Mittwoch, 15. Februar 2012

Schöner Wintertag

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Ämne:  Schöner Wintertag
Datum: den 25 februari 2004 09:32

Liebe Malou
Heute war ich früh im Büro. Es muss 6.30h gewesen sein. Ich hoffe, sie wählen mich bald einmal zum „Helden der Arbeit“, wie das die Sowjets in alten Zeiten getan haben. Und als Gegenleistung und schönes Privileg sollten sie mich dann für 2 Wochen an irgend ein kaltes Ostbad schicken, wo ich mir eine tüchtige Erkältung holen kann. Ach, die Zeiten sind nicht mehr, wie sie mal waren.

Aber das Wetter zeigt sich von der schönen Seite. Es ist ziemlich kalt geworden, und der Schnee, der übers Wochenende gefallen ist, ist sogar an den Bäumen hängen geblieben. Das ist bei uns selten geworden. Ich kann mich erinnern, dass es in meiner Jugend im Wallis manchmal noch echt geschneit war. Wenn das an einem Wochenende geschehen ist, pflegten wir abends lange Spaziergänge zu machen. Anfangs mit der ganzen Familie, später traf man sich mit Schulkollegen und ging hinaus durch die verschneiten Strassen zur Kunsteisbahn. Das war eine wunderbare Stimmung und die ganze Welt war verzaubert. Und viele andere Leute taten dasselbe, so dass man unterwegs diese oder jene angetroffen hat und sich fröhlich begrüssen konnte. Ich habe eine Postkarte gefunden, die Brig nachts im Schnee zeigt. Wenn ich das sehe, macht es mir noch heute das Herz warm. Ich versuche, das Foto in den fotofolder zu schieben. Es sind die Lichtverhältnisse, die mich so elektrisieren.
Ich habe das Bild schlussendlich gefunden, aber noch zwei andere dazugelegt. Das erste ist ein Gemälde über den Orient. Bestimmt stammt es aus dem 19. Jahrhundert, als sich Europa für den Orient zu interessieren begann. Ich glaube, die Darstellung zeigt einen Bazar-Raum in Kairo. Aber auch in Teheran könnte man das sehen. Es ist eine schöne Darstellung, die natürlich auch ein bisschen mit europäischen Vorurteilen und Schemata spielt. Das zweite Bild zeigt das Stockalperschloss (die Karawanserei im Wallis) an einem Winterabend. Du musst wissen, dass ich während 8 Jahren an diesem Schloss vorbei zur Schule gegangen und abends heimgekehrt bin. Diese Stimmung ist besonders lebendig in meiner Erinnerung. Unten im Tal und in den Häusern ist es schon ziemlich dunkel und kalt, und in der Höhe scheinen immer noch die Schneeberge im Abendlicht. Da hat man das schöne Gefühl, dass es mehr gibt als nur den Menschen mit seinen alltäglichen Geschäften. Und zuletzt das dritte Bild, das ich eigentlich gesucht hatte. Es zeigt Brig in winterlichen Abendstunden. Unten links der Bahnhof, der ein bisschen stärker beleuchtet ist. Rechts die helle Strasse ist eigentlich eine Seitenstrasse, die wir selten passiert haben. Die wichtige Bahnhofstrasse sieht man auf dem Bild kaum. Aber oben sieht man die Kirche, und gleich dahinter sind die grossen Gebäude des Jesuiten Kollegs. Man hat von der kleinen Terrasse vor der Kirche einen wunderbaren Blick über Brig und ins Tal hinunter bis Visp. Ich muss zugeben, dass das Bild ein bisschen Apres-Ski suggeriert. Mag sein, mag auch sein, dass auch dies die süsse Situation sei, die in meiner Seele lagert. Wir haben wirklich einige und sehr schöne Apres-Ski-Stunden und Abende verlebt, nicht nur in Brig, sondern auch in Zermatt, Saas Fee, Montana und an anderen, unbekannteren Orten.

