Montag, 20. Januar 2025

Gute Zeit

 

Lieber ...,
Du wünschst mir eine gute Zeit, und heute Abend habe ich sie. Ich bin nämlich Strohwitwe. Bin ich ja eigentlich immer, aber heute gehört das Haus nur mir und ich kann dir nach Herzenslust schreiben, gerade in dem Moment wenn ich Inspiration habe, d.h. jetzt. :-)

Ich habe mit großem Interesse deine Schreibpläne wahrgenommen und bin erstaunt wie wissenschaftlich du ans Werk gehst. Es wäre schön, wenn du damit Erfolg hättest und das wünsche ich dir aus vollem Herzen. Doch glaube ich immer, dass das schönste Buch von dir deine Memoiren sein müssten. :-)
Doch wenn du einmal einen Namen hast...

Beim lesen deines Mails musste ich an die Zeit zurückdenken, als Anna noch klein war und abends vor dem Einschlafen immer wollte, dass ich ihr etwas vorlesen sollte.. Oft war ich schon sehr müde nach einem strengen Arbeitstag, zu müde um etwas zu lesen, aber noch nicht zu müde um etwas zu erzählen.



Du kennst sicher die Bücher über Pettson. Ich denke sie müssen auch ins Deutsche übersetzt sein. Und zu diesen Büchern habe ich immer neue Kapitel aus meiner Fantasie erzählt. Findus, der Kater, hatte plötzlich ein kleines Liebchen im Wald gefunden, mit der er sich heimlich traf, Pettson selbst kriegte von mir eine "faster Olga" (faster ist Tante = Vaters Schwester). Diese kam oft ohne Ankündigung und schaute bei ihm nach dem Rechten. Auch eine kleine Mausfamilie habe ich erfunden, die abends, wenn Findus endlich eingeschlafen war, hervorkam und in der Küche nach Nahrung suchte. Ich musste mich nicht einmal anstrengen beim erzählen. Es kam alles so spontan zustande.
*
Du erzählst von den Mahlzeiten in deinem Büro und dabei denke ich mit Nostalgie zurück an die schönen Stunden, die ich zusammen mit Kollegen in der Schulkantine verbracht habe. Unsere Schule war sehr gross und an einem normalen Arbeitstag traf man meist nur Kollegen aus demselben Fachbereich. Es gab eine Zeit, wo wir ein gemeinsames Lehrerzimmer und gemeinsame Pausen hatten. Man konnte also täglich mit den meisten anderen Lehrern dort zusammenstrahlen und Gedanken austauschen. Dann kam jemand auf die Idee, die Lehrer sollten in jedem Fach ihr eigenes "Kaffeezimmer" haben und auch die gemeinsamen Pausen verschwanden. Und so blieb dann eigentlich nur noch die Kantine, wo man "die anderen"treffen konnte. Natürlich gab es auch Leute, die sich eigenes Essen mitbrachten, aber die wussten sicher nicht was sie verpasst haben in der Kantine. Das Essen war hervorragend. Ein Salatbüffet dazu zwei wahlfreie warme Speisen (viele nahmen von beiden), Milch, Bier oder Mineralwasser. Und nachher noch Kaffee mit einem kleinen Gebäck dazu. Und das alles für etwas mehr als 3 Euro. Aber das schönste dabei waren doch die Leute und die fröhliche Stimmung.

*
Gestern konnte ich nicht einschlafen. Weiss eigentlich nicht warum. Als ich schließlich auf die Uhr sah, war es schon nach 3 Uhr morgens. Dann muss ich doch noch ein paar Stunden geschlafen haben. Um halbzehn musste ich los. Der alte Herr mit dem neuen Hörapparat musste nochmals ins Krankenhaus, um das neue Gerät zu kontrollieren. Aber  gegen halbzwölf war ich schon wieder zu Hause.
Er ist ein sympathischer Mensch und nicht ungebildet, obwohl er nicht studiert hat. Habe ich dir gesagt, dass er 3 Punkte eingraviert hat in der Falte zwischen Daumen und Zeigefinger? Es kann bedeuten, dass er mal im Gefängnis gesessen hat. Man nennt dieses Zeichen "luffartecken" (vagabondenzeichen). Es kann auch anderes bedeuten und vielleicht war er einst nur ein Junge, der sich selbst so was eingravierte um though (tuff?) zu sein. Ich glaube ich frage ihn nächstes Mal danach.. :-)

Heute hatten wir endlich wieder etwas kühles Wetter mit Temperaturen gleich unter Null. Die letzten Tage waren ziemlich trostlos mit Wind und Regen. Dann bevorzuge ich diese kalte Luft. Aber der Himmel ist grau.

