschst. Und ich kuesse Dich, vielleicht am liebsten auf die Augen.
Mit einem lieben Gruss
...
Samstag, 20. Februar 2010
G+K
Ämne: G+K
Datum: den 31 augusti 2003 11:44
Lieber ...,
Sicher denkst du dass ich mich oft wiederhole.. aber ich muss dir noch einmal sagen, wie sehr ich es schätze, dass du mir von deiner teuren NY-time schenkst.
Es ist Sonntagmorgen und ich bin mit Frauenarbeit beschäftigt, wie meistens um diese Zeit. Mein Lieblingsprogram im Radio ist leider schon zu Ende und gerade sind A und K auf eine kleine Waldtour verschwunden. Ich glaube ich hätte da mitmachen können aber ich kenne K und weiss dass er gern allein über seinen Besitz verfügt. Ich denke so wird man, wenn man mit drei Schwestern aufgewachsen ist. Man muss ständig seinen Besitz und sein Revier verteidigen.
Ach, das ist ein bisschen im Spass gesagt. Ich glaube eben dass es schön ist für die beiden mal etwas zusammen zu machen. Und in Gedanken sehe ich schon herrlich gelbe Pfifferlinge vor mir. Wenn ja, dann kann ich einen Pilzpaj zu den Krebsen machen.
Vielleicht bist du gerade am aufstehen. Ich hoffe sehr dass du nun wieder fit for fight bist.
Hier scheint heute wieder die Sonne. Ihre Strahlen wärmen mich durchs Fenster. Ach, ist die Welt schön! Ich werde mich beeilen damit auch ich ein wenig Sonnenstrahlen geniessen kann. Tut man doch auch im Garten sehr gut.
*
Soll man immer sagen was man denkt, wenn man einem Mausfreund schreibt? Ich bin nicht sicher, aber Ok. Also, ich vermisse plötzlich etwas Süsses am Ende deiner mails. Ist dein Vorrat erschöpft? Vielleicht hast du schon alle verschenkt oder bist du schon wieder auf dem Weg Schweizer zu werden? Weisst du, ich habe mich etwas gewundert und mich gefragt wie lange das anhält. Ich weiss aus Erfahrung, wie man es stoppen kann.
Und siehe da, es hat funktioniert. Wenn man dich küsst und dir sagt, dass man dich liebt dann lehnst du dich zufrieden in deinem Sessel zurück und hebst dir deine Süssigkeiten für spätere Notfälle auf.
Lass uns darüber lachen. Es ist ja doch ein bisschen lustig. Und es macht dich fast zu einem normalen Ehemann. ;-)
*
So ich schick das nun ab, damit du es noch zu deinem Frühstückskaffe bekommst.
Liebe Grüsse und einen schönen Tag dir,
Marlena
Ja, der Witz war nicht besonders aber der Schluss doch etwas überraschend. Ich hatte ihn gerade erhalten von der kleinen Kanadierin. Sie verschickt oft Witze an alle ihre Belkannten, en masse, sozusagen.
(Bild: Lecture de la fiancée av Hans Erni)
Saturday night stories
Ämne: Re: Saturday night stories.....
Datum: den 31 augusti 2003 04:05
Liebe Marlena
Du profitierst davon, dass ich mich ein bisschen ausruhen muss. Ich bin jetzt nur ein paar Schritte die Strasse hinauf und hinunter gegangen. Es sind hier vor allem junge Leute, die abends herumschwirren. Viele Asiaten. Ich wuerde sagen 70% sind Asiaten, viele Maedchen. Sie sind qar duenn und klein, aber sie scheinen eine starke Rasse. Es gibt hier viele Boutiquen, kleine Laeden mit allerlei Ramsch, auch Handwerksachen wie Geschirr, und dazwischen kleine Restaurants, oftmals auch asiatische. Manchmal gibt es nur vier oder 5 Tischchen.
Es sind die neuen 68er, die hier ihre alternativen Ideen leben wollen. Und das mitten in einer Weltstadt.
Ich habe fuer A. irgend eine Hautcreme gesucht und am Broadway sogar gefunden. Das war beinahe 9pm und immer noch offen. Sowas waere in der Schweiz ein Verbrechen mittleren Grades. Und dann auf dem Rueckweg bin ich nochmals in einem Buchladen gelandet. Beim Eingang steht meist ein Waechter. Dort muss man Taschen ablegen. Und dann kann man erst rein. Allerdings hatte ich erst drinnen bemerkt, dass ich meine Brille gar nicht mit hatte. Es gab interessante Buecher, aber angesichts fehlender Brille, wollte ich mich nicht auf ein Pokerspiel hinauswagen. Eines von einem Irlaender haette mich interessiert. Hat einen guten Titel: Shakespeare may be difficult ... but life is difficult!, Es ist offenbar eine Einfuehrung in die Dramen Shakespeares.
Es gibt hier soviele Buecher aus dem Taschenverlag, wie man sie auch in Zuerich findet. Genau dieselben Buecher, nur in Englisch. Oft sind es Bildbaende, mit eher weniger Texten. Ich habe schon etliche zuhause. Es ist eine ausgezeichnete Reihe. Kennt ihr sie auch in Schweden? Er nennt sich Verlag Taschen.
Im Village habe ich 2 Papayas gekauft. Sie sind schon ein bisschen weich. Letzthin hatte ich eine harte erwischt. Die schmecken nicht halb so gut. Diese hier sind wirklich weich wie Butter. Sie kommen aus Mexiko. Und ich hoffe, sie seien vollgepumpt mit Vitaminen. Und wenn man sie gegessen hat, und noch den Stein abnagt, dann bleiben einem die Fasern zwischen den Zaehnen stecken. Das ist etwas unangenehm.
Aber es geht mir jetzt schon bedeutend besser. Und mit der amerikanischen Tastatur komme ich immer leichter zurecht. Den z druecke ich mit dem kleinen Finger links unten, dort wo sonst das y ist.
Eigentlich wollte ich irgendwo noch einen Kaffee trinken. Aber die Starbucks in der Naehe sind ein bisschen ungemuetlich. Man hat den Eindruck, dort sitzen im Moment - das heisst am Samstag Abend um 9pm - nur die Langweiler herum. Am Kiosk in der Nehe haben sie die Frankfurter Allgemeine und die NZZ. Aber sie waren beide vom Freitag. Nichts ist aelter als eine Zeitung von gestern. Und im Internet habe ich die NZZ vom Wochenende schon ein bisschen beschnuppert. Habe aber nichts besonders Interessantes gefunden. Das waere auch schwierig. Hier auf dem Bildschirm ist die Schrift so klein, dass ich Muehe habe bei laengeren Texten.
