Donnerstag, 13. Januar 2022

Wie findest du meinen Bosch?

 

Ist er nicht hübsch? 


Wenn man seine Bilder anschaut, wird man in eine göttliche Position versetzt. Die Welt sieht aus wie ein grosses Spielzeug, wie eine Puppenstube mit diesen vielen kleinen Krabbelmenschen, die sich in ihrer Existenz abmühen. Das ist es ja doch, was man Transzendenz nennt. Diese Sicht hat mich immer wieder fasziniert und irgendwie habe ich die Überzeugung, dass dies ein sehr aktueller Blickpunkt wäre. Ich glaube, solche Bilder wären heute eine grosse Attraktion. Wir haben diese Sicht sozusagen aus den Satelliten wieder entdeckt.
Und das Gute daran ist doch wohl auch hier eine Art Spiegelbild. Wir versetzen uns als Menschen in einen Punkt „ausserhalb unserer Welt“, um uns selbst mit unseren Unvollkommenheiten aus Distanz zu betrachten. Das ist es, was uns auch als Individuen gut tut. Es tut uns sehr gut, obwohl man diesen Kunstgriff in der Psychologie der letzten 50 Jahre total übersehen und vergessen hat. Mindestens in der praktischen Psychologie.

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