Freitag, 2. August 2024

Damals ...

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Früher, als junger Mensch, wäre ich gerne Brite gewesen, natürlich einer aus der britischen Oberschicht, oder Franzose. Weniger ein Italiener oder ein Deutscher. Von Spaniern hatte ich damals kaum noch was gehört. Doch ich kann mich auch an meine erste selbständige Auslandreise erinnern. Ich fuhr per Hitchhiking vom Wallis nach Paris. Pius war mein Leidensgenosse. Und in Paris, in der Gegend der Porte d'Italie hatten wir ein drittklassiges Hotel gefunden, wo viele arme Studenten abgestiegen waren.
Die Dame an der Reception war eine Pariser Matrone mit beachtlichem Volumen. All die amerikanischen und deutschen Studenten mussten ihr Zimmer im Voraus bezahlen. Sie mussten Geld hinterlegen. Nur uns, den zwei süssen Kerlchen mit den hübschen Schweizer Pässen, hat sie dies erlassen. Und sie hat auf die Schweizer und ihre Zuverlässigkeit ein Loblied gesungen.
Auf der Rückreise wurden wir von der Polizei aufgegriffen, weil wir in der Banlieu von Paris auf der Autobahn standen und den Daumen hoben. Die Flics brachten uns auf den Posten und kontrollierten die Papiere. Man hörte sie munkeln, ah.. des Suisses ! Und dann kamen sie ganz freundlich zurück und bedeuteten uns, dass wir eben nicht so offen und demonstrativ Hitchhiken sollten, sondern etwas diskreter, weil es ja eigentlich verboten wäre. Und sie liessen uns dann wohlwollend an denselben Ort zurück, an dem sie uns aufgegriffen hatten, um unsere Reise fortzusetzen.
Du siehst, Marlena, in jungen Jahren hatte ich den Eindruck bekommen, dass der Schweizer Pass ein höchst exklusives und wertvolles Papier darstellt. Aber ich weiss auch, dass das heute nicht mehr so ist.
Schade vielleicht. Aber so ist es eben.
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Komisch, dass ich zum Stichwort Schweiz soviele Worte verliere! Ob das Zufall ist?

Mit einem schönen Gruss

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