Ach Malou, ich schwärme wieder mal vom Wallis, verzeih mir. Ich glaube manchmal, dass dies mein Heroin sei. Es ist mein Paradies, denn das Paradies ist immer der Ort, von dem man vertrieben worden ist. Eine zeitlang konnte ich meine Erinnrungen auffrischen bei meinem Bruder in Darnona. Er hatte in diesem prächtigen kleinen Winzerdorf am Sonnenhang über Sierre eine hübsche Wohnung mit einer herrlichen Aussicht ins Tal hinunter. Leider wohnen sie jetzt unten in S., denn Darnona war nur mit dem Auto oder mit dem kleinen Bähnchen nach Montana zu erreichen. Und das war natürlich ein täglicher Zeitaufwand. Andererseits muss man auch betonen, dass die Zeit im Wallis noch nicht so rasch läuft wie bei uns. Und eine solche Drahtseilbahn ist der ideale Ort für ein kleines Schwätzchen. Es ist die reine Lebensqualität, die mit der Langsamkeit einhergeht.

Jetzt will ich Dir diese Schwärmerei schicken. Bestimmt kannst Du sie mir ein bisschen nachfühlen, denn ihr habt doch bei Euch auch jede Menge Schnee und warme Lichter in den Häusern.
Mit lieben GS und KS
...

Unglaublich

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Februar 2012 in Göteborg

Dienstag, 14. Februar 2012

Blick durchs Fenster

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Februar 2011

Teatime..

Ämne: Teatime..
Datum: den 15 mars 2004 16:36

Liebster Mausfreund,

Wie steht es mit deiner Erkältung? Soll ich dir einen warmen Tee machen statt Kaffee?

Hier ein kleines Rilkezitat... hilft vielleicht auch.

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
in welchen meine Sinne sich vertiefen;
in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
mein täglich Leben schon gelebt gefunden
und wie Legende weit und überwunden.


Aus ihnen kommt mir Wissen, dass ich Raum
zu einem zweiten zeitlos breiten Leben habe.

...

So grüsse ich dich nochmals lieb und hoffe, dass du bald wieder ganz froh und munter in die Welt schaust.
Mit einem zärtlichen Kuss,
Malou

Sonntag, 12. Februar 2012

Regen, Ameisen und Kunst..

Ämne: Regen, Ameisen und Kunst..
Datum: den 15 mars 2004 12:01

Lieber ...,

Ach, wie sehr du mich im Moment verwöhnst. Ich traue kaum meinen Augen, wenn ich sehe, dass wieder dein Namen in meiner Inbox steht. Soviel Glück auf einmal.. das habe ich doch garnicht verdient.

Ich arbeite heute die meiste Zeit zu Hause mit Korrekturen, Vorbereitungen und anderen Dingen, die man genau so gut zu Hause erledigen kann. Draussen regnet es. Die Fensterscheiben sind ganz nass. Gleichzeitig fühle ich mich ein wenig wie ein "Grenzsoldat", der die Grenze zwischen drinnen und draussen zu bewachen hat. Als ich voriges Mal von einem Besuch bei Anna nach Hause kam, war K schon losgefahren und in der Diele hing ein Zettel: "Ameisen!" Plötzlich hatte er eine ganze Armee von der kleinen Sorte in der Diele entdeckt und er hatte "Myrr" an der Tür gestreut. Myrr ist ein Gift in Pulverform gegen Ameisen. Dann waren sie zwei Wochen lang weg und nun plötzlich sieht man wieder vereinzelte herumlaufen. Ich habe erneut einen Strang (?) von dem Pulver hingestreut und wenn ich es unter Aufsicht habe, passiert nichts. Aber wenn ich eine Weile weggehe und später zurückkomme laufen wieder ein paar herum. Es ist das reinste Mysterium..;-)

Ich hoffe, dass du die Grippe zurückhalten konntest. Trinke viel warme Getränke und es ist nicht falsch mit ein paar Tabletten vorzubeugen.

"- Ich bin bereits 18.
- Ja, und noch weisst du nicht, dass du den Rest deines Lebens 18 sein wirst."


