Mittwoch, 1. Januar 2025

Neues Jahr

 

Ämne : Re: ???
Datum : Tue, 01 Jan

Liebe Marlena

So haben wir also dieses bedenkenswürdige Jahr geschafft! Ich wünsche Dir und Deinen Lieben alles Gute, viel Glück und Frohsinn und natürlich auch gute Gesundheit und jeden Morgen eine feine Tasse Kaffee. Das letztere klingt vielleicht etwas komisch. Aber letztlich sind es ja auch die kleinen Dinge, die unser Leben zufrieden und geniessenswert machen. Ich jedenfalls schätze meine Tasse Kaffee am Morgen vor der Arbeit und abends, wenn ich heimkomme, besonders.

Man soll sich für ein neues Jahr nicht zuviel vornehmen. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert, sagt man. Deshalb nehme ich mir nur kleine Dinge vor, und ich behalte sie vorsichtshalber für mich selbst. Und ich schicke in dieser Sache auch keine SMS.
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Und dann hoffen wir, dass wir auch mit dem Euro erfolgreich umgehen können. Auch ihr Schweden werdet zwei parallele Währungen nebeneinander bewältigen müssen. Aber es macht es doch einfacher, in Europa zu reisen. Ich werde vielleicht ein zweites Portemonnaie kaufen. Vielleicht das ist ein guter Vorsatz, den ich auch weiter erzählen kann.
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Schliesslich habe ich diesen 800 Seiten Roman von John Irving doch noch bewältigt. Das Ende ist dann doch noch etwas trivial geworden. Im Wesentlich geht es in diesem Roman um Eddie, der als 16 jähriger Student bei einem Schriftsteller einen Ferienjob antritt und dabei die Geliebte seiner schönen Frau wird. Die Frau verlässt dann ihren Mann und ihre Tochter und verschwindet für die nächsten 35 Jahre. Ihre Tochter, die damals 4 Jahre alt ist, wird später Schriftstellerin, und Eddie wird das auch. In ihren Büchern versuchen sie ihre Lebensprobleme zu bewältigen. Sie beispielsweise das Verschwinden ihrer Mutter. Er seine Liebe zu einer älteren Frau. Schliesslich schreibt aber auch die verschwundene Mutter Romane, Kriminalromane. Sie tut es unter einem Pseudonym. Aber Eddie erkennt sie in den Romanen.
Ist das nicht eine arg konstruierte Geschichte? Nun gut, zum Schluss des Romans wird deutlich, dass viele Ereignisse und Details am Anfang der Geschichte schliesslich zu ihrer Bedeutung kommen. Daraus sieht man, das der gute Irving das ganze Projekt intensiv durchdacht hat.
Was mich vor allem gestört hat war die Tatsache, dass viele Figuren detailliert und umfangreich geschildert wurden, die eigentlich nebensächlich sind. Ich hatte mich immer wieder überlegt, ob ich mich darauf einlassen sollte, oder ob ich die Seiten besser überspringen würde. Das ist ja nicht einfach, weil man oft dann Dinge verpasst, die später für das Verständnis wichtig würden. Aber es gab soviele Personen, mit denen sich Irving akribisch beschäftigt hat, die später wieder aus seiner Geschichte verschwinden. Es ist ja doch wie wenn deine Töchter Freunde mitbringen. Man soll sich nicht mit jedem verbrüdern und Freundschaft schliessen, weil er nach 3 Monaten vielleicht wieder in der Vergessenheit landet.
Und weiter hat mich am Roman gestört, dass sie alle sexoman sind, diese Amerikaner, die Frauen wie die Männer. Die Schriftsteller wie die Gärtner. Wenn sie eine Frau sehen, schauen sie sich erst einmal die Brüste und und das Becken an und fragen sich, wie sie es mit ihr im Bett anstellen wollen. Das ist auf die Länge wirklich ziemlich monoton. Irving arrangiert die Bettepisoden wie ein Historienmaler Schlachtszenen. In allen hässlichen Details und mit ganzer Palette malt er sie aus, von hinten und von vorne und von oben und von unten. Er erspart unserer Fantasie wirklich absolut gar nichts. Es ist geradezu tierisch.
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Ich werde mir im neuen Jahr meinen Walter vornehmen. Er soll seinen Irving verteidigen, wenn ich ihn nach Noten niedermache. Und er muss schon gute Argumente finden, um sein Leben zu retten. Sein literarisches natürlich. Was mich betrifft, so habe ich meine Hausaufgaben gemacht. Ich werde in meinem kommenden Leben mit einiger Wahrscheinlichkeit kein Buch von Irving mehr zur Hand nehmen. Soviel Zeit für sowenig Profit, das will ich mir nicht mehr leisten. Und mein 800-Seiten-Exemplar werde ich getrost weiterschenken können. Vielleicht ist das eine Idee? Ich schenke dieses 800 Seiten Büchlein Walter zum Neuen Jahr. Zwar glaube ich, dass er schneller liest als ich. Er hat auch ein ruhigeres Familienleben und kann sich besser auf seine Lektüre konzentrieren. Aber dennoch, er soll auch daran leiden!
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Heute ist wiederum wunderschönes, kaltes Winterwetter. Es gibt kaum Leute, die unterwegs sind. Alle müssen sich ihren Silvesterrausch ausschlafen. Auch die Italiener stehen noch nicht unten vor der Buchhandlung. Wahrscheinlich wäre es ihnen auch zu kalt. In Schattenlagen liegt noch etwas Schnee. Das ist eine gute Erinnerung an die diesjährigen weissen Weihnachten.

