Ämne: Googoosh
Liebe Marlena
Gerade höre ich den Titel. Fantastisch! Eine grosse Überraschung! Auf dem Verzeichnis sehe ich auch Googoosh.
Merci merci. Ich werde darauf zurückkommen.
Mit einem schönen Gruss
...
Ämne: Googoosh
Liebe Marlena
Gerade höre ich den Titel. Fantastisch! Eine grosse Überraschung! Auf dem Verzeichnis sehe ich auch Googoosh.
Merci merci. Ich werde darauf zurückkommen.
Mit einem schönen Gruss
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Bei uns haben nun auch die Sommerferien begonnen. Auf dem Platz vor meinem Fenster ist es blendend und warm. Nur unter den Bäumen im Café sitzen die Leute. Kinder spielen am Brunnen. Ein älteres Paar kommt vorbei. Sie sind ziemlich sportlich angezogen. Die Rentner sehen heute aus wie Golfspieler mit einem kleinen Handicap. Sie verjüngen sich mit ihren Kleidern. Und wenn der Bus hält, dann flimmert die warme Luft, die aus den offenen Türen aufsteigt. Es muss ein Bratofen sein. Ich mag diesen sommerlichen Platz vor meinem Büro. Und ich weiss, dass Du gerne mal ein Foto sehen würdest. Aber ich glaube, er wird schöner, wenn ich ihn Dir beschreibe. Er ist vielleicht wirklich nicht so schön. Denn darin besteht der Trick jeder Beschreibung, dass sie die Dinge verzaubert. Nun, sie verzaubert eigentlich nicht mal selbst. Der Text gibt nur eine Schlüsselhinweise, und die Verzauberung geschieht im Kopf des Lesers, und eigentlich durch die Lücken im Text. Ich bin überzeugt, dass Du Dir den schönsten Platz vorstellst, voller blonder Menschen in einem milden sommerlichen Klima und einer leichten Brise von der See her.;--)
Die Markisen des Cafés sind heruntergedreht. Und vor dem Haus stehen drei Bäume, die Schatten spenden. Deshalb kann ich die Leute nicht direkt sehen, sondern nur ihre Beine, oder ihre farbigen Kleider durch die Blätter hindurch. Das würde ein hübsches impressionistisches Bild abgeben. Aber das mal ich ein andermal.
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Ich wünsche Dir einen schönen Tag
Mit lieben Grüssen
...
Ämne: Re: Gruss
Datum: den 4 juli
Liebe Marlena
Heute ist mein letzter Tag im Büro vor Ferienantritt. Es ging alles drunter und drüber bis heute morgen. Am Montag war ich noch in einer ärztlichen Kontrolle. Im letzten Moment empfahl man mir eine weitere Operation, weil Druckausgleich im rechten Ohr noch nicht normal funktionierte. Und so haben sie mich am Dienstag ein weiteres mal unters Messer genommen. Das war zwar eine ambulante Operation, aber dennoch mit Ausziehen, auf dem Bettgestell, mit einer örtlichen Betäubung. Es ist äusserst unangenehm, wenn sie dir mitten im Kopf herumfummeln. Und diesen Eindruck hat man, wenn sie mit ihren spitzen Dingern ins Ohr hineinfahren und einen Höllenlärm veranstalten. Es war wirklich schwer zu ertragen.
Und so war ich gestern noch etwas benommen. Ich bin zuhause geblieben und habe geschlafen und etwas geruht. Aber gepackt habe ich eigentlich noch nicht. Ich glaube, ich überlasse es wieder einmal S. Nur bei den Büchern weiss ich mehr oder weniger, was ich mitnehmen will. Aber es ist zu viel. Ich muss noch etwas dezimieren.
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Ja, Deine Rührung ist völlig in Ordnung und angebracht. Ich habe auf diesem kleinen Laptop geschrieben, was bloss mit sehr spitzen Fingern möglich war, und immer unendlich lang gewartet, bis sich das Ding bis ins Hotmail vorgedrängelt hatte. Es war qualvoll, das hast Du vielleicht nie direkt bemerkt. Ich wollte Dich auch nicht gleich zu Tränen rühren. Aber nun ist das anders. Jetzt ist es, als ob ich mit einem breiten Ferrari zum Himmel fahre. Komfortabel und erstklassig. ;--). Als ob ich mir irgendwo das selige Leben verdient hätte.
