.
....
Wenn ich Zeit habe, male ich in Öl. Ich bin ein Hobby-Maler, ein Sonntagsmaler, wie die Deutschsprachler sagen. Vor Jahren habe ich mir ein Bild von Rubens kopiert. Das war vor ziemlich genau 20 Jahren. Damals habe ich diese, meine jetztige Stelle angetreten und vorher eine Woche frei genommen. In dieser Woche habe ich das Bild „Krieg und Frieden" von Rubens kopiert. Ich glaube, das Original hängt in London. Ich muss es mir mal anschauen, um zu sehen, welches von beiden besser ist ;-) Diese dunkle Tafel hängt jetzt in unserer guten Stube. Fast ein echter Rubens und wenn der Versicherungsmann kommt, will er immer unsere Versicherungssumme erhöhen ;-), stell dir vor.
Diese barocke Malerei ist sehr raffiniert aufgebaut. Es schaut alles lebendig und sinnlich, fast spontan, aus, doch dahinter ist sehr viel Planung und Berechnung. Ist im Grunde alles Reklame für die Kirche. Barock, das ist als Gegenreformation die grosse Zeit der Propaganda in der Kunst. Und dabei ist nun nicht allzu viel Askese und Autarkie, als wählerischer Gebrauch der Lust. Barock ist der reine Überfluss, das Füllhorn, die erotische Szene u.s.w. Übrigens könnte man auch von dem Haus, in dem wir wohnen, sagen, es stamme aus dem Barock. Es sieht zwar nicht aus wie Versailles oder Schönbrunn, ein bisschen bescheidener, aber auf jeden Fall stammt es aus der Zeit vor der französischen Revolution, also aus dem ancien régime.
(R)
Donnerstag, 9. Februar 2012
Dienstag, 7. Februar 2012
Tall talk
winterliche Landschaft - Januar 2008
date: 29 January 2008 07:38
subject: tall talk
Liebe Malou
Lass mich dir wieder einmal ein ausgewachsenes Mail schreiben. Ich
glaube, heute morgen habe ich Lust und ein bisschen Zeit dazu.
Immer, wenn ich mir dich vorstelle, sehe ich dich still in einem
warmen Häuschen in winterlicher Landschaft. Du bist am Fersehen, am
Bügeln, Telefonieren oder Lesen vielleicht. Du bist still und
zufrieden in deiner gemütlichen Situation. Und K stelle ich mir vor
irgendwo in einem anderen Raum, mit irgendwas wie PC, TV oder einem
anderen Projekt beschäftigt. Aber es ist alles ruhig und friedlich und
geht seinen gewohnten Gang, ohne Aufregung, ohne zu grosse
Überraschungen. Du hast es doch gut Malou, nicht wahr?
Und ich bin beschäftigt durch und durch. Gestern, als ich nach
sovielen Krankheitstagen wieder zurück im Büro sass, war mein Pult
voll von Papieren und laufenden Projekten und Dingen. Das ist das
Schlimmste an Krankheiten, auch an Ferien, dass man in solch
überhängende Situationen zurückkehren muss, wo alles schreit nach
Erledigung und Erledigt-sein. Aber ich glaube, es ist nicht so
schlimm. Man darf auf dieses Schreien nicht allzu genau hinhören. Man
darf sich davon nicht nervös machen lassen. Das würde rein gar nichts
bringen.
Und so versuche ich einfach, die Dinge, die anstehen, zu erledigen.
Vielleicht haben wir Männer die dumme Angewohnheit, dass sie bei all
ihren Dingen, die sie zu tun haben, den Eindruck geben wollen, es sei
etwas Grosses, Wichtiges, Dringliches und Einzigartiges. Ja, das
glaube ich irgendwie nach all den Jahren, dass wir Männer uns mit
diesen Tätigkeiten und Pflichten selbst beschweren und selbst erhöhen
wollen. Deshalb machen wir sie schwierig und wichtig und dringlich und
weiss was alles. Unsere Gefühle dienen dazu, die Geschäfte
aufzublasen, mit denen wir zu tun haben. Ich sehe das bei meinem
Mitarbeiter. Bei ihm ist es überdeutlich. Jedes Mail, das er schreibt,
versieht er mit dem Zeichen "besonders wichtig". Jedes! Ich bin nicht
so. Aber ich bin eben auch ein Mann, also werde ich diese Angewohnheit
auch ein bisschen mit mir tragen.
