Montag, 13. Juli 2020
Re: Ankunft im hohen Norden
Liebste Marlena
(---)
Ich weiss, dass Du diesen Norden sehr liebst und dass er Dir alles bedeutet. Im Iran ist es im Moment 42°, wie mir mein Neffe gester gemailt hat. Also, sei glücklich mit Norrland. Im Iran muss man ständig in der Nähe der Air Condition liegen und darf sich kaum bewegen tagsüber, um nicht gleich in einem Schweissbad zu enden. Doch es gibt auch dort einige Ausweichmöglichkeiten. Man kann in die Berge fahren, wo unsere Schwiegermutter ein Wochenendhaus hat. In den letzten Jahren waren sie während des Sommers meist dort oben. Und die Nàchte sind dort geradezu kühl. Oder man kann in die höchsten Lagen der Stadt fahren, wo die superreichen Leute wohnen. Dort oben gibt es etliche Restaurants und auch Pärke, wo man spazieren kann. Und dann haben wir das Bassin im Garten. Die Schwiegermutter hat zwar nur eine Wohnung in einem Block. Aber letztes Jahr hat sie das Wasser für das Bassin finanziert, weil sich das sonst kaum jemand leisten konnte. Und dieses Jahr wird es ähnlich sein, und dann ist das Bad für uns reserviert. Sie hat eine Rente der Uno, weil Nasser Khan bei der Uno in Teheran gearbeitet hatte. Und weil die Inflation im Iran recht hoch ist, steigt ihre Rente praktisch jeden Monat. Sie kann sehr gut damit leben. Aber sie hat auch ein gutes Herz und gibt viel für Verwandte und arme Leute. Sie ist gläubig, und im Islam ist man verpflichtet, einen Teil seines Vermögens an die armen Menchen zu geben. Und sie tut es sogar für uns auch, hat mir S einmal erzählt, dh sie verschenkt auch soviel, wie wir - wenn wir denn islamisch leben würden - geben müssten.
Sei also zufrieden, Marlena, nach Norrland gehen zu können. Und es ist doch gut für Euch als Familie. So wie du es schilderst ist es ein richtiges Auftanken von Lebensenergie dort oben. Und so wie ich dich kenne, meine Liebe, wirst du das nicht so leicht aufgeben können. . Auf den Fotos konnte ich sehen, wie K den Deckel vom Kamin hebt. Und auf einem älteren Foto wart ihr gerade am Gras mähen und heuen. Und dann eben sieht es aus wie in einem schönen Park und man fühlt sich wohl und zufrieden. Es ist sehr erholsam, das einfache Leben. Es ist sozusagen wie eine kulturelle Fastenkur. Man findet zu den Menschen zurück, nimmt sich Zeit für Kontakte und für die Erinnerungen an alte Tage. Und wenn K dort aufgewachsen ist, wird er das natürlich alles tief in sich hineinnehmen. Ja, das kann ich mir alles ein bisschen vorstellen.
Unsere Mutter hat auch oft diese einfache Lebensweise gesucht in den Ferien. Wir sind dann in irgend eine Ferienwohnung in einem Bergdorf gewesen. Und einmal hat sie mit den jüngeren zwei Geschwistern einen ganzen Sommer in einer Alphütte oben in den Bergen gelebt. Das muss ungefähr so gewesen sein, wie man es in der Geschichte von "Heidi" lesen kann. Kennst du diesen Kinderroman?
Und wenn du dabei "Nicht ohne meine Tochter" liest, so - verzeih mir diese Bemerkung - so passt das nicht ganz in diese Umgebung. Ich glaube, ich habe dir erzählt, dass ich es nicht gelesen habe. S. hat immer wieder geschumpfen wärend der Lektüre und sie hat gedacht, das sei eine absichtliche Verunglimpfung der Perser und ihrer Kultur. Ich habe nur den Film gesehen. Und danach habe ich mir gesagt: doch, so oder ähnlich kann es schon gewesen sein. Es ist möglich, dass ein Perser, ein Arzt in Amerika ganz anders denkt als dann, wenn er nach Hause kommt. Dann gliedert er sich wieder in seine Familie und den Clan ein. Und dann ist er nicht mehr frei zu entscheiden.
