Freitag, 7. März 2014
Bald
Lieber ...,
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Ein herrlicher Strauss Tulpen auf dem Tisch erinnert mich daran,
dass die "richtige" Jahreszeit nicht mehr weit
weg ist.
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Donnerstag, 6. März 2014
...
Wie am Rand einer Wolke weiß ich
Noch immer, wie du sprichst,
Auch dir sind von meinen Worten
Die Nächte heller als Tage geworden.
Wir sind, als vom Erdkreis Verbannte,
Wie Sterne im All aufgegangen.
Keine Verzweiflung und keine Scham,
Nicht heute, nicht künftig, nicht dann.
Doch lebend hörst du im Realen,
Wie ich dich rief unter Qualen.
Und die Türe, die du aufgemacht,
Sie zuzuschlagen, es fehlt mir die Kraft.
(Anna Achmatowa)
.
Dienstag, 4. März 2014
Kommst du?
Ämne: Kommst du?
Lieber ...,
Nun habe ich ihn hinter mir, den strengsten Tag der Woche und ich kann mich entspannen und ein bisschen von der Arbeit loslassen.
---
Auf dem Heimweg habe ich etwas eingekauft und ich konnte nicht widerstehen, als ich sah dass man ganz frische "semlor" verkaufte, du weisst diese Semmeln mit Schlagsahne und Marzipan gefüllt, die man eigentlich erst am Fastnachtsdienstag essen sollte. Und sogar zwei habe ich gekauft, weil sie eben so verpackt waren. So möchte ich dich nun mit der einen verführen. :-) Viele legen sie in einen Teller mit warmer Milch drum aber mir schmecken sie am besten so wie sie sind. Herrlich!!
Dazu nehmen wir uns eine Tasse Kaffee. Kommst du?
Ich schicke dir dieses kleine Mail nun ab damit du es noch heute bekommst und schreibe dir später noch ein paar Zeilen.
Ich grüsse dich lieb,
Marlena
Semmelzeit
date 7 February 18:17
subject PS ... Semla
Lieber ...,
Schau dir mal das an:
http://www.aftonbladet.se/vss/matovin/story/0,2789,595328,00.html
du musst runterscrollen, und du wirst sehen, dass man sogar die
verschiedenen "Semmeln" benotet hat. Verrückt, wie?
Sicher verstehst du einiges von dem Artikel, obwohl er auf Schwedisch
geschrieben ist.
Hol dir eine (in Jalles Bäckerei sollen sie besonders gut sein) und
lass dir gut schmecken, morgen.
Ach, erst jetzt sehe ich die Preise.. (2½ Euro) Es lohnt sich, die
Dinger selbst zu backen.. Also, komm lieber zu mir und lass dich
verwöhnen. :-)
Mit lieben Grüssen,
Malou
Montag, 3. März 2014
Samstag, 1. März 2014
Gala-Abend in Luzern
....
Wie Du richtig geraten hast, war ich gestern zum Mittagessen bei Onkelchen.
Wir sind zusammen an den See gefahren und haben dort, in einer
gemütlichen Gartenwirtschaft, Fisch gegessen. Das war sehr gut und sehr
unkompliziert. Unter Männern gehen gewisse Dinge eben doch leichter als mit
Damen, die dann manchmal gerne hochtakeln. Ich glaube, er hat es auch
genossen, an diesem schönen Sommersonntag, durchs Land zu fahren und sich
an alte Dinge in seinem Leben erinnern zu lassen.
Und abends bin ich dann nach Luzern gefahren, um ein Konzert zu hören.
Eigentlich wäre dieser Konzertbesuch ein Geschenk meiner Mutter für S
gewesen. Aber weil sie nun noch im Iran weilt, musste ich allein hingehen.
Es war ein Gala-Abend mit Montserrat Caballé, der bekannten spanischen
Sopranin. Lustig war, wie die Sängerin, die Du Dir umfangmässig gar nicht
gross genug vorstellen kannst, erschien. Sie kam mit zwei Krücken auf die
Bühne. Das sah aus, als rudere sie ein riesiges Boot von hängenden Stoffen
über das glatte Parkett, denn ihre Robe schleifte sie mit. Sie erzählte dann
auf lustige Art und Weise von ihrem kleinen Unfall. Meniskus, so meine ich
gehört zu haben. Der Arzt hätte ihr Ruhe verschrieben. Sie hätte ja gesagt.
Und schliesslich zog sie ihren schweren Rock bis übers Knie hoch und zeigte
dem amüsierten Publikum einen dicken Verband, damit es ihr auch jeder
glauben würde. Die Leute waren begeistert.
Und dazu kam natürlich dieses neue Gebäude in Luzern, ein supermoderner
Konzertsaal mit allen technischen Möglichkeiten. Die Wände sind perforiert
wie im Musiksaal Ali Qapu, dem Empfangspalast des Schahs in Isfahan aus dem
17. Jahrhundert. Der Architekt ist ein Franzose, so glaube ich. Und in der
Schweiz hat man natürlich viel gesprochen über die 50 Millionen, die das
Gebäude gekostet hat. Aber ich muss sagen, es ist ein ausserordentliches
Gebäude und die Luzerner können stolz darauf sein. Man hat dort als
internationalen Anziehungspunkt die Musikfestspiele. Und da bauchen sie
einen solchen Magneten.
