Mittwoch, 7. März 2018

Schon wieder ... :-)



den 14 augusti 08:37
Re: Schon wieder.. :-)



Liebe Marlena

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Jetzt hat es hier angefangen zu regnen. Das ist doch wunderbar. Das wird den Glauben des Papstes noch verstärken. Er hat doch kürzlich dazu aufgerufen, für Regen zu beten. Das finde ich süss. Wir modernen Rationalisten denken, es sei dumm, für Regen zu beten. Aber für den Menschen ist es gut, das zu tun. Ob es dann regnet oder nicht, spielt gar keine Rolle. Seinen Wünschen und Nöten mit Hingabe Ausdruck zu geben, das allein ist schon gut und lindert die Schmerzen. Ach, was quatsche ich da. Das ist doch alles sehr katholisch.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Mit lieben Grüssen
...


Ämne: Frische!
Datum: den 14 augusti 23:27


Lieber ...,

Du kannst es ruhig zugeben, im innersten bist du sehr katholisch. Unsere jungen Jahre hinterlassen Spuren, ob wir nun wollen oder nicht. ;-)

Auch bei uns kam heute ein erlösender Regen. Und wie es geregnet hat! Ich musste ein paar von
Lisas riesigen Pflanzen retten, die im Sturm und Regen umgefallen waren. Und es hat immer weitergeregnet. Auch heute Abend noch während meines Katzen-spazierganges. Ich beginne sie richtig zu schätzen, diese abendlichen Spaziergänge zu Lisas Haus hinauf. 400 Schritte sind es ungefähr. Wieviel Meter kann das sein? Erst kommt ein steiler Hang und dann oben liegt der alte Weg, der paralell zu unserem geht und früher wohl der erste Weg hier war.



Ich habe wieder mit der kleinen gespielt. Sie tobt sich richtig aus nach dem Essen und fährt wie der Blitz (wir würden sagen "skitigt sträck" = dreckiger Strich) hin und her bis sie dann ganz ermüdet schmusen will. Und dann schnurrt sie an meiner Wange und die anderen Katzen schauen erstaunt zu. Ich glaube wir fühlen uns gleich wohl dabei. :-)




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Es freut mich zu hören, dass deine Chefs so freigebig sind. Sie profitieren ja auch davon. Weisst du, ich darf garnicht daran denken dass du nun bald abfliegst. Scheiden tut weh.. weiss nicht warum gerade jetzt, wo ich doch gewöhnt bin, dass du manchmal ein paar Wochen nicht erreichbar bist.
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Du meinst ich bin jetzt aktiv geworden? Natürlich. Das ist nicht schwer zu erklären. Ich bin allein zu Hause und kann dir in Ruhe schreiben ohne dass jemand was sagt oder denkt.
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Eigentlich hätte ich noch einen Kuchen backen solen für morgen. Ich habe zu einer kurzen Konfernz mit den Deutschlehrern gerufen und da sie vorher schon eine lange Englischkonfernz hinter sich haben (die meisten haben beide Fächer) so passt es gut, dass wir unsere mit einer guten Tasse Kaffee beginnen. Und dazu braucht man etwas Süsses. Ich werde also morgen früh schnell was backen.
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Nein, leider ist es ncht so, dass in der ganzen Schule eine gute Stimmung herrscht,wie bei uns. Es gibt Menschen, die nicht miteinander auskommen können und es gibt auch ein paar die ich ganz einfach nicht leiden kann. Früher war es so, dass man sich mit Leuten umgab, die man mochte. Aber heutzutage wird man manchmal mit komischen Menschen in Arbeitsgruppen zusammengesteckt. Vielleicht ist das eine Erklärung dazu, dass sich so viele bei uns nicht wohl fühlen an ihrem Arbeitsplatz. Von den so 100 Kollegen, die ich habe gibt es wohl 4 oder 5, die ich absolut nicht ausstehen kann. Und mit einem von diesen Personen soll ich zusammen Klassenlehrer sein. Nicht gerade eine Situation, die Erfolg verspricht. Aber du wirst sagen, dass ich das hinkriege. Und natürlich ist es so. Aber es wäre doch bedeutend angenehmer, wenn ich mit einer Person, die mir sympathisch ist, zusammenarbeiten könnte.
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Es ist spät und mir kommen Gedanken, die ich am besten nicht niederschreiben sollte.
So sage ich dir nur gute Nacht, und lasse dich in Ruhe weiterschlafen.