Wir haben gelegentlich überlegt, ob wir nicht im Iran leben sollten. Ich aber wollte nicht zuletzt aus diesen Gründen nicht. Die Familie hat absolute Priorität. Sie können Dich jederzeit besuchen und du musst dich so verhalten, als ob du seit Wochen auf sie gewartet hättest. Alles musst du fallenlassen, nur für sie, und du musst ihnen alles offerieren, was du gerade im Haus hast. Und wenn du erfolgreich bist, fängt es an, ihnen so zu gefallen, dass sie gar nicht mehr heimwollen. Und dann offerierst du ihnen auch noch ein Bett. Ach, du kannst dich ruinieren dabei. So ein Leben hätte ich mir schwerlich vorstellen können. Ich brauche viel Ruhe und eine ungestörte Atmosphäre.
Die Familie ist wirklich eine Macht, und sie bildet ein enges Netz, innerhalb dessen du dich bewegen musst. Man muss wirklich rundum Rücksicht nehmen. Damit fühlt man sich vielleicht geborgen und sicher, man nimmt Anteil an den Sorgen und Freuden der anderen Familienmitglieder. Aber man ist nicht mehr frei, wie wir es hier in Europa sind. Und schliesslich sind die Familie nicht nur Eltern und Kind, nein, auch Grosseltern, Tanten und Onkel, Vetter und Basen. Ach ja, es hat gar kein Ende. So war es bei uns auch noch vor ein oder zwei Generationen. Damals hatte man vor allem Kontakt mit den eigenen Verwandten. Man hat sich besucht und man hat sich gegenseitig unterstützt und man hat auch leidenschaftlich gestritten.
Wenn ich also S erzählen würde, dass hier eine nette Schwedin Iran über das Buch von Mahoody kennen lernen will, dann wäre sie hell entsetzt. Und sie würde dir Bücher vorschlagen von Saadi, von Hafez, von diesen alten Klassikern oder vielleicht auch von ein paar jungeren Schriftstellern. Aber bestimmt nicht dieses Buch. Sie würde denken, du lernst Persien von der schlechtesten Seite und auf eine falsche, dh nicht sehr wahre Art kennen. Sie meint, wenn denn etwas daran wahr sei, dann sei es eine sehr einfache, sehr fundamentalistisch religiöse und unkultivierte Familie.
Aber wie gesagt, ich behaupte, es kann wahr sein. Und ich weiss auch, dass eben alte Gesellschaften sehr hart sein können, dass sie strenge Mechanismen haben, um den Zusammenhalt zu schffen. Es ist fast wie der Kampf in der Natur, der ja auch brutal sein kann. Wenn ein persisches Ehepaar scheidet, dann kommen die Kinder zum Mann. Das ist islamisches Gesetz. Und eine Ausnahme kann nur der Mann selbst entscheiden.
Ich habe ein anderes Buch über den Iran gelesen. Es ist von einer jungen Perserin geschrieben, die in den USA studiert hatte und dann zurück in den Iran ging. Sie hat dort die Revolution erlebt. Sie hat sehr schlimme Dinge erlebt. Aber sie hat das alles beschrieben mit einer unerhörten Gelassenheit. Das fand ich sehr kultiviert. Vielleicht kann ich herausfinden, wie der Titel dieses Buches ist. Vielleicht für nächsten Sommer in Norrland?
*
Ich glaube, das ist eines der letzten Mails, das du hier und jetzt in Stockholm bekommst. Du weißt, ich weiss nicht, was ich im Iran ausrichten kann. Am besten rechnest du mit gar nichts. Und sollte mal was ankommen, dann ist es eine Überraschung. Ich hoffe einfach, dass ihr eine gute Reise habt. Es ist ja lange, zwei Tage. Und dass ihr es schön habt und Energien und Lebensfreude tanken könnt in Norrland. Die Natur ist ja doch eine der wirksamsten Quellen der Energie. Und ich hoffe, dass alles gut läuft und dass ihr jede Menge Fische bekommt.
Und natürlich, liebste Marlena, hoffe ich, dass wir uns Mitte August wieder treffen. Und dass wir uns viel zu erzählen haben und wieder voller Freude Kontakt haben werden.
Und dass ich mich kürzlich "daneben benommen" habe, dafür bitte ich Dich um Entschuldigung. Ich schäme mich wirklich ein bisschen dafür, weil ja auch etwas Alkohol im Spiel war. Das ist nicht gerade gentleman-like!! Es ist wahr, wenn du sagst, du hättest das nicht verdient. Das hast du wirklich nicht. Du hast dich wirklich noch nie "daneben benommen", auch wenn du dich kürzlich für irgendwas entschuldigt hast.