Und bald schon fängt die Arbeit wieder an. Meist, wenn solche Ferien- und Feiertage vorbei sind, ärgere ich mich ein wenig darüber, dass ich nicht mehr aus ihnen gemacht habe. Malen, Zeichnen, Schreiben, Fachbücher lesen: wann denn sonst sollte man sich diese Dinge vornehmen, wenn nicht an freien Tagen. Aber diese verflixten Tage fliessen und tropfen durch die Finger und verschwinden ins Nichts. Man wollte sich nur mal ein wenig hängen lassen, und schon sind sie vorbei. Zeitmanagement, das wäre gut.
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Ich wünsche Euch allen noch einen schönen und sonnigen Neujahrstag, ...
Mit einem lieben Gruss
...

Montag, 30. Dezember 2024

Silvester

 



Liebe Marlena

Heute ist Silvester. ...
Ich habe mir für das neue Jahr versucht, einige gute Vorsätze zu machen. Das ist neu. Ich habe das in meinem ganzen Leben nicht wirklich getan. Mein Leben stand eher unter dem Motto: was kommt, das kommt. Das ist eine Art von Schicksalsergebenheit, mit der ich gar nicht schlecht gefahren bin. Aber ich glaube, das ist eine altmodische Art, das Leben zu nehmen. Ich denke, wer modern ist, der fühlt sich stärker als Regisseur seines eigenen Lebens. Man soll sich das Leben erdichten, sagen die Spezialisten. Und das werde ich tun! Ich muss bloss versuchen, mich dazu zu motivieren.
(... )


Re: Silvester


Lieber ...,
---
Wie schön, deine guten Vorsätze für das neue Jahr. Es klingt irgendwie ermutigend und schenkt sicher ein Gefühl von Geborgenheit. Vorsätze als Stützen auf dem Weg durchs Leben.
Und du sagst, das ist modern? Dann bin ich früher modern gewesen. Doch jetzt denke ich eher, wie du es früher getan hast: Was kommt, das kommt. Ich glaube, dass der Zufall unser Leben regiert. 

Vor ein paar Tagen habe ich einen interessanten Film gesehen. Anna und ich hatten ihn schon früher gesehen, aber wir wollten ihn beide nochmals sehen. Er zeigt sehr deutlich, was ich meine.

"Wie wäre mein Leben gewesen, wenn..."
In diesem Film werden zwei parallele Leben einer hübschen jungen Frau geschildert. Und alles hängt vom Zufall ab, von ein paar Sekunden. Es ist sehr geschickt dargestellt. Kennst du den Film? "Sliding doors"


Sliding doors
Two different universes unfold in this fantasy about alternate realities,
the reliability of subway schedules and fate's role in shaping lives.




Samstag, 28. Dezember 2024

Mitternachtsblues..