Erinnerst du dich noch, was für eine Auffassung man von den Erwachsenen hatte, als man jung war? Nie hätte man sich vorstellen können, dass sich in ihrem Inneren dieselben Gedanken rühren könnten wie in unseren jungen Köpfen. Ich glaube ich war schon über 20 als ich es zum ersten Mal einsah. Du machst mich doch nicht alt - warum glaubst du das? Wir haben beide das Alter erreicht in dem sich das Leben schneller ändert. Eigentlich ist es nicht die Frage ob alt oder jung, sondern mehr ob krank oder gesund, die unser Leben bestimmt. Meinst du nicht auch?
*
Ja, ich habe geahnt, dass du nach einem Vorbild suchst. Deswegen habe ich dir ja auch die Portraits von Vollard geschickt. Dort konntest du gut sehen, wie verschieden ihn die Künstler gemalt haben.
Manet oder Monet. Ja, vielleicht haben sie sich einen Spass erlaubt. Ich hatte immer Probleme die Namen auseinanderzuhalten. Siehst du, nun hast du mich verleitet in Mark Harden's Archive zu gehen um mir nochmals die schönen impressionistischen Bilder anzusehen.
http://www.artchive.com/ftp_site.htm
Und du magst Soutine? Ich habe ihn nicht gekannt aber jetzt habe ich mir einige Bilder von ihm angesehen. Ich lege sie dir in Fotofolder. Na ja, schön???

Ich muss mich an die Arbeit machen. Es verlangt ein bisschen Selbstdisziplin um nicht einen solchen Tag in Freizeit zu verwandeln.

Ich grüsse dich lieb,
Mit G's und K's (so viele du willst),
Malou
PS Am Nachmittag komme ich eine Tasse Kaffee mit dir trinken. OK?

Samstag, 11. Februar 2012

Auf der Suche nach..

Ämne:  montagmorgenistdieweltnochinordnung
Datum: den 15 mars 2004 08:10

Liebe Malou
Wie geht es Dir, mein junges Ding? Heute morgen, am Montag einige Minuten nach 7 Uhr fühle ich mich nun aber wirklich ziemlich alt. Ich habe so ein merkwürdiges Gefühl, es sei eine Grippe im Anzug. Der Himmel schmeichelt uns zwar mit einem hellen Blau. Ich hatte irgendwo rosa Wolken gesehen. Das bedeutet doch Regen bis zum Abend, oder etwa nicht? Auf jeden Fall sehe ich auch kleine Schwärme von Vögeln in der Luft. Sind das Tauben? Ja, ich glaube, es sind Tauben. Und sie umkreisen den Kirchturm (in wachsenden Ringen). Es ist hübsch anzuschauen. Wenn sie sich in der Sonne drehen, wirken sie gänzlich weiss vor dem blauen Himmel. Dann wieder dunkel. Und sie haben einen etwas flatternden, unruhigen Flug. Man würde ihnen nicht zutrauen, dass sie von Venedig bis Schweden fliegen. Aber vielleicht nehmen sie die Eisenbahn?

Nächsten Montag werde ich meinen Vortrag im Club haben. Ich darf heute nicht vergessen, einige kleine Dinge zu organisieren: ein Gestell für den Projektor, Abstellfläche für den Computer, Verlängerungskabel, ein Glas Wasser ;--)) Ich habe gestern nochmals ein bisschen reduziert. Im Moment bin ich bei ca. 100 Bildern. Das ist immer noch enorm viel für 30 Minuten. Ich werde zusehen, dass ich noch bis ca. 60 bis 80 herunterkomme. Aber jedes Bild, das ich rausnehmen muss, tut mir leid. Aber ich darf die alten Herren nicht bombardieren mit Bildern. Sie brauchen Zeit und Führung. Nicht alle, aber viele von ihnen.