Ich glaube, ich ziehe mich ins Bett zuerueck. Dann bin ich vielleicht morgen noch fuer etwas zu gebrauchen.
Ich wuensche Dir Marlena einen schoenen Sonntag. Der beginnt bei Euch ja gleich.
Mit lieben Grussen
...
Datum: den 31 augusti 2003 04:05
Liebe Marlena
Du profitierst davon, dass ich mich ein bisschen ausruhen muss. Ich bin jetzt nur ein paar Schritte die Strasse hinauf und hinunter gegangen. Es sind hier vor allem junge Leute, die abends herumschwirren. Viele Asiaten. Ich wuerde sagen 70% sind Asiaten, viele Maedchen. Sie sind qar duenn und klein, aber sie scheinen eine starke Rasse. Es gibt hier viele Boutiquen, kleine Laeden mit allerlei Ramsch, auch Handwerksachen wie Geschirr, und dazwischen kleine Restaurants, oftmals auch asiatische. Manchmal gibt es nur vier oder 5 Tischchen.
Es sind die neuen 68er, die hier ihre alternativen Ideen leben wollen. Und das mitten in einer Weltstadt.
Ich habe fuer A. irgend eine Hautcreme gesucht und am Broadway sogar gefunden. Das war beinahe 9pm und immer noch offen. Sowas waere in der Schweiz ein Verbrechen mittleren Grades. Und dann auf dem Rueckweg bin ich nochmals in einem Buchladen gelandet. Beim Eingang steht meist ein Waechter. Dort muss man Taschen ablegen. Und dann kann man erst rein. Allerdings hatte ich erst drinnen bemerkt, dass ich meine Brille gar nicht mit hatte. Es gab interessante Buecher, aber angesichts fehlender Brille, wollte ich mich nicht auf ein Pokerspiel hinauswagen. Eines von einem Irlaender haette mich interessiert. Hat einen guten Titel: Shakespeare may be difficult ... but life is difficult!, Es ist offenbar eine Einfuehrung in die Dramen Shakespeares.
Es gibt hier soviele Buecher aus dem Taschenverlag, wie man sie auch in Zuerich findet. Genau dieselben Buecher, nur in Englisch. Oft sind es Bildbaende, mit eher weniger Texten. Ich habe schon etliche zuhause. Es ist eine ausgezeichnete Reihe. Kennt ihr sie auch in Schweden? Er nennt sich Verlag Taschen.
Im Village habe ich 2 Papayas gekauft. Sie sind schon ein bisschen weich. Letzthin hatte ich eine harte erwischt. Die schmecken nicht halb so gut. Diese hier sind wirklich weich wie Butter. Sie kommen aus Mexiko. Und ich hoffe, sie seien vollgepumpt mit Vitaminen. Und wenn man sie gegessen hat, und noch den Stein abnagt, dann bleiben einem die Fasern zwischen den Zaehnen stecken. Das ist etwas unangenehm.
Aber es geht mir jetzt schon bedeutend besser. Und mit der amerikanischen Tastatur komme ich immer leichter zurecht. Den z druecke ich mit dem kleinen Finger links unten, dort wo sonst das y ist.
Eigentlich wollte ich irgendwo noch einen Kaffee trinken. Aber die Starbucks in der Naehe sind ein bisschen ungemuetlich. Man hat den Eindruck, dort sitzen im Moment - das heisst am Samstag Abend um 9pm - nur die Langweiler herum. Am Kiosk in der Nehe haben sie die Frankfurter Allgemeine und die NZZ. Aber sie waren beide vom Freitag. Nichts ist aelter als eine Zeitung von gestern. Und im Internet habe ich die NZZ vom Wochenende schon ein bisschen beschnuppert. Habe aber nichts besonders Interessantes gefunden. Das waere auch schwierig. Hier auf dem Bildschirm ist die Schrift so klein, dass ich Muehe habe bei laengeren Texten.
Ich glaube, ich ziehe mich ins Bett zuerueck. Dann bin ich vielleicht morgen noch fuer etwas zu gebrauchen.
Ich wuensche Dir Marlena einen schoenen Sonntag. Der beginnt bei Euch ja gleich.
Mit lieben Grussen
...
Still Saturday 31/8
Ämne: still Saturday
Datum: den 31 augusti 2003 00:49
Liebe Marlena
Ach, so ein langer Witz! Er ist gut. Ich habe ihn auch verstanden, was
nicht immer selbstverstaendlich ist. ;--))
Heute war ich nochmals an der 5. Avenue. Samstagsstimmung wie vor
einer Woche. Aber diesmal war etwas bewoelkt. Bei Tiffany bin ich
nicht mehr hineingegangen, sonst waere ich herausgekommen wie der
hired farmer. Oben beim Central Parc ist die 5. sehr elegant. Je weiter
man runter kommt, desto gewoenlicher wird sie. Ich bin von oben bis
unten, bis ins East Village heimgewandert. Wahrscheinlich hatte ich
zuwenig Energie, eine U-Bahnstation zu suchen.
Meine Erkaeltung ist ein bisschen besser, aber noch nicht 100%. Aber
es wird schon gehen. Ich habe soeben eine knappe Stunde geschlafen.
Im Union Square gab es einen Markt, aehnlich wie auf dem grossen
Platz in Basel. Sie verkaufen Gemuese und Fruechte, Blumen, auch
selbstgemachtes Brot und Kuchen. Auch Kaese gab es, huebsche
kleine Kaeslein. Ich habe mir ein paar Zwetschgen gekauft. Sie sehen
wirklich robust und gross aus, dunkelblau, mit diesem hellen
Schimmer oben drauf, den man abreibt, bevor man hineinbeisst.
Fruechte sind ziemlich teuer hier. Wenigstens jene, die hier in der
Naehe angebaut werden. Und die amerikanischen Masse, das waere
ein eigenes Kapitel. Ein lb ist ein Pfund, und ein Pfund ist etwas mehr
als 400 Gramm. Das ist wirklich noch altertuemlich, was die Amis
hier aufbewahrt haben. Heute morgen habe ich mir schon hier im
Village zwei Orangen gekauft, um zu etwas Vitamin C zu kommen.
Man kauft sie als Einzelstuecke, so teuer sind sie. Na ja, es ist
eigentlich jetzt nicht gerade Orangenzeit.