Ich umarme dich und küsse dich über das ganze Gesicht
Bleib meine Marlena
Dein ...
Samstag, 11. Juli 2020
Ankunft im hohen Norden
Pure Nostalgie
Ich darf nicht vergessen zu sagen dass wir auch viel am Fluss unten sind. Anna schwimmt jeden Tag in dem meistens eiskalten Wasser und K geht abends runter um ein paar ”Harre” (wie sie nun wieder auf Deutsch heissen können?) zu fischen. Es ist ein kleiner Lachsfisch der sogar den Lachs übertrifft im Geschmack. Nur soll man ihn so frisch wie möglich essen und manchmal können wir es nicht lassen und braten sofort ein paar, leicht paniert in Butter, wenn K damit vom Fluss kommt. Ich habe früher auch viel gefischt und vielleicht werde ich es diesen Sommer wieder mal versuchen.
...
--
Wenn wir am zweiten Tag der Reise so gegen 14.00 Uhr ankommen, haben wir sofort unsere bestimmten Aufgaben die schnell erledigt werden müssen. Wenn das Gras sehr hoch ist (es kann einen halben Meter sein im schlimmsten Fall) nimmt K die Sense. Erst verstauen wir natürlich all unser Gepäck im Haus. Dann trage ich alle Matratzen hinaus in die Sonne da sie vom Winter etwas feucht sind und schliesslich klettert K aufs Dach um den Deckel vom Schornstein abzunehmen damit wir im Ofen Feuer machen können. Wasser wird im Brunnen geholt. Die alte Wanduhr wird aufgezogen. Sie tickt so gemütlich. Die Vögel werden auf ihren Platz gestellt. Es scheint ihnen sehr gut zu gefallen in der grossen hellen Bauernküche wo von allen Seiten das Licht hereinstrahlt. Und dann zuletzt, pflücke ich auf der Wiese den Blumenstrauss, der in einem kleinen Korb neben der Tür verkünden soll dass wir nun zu Hause sind und alle herzlich willkommen heissen. Und man kommt. Von nah und fern. Die meisten jungen Leute sind doch in den Süden ausgewandert. Aber im Sommer kommen sie ”nach Hause” und dann tauchen sie auf, Ks Freunde aus seiner Kindheit u.a. (einige haben auch in Uppsala studiert) und man erzählt sich bei einer Tasse Kaffee was man in dem vergangenen Jahr erlebt hat oder spricht von Erinnerungen aus der Kindheit. Jedes Jahr werden wir auch von Kusinen und Nachbarn eingeladen und mein Verehrer ;-)) steht immer bereit wenn ich die Post hole um ein paar Worte zu wechseln. Manchmal kommt auch jemand aus dem Süden zu Besuch und bleibt dann meistens so eine Woche. Es ist ein stilles erholsames Leben und es ist komisch, obwohl man fast nichts zu tun hat, fliegen die Tage nur so dahin. Übrigens haben wir früher auch immer Tennis gespielt in Kalix aber im letzten Jahr sind wir etwas faul gewesen. Vielleicht auch das Alter ;-))
Wenn wir am zweiten Tag der Reise so gegen 14.00 Uhr ankommen, haben wir sofort unsere bestimmten Aufgaben die schnell erledigt werden müssen. Wenn das Gras sehr hoch ist (es kann einen halben Meter sein im schlimmsten Fall) nimmt K die Sense. Erst verstauen wir natürlich all unser Gepäck im Haus. Dann trage ich alle Matratzen hinaus in die Sonne da sie vom Winter etwas feucht sind und schliesslich klettert K aufs Dach um den Deckel vom Schornstein abzunehmen damit wir im Ofen Feuer machen können. Wasser wird im Brunnen geholt. Die alte Wanduhr wird aufgezogen. Sie tickt so gemütlich. Die Vögel werden auf ihren Platz gestellt. Es scheint ihnen sehr gut zu gefallen in der grossen hellen Bauernküche wo von allen Seiten das Licht hereinstrahlt. Und dann zuletzt, pflücke ich auf der Wiese den Blumenstrauss, der in einem kleinen Korb neben der Tür verkünden soll dass wir nun zu Hause sind und alle herzlich willkommen heissen. Und man kommt. Von nah und