Montserrat Caballé in München hier
die Schweiz - ein Juwel
Luzern Foto: Chris
Ämne: freimo
Datum: den 7 mars 10:06
Datum: den 7 mars 10:06
Liebe Marlena
Ja, Luzern ist eine schöne Stadt. S. und ich haben von unserer Reisegruppe
in den Iran eine Übernachtung im Luxushotel in Luzern mit einem
musikalischen Abendprogramm geschenkt bekommen. Und wir haben dieses
Projekt immer noch vor uns. Luzern gilt als Touristenstadt, und in jedem
Schaufenster kannst Du dieselben Utensilien sehen, welche Touristen suchen:
Tüchlein mit Edelweiss-Musterung, Wander-Stöcke, Schweizer Taschenmesser,
Kitsch Postkarten und viel Ähnliches mehr. Na ja, alles, was die Leute kaufen
wollen.
Ja, Luzern ist eine schöne Stadt. S. und ich haben von unserer Reisegruppe
in den Iran eine Übernachtung im Luxushotel in Luzern mit einem
musikalischen Abendprogramm geschenkt bekommen. Und wir haben dieses
Projekt immer noch vor uns. Luzern gilt als Touristenstadt, und in jedem
Schaufenster kannst Du dieselben Utensilien sehen, welche Touristen suchen:
Tüchlein mit Edelweiss-Musterung, Wander-Stöcke, Schweizer Taschenmesser,
Kitsch Postkarten und viel Ähnliches mehr. Na ja, alles, was die Leute kaufen
wollen.
Vor etwa einem Jahr hatten wir mit Onkelchen einen Ausflug dorthin gemacht.
Und dabei ist mir erstmals in meinem Leben aufgefallen, dass der Ausblick
über den See in die Berge wirklich sehr schön sein kann. Ich glaube, es hing
damals sehr stark von der Witterung und der Beleuchtung ab. Ich war
erstaunt, wie märchenhaft alles wirkte. Und dann kamen zwei junge Polinnen
daher mit einem Fotoapparat aus dem letzten Jahrhundert, und ich bot ihnen
spontanerweise an, sie vor dieser hübschen Kulisse zu knipsen. Sie waren
etwas scheu und standen da wie zwei Tanksäulen. Aber ich liess nicht locker
und drückte erst ab, als sie sich auf meine Anweisung freundschaftlich
berührten und die Gesichtsmuskeln etwas gelockert hatten. Na ja, wir wollen
doch mit unserer Schweizer-Kulisse im Ausland einen guten Eindruck machen.
Ich habe im Ausland immer wieder festgestellt, dass man nur Luzern und die
Genferseeregion mit dem Schloss Chillon als touristische Attraktionen kennt.
Alles Übrige geht nebenher. Die mondänen Alpenorte Zermatt, Montana, Arosa,
St. Moritz, Davos, die Jungfrau mit ihrer sündhaft teuren Bergbahn in den
ewigen Schnee hinauf, das einmalige Matterhorn, wo die Bergsteiger-Amateure
Schlange stehen, um auf den Gipfel zu kommen, die romantische Altstadt von
Bern mit ihren Galerien und kleinen Lädelchen, der Monte Ceneri im Tessin
mit seiner Aussicht in die wunderschönn norditalienische Seenlandschaft, der
respektable St. Gotthard mit der uralten Passstrasse und der Teufelsbrücke,
die hübsche Barockstadt Solothurn, die einmal die Ambassadorenstadt der
Schweiz war, die Humanistenstadt Basel mit ihren vielen Museen und
stattlichen alten Patrizierhäusern, die liebliche Bodenseeregion mit den
schnuckeligen Fachhäusern. Ach, die Schweiz ist wirklich ein Juwel. Und
jeden Morgen, wenn ich ins Büro eile, ärgere ich mich über den Schmutz, den
die Leute überall auf den Strassen liegen lassen. Das war vor 10 Jahren noch
anders. Die Leute essen und trinken heute auf der Strasse in allen
Situationen und zu jeder Zeit, und werfen dann Papiere und Verpackung weg.
Das hat man früher immer den Amerikanern nachgesagt.
Ich glaube, es gibt in Deutschland zwei Regionen, die 'Schweiz' genannt
werden. Es gibt die Märkische Schweiz im Nordosten, und es gibt die
'Schwäbische Schweiz' im Süden. Das sind sehr schöne Landschaften, wie ich
in Fotos gesehen habe, vielleicht noch schöner als diejenigen der Schweiz
selbst. Vielleicht ist es der Mix auf kleinem Raum, der den Reiz der
Schweiz ausmacht. Aber unsere Attraktivität hat natürlich seit der Zeit, da
erstmals die Engländer kamen, um sich an unseren Bergen zu erproben,
deutlich nachgelassen gegenüber anderen Touristik-Gebieten der Welt. Ich
habe mal einen Fernsehfilm über Lissabon gesehen, und bin geradezu neidisch
geworden. Oder denken wir an das Burgund, eine grossartige Kulturlandschaft,
die Toscana mit diesen hübschen Städten voller italienischen Lebens, Wien
mit seiner Liebe zum Morbiden, Tirol, Holland, Schweden. Ach, ich glaube,
Europa ist wirklich einmalig. Wir stellen den Rest der Welt in den Schatten,
ohne mit der Wimper zu zucken.