Am Morgen kam ich bei St. Marks vorbei. Da waren einige Schwarze vor der Kirche, alle in bester Kleidung. Ich setzte mich auf die Bank, einerseits, weil ich ein bisschen schwach war, andererseits wollte ich die Gelegenheit wahrnehmen, die Situation zu boebachten. Die Gesellschaft war quetschvergnuegt. Sie hatten auf der Strasse einen riesenlangen Wagen stehen, so eine Prominentenkutsche, ganz in weiss. Neben mir sass ein alter Ami, etwas aermlich gekleidet, mit seiner Frau - so nehme ich an - die im Rollstuhl eher vor sich hindaemmerte. Er sagte zu ihr, die wirklich nicht mehr ganz wach schien :"I thought it's a wedding .. but there is no groom .. so can't be a wedding". Und dann ist er mit seinem Rollstuhl abgezockelt.
Die schwarzen Frauen trugen die knalligsten Farben und die originellsten Schnitte. Ich glaube, sie naehen das selbst. Man sieht das an den Saeumen, wie Du sicherlich weisst. Und die Kleider passen ihnen nur ungefaehr. Aber die Knallfarben passen gut zu ihren austrucksstarken Gesichtern. Die Maenner waren dagegen eher ausdruckslos in schwarz. Einer hatte ein seidenes Revers und Hosen mit einem Seidenband an der Seite. Und einen aufgestellten weissen Kragen. Er hat sich wirklich in die Schale gestuerzt, sah aus wie ein alter Jazz Musiker. Dazu trug er einen schwarzen Schrim, obwohl die Sonne schien, mit dem er sich in Pose werfen konnte. Er sah gut aus, auch wenn die Hose etwas zu lang war. So standen sie eine Weile herum, liessen sich von Passanten begaffen, plauderten hier und dort und verzogen sich dann allmaehlich. Ich habe auch keine Braut und keinen Braeutigam gesehen. Vielleicht gibt es hier in Amerika Hochzeiten ohne Hochzeitspaar??
An der 5. Avenue gibt es auch ein Kirchlein. Es ist gebaut wie eine gotische Kapelle. Auch in der Naehe des Institutes gab es eine und unten in der Stadt ist nochmal eine, ich weiss nicht mehr, wie sie heisst. Diese gotischen Schmuckkaestlein wirken so zierlich und sakral zwischen den riesigen Gebaeuden, dass man sie irgendwie ins Herz schliesst. Vielleicht sind sie ja auch ein bisschen groesser, als sie scheinen, und wirken nur so neben ihren riesigen Nachbarn. Letzten Samstag, so erinnere ich mich, begannen abends die Kirchenglocken zu laeuten. Ich hatte zwar den Verdacht, das ganze sei ein Tonband. Es war so laut und deutlich zwischen den Wolkenkratzern. Aber es schuf eine heimatliche und irgendwie feierliche Stimmung.
Also, bei der Kirche an der 5. Avenue war auch eine Gesellschaft. Ich glaube, das waren Philippinen. Sie waren ziemlich gut angezogen und wirkten recht smart. Sie verschwanden dann in der Kirche. Bei einigen Frauen quoll das Fleisch unter den Armen aus den Kleidern. Sie waren alle wohl nur um 160 gross.
Und als ich dann auf diesem Markt in Union Square herumging und Vitamine suchte, da fing es an zu regnen. Das ist neu fuer mein NY. Die meisten schienen das nicht erwartet zu haben, und die Menge lichtete sich merkbar. Es war ein warmer Regen, und seine Naesse war schwer zu unterscheiden vom Schweiss auf dem Ruecken. Ich hatte sogar einen Schirm dabei, von der Schweiz heruebergebracht, und war froh darum.
Und dann bin ich die letzten Meter auch noch zu Fuss heim. Ich glaube, so habe ich den ganzen unteren Teil der 5. Avenue gemacht. Ach nein, der letzte Teil war Broadway. Die 5. Endet beim Washington Square Park, also bei der Universitaet NY. Aber ich bin doch ein gutes Stueck zu Fuss gegangen. Ich wollte S. ein kleines Geschenk kaufen von der mondaenen 5. Avenue und bin in verschiedene Geschaefte gegangen, wo ich mir natuerlich eher etwas verloren vorgekommen bin. Irgendwo hat mich eine Verkaeuferin angesprochen, eine Mulattin. Sie warf mir ein froehliches und gedehntes "hey' zu, als ob sie einen Flirt im Sinn haette. Dann fragte sie mich, wie es mir gehe, aber sie hielt sich irgendwie entfernt, so dass alles ziemlich spielerisch wirkte. Und spaeter fragte sie, ob sie mir helfen koenne. Sie schien sehr vergnuegt, so vergnuegt, dass sich bei einem Schweizer schon fast ein bisschen Misstrauen regt. Ich erklaerte, ich wolle nur so herumschauen. Ob ich etwas Spezielles suche. Ich sagte, nein, ich wisse nicht genau, was. Sie lachte wie ein Kind, welches das Osterei gefunden hat, uns meinte laut heraus "a present, right?" War eine suesse Situation, und alles spielte sich so zwischen Tablaren und Gestellen mit Blusen und Roecken und Struempfen ab, also eigentlich in einem Territorium, wo man sich als Mann eher in einem Auswaertsspiel empfindet.
Ich habe dann in einem anderen Geschaeft einen Hut fuer S. gefunden. Es war ein italienisches Modell, ganz einfach, ein Sommerhut aus Leinen in einem schoenen Rot. Na ja, das beste dran ist, dass er von der 5. Avenue stammt. Ich glaube, sowas gefaellt S. Eigentlich alle Dinge, die ich naeher anschaute, kamen aus Italien. Das ist mir aufgefallen. Das ist wohl am Geschaeft gelegen. Ich habe mir speziell noch eine Business/Card geben lassen, um S. zu zeigen, woher er stammt. Unter uns gesagt, Marlena, er war nicht so teuer. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, es war ein Ausverkauf. Aber das erzaehle ich S. nicht. S. hat ein bisschen die Einstellung, dass alles Gute auch teuer sei. Na ja, nicht immer, aber im Zweifelsfall schon. Also bitte nicht weitererzaehlen!
Und jetzt sitze ich hier zuhause. Ich wollte nicht mit zur Party. Es ist noch etwas zu frueh, und ich bin sicher, sie kommen nicht vor 3 am heim. Das kann ein alter Mann wie ich nicht mehr durchstehen.
Ich schicke das, bevor es alles abstuerzt.
Mit lieben Gruessen
Datum: den 31 augusti 2003 00:49
Liebe Marlena
Ach, so ein langer Witz! Er ist gut. Ich habe ihn auch verstanden, was
nicht immer selbstverstaendlich ist. ;--))
Heute war ich nochmals an der 5. Avenue. Samstagsstimmung wie vor
einer Woche. Aber diesmal war etwas bewoelkt. Bei Tiffany bin ich
nicht mehr hineingegangen, sonst waere ich herausgekommen wie der
hired farmer. Oben beim Central Parc ist die 5. sehr elegant. Je weiter
man runter kommt, desto gewoenlicher wird sie. Ich bin von oben bis
unten, bis ins East Village heimgewandert. Wahrscheinlich hatte ich
zuwenig Energie, eine U-Bahnstation zu suchen.