fern. Die meisten jungen Leute sind doch in den Süden ausgewandert. Aber im Sommer kommen sie ”nach Hause” und dann tauchen sie auf, Ks Freunde aus seiner Kindheit u.a. (einige haben auch in Uppsala studiert) und man erzählt sich bei einer Tasse Kaffee was man in dem vergangenen Jahr erlebt hat oder spricht von Erinnerungen aus der Kindheit. Jedes Jahr werden wir auch von Kusinen und Nachbarn eingeladen und mein Verehrer ;-)) steht immer bereit wenn ich die Post hole um ein paar Worte zu wechseln. Manchmal kommt auch jemand aus dem Süden zu Besuch und bleibt dann meistens so eine Woche. Es ist ein stilles erholsames Leben und es ist komisch, obwohl man fast nichts zu tun hat, fliegen die Tage nur so dahin. Übrigens haben wir früher auch immer Tennis gespielt in Kalix aber im letzten Jahr sind wir etwas faul gewesen. Vielleicht auch das Alter ;-))
Ich darf nicht vergessen zu sagen dass wir auch viel am Fluss unten sind. Anna schwimmt jeden Tag in dem meistens eiskalten Wasser und K geht abends runter um ein paar ”Harre” (wie sie nun wieder auf Deutsch heissen können?) zu fischen. Es ist ein kleiner Lachsfisch der sogar den Lachs übertrifft im Geschmack. Nur soll man ihn so frisch wie möglich essen und manchmal können wir es nicht lassen und braten sofort ein paar, leicht paniert in Butter, wenn K damit vom Fluss kommt. Ich habe früher auch viel gefischt und vielleicht werde ich es diesen Sommer wieder mal versuchen.
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Freitag, 10. Juli 2020
Montag, 6. Juli 2020
Narzissmen
den 6 mars 2000 14:05
Liebe Marlena
Ich danke dir für den lieben Brief. Ich bin froh, dass du meine Ironie verstehst und nicht alles ernst und 1:1 nimmst, was ich schreibe. Das gäbe nur böses Blut. Ich habe natürlich nicht mehr ...
(---)
Magst du die Einsamkeit? Warum denn das? Du sehnst dich nach Einsamkeit, wenn du in Gesellschaft bist? Und du träumst von Zweisamkeit, wenn du einsam bist? Ist das vielleicht so? Ich kann mich erinnern, wie du ziemlich heftig protestiert hast, als ich deine Single-Lebensweise als "trendy" bezeichnet habe. Ich bleibe natürlich bei meiner Analyse. Es ist trendy, was immer deine Gefühle und deine Einstellung dazu sind, es ist und bleibt trendy, da kannst du gar nichts gegen machen, meine Liebe. Vielleicht lebst du gegen deinen Willen so, aber es ist eben nun mal trendy. Du kannnst sagen, der Trend ist nicht der Grund, warum du so lebst. Du könntest auch sagen, du lebst so, obwohl es ein moderner Trend ist. Ach, ich quassele (umgangssprachlich für reden) zuviel. Entschuldigung meine Liebe. Langsam fange ich an, dich zu lieben. Pass auf Marlena. Platonisch natürlich, das haben wir ja so vertraglich abgesprochen, nicht wahr, obwohl ich mit meinen barocken Gefühlen das Platonische oft nur als "Knochen ohne Fleisch" empfinde. Doch das ist auch schon eher wieder ironisch. Vergib mir.
Ich muss arbeiten jetzt, es ist 0805, das Pult ist voller Papier und schaut mich an wie ein zerzauster, hungriger Löwe. Wenn ich in seine Nähe gehe, bin ich verloren. Er wird mich mit Haut und Haaren verschlucken, soweit ich ihn kenne. Ich werde bis abends nicht mehr loskommen. So ist das bei Löwen, bei hungerigen.
Ich wünsche dir eine gute Woche. Hat jetzt deine Arbeit wieder angefangen? Oder hast du immer noch Ferien, du Glückspilz? Wir Schweizer haben die längsten Arbeitstage in Europa, sagt man hier immer wieder. Und wenn es nicht wahr ist, so ist es mindestens gut erfunden! S'e non e vero e ben trovato, oder so ähnlich in italiensich.