Du siehst, ich bin sozusagen ein Euro-Macho. Na ja, eigentlich bin ich das
nicht, denn ich kann mich sehr leicht auch für andere Gebiete dieser Welt
begeistern. Und im Fernsehen irgendwelche Reiseberichte und Reportagen
ferner Länder anzuschauen, das mag ich besonders.
*
A propos Gnadenbild. Ich kannte ...
Und dabei ist mir erstmals in meinem Leben aufgefallen, dass der Ausblick
über den See in die Berge wirklich sehr schön sein kann. Ich glaube, es hing
damals sehr stark von der Witterung und der Beleuchtung ab. Ich war
erstaunt, wie märchenhaft alles wirkte. Und dann kamen zwei junge Polinnen
daher mit einem Fotoapparat aus dem letzten Jahrhundert, und ich bot ihnen
spontanerweise an, sie vor dieser hübschen Kulisse zu knipsen. Sie waren
etwas scheu und standen da wie zwei Tanksäulen. Aber ich liess nicht locker
und drückte erst ab, als sie sich auf meine Anweisung freundschaftlich
berührten und die Gesichtsmuskeln etwas gelockert hatten. Na ja, wir wollen
doch mit unserer Schweizer-Kulisse im Ausland einen guten Eindruck machen.
Ich habe im Ausland immer wieder festgestellt, dass man nur Luzern und die
Genferseeregion mit dem Schloss Chillon als touristische Attraktionen kennt.
Alles Übrige geht nebenher. Die mondänen Alpenorte Zermatt, Montana, Arosa,
St. Moritz, Davos, die Jungfrau mit ihrer sündhaft teuren Bergbahn in den
ewigen Schnee hinauf, das einmalige Matterhorn, wo die Bergsteiger-Amateure
Schlange stehen, um auf den Gipfel zu kommen, die romantische Altstadt von
Bern mit ihren Galerien und kleinen Lädelchen, der Monte Ceneri im Tessin
mit seiner Aussicht in die wunderschönn norditalienische Seenlandschaft, der
respektable St. Gotthard mit der uralten Passstrasse und der Teufelsbrücke,
die hübsche Barockstadt Solothurn, die einmal die Ambassadorenstadt der
Schweiz war, die Humanistenstadt Basel mit ihren vielen Museen und
stattlichen alten Patrizierhäusern, die liebliche Bodenseeregion mit den
schnuckeligen Fachhäusern. Ach, die Schweiz ist wirklich ein Juwel. Und
jeden Morgen, wenn ich ins Büro eile, ärgere ich mich über den Schmutz, den
die Leute überall auf den Strassen liegen lassen. Das war vor 10 Jahren noch
anders. Die Leute essen und trinken heute auf der Strasse in allen
Situationen und zu jeder Zeit, und werfen dann Papiere und Verpackung weg.
Das hat man früher immer den Amerikanern nachgesagt.
Ich glaube, es gibt in Deutschland zwei Regionen, die 'Schweiz' genannt
werden. Es gibt die Märkische Schweiz im Nordosten, und es gibt die
'Schwäbische Schweiz' im Süden. Das sind sehr schöne Landschaften, wie ich
in Fotos gesehen habe, vielleicht noch schöner als diejenigen der Schweiz
selbst. Vielleicht ist es der Mix auf kleinem Raum, der den Reiz der
Schweiz ausmacht. Aber unsere Attraktivität hat natürlich seit der Zeit, da
erstmals die Engländer kamen, um sich an unseren Bergen zu erproben,
deutlich nachgelassen gegenüber anderen Touristik-Gebieten der Welt. Ich
habe mal einen Fernsehfilm über Lissabon gesehen, und bin geradezu neidisch
geworden. Oder denken wir an das Burgund, eine grossartige Kulturlandschaft,
die Toscana mit diesen hübschen Städten voller italienischen Lebens, Wien
mit seiner Liebe zum Morbiden, Tirol, Holland, Schweden. Ach, ich glaube,
Europa ist wirklich einmalig. Wir stellen den Rest der Welt in den Schatten,
ohne mit der Wimper zu zucken.
Du siehst, ich bin sozusagen ein Euro-Macho. Na ja, eigentlich bin ich das
nicht, denn ich kann mich sehr leicht auch für andere Gebiete dieser Welt
begeistern. Und im Fernsehen irgendwelche Reiseberichte und Reportagen
ferner Länder anzuschauen, das mag ich besonders.
*
A propos Gnadenbild. Ich kannte ...
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