Meine Erkaeltung ist ein bisschen besser, aber noch nicht 100%. Aber
es wird schon gehen. Ich habe soeben eine knappe Stunde geschlafen.
Im Union Square gab es einen Markt, aehnlich wie auf dem grossen
Platz in Basel. Sie verkaufen Gemuese und Fruechte, Blumen, auch
selbstgemachtes Brot und Kuchen. Auch Kaese gab es, huebsche
kleine Kaeslein. Ich habe mir ein paar Zwetschgen gekauft. Sie sehen
wirklich robust und gross aus, dunkelblau, mit diesem hellen
Schimmer oben drauf, den man abreibt, bevor man hineinbeisst.
Fruechte sind ziemlich teuer hier. Wenigstens jene, die hier in der
Naehe angebaut werden. Und die amerikanischen Masse, das waere
ein eigenes Kapitel. Ein lb ist ein Pfund, und ein Pfund ist etwas mehr
als 400 Gramm. Das ist wirklich noch altertuemlich, was die Amis
hier aufbewahrt haben. Heute morgen habe ich mir schon hier im
Village zwei Orangen gekauft, um zu etwas Vitamin C zu kommen.
Man kauft sie als Einzelstuecke, so teuer sind sie. Na ja, es ist
eigentlich jetzt nicht gerade Orangenzeit.
Am Morgen kam ich bei St. Marks vorbei. Da waren einige Schwarze vor der Kirche, alle in bester Kleidung. Ich setzte mich auf die Bank, einerseits, weil ich ein bisschen schwach war, andererseits wollte ich die Gelegenheit wahrnehmen, die Situation zu boebachten. Die Gesellschaft war quetschvergnuegt. Sie hatten auf der Strasse einen riesenlangen Wagen stehen, so eine Prominentenkutsche, ganz in weiss. Neben mir sass ein alter Ami, etwas aermlich gekleidet, mit seiner Frau - so nehme ich an - die im Rollstuhl eher vor sich hindaemmerte. Er sagte zu ihr, die wirklich nicht mehr ganz wach schien :"I thought it's a wedding .. but there is no groom .. so can't be a wedding". Und dann ist er mit seinem Rollstuhl abgezockelt.
Die schwarzen Frauen trugen die knalligsten Farben und die originellsten Schnitte. Ich glaube, sie naehen das selbst. Man sieht das an den Saeumen, wie Du sicherlich weisst. Und die Kleider passen ihnen nur ungefaehr. Aber die Knallfarben passen gut zu ihren austrucksstarken Gesichtern. Die Maenner waren dagegen eher ausdruckslos in schwarz. Einer hatte ein seidenes Revers und Hosen mit einem Seidenband an der Seite. Und einen aufgestellten weissen Kragen. Er hat sich wirklich in die Schale gestuerzt, sah aus wie ein alter Jazz Musiker. Dazu trug er einen schwarzen Schrim, obwohl die Sonne schien, mit dem er sich in Pose werfen konnte. Er sah gut aus, auch wenn die Hose etwas zu lang war. So standen sie eine Weile herum, liessen sich von Passanten begaffen, plauderten hier und dort und verzogen sich dann allmaehlich. Ich habe auch keine Braut und keinen Braeutigam gesehen. Vielleicht gibt es hier in Amerika Hochzeiten ohne Hochzeitspaar??
An der 5. Avenue gibt es auch ein Kirchlein. Es ist gebaut wie eine gotische Kapelle. Auch in der Naehe des Institutes gab es eine und unten in der Stadt ist nochmal eine, ich weiss nicht mehr, wie sie heisst. Diese gotischen Schmuckkaestlein wirken so zierlich und sakral zwischen den riesigen Gebaeuden, dass man sie irgendwie ins Herz schliesst. Vielleicht sind sie ja auch ein bisschen groesser, als sie scheinen, und wirken nur so neben ihren riesigen Nachbarn. Letzten Samstag, so erinnere ich mich, begannen abends die Kirchenglocken zu laeuten. Ich hatte zwar den Verdacht, das ganze sei ein Tonband. Es war so laut und deutlich zwischen den Wolkenkratzern. Aber es schuf eine heimatliche und irgendwie feierliche Stimmung.
Also, bei der Kirche an der 5. Avenue war auch eine Gesellschaft. Ich glaube, das waren Philippinen. Sie waren ziemlich gut angezogen und wirkten recht smart. Sie verschwanden dann in der Kirche. Bei einigen Frauen quoll das Fleisch unter den Armen aus den Kleidern. Sie waren alle wohl nur um 160 gross.
Und als ich dann auf diesem Markt in Union Square herumging und Vitamine suchte, da fing es an zu regnen. Das ist neu fuer mein NY. Die meisten schienen das nicht erwartet zu haben, und die Menge lichtete sich merkbar. Es war ein warmer Regen, und seine Naesse war schwer zu unterscheiden vom Schweiss auf dem Ruecken. Ich hatte sogar einen Schirm dabei, von der Schweiz heruebergebracht, und war froh darum.
Und dann bin ich die letzten Meter auch noch zu Fuss heim. Ich glaube, so habe ich den ganzen unteren Teil der 5. Avenue gemacht. Ach nein, der letzte Teil war Broadway. Die 5. Endet beim Washington Square Park, also bei der Universitaet NY. Aber ich bin doch ein gutes Stueck zu Fuss gegangen. Ich wollte S. ein kleines Geschenk kaufen von der mondaenen 5. Avenue und bin in verschiedene Geschaefte gegangen, wo ich mir natuerlich eher etwas verloren vorgekommen bin. Irgendwo hat mich eine Verkaeuferin angesprochen, eine Mulattin. Sie warf mir ein froehliches und gedehntes "hey' zu, als ob sie einen Flirt im Sinn haette. Dann fragte sie mich, wie es mir gehe, aber sie hielt sich irgendwie entfernt, so dass alles ziemlich spielerisch wirkte. Und spaeter fragte sie, ob sie mir helfen koenne. Sie schien sehr vergnuegt, so vergnuegt, dass sich bei einem Schweizer schon fast ein bisschen Misstrauen regt. Ich erklaerte, ich wolle nur so herumschauen. Ob ich etwas Spezielles suche. Ich sagte, nein, ich wisse nicht genau, was. Sie lachte wie ein Kind, welches das Osterei gefunden hat, uns meinte laut heraus "a present, right?" War eine suesse Situation, und alles spielte sich so zwischen Tablaren und Gestellen mit Blusen und Roecken und Struempfen ab, also eigentlich in einem Territorium, wo man sich als Mann eher in einem Auswaertsspiel empfindet.