Was wäre wenn es anders wäre. Wir Männer würden uns unwichtig,
leichtgewichtig, unbedeutend, unwürdig vorkommen. Es würde uns die
Bedeutung fehlen, die wir uns im Kontakt mit anderen Leuten wünschen.
Wir könnten ja dabei nicht über schwierige, dringliche, wichtige und
bedeutende Dinge erzählen, womit wir gerade beschäftigt seien. Ja, wir
wären so leicht und unbedeutend, dass jeder Windstoss uns dahinblasen
könnte.
Ich habe in den paar Tagen, da ich zuhause lag und meine
Lungenentzündung auskuriert habe, gezeichnet. Die Zeichnungen sind
klein. Aber ich habe sie mit Stiften koloriert. Vielleicht kann ich
ein paar davon scannen, dann werde ich sie dir zeigen? Sie sind so wie
damals die Zeichnung mit der Dame, die bügelt, und mit den armen
Seelen an der Wäscheleine. Erinnerst du dich? Anna hatte dich gefragt,
ob du das seist, diese Dame, die da einigermassen elegant auf Stand-
und Spielbein die verknitterten Sprechblasen bügelt. Ja, das ist nun
auch schon wieder einige Jahre her. Ach, wie die Zeit vergeht. Und auf
gar keine Weise lässt sie sich stoppen oder auch nur bremsen!!
Nächste Woche habe ich Ferien. Hier in der Gegend wird Fastnacht sein.
In Basel selbst kommt sie dann eine Woche später. Ich selbst will in
diesen Ferientagen noch meinen Keller durchsehen.
Ich habe dort noch einige Kisten mit Büchern und Dingen, die ich
vielleicht auspacken sollte. Du siehst Malou, ich bin auch nach einem
Jahr noch nicht 100% eingerichtet. Aber ich muss auch dafür sorgen,
dass ich nicht zuviele Dinge in meine engen vier Wände stelle. Ich bin
schon heute an der obersten Grenze. Ich mag das eigentlich. Aber es
wird alles ein wenig eng. Das schlägt sich mit der Zeit auf die Seele
nieder. Wahrscheinlich sollte ich einige Bücher weggeben. Aber ich
habe ungeheure Schwierigkeiten damit. Es gibt viele Bücher, von denen
ich weiss, dass ich sie niemals mehr in meinem Leben werde lesen
können oder wollen. Und dennoch macht es mir Mühe, sie einfach so
wegzugeben. Ich habe sogar etliche, um nicht zu sagen viele, die ich
noch nicht gelesen habe. Darunter sind zahlreiche Bildbände über Maler
aus den verschiedensten Stilepochen. Ach, es ist verrückt, wenn man
Bücher auf Vorrat kauft. Es ist wirklich verrückt. Ein Freund von mir
hat das Prinzip, dass er alle Bücher, die er gelesen hat, schliesslich
weitergibt. Er schenkt sie Bekannten und Freunden in der Hoffnung,
dass auch sie sie lesen würden. Er hatte mir vor einigen Jahren auch
eins gegeben. Aber ich habe es nocht nicht gelesen. Vorne drin steht
geschrieben "Kreta" und eine Jahrzahl. Wahrscheinlich hatte er den
Band in den Ferien am Meer gelesen. Und natürlich findet man ein Buch,
welches man am schönen Meeresstrand in wundervollem Sonnenschein
lesen kann, ein besonders gutes Buch. Eigentlich sollte man diesen ersten
Eindruck durch eine zweite Lektüre an schweizerischen Regentagen
nochmals testen. Bestimmt wirkt die Geschichte dann ganz anders. Aber
er hatte es gut gemeint mit mir. Vielleicht werde ich es mir ja noch
vornehmen. Es ist ein italienischer Autor und heisst irgendwie "die
Entstehung der Welt von Gott geschrieben" oder so ähnlich. Ist das für
eine Katholikin nicht ein bisschen blasphemisch?
Jetzt will ich langsam zu einem Ende kommen, sonst wird das Mail zu
schwer und gewichtig und bedeutsam.
Ich wünsche dir einen feinen Tag Malou
date: 29 January 2008 07:38
subject: tall talk
Liebe Malou
Lass mich dir wieder einmal ein ausgewachsenes Mail schreiben. Ich
glaube, heute morgen habe ich Lust und ein bisschen Zeit dazu.
