Wenn man
seine Bilder anschaut, wird man in eine göttliche Position versetzt.
Die Welt sieht aus wie ein grosses Spielzeug, wie eine Puppenstube mit
diesen vielen kleinen Krabbelmenschen, die sich in ihrer Existenz
abmühen. Das ist es ja doch, was man Transzendenz nennt. Diese Sicht hat
mich immer wieder fasziniert und irgendwie habe ich die Überzeugung,
dass dies ein sehr aktueller Blickpunkt wäre. Ich glaube, solche Bilder
wären heute eine grosse Attraktion. Wir haben diese Sicht sozusagen aus
den Satelliten wieder entdeckt.
Und das Gute daran ist doch wohl
auch hier eine Art Spiegelbild. Wir versetzen uns als Menschen in einen
Punkt „ausserhalb unserer Welt“, um uns selbst mit unseren
Unvollkommenheiten aus Distanz zu betrachten. Das ist es, was uns auch
als Individuen gut tut. Es tut uns sehr gut, obwohl man diesen
Kunstgriff in der Psychologie der letzten 50 Jahre total übersehen und
vergessen hat. Mindestens in der praktischen Psychologie.
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