Liebster Mausfreund,

Danke für dein schönes Mail. Es hat mich sehr gefreut dass du mir heute noch geschrieben hast denn es ist eine ziemlich trostlose Zeit und ich brauchte ein bisschen Ermunterung. ;

Du hast mir von Sartre und Simone de B. erzählt und so habe ich eine alte Videokassette hervorgesucht mit einem Dokumentar (über Simones Leben und besonders ihre Liebesgeschichte mit einem Amerikanischen Schriftsteller, Algren. Sie hat diesen Mann sehr geliebt und vielleicht war es das erste Mal dass sie eine richtige Lieber erlebte. Und dabei hat es mich gewundert dass sie ihn nach 14 Jahren plötzlich verlassen hat um zu Sartre zurückzukehren "weil er sie brauchte". Später hat sie dann sogar zwei Liebesbriefe von Algren in ihren Memoiren veröffentlicht was ihn sehr verletzt hat. Du sagst Sartre und Simone haben sich von ihren Liebschaften erzählt. Haben wir beide je etwas ähnliches getan? Nein, das glaube ich nicht. Ich würde mich nie mit einem Mann über das Privatleben eines anderen Mannes unterhalten. Auch nicht mit einer Frau. Aber es freut mich, wenn du meinst, ihr Verhältnis erinnert dich ein wenig an unsere Mausfreundschaft. Ich glaube sie waren tief miteinander verbunden und sind es ihr Leben lang geblieben. Du hast recht. Er ist wirklich nicht schön. Muss denn ein Mann schön sein?
*
In Gedanken sehe ich dich mit der "explosiven" Torte in der Hand durch die Strassen gehen und ich muss schmunzeln. Ein so hohes ehrwürdiges Alter hat dein Onkelchen schon erreicht? Sicher habt ihr seinen Geburtstag richtig schön gefeiert.
Wenn du mir was von ihm erzählst, denke ich immer an meinen eigenen geliebten Grossvater und an meinen wunderbaren Schwiegervater. Beide waren etwas ganz besonderes und ich vermisse sie immer noch.
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Erinnerst du dich, dass du noch vor ein paar Wochen von einer neuen "veränderten Welt" gesprochen hast? Und nie hätten wir wohl ahnen können, wie sehr sie sich mit einem Schlag verändern würde. Unsere Erde ist auf einmal eine weniger schöne Stelle geworden. Wenn ich den blinden Hass in den Augen der religiösen Fanatiker sehe, dann kriege ich Angst. Nicht nur vor ihnen, sondern vor meiner Reaktion auf diese Bilder. Warum ist es so schwer, ein guter Mensch zu sein?
(---)

So mein lieber ... Ich lasse dich nun (Je te laisse). Schreib mir bald wieder.
Ich freue mich schon darauf.
Love
Marlena


Freitag, 27. Dezember 2024

Re: ok ok

 Liebe Marlena

Oh Gott, so beginnst Du. Das verspricht einige Erschütterung, wenn nicht gar Leidenschaft. Und in der Tat wird es so etwas wie eine fulminante Verteidigungsrede.
Aber es ist doch durchaus möglich, dass etwas von innen anders aussieht wie von aussen!
Wenn ich sage, Du handelst oder schreibst clever, meine ich das nicht schlecht oder hinterlistig, sondern eben clever. Vielleicht bist Du eben unabsichtlich clever. Das ist ja durchaus möglich bei einer intelligenten Person. Ist sogar wahrscheinlich, dass man intuitiv sehr clever sein kann. Das glaube und hoffe ich. Soviel verspreche ich mir von der Intuition doch sehr. Intuition ist eine Art, sehr umfassend zu kalkulieren, dh. sehr viele Faktoren in die eigene Aktion einzubeziehen. Intuition ist oekologisch sozusagen. Ich glaube, dass ich sehr oft intuitiv reagiere. Manchmal auch mit schlechtem Gewissen und mit viel Erklärungsnot gegenüber Mitmenschen und Mitarbeiter. Wenn Du es nicht magst, ich hoffe doch sehr, ich selbst sei ein bisschen clever. Vielleicht hörst Du aus dem Wort Egoismus? Das meine ich nicht unbedingt.
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Zur Zeit lese ich ein kleines Büchlein über Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre. Das sind zwar tempi passati, aber es ist doch ganz amusant, denn Sartre war in meiner Jugend DER grosse Philosoph, den wir alle bewunderten. Ich habe sein Hauptwerk "L'être et le néant" mit einiger Hingabe gelesen, mindestens doch einige Kapitel angelesen. Er war mir aber weniger verständlich als Heidegger.
Doch was ich sagen wollte: Wenn ich über das Verhältnis der beiden lese, dann geht mir da und dort unsere Mausfreundschaft durch den Sinn. Es ist mittlerweile einiges aus ihrem Nachlass aufgetaucht, was man früher nicht wusste. Die beiden haben nach ziemlich kurzer Zeit absolut platonisch zusammengelebt und sich ihre auswärtigen Liebschaften in allen Details genüsslich erzählt oder geschrieben. Sie haben sozusagen aus Entfernung Nähe hergestellt. So ist ihre petite famille entstanden. Simone musste sich allerdings für dieses Lebensprojekt von ihrer eigenen Familie loskämpfen. Und ihr adeliger Vater hat seine Tochter offenbar erotische "Hure dieses Wurms" genannt. Sartre war in der Tat hässlich wie ein Wurm. Und wer so hässlich ist, muss sich im Leben doppelt anstrengen. Hat er gemacht, mit einigem Erfolg.