Immer, wenn ich mir dich vorstelle, sehe ich dich still in einem
warmen Häuschen in winterlicher Landschaft. Du bist am Fersehen, am
Bügeln, Telefonieren oder Lesen vielleicht. Du bist still und
zufrieden in deiner gemütlichen Situation. Und K stelle ich mir vor
irgendwo in einem anderen Raum, mit irgendwas wie PC, TV oder einem
anderen Projekt beschäftigt. Aber es ist alles ruhig und friedlich und
geht seinen gewohnten Gang, ohne Aufregung, ohne zu grosse
Überraschungen. Du hast es doch gut Malou, nicht wahr?
Und ich bin beschäftigt durch und durch. Gestern, als ich nach
sovielen Krankheitstagen wieder zurück im Büro sass, war mein Pult
voll von Papieren und laufenden Projekten und Dingen. Das ist das
Schlimmste an Krankheiten, auch an Ferien, dass man in solch
überhängende Situationen zurückkehren muss, wo alles schreit nach
Erledigung und Erledigt-sein. Aber ich glaube, es ist nicht so
schlimm. Man darf auf dieses Schreien nicht allzu genau hinhören. Man
darf sich davon nicht nervös machen lassen. Das würde rein gar nichts
bringen.
Und so versuche ich einfach, die Dinge, die anstehen, zu erledigen.
Vielleicht haben wir Männer die dumme Angewohnheit, dass sie bei all
ihren Dingen, die sie zu tun haben, den Eindruck geben wollen, es sei
etwas Grosses, Wichtiges, Dringliches und Einzigartiges. Ja, das
glaube ich irgendwie nach all den Jahren, dass wir Männer uns mit
diesen Tätigkeiten und Pflichten selbst beschweren und selbst erhöhen
wollen. Deshalb machen wir sie schwierig und wichtig und dringlich und
weiss was alles. Unsere Gefühle dienen dazu, die Geschäfte
aufzublasen, mit denen wir zu tun haben. Ich sehe das bei meinem
Mitarbeiter. Bei ihm ist es überdeutlich. Jedes Mail, das er schreibt,
versieht er mit dem Zeichen "besonders wichtig". Jedes! Ich bin nicht
so. Aber ich bin eben auch ein Mann, also werde ich diese Angewohnheit
auch ein bisschen mit mir tragen.
Was wäre wenn es anders wäre. Wir Männer würden uns unwichtig,
leichtgewichtig, unbedeutend, unwürdig vorkommen. Es würde uns die
Bedeutung fehlen, die wir uns im Kontakt mit anderen Leuten wünschen.
Wir könnten ja dabei nicht über schwierige, dringliche, wichtige und
bedeutende Dinge erzählen, womit wir gerade beschäftigt seien. Ja, wir
wären so leicht und unbedeutend, dass jeder Windstoss uns dahinblasen
könnte.
Ich habe in den paar Tagen, da ich zuhause lag und meine
Lungenentzündung auskuriert habe, gezeichnet. Die Zeichnungen sind
klein. Aber ich habe sie mit Stiften koloriert. Vielleicht kann ich
ein paar davon scannen, dann werde ich sie dir zeigen? Sie sind so wie
damals die Zeichnung mit der Dame, die bügelt, und mit den armen
Seelen an der Wäscheleine. Erinnerst du dich? Anna hatte dich gefragt,
ob du das seist, diese Dame, die da einigermassen elegant auf Stand-
und Spielbein die verknitterten Sprechblasen bügelt. Ja, das ist nun
auch schon wieder einige Jahre her. Ach, wie die Zeit vergeht. Und auf
gar keine Weise lässt sie sich stoppen oder auch nur bremsen!!
Nächste Woche habe ich Ferien. Hier in der Gegend wird Fastnacht sein.
In Basel selbst kommt sie dann eine Woche später. Ich selbst will in
diesen Ferientagen noch meinen Keller durchsehen.