Vielleicht habe ich morgen früh noch Zeit für ein paar Zeilen.
Bis dahin alles Liebe..
Marlena

Montag, 5. März 2018

Pilgerreise nach New York




Liebe Marlena
Mir ist ein lustiger Gedanke gekommen. Die Reise
nach N.Y. ist für mich sozusagen eine Pilgerreise. Die
meisten Pilger gehen nach Lourdes, nach Santiago,
nach Rom. Das sind Orte der Vergangenheit. Sehr schön,
würde ich auch machen. Ich habe mal eine Pilgerreise
nach Meshed gemacht. Habe ich Dir davon erzählt. Es
war ein eindrückliches Erlebnis, obwohl ich nicht richtig
daran glauben wollte. Und nun möchte ich die Sache so
drehen, dass ich eine Pilgerreise in die Weltstadt des 21.
Jahrhunderts mache. Dort hole ich die Inspiration für
meine nächsten Jahre.
...
Die Amis werden bestimmt erstaunt sein, wenn sie
den ersten Pilger kommen sehen! Sie werden auf
ihren Hockern in den McDonalds einen Moment
mit Kauen stoppen. Ich bin gespannt, was sie mir
zu bieten haben. 
Im Kurs wird es bestimmt Amis geben. Und ich werde
sie genau beobachten. Und ich werde sogar ein
bisschen mitbekommen, wie sie die Welt erleben,
welche Gefühle sie haben, wie sie mit ihrem
Innenleben umgehen. Darauf bin ich gespannt.




Sonntag, 4. März 2018

New York rückt näher






Ja, New York rückt näher. Am 18. August werde ich abfliegen und am 2. September zurückkehren. Ich nehme wirklich immer wieder Anläufe, mich auf diesen Aufenthalt zu freuen. Und ich glaube, dass es mir schliesslich gelingen wird. Letzten Sonntag hatte ich einen Arbeitskollegen mit seiner Frau im Museum getroffen. Das Gespräch kam auf meine Pläne. Die beiden waren voller Begeisterung für NY. Besonders die Frau, die es offenbar mag, Museen und Gallerien zu besuchen. Ach, sie war ganz hingerissen und ich glaube, am liebsten wäre sie mitgekommen. Ihr letzter Aufenthalt war offenbar schon 7 Jahre alt.

Ich hatte den Einfall, dass ich meine In-line-Skates nach NY mitnehmen könnte. Vorgestern bin ich damit etwa 15 km gefahren um zu sehen, ob ich das überhaupt noch kann. Ich merke, dass das Training fehlt. Aber eigentlich sollte es möglich sein. Ich könnte so den Central Park durchqueren. Oder ich könnte hinunter ans Ende von Manhattan rollen, zum Battery Park, wo man die Freiheitsstatue auf der Insel draussen sieht. Na ja, vielleicht brauchen diese Skates ein bisschen viel Platz im Koffer. Und wenn die Gehsteige voller Leute sind, ist man mit Rollschuhen eher etwas behindert. Aber die Idee ist doch nicht schlecht, oder? Ich hatte mir immer gewünscht, eine unbekannte Stadt rollenderweise zu erkunden. Und weshalb sollte es nicht NY sein?

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Ich fahre als Tourist. Der Kurs ist nur eine Nebensache. Wer nämlich in den USA heute eine Schule besuchen will, muss harte Prüfungen und einen elenden Papierkrieg durchstehen. Das will ich nicht. So kann ich ohne Visum reisen und ich erwarte bloss, dass man mich bei der Einreise ausfragen wird, wo ich wohne und was ich zu tun beabsichtige. Dann werde ich sagen, dass ich den Central Park zu durchqueren gedenke und unten die Freiheitsstatue begucken und abzeichnen will ;--). Und vielleicht noch die Qualität der Hamburgers testen! Das könnte ich auch noch sagen. Ich kann sie aber nicht mit irgendwas vergleichen, weil ich hier in der Schweiz kaum je Hamburgers gegessen habe.