Ich habe dann in einem anderen Geschaeft einen Hut fuer S. gefunden. Es war ein italienisches Modell, ganz einfach, ein Sommerhut aus Leinen in einem schoenen Rot. Na ja, das beste dran ist, dass er von der 5. Avenue stammt. Ich glaube, sowas gefaellt S. Eigentlich alle Dinge, die ich naeher anschaute, kamen aus Italien. Das ist mir aufgefallen. Das ist wohl am Geschaeft gelegen. Ich habe mir speziell noch eine Business/Card geben lassen, um S. zu zeigen, woher er stammt. Unter uns gesagt, Marlena, er war nicht so teuer. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, es war ein Ausverkauf. Aber das erzaehle ich S. nicht. S. hat ein bisschen die Einstellung, dass alles Gute auch teuer sei. Na ja, nicht immer, aber im Zweifelsfall schon. Also bitte nicht weitererzaehlen!
Und jetzt sitze ich hier zuhause. Ich wollte nicht mit zur Party. Es ist noch etwas zu frueh, und ich bin sicher, sie kommen nicht vor 3 am heim. Das kann ein alter Mann wie ich nicht mehr durchstehen.
Ich schicke das, bevor es alles abstuerzt.
Mit lieben Gruessen
Donnerstag, 18. Februar 2010
Witz
Ämne: Hier noch ein kleiner Witz
Datum: den 30 augusti 2003 22:22
um dich etwas aufzumuntern. :-)
A successful rancher died and left everything to his devoted wife. She
was a very good looking woman, and determined to keep the ranch, but
knew very little about ranching, so she decided to place an ad in the
newspaper for a ranch hand.
Two men applied for the job. One was gay and the other a drunk.
She thought long and hard about it, and when no one else applied, she
decided to hire the gay guy, figuring it would be safer to have him
around the house than the drunk.
He proved to be a hard worker who put in long hours every day and knew
a lot about ranching.
For weeks, the two of them worked, and the ranch was doing very well.
Then one day, the rancher's widow said to the hired hand, "You have
done a really good job and the ranch looks great. You should go into
town and kick up your heels." The hired hand readily agreed and went
into town one Saturday night.
However one o'clock came and he didn't return. Two o'clock and no
hired hand. He returned around two-thirty and upon entering the room,
he found the rancher's widow sitting by the fireplace with a glass of
wine waiting for him.
She quietly called him over to her. "Unbutton my blouse and take it
off," she said.
Trembling, he did as she directed.
"Now take off my boots." He did as she asked, ever so slowly. "Now
take off my socks." He removed each gently and placed them neatly by
her boots.
"Now take off my skirt." He slowly unbuttoned it, constantly watching
her eyes in the fire light.
"Now take off my bra." Again with trembling hands he did as he was
told and dropped it to the floor.
"Now," she said, "take off my panties." By the light of the fire, he slowly
pulled them down and off.
Then she looked at him and said,
"If you ever wear my clothes into town again, I'll fire you on the spot."
Datum: den 30 augusti 2003 22:22
um dich etwas aufzumuntern. :-)
A successful rancher died and left everything to his devoted wife. She
was a very good looking woman, and determined to keep the ranch, but
knew very little about ranching, so she decided to place an ad in the
newspaper for a ranch hand.
Two men applied for the job. One was gay and the other a drunk.
She thought long and hard about it, and when no one else applied, she
decided to hire the gay guy, figuring it would be safer to have him
around the house than the drunk.
He proved to be a hard worker who put in long hours every day and knew
a lot about ranching.
For weeks, the two of them worked, and the ranch was doing very well.
Then one day, the rancher's widow said to the hired hand, "You have
done a really good job and the ranch looks great. You should go into
town and kick up your heels." The hired hand readily agreed and went
into town one Saturday night.
However one o'clock came and he didn't return. Two o'clock and no
hired hand. He returned around two-thirty and upon entering the room,
he found the rancher's widow sitting by the fireplace with a glass of
wine waiting for him.
She quietly called him over to her. "Unbutton my blouse and take it
off," she said.
Trembling, he did as she directed.
"Now take off my boots." He did as she asked, ever so slowly. "Now
take off my socks." He removed each gently and placed them neatly by
her boots.
"Now take off my skirt." He slowly unbuttoned it, constantly watching
her eyes in the fire light.
"Now take off my bra." Again with trembling hands he did as he was
told and dropped it to the floor.
"Now," she said, "take off my panties." By the light of the fire, he slowly
pulled them down and off.
Then she looked at him and said,
"If you ever wear my clothes into town again, I'll fire you on the spot."
Saturday night story..
Ämne: Saturday night story..
Datum: den 30 augusti 2003 21:47
Lieber ...,
Manchmal kommt es anders als man geplant hat aber trotzdem ist es
ein schöner Tag gewesen. Heute morgen haben wir was lustiges
beobachtet hier hinten auf den Feldern. Die beiden alten Junggesellen
von Bauern waren mit ihren riesigen Maschinen dort. Der eine hat bei
der Arbeit ein Reh und ihr Kid aufgescheucht und man sah diese wild
in hohen Sprüngen durch das Getreide fliehen. Und plötzlich begann
der andere mit seiner Maschine wie ein Rennfahrer über das schon
gemähte Feld auf dieser Seite des Grabens zu fahren. Es sah ganz
komisch aus. Hätte mir nie vorstellen können, dass man mit solch
grossen Maschinen eine so hohe Geschwindigkeit erreichen könnte.
Und dann sahen wir warum er so schnell drauflos fuhr. Vor ihm
sprang ein grosser Fuchs. K meint der Bauer wollte ihn wegjagen
um das Rehkid zu retten. Ein bisschen sympathischer sind sie schon
geworden in meinen Augen, die beiden Kerle.
Ich denke dies steht in starkem Kontrast zu deinen städtischen
Erlebnissen. Aber vielleicht auch nicht. Wenn du die Hunde
betrachtest und die Möwen ist es wohl etwas ähnlich.
Ich hoffe, dass es dir inzwischen wieder besser geht und dass du noch
die letzten Stunden dort gut ausnützen kannst. Auf die Nachbarin
spionieren ist wohl auch eine nicht zu verachtende Aktivität. Ach,
wenn sie ahnen könnte, wen sie da vor sich hat, der sie so freundlich
begrüsst. ;-)
Später heute hat es dann angefangen zu regnen und K hat sich nicht
so 100%-ig wohl gefühlt. Eine Erkältung, meinte er aber ich glaube
eher an einen schweren Kater. Da Anna auch etwas erkältet war
haben wir uns dann entschlossen heute ein anderes Gericht als die
Krebse zu servieren. Ich hatte Hühnerfilet gekauft und habe ein
neues Rezept probiert, das ich dir wirklich empfehlen könnte. Hat
ganz einmalig geschmeckt. Sogar K war ganz begeistert davon, was
bei ihm nicht allzu häufig vorkommt. Na ja, er ist ja meistens der
Koch hier am Wochenende. Ich glaube solches Proteinreiches
Essen ist gut und stärkend wenn an an einer Infektion leidet.