Gestern Abend im Bett habe ich nochmals versucht, Vollard eine Chance zu geben. Er ist eine wirkliche Händlernatur, hat eine gute Empathie mit den Leuten und versteht, mit ihnen umzugehen. Auf der anderen Seite hat man den Eindruck, dass er sich über die Malerei kein Urteil erlaubt. Weil er bloss kleine Erlebnisse und Begebenheiten aneinanderreiht, macht mir das Büchlein nicht den Spass, den ich erwartet habe. Ausgenommen vielleicht Degas Bemerkung über Manet, seine Bilder hätten die Farbe von Backpflaumen. Das ist gut bemerkt, wenn man die ältesten Bilder Manets im Auge hat. Später ist er dann ja ziemlich impressionistisch und luftig geworden. Er ist ein gewandter Maler, Manet, und neben Monet einer der grössten. Ich hatte mich früher immer gewundert, weshalb zwei so sehr berühmte Menschen, die in einem ähnlichen Gebiet ausserordentliche Dinge geleistet haben, auch gleich noch sosehr ähnliche Namen tragen mussten. Und meine Antwort war: sie wollten uns ärgern! Die Namen hat sie gezwungen, noch besser zu werden, damit man sie wirklich nicht zu verwechseln droht. Es ist ungefähr dasselbe wie mit unseren Töchtern: ... und ... ;--)

Ich kannte mich schon im Gymnasium ein bisschen unter Malern aus. Ich erinnere mich, wie unser Lehrer für Kunstgeschichte, der ein sehr spielerischer und intelligenter Geistlicher war, manchmal irgendwelche Reproduktionen von Bildern mitbrachte. Damit wollte er von seinem ordentlichen Programm ablenken. Und sein Programm war die Architektur v.a. seit der Griechischen Antike. Die meisten Klassen sind mit ihm nicht über die griechische Antike herausgekommen. Er war zugleich Rektor, kam immer zu spät in die Stunden, oder suspendierte sie manchmal ganz, weil er offenbar wichtigere Geschäfte ob hatte.
So hielt er uns also gelegentlich einfach diese Reproduktionen in Postkartengrösse unter die Nase und sah zu, wer sich darin auskennt. Wir Buben hatten damals im Wallis natürlich - weiss Gott - wichtigere Dinge im Kopf als irgendwelche Ölgemälde vergangener Maler. Es war auch keine besonders gescheite Idee, so zu tun, als ob es wichtig wäre, zu wissen, von wem ein Bild stammt. Wichtiger wäre gewesen, es anzuschauen, zu beschreiben, zu interpretieren, vielleicht daraus abzuleiten, aus welcher Zeit es stammen könnte, was der Maler damit gemeint haben könnte usw. . Na ja, Du siehst darin die Qualität des Unterrichtes, den wir hatten. Aber die ganze Welt lief zu jenen Zeiten noch nicht so wild, wie sie es heute zu tun scheint.

Und so ist mir gestern abend im Bett, um 22.30h oder später, wieder in den Sinn gekommen, dass Du auch eine Varlinistin bist. Irgendwie suche ich ein Vorbild für meine Porträtmalerei. Im Moment habe ich dafür Varlin, Bacon und Soutine vor Augen. Soutine finde ich am schönsten. Varlin war von ihm beeinflusst. Soutine hat eine wunderbare, tiefe Farbpalette und seine Bilder geben den Eindruck einer reichen Beständigkeit, auch wenn die Figuren ziemlich verzerrt sind. Ich glaube, er war Jude in Paris und ein extrem armer Schlucker. Bacon wirst Du kennen. Er war Autodidakt, Ire und Alkoholiker. Bei seinen Bildern fallen grässliche Grundtöne auf: ein scharfes Orange, ein nervenzersägendes Lila und so fort. Darin winden sich seine Figuren in imaginären Vitrinen in einem grellen Scheinwerferlicht. Man hat gesagt, er zeige damit die Abgründigkeit des modernen Menschen. Bacon war mit Luzian Freud befreundet, einem Enkel des grossen Psychoanalytikers. Dieser aber malte seine Porträts ziemlich naturalistisch und fleischig, mit einer Offenherzigkeit, die etwas schockt und die vielleicht vor allem Metzger und Fleischergesellen fasziniert. Und daneben ist noch unser Varlin, dessen Porträts interessant sind, weil wir die Menschen auch kennen oder kannten, die er gemalt hat.