Ich habe dort noch einige Kisten mit Büchern und Dingen, die ich
vielleicht auspacken sollte. Du siehst Malou, ich bin auch nach einem
Jahr noch nicht 100% eingerichtet. Aber ich muss auch dafür sorgen,
dass ich nicht zuviele Dinge in meine engen vier Wände stelle. Ich bin
schon heute an der obersten Grenze. Ich mag das eigentlich. Aber es
wird alles ein wenig eng. Das schlägt sich mit der Zeit auf die Seele
nieder. Wahrscheinlich sollte ich einige Bücher weggeben. Aber ich
habe ungeheure Schwierigkeiten damit. Es gibt viele Bücher, von denen
ich weiss, dass ich sie niemals mehr in meinem Leben werde lesen
können oder wollen. Und dennoch macht es mir Mühe, sie einfach so
wegzugeben. Ich habe sogar etliche, um nicht zu sagen viele, die ich
noch nicht gelesen habe. Darunter sind zahlreiche Bildbände über Maler
aus den verschiedensten Stilepochen. Ach, es ist verrückt, wenn man
Bücher auf Vorrat kauft. Es ist wirklich verrückt. Ein Freund von mir
hat das Prinzip, dass er alle Bücher, die er gelesen hat, schliesslich
weitergibt. Er schenkt sie Bekannten und Freunden in der Hoffnung,
dass auch sie sie lesen würden. Er hatte mir vor einigen Jahren auch
eins gegeben. Aber ich habe es nocht nicht gelesen. Vorne drin steht
geschrieben "Kreta" und eine Jahrzahl. Wahrscheinlich hatte er den
Band in den Ferien am Meer gelesen. Und natürlich findet man ein Buch,
welches man am schönen Meeresstrand in wundervollem Sonnenschein
lesen kann, ein besonders gutes Buch. Eigentlich sollte man diesen ersten
Eindruck durch eine zweite Lektüre an schweizerischen Regentagen
nochmals testen. Bestimmt wirkt die Geschichte dann ganz anders. Aber
er hatte es gut gemeint mit mir. Vielleicht werde ich es mir ja noch
vornehmen. Es ist ein italienischer Autor und heisst irgendwie "die
Entstehung der Welt von Gott geschrieben" oder so ähnlich. Ist das für
eine Katholikin nicht ein bisschen blasphemisch?
Jetzt will ich langsam zu einem Ende kommen, sonst wird das Mail zu
schwer und gewichtig und bedeutsam.
Ich wünsche dir einen feinen Tag Malou
Mit lieben Gs und Ks
...
Samstag, 4. Februar 2012
Immer noch ritterlich
Königin Kristina
Ämne: Immer noch ritterlich
Datum: den 19 juni 2001 07:48
Liebe Marlena
Gestern war Montag. Morgens haben wir unsere Sitzung. Mittags habe ich Club. Und Nachmittags war ich mit einigen dringenden Geschäften unterwegs.
So bin ich heute Dienstag etwas früher ins Büro gefahren.
Nun ja, die gute "Identität". Wie gesagt, ich bin im Moment mit Schwanitz' Buch beschäftigt und denke versuchsweise seine Thesen und Gedanken weiter. Ich kämpfe also nicht nur in einer Rüstung, sondern mit einem etwas verlängerten Spiess. Nicht, dass ich damit allzu sehr in der Welt herumwütete. Nein, ich brauche ihn sozusagen als Brücke für meine Ameisen ;--).
Schwanitz sagt, wenn du das wirkliche Ich eines Mannes kennenlernen willst, dann beobachte seine Hobbies. Im Gegensatz zur Frau verdrängt der Mann seine eigenen Gefühle, projiziert sie aber in seine Leidenschften ausserhalb. Wenn Du also mit dem Mann über Gefühle reden willst, dann stösst Du auf Granit. Er kennt sie selbst nicht. Wenn Du ihn aber über seine Hobbies erzählen lassen kannst, wirst du reichlich belohnt werden.
Das ist, unter uns gesagt, keine schlechte Faustregel. Schwanitz sagt, dass ein Mann, der über seine Gefühle redet, kein Mann ist. Das heisst, er fühlt sich in diesem Moment nicht wirklich als Mann. Und das hält er nicht besonders lange aus. Es gibt kurze Momente, wo es gelingen mag. Aber im wesentlichen mag der Mann, der etwas auf sich hält, das nicht.
Sie Dich vor, Marlena, die Männer sind ganz anders, als Du es Dir immer gedacht hast. Und mein "wirkliches Ich" ist wohl diese komplizierte Kombination von Rüstung und Gefühlschaos, wie es der Autor etwas pointiert beschreibt.
*
Ich beneide Dich um Deine Situation in Schweden, da Du das Meer gleich vor der Türe hast. Es mag etwas kühl sein bei Euch, aber es ist wunderbar, so nahe beim Wasser zu leben. Das bringt eine Weite in die Gefühle und in die Mentalitäten, die uns Schweizern wohl eher fehlt.