Sonst haben wir uns nur ausgeruht und Annas Besuch genossen.
Es ist wirklich schön sie wieder einmal hier zu sehen. Zwar hockt
sie schon wieder über einem riesigen englischen Buch über etwas
für mich ziemlich Unbegreifliches aber es ist doch eine schöne
warme Atmosphäre wenn sie da ist. Im Moment habe ich sie vor
einem Western installiert. Einen alten Klassiker mit John Wayne.
Alles nur um dir in Ruhe ein kleines Mail schreiben zu können.
Du denkst an deinen Grabstein. Das sollte wohl eher ich tun. Fast
alle Frauen in meiner Verwandschaft sind ziemlich jung gestorben.
Grossmutter 53, Mutter 65, ihre Schwester 53. Man sagt dass Frauen
ihre Lebenslänge erben. So denke ich manchmal, dass ich nun bald
"Überzeit" mache. Jedenfalls bin ich mir bewusst, dass es ein Ende
gibt. Und gern würde ich auch etwas von Rilke wählen, wenn ich
überhaupt einen Stein haben werde. Vielleicht: "wenn wir uns
mitten im Leben meinen.." Kennst du es?
So klein und so schön:
Der Tod ist gross,
wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen,
mitten in uns.
Ach, warum schreibe ich so traurige Dinge. Aber Rilke ist und bleibt
mein Lieblingspoet. Und irgendwie betrachte ich ihn fast als unseren
Schutzpatron. Er hat uns zusammen gebracht, glaube ich. Davon
weiss er aber wahrscheinlich nichts, dort oben in seinem Himmel.
*
Lisa, die Katzenmutter, hatte mir einen ganz wunderbaren Apfelpaj
gebacken und immer wieder müssen wir ein Stück davon nehmen.
Er ist geradezu "habit-forming", genau wie die Konfektüre in dem
Film Chocolat. Den habe ich mir heute nochmals angeschaut
zusammen mit Anna. Sie hatte ihn nocht nicht gesehen und brauchte
ein wenig Erholung von ihrer Arbeit. Ich liebe wirklich diesen Film.
Du solltest ihn dir ansehen.
*
Euer Trancekurs muss sehr effektiv gewesen sein und es freut mich
auch, dass du nette Leute gefunden hast, die dir sympathisch sind. Es
ist doch so, was zuguterletzt immer übrig bleibt von einer Reise, sind
die Erinnerungen an menschliche Kontakte, die man gemacht hat und
die Dinge, die man mit anderen gesehen hat. Meinst du nicht auch?
Hamburg ist eine sehr langweilige Stadt, sagt man. Das würden wir
natürlich ändern, wir beiden, wenn wir Lust hätten. Du wirst lachen,
aber bei mir liegt im Moment ein Reiseführer über Wien auf dem
Nachttisch. Eigentlich auf dem Bett neben meinem. Es ist bequem
in einem Doppelbett zu schlafen. Man kann darin rotieren, was
manchmal hilft wenn man aufwacht und Schwierigkeit hat sofort
wieder einzuschlafen. Und es ist frisch und kühl..
*
Ich muss nun schliessen. So wünsche ich dir einen schönen Tag
und dass du wieder gesund bist.
Mit lieben Grüssen.
Marlena
Datum: den 30 augusti 2003 21:47
Lieber ...,
Manchmal kommt es anders als man geplant hat aber trotzdem ist es
ein schöner Tag gewesen. Heute morgen haben wir was lustiges
beobachtet hier hinten auf den Feldern. Die beiden alten Junggesellen
von Bauern waren mit ihren riesigen Maschinen dort. Der eine hat bei
der Arbeit ein Reh und ihr Kid aufgescheucht und man sah diese wild
in hohen Sprüngen durch das Getreide fliehen. Und plötzlich begann
der andere mit seiner Maschine wie ein Rennfahrer über das schon
gemähte Feld auf dieser Seite des Grabens zu fahren. Es sah ganz
komisch aus. Hätte mir nie vorstellen können, dass man mit solch
grossen Maschinen eine so hohe Geschwindigkeit erreichen könnte.
Und dann sahen wir warum er so schnell drauflos fuhr. Vor ihm
sprang ein grosser Fuchs. K meint der Bauer wollte ihn wegjagen
um das Rehkid zu retten. Ein bisschen sympathischer sind sie schon
geworden in meinen Augen, die beiden Kerle.
Ich denke dies steht in starkem Kontrast zu deinen städtischen
Erlebnissen. Aber vielleicht auch nicht. Wenn du die Hunde
betrachtest und die Möwen ist es wohl etwas ähnlich.
Ich hoffe, dass es dir inzwischen wieder besser geht und dass du noch
die letzten Stunden dort gut ausnützen kannst. Auf die Nachbarin
spionieren ist wohl auch eine nicht zu verachtende Aktivität. Ach,
wenn sie ahnen könnte, wen sie da vor sich hat, der sie so freundlich
begrüsst. ;-)
Später heute hat es dann angefangen zu regnen und K hat sich nicht
so 100%-ig wohl gefühlt. Eine Erkältung, meinte er aber ich glaube
eher an einen schweren Kater. Da Anna auch etwas erkältet war
haben wir uns dann entschlossen heute ein anderes Gericht als die
Krebse zu servieren. Ich hatte Hühnerfilet gekauft und habe ein
neues Rezept probiert, das ich dir wirklich empfehlen könnte. Hat
ganz einmalig geschmeckt. Sogar K war ganz begeistert davon, was
bei ihm nicht allzu häufig vorkommt. Na ja, er ist ja meistens der
Koch hier am Wochenende. Ich glaube solches Proteinreiches
Essen ist gut und stärkend wenn an an einer Infektion leidet.
Sonst haben wir uns nur ausgeruht und Annas Besuch genossen.
Es ist wirklich schön sie wieder einmal hier zu sehen. Zwar hockt
sie schon wieder über einem riesigen englischen Buch über etwas
für mich ziemlich Unbegreifliches aber es ist doch eine schöne
warme Atmosphäre wenn sie da ist. Im Moment habe ich sie vor
einem Western installiert. Einen alten Klassiker mit John Wayne.
Alles nur um dir in Ruhe ein kleines Mail schreiben zu können.