Heute denke ich, ich müsse mir ungefähr schon eine Vorstellung eines Bildes machen können, noch bevor ich mit Malen beginne. Früher hatte ich jeweils einfach begonnen und zugesehen, was dabei herauskommt. Man kann bei Porträts auch nicht zu sehr subjektiv vorgehen, denn die Menschen wünschen, doch mindestens auf dem Bild einigermassen wieder erkannt zu werden. Und Frauen wünschen, noch ein bisschen schöner dargestellt zu werden, als sie schon im RL sind. Als Maler kann man sie eigentlich nur beleidigen, es geht fast kein Weg daran vorbei.

„Mildes Frühlingswetter“ meldet das Radio soeben. Das ist gut. Vielleicht hilft es mir, gerade noch an der Klippe der Grippe vorbei zu kommen.

Ich wünsche Dir einen feinen Wochenanfang. Das habe ich zwar schon mal getan, aber trotzdem.
MlKuG
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Freitag, 10. Februar 2012

neuer Chef

den 7 juli 2003 07:26
Re: Aufgeräumtheiten

Liebe Marlena
Ja, Du hörst Dich zufrieden und entspannt an. Und wenn man während der Arbeit mitten im Druck und in den Dingen drin ist, sieht doch das Leben völlig anders aus. Es ist merkwürdig, wie die momentanen Drucksituationen auch die Perspektiven über weitere Sicht verändern. Aber ich bin froh für Dich, dass Du die Zeit sosehr geniessen kannst. Das ist doch die richtige Art, wieder Energien zu schöpfen für den nächsten Kampf. Nicht das 'grosse Glück', sondern bloss Zufriedenheit, das ist doch, wonach wir alle lechzen. Und Du hast sie!
*
Ja, der Besuch des Chefs ist vorbei, und ich frage mich auch, weshalb ich mir eigentlich soviel Gedanken gemacht habe. Ich hatte mich das schon vorher gefragt. Und die einzige Antwort, die ich finden konnte, bestand darin, dass er eben neu ist. Man muss sich wieder neu orientieren, muss zusehen, was ihm wichtig ist, worin er seine Prioritäten sieht ... und so fort. Es gibt ja doch in der Direktion, und das spürt man zumindest an seinen direkten Mitarbeitern, ein Gerangel, eine Art Ellbogenkampf um den privilegierten Platz in seiner Nähe. Auf jeden Fall reden seine Sekretäre wieder in grossen und wichtigen Worten und lassen ihre Kompetenz und ihre Muskeln spielen. Ich mag das nicht, und meine Schwäche hat vielleicht immer darin bestanden, bei solchen Spielchen nicht mitgespielt zu haben. Man kommt damit schon ein bisschen ins Hintertreffen, das muss ich sagen. Einzige Ausnahme ist, wenn der Chef dies bewusst auch nicht mag, und dagegen reagiert. Ich glaube, mein alter Chef hat ein bisschen so gehandelt. Und beim Neuen müssen wir sehen.
Auf jeden Fall ist mein Büro nicht wirklich aufgeräumt. Ich konnte nicht übers Herz bringen, alles wegzutun, notfalls zu wegzuwerfen. Aber es sieht doch schon etwas zivilisierter aus als noch vor zwei oder drei Wochen. Es sieht jetzt aus, wie es aussehen würde im Büro eines Typen, der sich mit seiner Arbeit identifiziert und der viele Interessen hat. Ich meine, wie das Büro bei jemandem, der neben der Arbeit viele Dinge tut und der vielleicht sogar ein Campingbett aus einem Schrank hervorholen könnte, für alle Fälle. So sieht es aus. Und das ist - meines Erachtens - nicht wirklich schlecht.
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Und heute begehen wir in der Schweiz einen neuen Nationalfeiertag. Eigentlich ...