Und vielleicht bist Du nicht mein Manual, sondern eigentlich das Muttermal sozusagen (das sollte ein Scherz sein!). Auf jeden Fall bin ich froh, dass Walter sein Monopol nicht extrem ausspielen kann. Sonst halte ich mich nämlich an ihn. Oder noch ein wenig an meine Sekretärin, die auch sehr viel weiss. Aber alles und jedes kann ich sie auch nicht fragen.
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Wenn der Visper meint, die Schweizer seien Füdlibürger, dann meint er bestimmt alle, ausgenommen die Walliser. Ich kenne sie und weiss genau, wie sie das meinen. Das ist die gängige Ideologie im sonnigen Tal. Die übrigen Schweizer sind langweilige Typen, während die eigenen Landsleute wirklich etwas ganz anderes darstellen. Es gibt sogar Leute, die träumen von einer Republik Wallis und einem grossen Casino in der Mitte, um Steuern zu sparen. Ich glaube, Peter von Roten hat diesen Gedanken immer wieder ab und zu hochgebracht.
Na ja, die Walliser sind schon ein wenig speziell, eben Südländer, wie die Provenzalen in Frankreich, oder die Bayern in Deutschland. Aber wenn man dann mal hingeht und schaut, wie es in Brig oder in Visp oder Siders so zugeht, da staunt man nur, wie sich alles normalisiert hat in den letzten 20 Jahren.
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Bei uns haben nun auch die Sommerferien begonnen. ...
Ämne: Nähe.. :-)
Lieber ... ,
Schon wieder ist es so spät geworden, bevor ich mit der Arbeit fertig bin. Ich habe eine schriftliche Prüfung konstruiert und nun fühle ich mich ziemlich leer im Kopf und muss erst wieder umschalten. :-)
Ich danke dir herzlich für deine lieben Mails. Gestern wusste ich so viel, was ich dir schreiben wollte und jetzt weiss ich nicht genau, wo ich anfangen soll. Ich glaube wirklich, dass wir etwas überfordert sind, meine Kollegen und ich. Ich sehe, wie sie in kurzer Zeit älter und müder geworden sind und es tut mir leid um sie. Auch ich fühle mich oft am Rand meiner Kräfte. Ich freue mich auf das Wochenende, wo ich mich etwas erholen kann.
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Es war schön bei meiner Schwägerin. Alles war sich ähnlich. Das schöne Haus, ganz im englischen Stil gebaut in einem attraktiven Viertel von Stockholm mit vielen grossen Gärten und Nähe zur Natur. Auch die Einrichtung war immer noch so spartanisch wie früher, sehr originell und etwas von Japan inspiriert. Nun ja, er ist Architekt und hat seine Ideen. :-) Per-Olof war alt geworden, aber nur im Aussehen, denn als Person war er immer schon ”alt”. Er hat auch früher nicht so richtig an unseren Aktivitäten teilgenommen sondern meistens einen bequemen Lehnstuhl und ein gutes Buch bevorzugt. Ausserdem war er immer allergisch gegen Mücken und ging schon deswegen nicht gern hinaus. Er hat etwas Englisches an sich und ich könnte ihn mir gut als Lord auf einem englischen Gut vorstellen. Ein Teil seiner Vorfahren stammen ja auch aus England. B ist wie immer noch die stille, angenehme Person von früher. Doch kann ich sehen, dass ihr Kummer Spuren in ihrem Gesicht hinterlassen hat. Sie hat sich in den letzten Jahren sehr in Hilfsorganisationen engagiert, vielleicht auch ein wenig, um zu vergessen.
Sie waren sich sonst ziemlich ähnlich. Man weiss, dass sie immer etwas ganz besonderes zum Dinner anbieten, etwas das sie lange und sorgfältig zubereiten. So lange, dass die Gäste manchmal, unter Vorwand ein wenig frische Luft zu holen, an eine Wurstbude schleichen und um ihren schlimmsten Hunger zu stillen.;-) Nun, dies ist ein Spass den man sich so zwischen Geschwistern und Schwägerinnen erzählt. Meistens fahren wir auch zu ihrem Sommerhaus, das in den Schären liegt und übernachten dort. Aber diesmal war das Wetter nicht so gut.
