Dienstag, 4. Juli 2017

"Zum Abschied"



John William Waterhouse - Ulysses and the Sirens


Subject: Re: Ti voglio molto bene

Lieber ...,
Als ich neulich in den Fahrwassern Odysseus war, hörte ich wieder von den gefährlichen Sirenen, vor denen du mich schon früh gewarnt hast. Nun, leider habe ich deine Warnungen nonchaliert. Ich war ganz sicher dass ich selbst bestimmen könnte, ob ich mich verzaubern liesse oder nicht. Und nun sehe ich ein, dass du recht hattest.. schon damals ... und obwohl ich weiss, dass alle Sirenen in Felsen verwandelt sind (habe sie doch selbst gesehen), so kann ich ihrem Einfluss nicht mehr entkommen.

Jetzt hast auch du bald deinen wohlverdienten Urlaub, und ich nehme an dass du in Gedanken schon mit Vorbereitungen für deine interessante Reise beschäftigt bist. Unsere Nachbarn kommen heute von ihrem 14-tägigen Aufenthalt in Naxos nach Hause... und so können wir losfahren.  Es muss höllisch warm dort gewesen sein in letzter Zeit und sie werden die Frische hier geniessen.

Ja chéri, ich hab dir in letzter Zeit viel geschickt, aber es soll ja mein ”Kamel” einen ganzen Monat in der Wüste ernähren. Ich werde mir wieder ein paar mails von dir mitnehmen. Sie sind alle so schön und inhaltreich und ich kann sie immer wieder lesen und geniessen. Weisst du übrigens wieviel Seiten unser ”Roman” bis jetzt schon hat? Er wird wohl so dick wie Prousts ”À la recherche du temps perdu” und vielleicht nennen wir ihn ”À la recherche d’un avenir” ;-) Oder warum nicht ”. d’un avenir perdu”. Was meinst du mon chéri?
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Heute scheint hier die Sonne und meine Vögel singen laut. Am lautesten singen sie, wenn ich am Telefon bin ;-) Ich wollte dich übrigens gestern nochmals anrufen, aber ich hatte Angst dass ich dann vielleicht dem Teufel in die Hände spielen würde und deshalb wagte ich es nicht zu tun. Hoffentlich hat es sich nun wieder beruhigt bei dir im Büro.
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Oh, mon amour, j’aimerais tant te faire savoir combien je t’aime. En quelques mois seulement tu es devenu tout pour moi. Je ne peux plus m’imaginer une vie sans toi et j’ai peur quand je vois que tout mon bonheur dépend de toi. Je ne me suis jamais sentie aussi vulnérable.
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Ich war vorhin im ST und  habe dort dein kleines liebes Mess gefunden. Es freut mich so sehr wenn du so schöne Worte schreibst. Auch du  bist meine letzte grosse Liebe. Und nun müssen wir eine Zeit ohne einander leben und ich weiss dass ich dich sehnsuchen werde, wo immer ich bin.
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Ich wünsche dir noch eine gute Zeit zu Hause und dann viele schöne Erlebnisse in Iran. In meinen Gedanken werden wir oft zusammanen sein.

Lass mich dich ”zum Abschied” umarmen und küssen, du mein allerliebster Ferngeliebter.
Mit tausend Ks, unendlich vielen SSSSS und einer sehr langen U
Für immer
Deine Marlena



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