Re:
...

Rollerblades fährst du? Das ist aber eine Überraschung! Ich finde erwachsene Männer auf diesen rollenden Dingern äusserst sexy. *s* Und wie schön und lustig du von deinen NY-plänen schreibst. Ich geniesse es schon ganz mit dir.

Teufel an die Wand


Gedanken über Pensionierung


Liebe Malou

Ja, mit 60 in Pension! Das war so eine Diskussion mit unserem Versicherungs-Vertreter. Das wäre aber 4 Jahre vor dem normalen Zeitpunkt. Bei uns im Staat geht man mit 64 in Pension. Man hat den Termin für Frauen um zwei Jahre erhöht, für Männer um eines reduziert. Nun, wir haben ausgerechnet, dass ich durchaus vorzeitig gehen könnte. Und wenn ich mir vorstelle, noch zwei Jahre im billigen Isfahan zu leben, dann würde das sehr gut gehen. Aber ich versuche, so lange wie möglich zu arbeiten. Einerseits sind die Töchter noch in der Ausbildung und brauchen ihren Teil. Und andererseits behält Arbeit jung. Ich versuche einfach, aus meiner Arbeit ein Vergnügen zu machen. Das gelingt vielleicht nicht immer. Aber wenn man älter wird, sollte es doch leichter sein als in jungen Jahren. Jeder Tag gibt Gelegenheit, Neues zu lernen, Dinge zu tun, an die man in der Pension gar nicht denken würde, Informationen zu bekommen, von denen man später abgeschnitten sein wird. Was tun denn die Menschen, die kurz vor der Pension stehen? Mit viel Ernst und Mühe stellen sie sich ein Programm mit vielen Projekten zusammen, die sie tun wollen, wenn sie einmal in Pension sind. Und dann kommt der Moment, sich bei den Arbeitskollegen zu verabschieden. Die meisten tun das etwas traurig. Und später stehen die Männer den halben Tag in der Küche und ärgern ihre Frau damit, dass sie überall hineinreden.
Kurz, Du siehst, ich versuche mir mit der Pensionierung den Teufel an die Wand zu malen, um mich ins Gefühl zu retten, jedes Jahr, das ich nocht arbeiten kann, sei ein Geschenk des Himmels. Jedes zusätzliche Jahr behält mich jünger, aktiver, informierter, intelligenter. Wenn ich einmal in Pension bin, werde ich mehr schlafen, die Zeit wird mir durch die Finger ringen, alles wird langsamer abgehen, auch mein Kopf. Und das möchte ich noch etwas hinausschieben. 
*
Ja, New York rückt näher. Am 18. August werde ich abfliegen ...





Samstag, 3. März 2018

Amsel



Lieber ...,

Danke für dein liebes Frühlingsmail. Ja, die Amsel. Kein
anderer Vogel singt so schön wie sie... oder lass mich sagen
ER. Denn er ist es, der uns mit seinem schönen Gesang
begeistert.

Erinnerst du dich noch an das Bild damals zu Weihnachten.
K wollte den Baum etwas unten absägen und neben ihm
stand eine kleine Amsel, die ihren Apfel bewachte. Sie wich
nicht von seiner Seite.



Ja, es gibt sie auch bei uns in Schweden.  Sie ist sogar unser
Nationalvogel.

Ich grüße dich lieb und wünsche dir einen guten
Start in die neue Woche.

Kuss
Malou

Donnerstag, 1. März 2018

Kaffe Fertig gefällig?