Du denkst an deinen Grabstein. Das sollte wohl eher ich tun. Fast
alle Frauen in meiner Verwandschaft sind ziemlich jung gestorben.
Grossmutter 53, Mutter 65, ihre Schwester 53. Man sagt dass Frauen
ihre Lebenslänge erben. So denke ich manchmal, dass ich nun bald
"Überzeit" mache. Jedenfalls bin ich mir bewusst, dass es ein Ende
gibt. Und gern würde ich auch etwas von Rilke wählen, wenn ich
überhaupt einen Stein haben werde. Vielleicht: "wenn wir uns
mitten im Leben meinen.." Kennst du es?
So klein und so schön:
Der Tod ist gross,
wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen,
mitten in uns.
Ach, warum schreibe ich so traurige Dinge. Aber Rilke ist und bleibt
mein Lieblingspoet. Und irgendwie betrachte ich ihn fast als unseren
Schutzpatron. Er hat uns zusammen gebracht, glaube ich. Davon
weiss er aber wahrscheinlich nichts, dort oben in seinem Himmel.
*
Lisa, die Katzenmutter, hatte mir einen ganz wunderbaren Apfelpaj
gebacken und immer wieder müssen wir ein Stück davon nehmen.
Er ist geradezu "habit-forming", genau wie die Konfektüre in dem
Film Chocolat. Den habe ich mir heute nochmals angeschaut
zusammen mit Anna. Sie hatte ihn nocht nicht gesehen und brauchte
ein wenig Erholung von ihrer Arbeit. Ich liebe wirklich diesen Film.
Du solltest ihn dir ansehen.
*
Euer Trancekurs muss sehr effektiv gewesen sein und es freut mich
auch, dass du nette Leute gefunden hast, die dir sympathisch sind. Es
ist doch so, was zuguterletzt immer übrig bleibt von einer Reise, sind
die Erinnerungen an menschliche Kontakte, die man gemacht hat und
die Dinge, die man mit anderen gesehen hat. Meinst du nicht auch?
Hamburg ist eine sehr langweilige Stadt, sagt man. Das würden wir
natürlich ändern, wir beiden, wenn wir Lust hätten. Du wirst lachen,
aber bei mir liegt im Moment ein Reiseführer über Wien auf dem
Nachttisch. Eigentlich auf dem Bett neben meinem. Es ist bequem
in einem Doppelbett zu schlafen. Man kann darin rotieren, was
manchmal hilft wenn man aufwacht und Schwierigkeit hat sofort
wieder einzuschlafen. Und es ist frisch und kühl..
*
Ich muss nun schliessen. So wünsche ich dir einen schönen Tag
und dass du wieder gesund bist.
Mit lieben Grüssen.
Marlena
Samstags
Ämne: samstags
Datum: den 30 augusti 2003 17:03
Liebe Marlena
Im Moment kaempfe ich immer noch mit meiner Erkaeltung.
Ich habe gestern 4 Tabletten Alka Seltzer plus Cold mit Wasser
hinuntergespielt. Und immerhin 12 Stunden geschlafen. Im
Moment schwitze ich wie ein Pferd. Aber es ist ein bisschen
besser. Ich war am Abend zuhause geblieben, waehrend meine
Freunde an den Brooklyn Carneval gegangen sind. Es scheint,
dass dies ein Ereignis ist, auf das sie ein ganzes Jahr warten. Sie
waren ganz elektrisiert. Und offenbar gibt es Millionen anderer
Menschen, die odrthin gehen, um die karibische Musik zu hoeren
und den Umzug zu sehen.
Am Abend konnte ich der Flurnachbarin im Fenster zuschauen, wie
sie am Kuechenlavabo ihre Haare waescht. Sie lebt dort wirklich in
einfachen Verhaeltnissen. Aber offenbar pflegt sie sich ein bisschen
auf das Wochenende hin. Das ist doch ein gutes Zeichen. Ich glaube
nicht, dass sie oft ihre Raeume verlaesst. Gestern, als ich heimkam,
habe ich durch die offene Tuere gesehen, wie sie am Tisch sass, das
Telefon zwischen Ohr und Schulter eingeeklemmt. Sie hat irgendwas
genestelt und gleichzeitig telefoniert. Die Amis sind ueberhaupt
Weltmeister darin, Dinge gleichzeitig zu tun. Multiasking wuerde
das in der Computersprache heissen. Im Kurs ist mir immer wieder
aufgefallen, wie die Leute gleichzeitig essen und zuhoeren, trinken
mitten im Kurs. Auf der Strasse haben sie ihre Kartonbecher in der
Hand und trinken ihren Kaffee, waehrend sie gehen. Ich weiss nicht,
ich mag das nicht so besonders. Es wirkt so kindlich. Und morgens
sieht man jede Menge Frauen, die ins Buero gehen - so nehme ich an -
und schon einen Becher und irgendwas eingewickelt mit sich tragen.
Offensichtlich nehmen sie das Fruehstueck mit ins Buero. Aber sie
rennen nicht so wie wir Schweizer. Sie haben einen gemaechlich
speditiven Gang. Auch der Verkehr ist ruhig und korrekt, und
niemand scheint gereizt zu sein. Das wirkt ein bisschen englisch
auf mich, so aehnlich wie das korrekte Schlangestehen im
Lebensmittelladen.
C, die Aerztin, hat mir erzaehlt, dass sie auf dem Empire State
Building gewesen sei. Man muesste offenbar ungefaehr eine
Stunde dafuer reservieren. Sie war auch in der Freiheitsstatue.
Sie war wirklich voll auf Trab, wie wir sagen, und abends ging
sie in Musicals und Cabarets. Am lustigsten fand ich, dass sie
die Inlineskates mitgenommen hatte und damit den Central
Park auf Raedern angeschaut hat. Auch sie hat bestatetigt, dass
ihr alle Leute davon abgeraten hatten, sie mitzunehmen. So war
es ja auch bei mir gewesen. Na ja, sie ist auch ein paar Jaehrchen
juenger als ich. Aber ich muss sagen, man koennte wirklich den
ganzen Broadway herunterfahren auf diesen Rollschuhen. Es
waere moeglich. Nur Times Square waere etwas umstaendlich,
weil dort viel Verkehr zusammenkommt. Aber man sollte kein
blutiger Anfaenger sein, fuer ein solch gewachtes Unternehmen.