(---)

Ich habe nochmals den Artikel "Das lange französische Gedicht" durchgelesen. Der erste Teil kommt mir etwas kryptisch vor. Ich vermisse eine Logik (vielleicht bin ich auch nur zu dumm um sie zu sehen) aber der Artikel weckt Fragen und ich würde gern diese Cécile W bitten mir zu erklären wie sie dies und jenes meint. Mir kommt dabei ein schwedisches Zitat in den Sinn: "Das dunkel gesagte ist das dunkel gedachte". Ihr Bedauern über den mangelhaften Literaturunterricht erkenne ich. Das gilt auch für unser Land. Doch man versucht es nun zu ändern. Ich muss unwillkürlich an das beigefügte Bild denken. Vielleicht sind wir nun schon am letzten Stadium der Entwicklung gelandet.

Nein, ich mache nicht Spass. Ich meine es wirklich.
*
Du schreibst immer so schön, mein lieber Mausfreund. Auch heute noch bist du ein Glückspender in meinem Leben.. eine Droge, von der ich abhängig geworden bin. Es freut mich, dass es dich trotz deines schönen RL immer noch als Mausfreund in meinem Leben gibt.

(---)

Siehst du, es ist schon wieder etwas spät geworden. So lasse ich dich nun und wünsche dir eine gute Nacht bzw. einen guten Morgen.

Mit lieben Gs und Ks
Malou


Samstag, 18. Januar 2025

Folke - ein jährlicher Gast

 (R)

 Lieber ... !

Ich sitze im Augenblick in einem veritablen Chaos. Du weisst wie es ist, wenn man Bücherschränke ausräumt und die ganze Bodenfläche verdeckt ist, so dass man sich kaum bewegen kann. Es braucht starke Kräfte dass ich mich hinsetzte und alles liegenlasse. Meine Sehnsucht mit dir zu sprechen ist doch stärker als mein Drang hier so schnell wie möglich Ordnung zu schaffen.

(---)

Unser Gast ist ein hochinteressanter Mensch. Er ist ein alter Studienkamerad von K und sie wohnten damals in einem berühmten Studentenhotell für männliche Studierende im Zentrum von Uppsala. Sie hatten ihre Zimmer im selben Korridor. Alle lebten eng zusammen und kannten sich sehr gut, und niemand konnte eigentlich Geheimnisse vor den anderen haben. Es gab viele Originale, die später auch auf verschiedenen Gebieten Karriere machten und Folke (unser Gast) war schon damals einer der originellsten, und obwohl man ihn vielleicht nicht gerade bewunderte, so sah man doch sehr zu ihm auf.
...
Seit vielen Jahren ist er unser Gast während einer Woche (meistens sofort nach Schulschluss). Wenn ich die beiden so sehe und höre, dann denke ich an dich und W. Eigentlich könnte ich ihnen dauernd zuhören, denn wenn zwei so begabte und interessante Leute zusammenkommen dann werden viele Themen angeschnitten, und der eine versucht dem anderen mit neuen Erfahrungen zu imponieren. Vor einer Weile war die Rede von Stalingrad und grauenvollen Details aus dem Krieg, z.B. wie man sehen konnte, wenn jemand starb, dass sein Bart plötzlich lebendig wurde, und die Läuse in grossen Scharen schnell hinüberwanderten zu einem noch lebenden Körper. Folke hat wie K auch Geschichte studiert. Er war eine zeitlang Direktor aber die ”Papierarbeit” hat ihm nicht besonders gefallen und so ist er wieder Studienrat geworden. Er schreibt ausserdem Rezensionen für eine lokale Zeitung über Bücher, die er (wie ich behaupten möchte) nie gelesen hat ;-) Nun, so ist es wohl oft mit solchen Herren. Sie lesen ein paar Zeilen hier und ein paar Zeilen da und dann kopieren sie ganz einfach eine schon irgendwo veröffentlichte Rezension mit ein paar eigenen Zutaten. Und warum sollte es eigentlich dadurch an Wert verlieren? ;-)
Ich gehe ab und zu eine Weile zu ihnen hinunter und sehe nach, ob sie mich sehr vermissen ;-) Dann kehre ich beruhigt wieder zu meinem Ferngeliebten an den PC zurück.