Ja, es ist schön, ein paar Stunden mit netten Leuten zu verbringen. Leider fehlt uns meistens die Zeit dazu.
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Gestern hatte ich ein langes Mail von meinem Vetter Gustav der bei IBM arbeitet. Es wundert mich immer, wie schön er sich ausdrücken kann. Nun war er gerade von einer Reise aus Paris zurückgekommen, wo er eine Woche mit seiner Frau verbracht hatte, und erzählte mir sehr malerisch von seinen Eindrücken. Wenn ich alle diese schönen Namen sehe, dann bekomme ich fast wie Heimweh. Ich habe doch mehrere Sommer dort gelebt.
Gustav hat immer sehr intensiv gearbeitet, aber vor einem Jahr hat sein Herz protestiert. Es war kein Infarkt, aber trotzdem eine Warnung, dass er es etwas ruhiger nehmen sollte. Und nun schreibt er so lustig:
"Ich bin wohl ein bisschen mehr französisch geworden, da ich nicht mehr alles so ernst nehme. Ich tue was ich schaffe und manchmal lasse ich sogar Dinge liegen. Komischerweise merkt niemand einen Unterschied. Ich habe auch die Reflexion gemacht, dass die Menschen, die nicht so viel tun, mehr Zeit haben zu sagen, was sie tun und deshalb als mehr arbeitsam aufgefasst werden als die, die so viel zu tun haben, dass sie keine Zeit finden zu reden."
Ich glaube, er hat eine sehr wichtige Entdeckung gemacht und auch ich werde versuchen, manchmal "etwas liegen zu lassen".
Die Mutter von Gustav, die Schwester meiner Mutter, ist meine einzige noch lebende Verwandte aus der älteren Generation. Eigentlich sollte ich sie etwas öfter besuchen. Nicht nur, um ihr einen Gefallen zu tun (sie bittet mich immer zu kommen), sondern auch weil sie die einzige Person ist, die noch erzählen kann über meine Vorfahren. Und du weisst, dass ich alte Menschen liebe. Ich bin manchmal fast neidisch auf dich, weil du noch so viele ältere Familienmitglieder am Leben hast. Es ist lieb, dass dich dein Vater besucht hat an deinem Geburtstag. Hoffentlich hast du ihn nicht angesteckt.
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Ach ..., wie nett von dir dass du mich wissen lässt wer du bist. Eigentlich habe ich es schon gewusst. Ich kenne deine heimlichen Träume. Vielleicht wirst du sie auch einmal verwirklichen. Wenn du in Rente bist, wirst du an einem schönen Ort irgendwo im Süden wohnen, wo die Sonne scheint. Du wirst deine Bilder malen und ab und zu wirst du mich besuchen. Denn ich werde nicht allzu weit von dir wohnen. Du hast einen schönen Traum und ein wenig erinnert er mich an die Geschichte von Kästner. Ich wäre dann gern das "schweigdsame Fräulein", das dir zuhören würde, während du mein Portrait malst. Ach, mein Schatz, unser Leben ist so voll von schönen Träumen. Und sie sind ein Teil von uns und machen uns glücklich und traurig zugleich, denn wir ahnen, dass sie vielleicht nie wirklich werden.
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Ich habe noch einmal deine Beschreibung von dir durchgelesen. Also zwei ziemlich verschiedene Persönlichkeiten, die sich ergänzen und zu einem spannenden Ganzen werden. Ach, ich will doch garnicht dass du ein stiller langweiliger Büromensch werden sollst. Als solchen kann ich mir dich überhaupt nicht vorstellen. Ich sehe in dir alle Eigenschaften und Möglichkeiten. Ich bin hungrig nach allem, was dich betrifft. Ich möchte ".. bis an deinen Rand dich denken", d.h. dir so nahe kommen wie es nur möglich ist. Und du bist mir nahe, chéri. Meine innersten Gedanken gelten immer dir. Ach, wenn du nun hier wärest, dann brauchte ich keine Worte und du würdest alles verstehen. Manchmal am Abend vor dem Einschlafen, wenn ich an dich denke, bist du so nahe, dass ich die Hand nach dir ausstrecken möchte.. ...