Mit einem schönen Kuss (Handkuss natürlich, was in der Schweiz völlig unbekannt ist und hier sehr nach k&k und süsslich aussieht und worüber alle schmunzeln würden). Macht ihr das in Schweden, als alte Royalisten, den Handkuss? In der Schweiz gibt es bloss den Wangenkuss (beidseitig bitte sehr, oder sogar dreifach vor allem in der Romandie), den Lippenkuss (repräsentativ für die bürgerliche Liebe und sehr verräterisch wegen des vielbenutzten Lippenstiftes), den Zungenkuss (die bürgerliche Intensivvariante, sehr leidenschaftlich und tiefgehend und feucht) und den Negerkuss (wieder ironisch und auch kalorienreich). Letzteres ist eine Süssigkeit, eine mit dünner Schokoladenschicht überzogene weisse und klebrige Zuckermasse, die du sicherlich auch kennst, vielleicht einer der süssesten Küsse, die man auf der Welt applizieren kann, abgesehen vom Intimkuss vielleicht, auf den ich aber jetzt nicht näher eintrete. Also, meine Liebe, ich lass dich, sonst werde ich zu frivol.
Mit einem lieben Gruss von deinem Mailpartner
(klingt wie eine offizielle Funktionsbeschreibung zuhanden der Steuerbehörde. Hat mich sehr erstaunt, deine Anrede! Wie bist du dazu gekommen?)
...
Sonntag, 5. Juli 2020
Beginn einer Mausfreundschaft
(R)
Liebe Marlena
Weißt du, was es ist? In der normalen Alltagsehe vermisst man die Komplimente. In einer virtuellen Mausfreundschaft gibt es jede Menge davon. Vielleicht ist dies eines der Geheimnisse?
Ich hoffe, dass unser Kontakt uns beide von innen erleuchtet, so dass wir, du in Stockholm und ich hier, für unsere Familien und unsere Leute der Umgebung eine geheinmisvolle Serenität (Heiterkeit, ich hab das deutsche Wort im Wörterbuch nachgeschaut) ausstrahlen können. Das ist doch ein guter Zielparagraph für unseren Kontrakt, nicht wahr? Mach dir keine Sorgen, wir schaffen das blendend!
Mit einem lieben Gruss und zwei Küssen
...
Re: Warum denn auch?
Lieber Mausfreund!
Ist das ein Kontrakt für unsere "Internetfreundschaft"? Diesen Paragraphen kann ich voll akzeptieren :-) Es darf nie etwas Negatives für unsere Nahstehenden bedeuten. Tut es ja auch nicht. Im Gegenteil, es ist wie du sagst, wenn man Liebe erhält kann man auch Liebe verschenken.
Den einen Kuss schicke ich dir hiermit zurück! Brauche doch nur einen ;-)
Wünsch dir noch einen schönen Abend und vergiss nicht deiner Tochter zu gratulieren! War es nicht heute?
Machs gut, mein Mausfreund
PS Der Brief mit der ûberschrift: Narcissmen enthält deine Sturmwarnung. Natürlich habe ich sie missverstanden. War doch nur platonisch gemeint. Oder vielleicht platonisch getarnt?
Marlena
(den 28 mars 2000)
Mittwoch, 1. Juli 2020
neue Verbindung Dänemark - Schweden
Date: Sat, 01 Jul 2000 08:38:38 GMT
Liebe Marlena
Heute oder morgen wird die Verbindung zwischen Dänemark und Schweden eingeweiht, nicht wahr, oder dem Verkehr übergeben? Wie heisst es, Öresund oder so. Dann brauchen die Elche nicht mehr nasse Füsse zu bekommen, wenn sie nach Dänemark auswandern wollen. Dann können sie in Kolonnen über diese Brücke wandern und in der Mitte noch ein schönes Picknick machen ;--)
Wenn ich dich jetzt in Stockholm besuche, könnte ich dies trockenen Fusses. Nun ja, das wäre ja schon bisher möglich gewesen, aber mit einem grossen Umweg, nicht wahr? Aber jetzt könnte ich wirklich gleich meine Pantoffeln anbehalten. Das ist doch ein gutes Gefühl. Ich werde es mir überlegen.
Bis dahin wünsche ich euch allen eine gute Zeit
...
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heute 20 Jahre alt
Klagelied
Lieber ...
Heute hatten wir eine Abendkonferenz. Na ja, du weisst schon wie das meistens zugeht. Es ist total sinnlos und eine grosse Zeitverschwendung. Man hat uns über die Umorganisationen informiert und auch das Gymnasium wird bald wieder ganz verändert mit neuen Programmen, Stundenplänen und Zweigen. Sofort, wenn etwas zu funktionieren beginnt wird es abgeschafft und mit etwas neuem ersetzt. So haben die Papierträger immer wieder neue Beschäftigungen, die ihre Existens rechtfertigen.
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