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Ja, ich habe die Flasche doch noch gefunden. Sie lag wirklich ganz zuunterst und versteckt. Deine Begründung ist "gut", um (diesmal) nicht zu sagen "clever".
Eigentlich ist es lustig. S mag es auch nicht, wenn ich irgend ein Vorgehen, eine Art, wie sie etwas angepackt hat, "clever" nenne. Sie hat genau dieselben Vorbehalte wie Du, indem sie sagt, das sei nicht Berechnung, das sei nicht (hinterlistige) Raffinesse -- was ich damit eigentlich nicht gemeint hatte. Ein Mann würde "cleverness" sofort als Kompliment akzeptieren. Why are women not more like men? (Dr. Higgins in my fair lady).
*
Heute feiern wir Onkelchens Geburtstag, sage und schreibe 95 Jahre. Er hat allerdings erst am Mittwoch seinen Tag. Aber am Mittwoch können wir nicht hinfahren. Ich habe heute morgen eine Ste Honorée Torte in Basel geholt. Das ist so was wie süsse Luft, mehr Imagination als wirklich etwas Substanzielles zwischen den Zähnen. Aber die Conditorei in Basel ist berühmt dafür. Ich musste das Ding gestern bestellen und habe es heute wie eine Bombe vor mich her haltend heimtransportiert.
*
Ich beneide Dich um die zwei freien Tage. Und wenn das Wetter so schön und mild ist wie bei uns, beneide ich Dich aus tiefstem Herzen. Es ist die Zeit für gemächliche Wanderungen in der Nachmittagssonne, in den Alleen, wenn die Blätter treiben. Oder um im Garten Laub zusammen zu rechen? Auf jeden Fall ist die Luft voller Melancholie, und ein Schluck Ermitage mit frischen Nüssen wäre echt eine Medizin.
*
Mit einem lieben Gruss von Deinem klugen Kopf
...


Dein ceterum censeo habe ich nicht übersehen, aber ich kann es von hier aus
wirklich nicht öffnen. Ich muss es zuhause versuchen. Geduld, meine liebe,
ist die Mutter grosser Dinge.

Nicht nur seelisch..


Lieber ...,

Oh Gott, wie weit du dich von meinem ursprünglichen Bild von dir entfernt hast.. das erste also. Gerade weil du so klug erschienst, so "unverdorben" ;-) bin ich hängengeblieben, oder wie man sagen soll. Und nun kommst du mir mehr harroisch vor als Harro selbst und ich weiss nicht mehr richtig, wer du eigentlich bist.
Geistesabwesend war ich vorige Woche??? Willst du mich ärgern? Oder beherrsche ich meine Sprache so schlecht, dass du nicht spüren kannst, wie anwesend ich bin??
Und clever. Wenn du damit meinst, dass ich kalkulierend bin, dann ist das ganz falsch. Ich weiss dass es Leute gibt, die sich ein Ziel vorsetzen und dann ziemlich tricksen, um es zu erreichen. So bin ich nie gewesen. Bei mir geschieht das meiste etwas unbewusst. Wenn ich mal einen Erfolg habe, was mir im Beruf öfters passiert ist, dann bin ich irgendwie darüber gestolpert und wusste meistens nicht, wie ich dazu kam. In der Liebe würde ich auch nie List verwenden. Entweder liebt man mich oder man lässt es sein. Es hat nichts mit mir zu tun. Schau, ich habe Männer gekannt, die alles hatten, was man sich von einem Partner hätte wünschen können. Ich habe es deutlich gesehen mit meinem Verstand und ich wusste, dass ihre Gefühle für mich sehr tief waren und trotzdem konnte ich mich nicht in sie verlieben. Sie hätten diese Tatsache nicht ändern können.
Aber wie bin ich denn auf dieses komische Thema gekommen? Und wenn ich sehe, was ich hier geschrieben habe, dann scheint es ja beinahe, als wäre ich richtig böse was doch nicht der Fall ist.
*
Es riecht ganz wunderbar hier. Zeit zum Abendessen. K hat schon seine Weinflasche(n) aufgekorkt. Ach, ja! Hast du sie nicht gefunden? Ich hatte sie ganz unten im Korb flach gelegt, damit du das andere auch beachten solltest...