Liebe Malou
Ich habe wirklich geschmunzelt bei diesem Berner Oberländer Witz. Es gibt davon sicherlich noch viele. Aber dieser ist gut, weil er durch seine Länge eine gewisse Spannung erzeugt. Allerdings ist er nicht einfach zu erzählen mit gleich drei verschiedenen Deutschvarianten von Ausländern. Ich werde ihn mit B ausprobieren.
Merci dafür Malou. Woher hast du ihn gefunden?
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Heute morgen habe ich sie gehört. Schon um 6 Uhr, als ich mein Schlafzimmer gelüftet habe. Ja, man kann es kaum glauben. Es war noch stockdunkel draussen. Und wenn ich die gegenüberliegenden Häuser und Strassenzüge beobachte, muss ich feststellen, dass ich wohl in Basel der einzige bin, der schon vor 6 Uhr aufsteht. Ausnahme ist eine Person gleich gegenüber. Ich glaube, sie ist blind oder doch mindestens sehbehindert. Deshalb lässt sie auch stets ihre Storen und Läden offen. Sie ist auch eine Frühaufsteherin. Ich kann sie manchmal sehen, wie sie in ihrem Büro herumtastet und Dokumente liest mit der Nase praktisch auf dem Papier.
Und dann habe ich meinen Zug nach Visp und Milano erreicht. Er ist immer gut besetzt. Viele Menschen scheinen heute längere Arbeitswege zu haben. Ich denke, die meisten von denen arbeiten in Bern. Die Reisezeit beträgt ca. 1 Stunde. Auch die Visper erreichen Bern jetzt innerhalb einer Stunde. Sie können also gut dort arbeiten. Und es scheint mir wirklich, als ob man in Bern oft Walliserdeutsch höre. Ich höre es rasch, oft bloss schon aus der Melodie der Sprache.
Ach ja, was ich sagen wollte. Heute morgen habe ich erstmals eine Amsel singen hören. Natürlich war es ein Amselrich. Er war laut und deutlich. Habe ich so nicht erwartet, denn meine Fenster gehen auf die Quartierstrasse hinaus. Ich muss - wenn ich mal mehr Zeit habe - herausfinden, wo sie sitzt. B hat eine Amsel in ihrem kleinen Garten hinter dem Haus, auf ihrem alten Quittenbaum. Das ist sehr schön. Und früher habe ich sie auf dem Hausfirst gegenüber gesehen, wenn ich aus dem Haus in I.  getreten bin. Ich habe das erst in den letzten Jahren schätzen gelernt. Früher hatte ich kaum ein Ohr dafür. Eigentlich schade.  ---
Gibt es auch Amseln in eurer Region?
Heute habe ich ein ziemliches Programm hier im Büro. Abends fahre ich nach Bern. B hat ein paar Freunde zum Nachtessen eingeladen. Ich muss mich sputen, um rund um 19h dort zu sein.
Ich wünsche dir ein feines Wochenende.
Liebe Gs und Ks

Kleiner Schmunzler gefällig?


21/2
Lieber ... ,
Hier ein kleiner Gruss bevor du Feierabend machst.

Viel Spass!
Malou
*

Die berner Oberländer sind schnell zufrieden.

Ein Albaner, ein Berner Oberländer, ein

Pole und ein Türke retten eine Fee und
jeder hat einen Wunsch frei.

Der Pole:
"In Polän wir haben nich alle Auto. Ich wollen, das ale 
Polen haben eine Mercädäs."
Die Fee schnippt mit den Fingern und alle Polen haben einen Mercedes.

Der Albaner:
"Konkret seit Krieg geht's uns immer  schleschter. Viele haben Problem weil kein Geld und keine Abeit, alles wird deurer und de Politik ist schlechter als vor dem Krieg und 
alle Häuser sind Ruinen. Wir brauchen konkret mehr Geld. Oder hasch  Problem damit?"
Die Fee schnippt mit den Fingern und die Häuser glänzen in frischen Mauern und jeder Albaner hat genug Geld auf seinem Konto.
 
Der Türke:
"Ey, isch bin de krasse Mehmet. Isch wünsch mir für jede Türken oberkrasse Harem mit 1000 korrektgeile Frauen 
mit rischtig dicke Dinger.  Ey... und solln koche könne!"
Die Fee schnippt und alle Türken sind stolze Besitzer eines solchen Harems.
 
Dann ist der Berner Oberländer an der Reihe. Er grübelt einen Augenblick und meint dann:


 "Tja, mau luägä......... d'Polä chlauä keni Outo meh, 
d'Türggä löh üsi Wyber i Rueh, u d'Albaner göh aui hei..... Auso, ig nimä es Kafi-fertig, merci!"