Marlena
(Rilke)
Subject : Zu später Stunde..
Liebster Mausgeliebter,
Wenn du nur sehen könntest, wie sehr ich mich über deine Briefe freue. Du würdest nie auf den Gedanken kommen dass es mich langweilen könnte. Nein, auch dein zweites Mail (Iran III) finde ich hoch interessant und es hat mir sehr gut gezeigt wie sich die Leute dort fühlen müssen. Es steht eigentlich in jeder Zeile von dir.
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(R)
date: 10 June 2007 21:54
subject: Kleiner Monarchie-Kurs
u.a.m.
Lieber ...,
Ja, sie ist eine starke Persönlichkeit, unsere Kronprinzessin Victoria. Am 14. Juli 1977 geboren. Also wird sie bald 30 Jahre alt sein. Sie ist eine äußerst sympathische Person und macht sich gut bei allen Repräsentationen. Und intelligent ist sie, trotz ihrer Dyslexie, die sie wohl vom Vater geerbt hat. Sie hat einen Freund, Daniel, schon seit Jahren. Er stammt aus einem kleinen Ort aus einfachen Verhältnissen. War persönlicher Trainer in einem Gym.. später Gymbesitzer. Weiss nicht, ob er sonderlich begabt ist, aber er wird "ausgebildet". Ein ganzer Stab steht zu seiner Verfügung. Du kannst dir ja vorstellen, welchen Druck dieser arme Kerl auf sich hat.
Die jüngere Schwester Madeleine, die blonde, feiert gerade ihren 25. Geburtstag. Unsere online-Zeitungen sind voll davon. Sie ist auch eine Schönheit. Sie wohnt in New York mit ihrem Freund, der keines von den Problemen des anderen hat. Gut ausgebildet und in dem "richtigen" Milieu aufgewachsen, wie er ist. Aber nun scheinen beide zurück in Schweden zu sein.
Ich muss lachen, wenn ich das schreibe, denn ich musste mich erst im Internet nach einigen Fakten umsehen. Aber ich mag unser Könighaus. Sie sind die beste Reklame für Schweden und obwohl es viele Republikaner gibt, die die Monarchie abschaffen wollen, wird es ihnen nicht so leicht gelingen, denn das schwedische Volk denkt anders.
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Gestern ist der "Ostindienfahrer Götheborg" von seiner langen Reise nach China zurückgekehrt. Und natürlich hat man das in Göteborg gross gefeiert. Auch das Königspaar war dabei, diesmal zusammen mit dem Präsidenten aus China, der zu einem Staatsbesuch hier ist. Der erste übrigens aus China.
Wir haben eine richtige Hitzewelle hier. Gestern hatte Stockholm 32°, und das an dem Tag des "Stockholm Maraton". 17.000 Personen waren dazu angemeldet. Stell dir vor, bei dieser Hitze.
Gerade in diesem Moment habe ich hier vor dem PC 28,6°. Und dabei habe ich gerade eine schlimme Erkältung, die mich etwas ängstlich macht, denn ich habe in den nächsten Tagen viel eingeplant.
Das waren meine News aus Schweden. Und bei dir? Hast du ein schönes Week-end gehabt? Habt ihr auch solche Hitze bei euch?
Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche
mit lieben Gs und Ks
Malou
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Re:
Liebe Malou
Besten Dank für deine Monarchie-Nachhilfestunde. Ja, ich muss zugeben, ihr habt sehr hübsche und attraktive Prinzessinen in Schweden. Für sie könnte ich geradezu Monarchist werden. Aber ich bin ja so weit weg und mein Herz hängt ein bisschen nach Willhelm Tell, der Antimonarchist und Rebell.
Aber wir lassen es gut sein. Sie sind würdige Vertreter der Schweden und geben eine Idee von den schönen schwedischen Frauen.
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