a piece of advice to my daughter
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Lieber ...,
Ja, Ostern ist tatsächlich in Sicht... oder fast hier. Die Sonne lässt
sich nicht erblicken, aber trotzdem ist irgendwie schönes
Osterwetter. 4 Grad, sehe ich hier gerade. Klingt nicht besonders warm
aber wenn es nicht stürmt ist es doch angenehm draussen zu sein.
Unter dem Kirschbaum leuchten die ersten Frühlingsblümlein - blau und gelb.
Ämne: osterninsicht
Liebe Malou
Ach, es ist kalt und unfreundlich, wie man es dem April nachsagt. Die ganze Stadt wirkt ziemlich trüb. Und nur die Bäume mit ihrem vorsichtig keimenden Grün deuten an, dass wir andere Zeiten erwarten können. Und von den Tauben ist nichts zu sehen, weit und breit. Wahrscheinlich liegen sie im Gartenhäuschen und drehen sich auf die andere Seite.
Heute habe ich erst um 8.00h angefangen. Ich weiss nicht weshalb, aber irgendwie hatte mein Wecker Mitleid mit mir und liess mich liegen. Vielleicht habe ich ihn ja auch kurz nach 6 wieder abgestellt, um mir zu überlegen, wie man das eigentlich schafft, um diese Zeit aus den warmen Federn zu steigen. Ich meine, da ist wirklich etwas mentale Kraft erforderlich, nicht wahr? Automatisch geht so was nicht. Ausgenommen vielleicht, du erwartest heute dein erstes Rendez-wous oder die Verleihung des Nobelpreises. Und das ist, wir wissen es, nicht jeden Tag zu erwarten. So bin ich erst durch die Helligkeit um halb Acht aufgewacht und habe mit Chronos, dem Gott der Zeit, gefeilscht, ob jetzt vielleicht 6.30h oder vielleicht gar schon 7.00h sein könnte. Unten hörte ich S, die sich in der Küche zu schaffen machte. Und da wusste ich, dass es kaum 6.30h sein konnte.
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Magst Du bei den Schokoladenosterhasen auch am liebsten die Ohren? Da ist am meisten Material dran, nicht wahr? Und bei den Eiern das Gelb, natürlich!
Ich wünsche Dir einen feinen Tag.
Mit lGuK
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Liebe Marlena
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Ich erzähle Dir einen Witz:
Ein Mann stirbt
und kommt ans Tor des Himmels. Dort steht Petrus und ist einigermassen
erstaunt, dass dieser arme Kerl schon das Zeitliche gesegnet hat.
Petrus blättert in seinem dicken Buch und sieht sofort, dass hier ein
kleines Missgeschick geschehen ist, ein Betriebsunfall wie er in jeder
Werkstatt vorkommt.
Petrus entschuldigt sich beim vorzeitig Verstorbenen. "Es soll nie wieder vorkommen. Und auf Rechnung des Hauses hast Du einen Wunsch frei"
Der Tote überlegt lange und meint dann, eine direkte Strassenverbindung zwischen Europa und Amerika wäre natürlich schon schön, so eine interkontinentale Autobahn. Petrus hebt die Augenbrauen und gibt zu bedenken, dass das eine ziemlich unmögliche Vorstellung sei, es gibt keine Möglichkeit, die Strasse zu verankern, keine Fundamente. Und bei einem Sturm, wie er sich denn das vorstelle? Dieser Wunsch sei leider nicht zu erfüllen. Ob er denn nicht einen anderen Wunsch hätte?
Der Tote kratzt sich die Glatze und
denkt doppelt so lange nach. Schliesslich, nach einem langen Seufzer,
gibt er zu, dass er sich nach seinem Leben auf Erden eigentlich
eigentlich nur eines wünschte, nämlich die Frau in ihrem Wesen zu
verstehen.
Petrus, mit einer kleinen, fast unwirschen Bewegung: "Wie willst du sie, 6- oder 8spurig, deine Autobahn?".
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Willst Du meine Küsse in 6- oder in 8facher Ausführung? Im Doppelpack sozusagen.