Und wenn man einen Unfall verursachte, ist man in Amerika
bestimmt ein armer Mann. Sie gehen hier ja konsequent und
hart nach dem Verursacherprinzip. Ich habe in der U-Bahnstation
Union Square eine kleine Szene gesehen. Eine junge Frau war in
Eile und rannte irgendwo in Richtung eines Gehsteiges. Und so
trat sie in ihrem Tempo einer anderen, auch juengeren Frau hinten
auf eine Sandale. Viele tragen hier diese Plastiksandalen, die wir
bloss an die Beach mitnehmen, die einzig zwischen grosser und
zweiter Zehe fixiert sind. Und so war offenbar diese Fixierung
gerissen. Die Verursacherin, eine huebsche junge Frau, schaute
ganz schuldbewusst in die Welt und nahm, nach einer kurzen
Diskussion, ihren Geldbeutel hervor und hat der anderen offenbar
fuer den Schaden bezahlt. Das fand ich doch bemerkenswert. In
der Schweiz wuerde man mit einem solchen Schaden allein gelassen.
Na ja, die Leute wuerden denken, dass du bessere Schuhe tragen
solltest. Oder sie wuerden sagen, das sei eben Pech gewesen. Das
ist doch eine bemerkenswerte Szene und ein Zeichen, dass die Leute
ihre Verantwortung uebernehmen.
Und jetzt muss ich doch aufhoeren. Ich muss zusehen, ob ich
irgendwie meinen Flug bestaetigen kann. Und dann werde ich
= Erkaeltung hin oder her = mich noch ein bisschen auf die
Socken machen.
Ich wuensche Dir ein schoenes Fest heute und ein gutes
Wochenende
Mit lieben Gruessen
Datum: den 30 augusti 2003 17:03
Liebe Marlena
Im Moment kaempfe ich immer noch mit meiner Erkaeltung.
Ich habe gestern 4 Tabletten Alka Seltzer plus Cold mit Wasser
hinuntergespielt. Und immerhin 12 Stunden geschlafen. Im
Moment schwitze ich wie ein Pferd. Aber es ist ein bisschen
besser. Ich war am Abend zuhause geblieben, waehrend meine
Freunde an den Brooklyn Carneval gegangen sind. Es scheint,
dass dies ein Ereignis ist, auf das sie ein ganzes Jahr warten. Sie
waren ganz elektrisiert. Und offenbar gibt es Millionen anderer
Menschen, die odrthin gehen, um die karibische Musik zu hoeren
und den Umzug zu sehen.
Am Abend konnte ich der Flurnachbarin im Fenster zuschauen, wie
sie am Kuechenlavabo ihre Haare waescht. Sie lebt dort wirklich in
einfachen Verhaeltnissen. Aber offenbar pflegt sie sich ein bisschen
auf das Wochenende hin. Das ist doch ein gutes Zeichen. Ich glaube
nicht, dass sie oft ihre Raeume verlaesst. Gestern, als ich heimkam,
habe ich durch die offene Tuere gesehen, wie sie am Tisch sass, das
Telefon zwischen Ohr und Schulter eingeeklemmt. Sie hat irgendwas
genestelt und gleichzeitig telefoniert. Die Amis sind ueberhaupt
Weltmeister darin, Dinge gleichzeitig zu tun. Multiasking wuerde
das in der Computersprache heissen. Im Kurs ist mir immer wieder
aufgefallen, wie die Leute gleichzeitig essen und zuhoeren, trinken
mitten im Kurs. Auf der Strasse haben sie ihre Kartonbecher in der
Hand und trinken ihren Kaffee, waehrend sie gehen. Ich weiss nicht,
ich mag das nicht so besonders. Es wirkt so kindlich. Und morgens
sieht man jede Menge Frauen, die ins Buero gehen - so nehme ich an -
und schon einen Becher und irgendwas eingewickelt mit sich tragen.
Offensichtlich nehmen sie das Fruehstueck mit ins Buero. Aber sie
rennen nicht so wie wir Schweizer. Sie haben einen gemaechlich
speditiven Gang. Auch der Verkehr ist ruhig und korrekt, und
niemand scheint gereizt zu sein. Das wirkt ein bisschen englisch
auf mich, so aehnlich wie das korrekte Schlangestehen im
Lebensmittelladen.
C, die Aerztin, hat mir erzaehlt, dass sie auf dem Empire State
Building gewesen sei. Man muesste offenbar ungefaehr eine
Stunde dafuer reservieren. Sie war auch in der Freiheitsstatue.
Sie war wirklich voll auf Trab, wie wir sagen, und abends ging
sie in Musicals und Cabarets. Am lustigsten fand ich, dass sie
die Inlineskates mitgenommen hatte und damit den Central
Park auf Raedern angeschaut hat. Auch sie hat bestatetigt, dass
ihr alle Leute davon abgeraten hatten, sie mitzunehmen. So war
es ja auch bei mir gewesen. Na ja, sie ist auch ein paar Jaehrchen
juenger als ich. Aber ich muss sagen, man koennte wirklich den
ganzen Broadway herunterfahren auf diesen Rollschuhen. Es
waere moeglich. Nur Times Square waere etwas umstaendlich,
weil dort viel Verkehr zusammenkommt. Aber man sollte kein
blutiger Anfaenger sein, fuer ein solch gewachtes Unternehmen.
Und wenn man einen Unfall verursachte, ist man in Amerika
bestimmt ein armer Mann. Sie gehen hier ja konsequent und
hart nach dem Verursacherprinzip. Ich habe in der U-Bahnstation
Union Square eine kleine Szene gesehen. Eine junge Frau war in
Eile und rannte irgendwo in Richtung eines Gehsteiges. Und so
trat sie in ihrem Tempo einer anderen, auch juengeren Frau hinten
auf eine Sandale. Viele tragen hier diese Plastiksandalen, die wir
bloss an die Beach mitnehmen, die einzig zwischen grosser und
zweiter Zehe fixiert sind. Und so war offenbar diese Fixierung
gerissen. Die Verursacherin, eine huebsche junge Frau, schaute
ganz schuldbewusst in die Welt und nahm, nach einer kurzen
Diskussion, ihren Geldbeutel hervor und hat der anderen offenbar
fuer den Schaden bezahlt. Das fand ich doch bemerkenswert. In
der Schweiz wuerde man mit einem solchen Schaden allein gelassen.
Na ja, die Leute wuerden denken, dass du bessere Schuhe tragen
solltest. Oder sie wuerden sagen, das sei eben Pech gewesen. Das
ist doch eine bemerkenswerte Szene und ein Zeichen, dass die Leute
ihre Verantwortung uebernehmen.
Und jetzt muss ich doch aufhoeren. Ich muss zusehen, ob ich
irgendwie meinen Flug bestaetigen kann. Und dann werde ich
= Erkaeltung hin oder her = mich noch ein bisschen auf die
Socken machen.
Ich wuensche Dir ein schoenes Fest heute und ein gutes
Wochenende
Mit lieben Gruessen
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