---



Erläuterungen zu Folke

 

Lieber ...,

Lieber ...,
Es ist wieder einmal spät am Abend. Ich sollte nicht mit dem Schreiben warten bis jetzt, denn abends bin ich meistens ziemlich müde und alle schönen sonnigen Gedanken, die ich während des Tages mit dir geteilt habe, sind ein bisschen matt und grau.. aber da bin ich nun wieder ..

Heute ist Folke nach einer guten Woche wieder abgereist. Es ist schön für K, sich mit ihm über alte (gute?) Zeiten unterhalten zu können und auch für mich sind die Gespräche meist sehr interessant und belebend.
Folke hat sich kaum verändert seit den Uppsalajahren, die Frage ist nur, ob das etwas Positives ist. Er ist ein sehr vermögender Junggeselle und ziemlich apart. Wenn er was persönliches erzählt, hat er die schlechte Angewohnheit die Personen immer bei Vornamen zu nennen, so als ob es selbstverständlich wäre für den anderen, wer damit gemeint ist. Meistens spielt es ja keine grosse Rolle, aber einmal erinnere ich mich, dass wir dachten, dass diese Eva die abends unter seine Decke schlüpfte, eine schöne Frau sei, bis wir auf meine indiskrete Frage hin erfuhren dass es sich diesmal um eine Katze handelte.

Nun habe ich es zur Gewohnheit gemacht, sofort zu Fragen "Wer ist X?" um nicht solche Missverständnisse aufkommen zu lassen, wobei er immer ein wenig beleidigt aussieht, als ob er sagen wolle: "Was, du kennst nicht X?" oder "Du bist wirklich sehr indiskret". Diesmal habe ich ihm auch gesagt, dass ich demnächst ein Buch herausgeben werde mit dem Titel "Erläuterungen zu Folke". Ich glaube, das hat ihm ziemlich geschmeichelt.
....

Und nun sitzen wir in der Badewanne, Doppelwanne, und gern würde ich manchmal aussteigen und zurückgehen ins Turmzimmer.. erinnerst du dich noch? Es war so schön dort neben dir zu sein und dich erzählen zu hören und ich wusste genau wo ich dich hatte.. zumindest körperlich.. Aber das war in meiner "wilden Jugend" und nun bin ich alt und klug..
Du scheinst dich darüber zu amüsieren. Mit klug meine ich, dass ich eine Erfahrung reicher geworden bin, aber klug bin ich wohl erst, wenn ich meine Handlungen von dieser neuen Erfahrung beeinflussen lasse..

"They say you learn from your mistakes - it´s a lie"

 singt die Sängerin in "Vaya con Dios".

Hattest du nicht diese CD gekauft (oder gestohlen?) :-)



RE: Berufsbeginn ...

 Lieber ...,

Dienstag, 14. Januar 2025

Interessantes Thema?

Liebe Marlena

...