Man rezensiert den neuen Film "Moulin Rouge". Und man sägt ihn total, "an den Fussknöcheln" wie wir sagen, nur um dann am Ende zu sagen: "Es gibt gute Gründe diesen Film nicht zu mögen. Dass man ihn trotzdem liebt beruht auf einer Variante von Einsteins Relativitätstheorie die sagt, dass die Geschmacklosigkeit, wenn sie weit genug getrieben wird, sich selbst überwindet und zu einer Qualität wird."

Ich wünschte mir dasselbe von diesem Mail.
Mit einem lieben Samstagabendgruss
Marlena

Ceterum censeo fotofolder... esse!

1 Kommentar:

  1. Ein guter Schlagabtausch!!! Wie schnell es manchmal geht, wenn Worte missverstanden werden.Aber die Ausräumung solchen Missverstehens wirkt reinigend im gesamten Gemüt, lächel... sooo fein... ich sauge deine Gedanken auf...

    Habt ein gutes Wochenende (ich schließe deine Anna mit ein!)
    LG, Edith

Dienstag, 24. Dezember 2024

An alle lieben Leser





God Jul

Frohe Weihnachten

Merry Christmas

Joyeux Nöel

メリークリスマス

聖誕快樂

.



Samstag, 21. Dezember 2024

Samstag Abend

 


Lieber ... ,

Wie schön du über die Schneelandschaft aus deiner Jugendzeit schreibst. Auch ich erinnere mich sehr gut an die Winter in meiner Kindheit. Sie waren richtige Winter mit strahlend weissem Schnee. Und im Winter nahm man nicht das Fahrrad, wenn man wohin wollte, sondern diese typisch schwedischen Schlitten. Er wurde von alt und jung benutzt. Damals streute man weder Salz noch Sand auf den Strassen und man konnte gut und schnell vorwärts kommen mit diesen Dingern. Heute sieht man sie garnicht mehr in unserer Region. Vielleicht gibt es sie noch oben im Norden.


Heute bin ich durch eine blendend weisse Winterlandschaft zu Anna hinuntergefahren. Du weisst, wenn auch die Bäume ganz von Schnee bedeckt sind. Und ich dachte, genau so sehen sie aus, die Ansichtskarten, die man so kitschig findet. Warum tut man das?

Das Zusammenpacken von all dem was Anna mitnehmen sollte nach Hause hat länger gedauert als geplant und so sind wir erst gegen halb vier, als es schon dunkel war, losgefahren. Uh, ich mag es nicht bei solchem Wetter dauernd geblendet zu werden von grossen LKWs, die einem dann außerdem die Windschutzscheibe vollspritzen so dass man ein paar Sekunden ganz ohne Sicht ist. Aber wir sind gut zu Hause angekommen... hungrig wie Wölfe. Aber ab morgen wendet es sich und die Tage werden wieder länger.

Wir werden uns morgen einen Baum besorgen. Das ist immer ziemlich harte Arbeit. Eben weil wir etwas Perfektes suchen. Habt ihr auch einen Weihnachtsbaum zu Hause bei dir?

Und dann werde ich es ruhig nehmen.. take it easy.. nur das machen wozu ich im Moment Lust habe. Vielleicht doch einen richtigen Stollen backen. Es gehört irgendwie dazu.
(---)

Ich grüße dich lieb und wünsche dir einen schönen Tag.

Malou