Ich war rasch im Städtli, wie wir sagen, und dabei habe ich meinen Chef getroffen. Wir begegnen uns wie eher flüchtig Bekannte. Er grüsst freundlich, nicht mehr, ich auch, nicht mehr. Wir hatten beide einen grossen Hut auf, er einen schnittigen und geformten, ich so eher eine existenzialistische Filzbeule. Aber wir haben beide den Hut nicht abgenommen beim Gruss. Ich habe wenigstens die Hand gehoben, weil ich dachte, ich müsste doch irgendwie ... die Kopfbedeckung lüften. So einen lauen Hitlergruss habe ich gemacht. Nein, es ist nicht die richtige Bezeichnung, aber Du weißt jetzt vielleicht, was ich meine. Er hat sein schnittiges Möbel auf dem Kopf nicht bewegt. Und ich habe mir gedacht, wie man denn einen solchen Hut tragen kann, wenn man nicht mit ihm umzugehen weiss.

*

Doch das ist kein interessantes Thema.

---


Re:

Lieber ... ,

Wieso sollte es kein intressantes Thema sein, dieses kleine Drama in einem Akt, das sich dort auf der Strasse ausgespielt hat. ;-) Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert und du musst mir verzeihen aber ich habe auch Anna diese Passage vorgelesen. Sie hat ein sicheres Gefühl für Nuancen und wir haben beide herzlich gelacht über deinen Humor. Ich teste immer ein wenig ob sie deutsch versteht.. sprechen kann sie es ja leider kaum.

Weisst du, ... werde nicht eingebildet, wenn ich dir das sage. Aber ich hab wirklich noch nie einen Menschen getroffen, oder besser gesagt gekannt der Dinge so treffsicher beschreiben kann wie du. Und glaub mir, ich vergleiche dich nicht mit Dummköpfen. Es sind Skribenten, Schriftsteller und äusserst gebildete Leute.

A propos eingebildet: Ich musste lachen über deine Worte neulich, dass du vestehen kannst "dass du mir nicht aus dem Sinn gehst". Bist du immer so sicher in solchen Dingen???  Aber du wirst natürlich nicht auf die Frage reagieren.

*

K hat gerade angerufen und Anna sagt dass er schon wieder so ganz schrecklich erkältet ist. Er wird es ganz einfach nicht los. Ab und zu wird es etwas besser nur um dann wieder in voller Stärke hervorzubrechen. Hoffentlich steckt er uns nicht an jetzt sodass wir  nichts unternehmen können.

Wie sehr ich deine Bekannten beneide. Geld und Zeit etwas damit zu tun, wer träumt nicht von einem solchen Glück. Und wenn sie den Mann liebt, was spielt dann das Alter für eine Rolle.

Diese Damenparties kenne ich ein wenig.und das erste Mal hat es mich sehr überrascht, denn so elegant und verführerisch machen wir uns nicht wenn wir unter nur Schwedinnen unsere "Damenkränzchen" haben (oder wie du sie nun nennst). Aber mit dem Essen und dem "rundherum" geben wir uns auch grosse Mühe. Soweit ich weiss gibt es kein Land in Europa das so freikostig ist wie Schweden wenn es gilt Gäste zu verwöhnen.  ...

So, nun habe ich ein wenig geplaudert in die Finsternis hinaus. Schreib mir bald wieder, mein lieber Mausfreund,

Ich grüsse dich herzlich

Marlena



Sonntag, 12. Januar 2025

Ämne: RE: +++ ---

 

Ja, Malou
...
Du hast Recht, ich habe Malraux gedacht und Du hattest Mauriac gemeint. Und jetzt willst Du mich mit ihm gleich erschlagen und gibst mir eine Liste von 5 Titeln vor! Du bist aber ziemlich hart im austeilen, Malou! Ich habe dieses Wochenende eine dicke Biographie über Immanuel Kant begonnen und werde diesen und vielleicht den nächsten Monat damit mehr als beschäftigt sein. Wie könnte ich da Mauriac noch oben aufs Brot streichen?  ...

----------------

Lieber ...

Ach, du verwirfst meinen Vorschlag.. :-(  Du bleibst lieber bei Kant, den du doch sowieso schon genügend kennst.. (Ich gebe zu, er ist auch hier wieder "auf der Tapete") - aber mit Mauriac würde sich für dich eine neue Welt öffnen.
Ich habe dir nur einige Titel von Romanen genannt die ich selbst gelesen habe. Ich frage mich, ob du überhaupt einen dieser Romane als "christliche Literatur" bezeichnen würdest. Ich glaube kaum. Gerade deswegen, weil ich glaube, dass du falsche Vorstellungen von ihm hast, möchte ich, dass du einen Versuch machst ihn zu lesen. Er wird dich nicht bekehren.. ;-) Das versichere ich dir...
Seine Bücher sind deprimierende, tief pessimistische Schilderungen seiner bürgerlichen Umgebung. So hatte er auch die ganze bürgerliche Kritik gegen sich.
OK, ich werde dich nicht bedrängen.
*
Die kleine Animation war eine kurze japanische Story. Ich weiss nicht, was mit den Studenten los ist (nun meine ich diejenigen, die Anna bei ihrem Studium trifft) ) denn sie scheinen alle ganz verhext zu sein von japanischen Kurzfilmen. Es gibt sogar welche, die deshalb japanisch studieren neben ihrem technischen Studium. ...
*
Ja, ich glaube dir schon, dass du dich in deinem Club in solcher Umgebung recht jung fühlst. Ich glaube überhaupt, dass unsere nächste Umgebung eine grosse Rolle spielt. Aber ich fühle mich nicht jung, wenn ich Åke und Garry  betrachte. Im Gegenteil. Das ist mir erst aufgefallen, als ein junger Kandidat bei uns im Arbeitszimmer auftauchte. Er bringt eine herrliche Frische in den Raum und man fühlt sich fast, als wäre man zurückversetzt in die ersten Jahre im Beruf. Optimismus und Glaube an die Zukunft. Na ja, er hat noch nicht angefangen zu arbeiten. Wenn ich die anderen jungen Lehrer betrachte, sind sie schon nach kurzer Zeit von dem Stress des Berufes beeinflusst. Es war fast ein bisschen ein Schock, als mir klar wurde, wie diese "Altmänneratmosphäre" mein Milieu bestimmt hat.
Jetzt muss ich ein wenig arbeiten. Vielleicht komme ich nachher nochmals zurück..
Bis dahin, sei lieb gegrüsst,
Malou

--------------


Ämne: RE: supplément

Liebe Malou
Bist Du lieb, wie Du soviel Geduld hast mit mir und dem Mauriac. Weißt Du, wenn ich mal irgendwo ein Buch antreffe, werde ich es mir bestimmt aneignen und vielleicht sogar lesen, jetzt, da ich weiss, dass er Dein Favorit gewesen ist. Aber auf der anderen Seite beschreibst Du ihn als depressiv. Nun, was sollte ich denn von ihm erwarten?

Vielleicht haben wir viele Illusionen aufgegeben, aber wir sollten den jungen Menschen das nicht zeigen. Man kann sie immer noch verbessern, und dazu braucht es Mut. Und diesen müssen wir den Jungen wünschen. Ach, ist es nicht ein Dilemma, in dieser rasch sich ändernden Zeit in fortgeschrittenem Alter zu sein. Manchmal habe ich eine tiefe Sehnsucht nach alten Zeiten, ich kann gar nicht genau sagen, wonach. Und dann versuche ich mich zu beruhigen, dass ich mich eigentlich nur nach meiner Jugend zurücksehne.

Wir waren mal in Kempten in den Ferien. Das liegt im südlichen Bayern, wenn ich mich recht erinnere. Und an einem Samstag Morgen bei schönstem Sonnenschein gingen wir dort durch die Strasse der kleinen Stadt. Und die Leute waren vergnügt, grüssten sich, nahmen sich Zeit für einen Schwatz, plauderten auf der Schwelle der kleinen Läden. Ach, es war alles so beschaulich und hübsch und sauber und sonnig, dass man sich in die alten Zeiten zurückversetzt meinte. Einer dieser Momente ist mir noch heute tief in Erinnerung geblieben, obwohl das jetzt bestimmt 20 Jahre her ist.

Jetzt muss ich aber bestimmt heim. Das war nur ein kleiner extra Gutenachtkuss.
Mit lGuK
...

Samstag, 11. Januar 2025

und so fort

 

 Liebster Mausfreund,