Ich habe gestern Abend einen Artikel gefunden, den ich vor einiger Zeit beiseite gelegt hatte. Es war ein Text von einer gewissen Laure Wyss über die schwedische Barockkönigin Christina. Und ich erinnerte mich natürlich der paar Dinge, die Du mir über sie erzählt hattest. Sie war die Tochter des Königs Gustav Adolf II, und eigentlich fing alles mit einer Falschmeldung an, weil die Hebamme glaubte, sie wäre ein Prinz und keine Prinzessin. Ihre Tante hatte dann den Mut, den König über den wahren Sachverhalt aufzuklären. Sie muss eine echt burschikose Prinzessin gewesen sein. Und besonders intelligent und unabhängig und mutig. Und sie war nicht hübsch, soll sogar eine schiefe Schulter getragen haben. Das erklärte sie damit, dass man es verschwörerisch auf sie als Thronfolgerin abgesehen hätte. Andere behaupten, ein herunterfallender Balken hätte sie noch in der Wiege getroffen. Auf jeden Fall gab sie sich rundum ziemlich männlich. Sie soll von Prag eine ansehnliche Ladung an Raubkunst heimtransportiert haben. Und sie hat, wie Du ja weißt, schliesslich auf den Thron verzichtet, in Rom gelebt und ist zum Katholizismus übergetreten und auch in Rom gestorben. Das würde ja - in die Zeit des kalten Krieges übersetzt - heissen, dass einer von Amerika nach Russland übersiedelt wäre. Das kann man sich wirklich bloss als "von Liebe motiviert" vorstellen. Von einer Liebe in den Vatikan hinein war aber hier nirgendwo die Rede. Doch schon möglich, dass sie im schönen und warmen Rom einen süssen femininen Priester gefunden hat.
*
Heute fahre ich nach L. Ich habe dort noch eine Beratung. Schade, dass das Wetter noch ziemlich trüb und kühl geblieben ist. Es soll sich erst in den nächsten Tagen bessern.
Und gerade höre ich im Radio, dass nach einer OECD-Studie die Bildung einer der wichtigsten Faktoren im oekonomischen Wachstum eines Staates darstellt. Höre mal an. Das wird den Druck in Richtung erhöhte Effizienz und Effektivität erhöhen. Es ist, wie wir alle wissen, das Ende der Jugend.
*
Geniesse Deine Ferien auch für mich bisschen.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag
Mit einem lieben Gruss
Ohne Rüstung?
Ämne: Ohne Rüstung?
Datum: den 16 juni 2001
Lieber ...,
Immer noch muss ich schmunzeln wenn ich an deine tollen Fantasien denke. Nie hätte ich mir vorstellen können, dass es so schrecklich ist ein Mann zu sein. Und wie wäre es, wenn du deine Rüstung für einen Augenblick ausziehen würdest. Ich könnte dir helfen diese Armee von Ameisen von dir wegzulocken damit du einmal fühlen kannst wie schön es ist ohne sie zu sein. :-)
---
Es ist schön um mich herum. Man kann wieder durch die Fensterscheiben sehen und die Fussböden in der Diele und Küche glänzen. Ich habe mich auf den unteren Stock konzentriert.. oben kann ich Ordnung schaffen wenn K wieder hier ist. Er kommt Anfang nächste Woche aus dem Baltikum zurück (hoffe ich). Ich wage niemandem ausser dir zu sagen dass ich nicht weiss an welchem Tag.
Und nun noch ein paar Worte zu dem Thema Identität. Ich habe doch neulich alle deine Ameisen damit mobilisiert. Und dann schreibst du mir einen Brief um alles zurechtzulegen, aber wenn ich ihn genau lese, muss ich doch zu dem Ergebnis kommen dass du eine neue Identität suchst. Du wirfst altes hinaus und möblierst neu... Darf ich dich fragen in welchem Stil du möblierst??
Ach, weißt du .., wir spielen mit Worten (und natürlich macht es Spass so etwas zu tun) aber ich möchte auch dass wir ernst sein können zu einander. Dass du nicht immer in deiner Rüstung auftrittst.. ich möchte dich sehen so wie du bist. Ich möchte deine heimlichen Gedanken, Träume und Ängste kennen.. ich möchte so viel. Und eigentlich reicht es, dass du mein lieber lustiger Mailpartner bist, der mir so viel Freude schenkt, die ich dann an meine Umgebung weiterleiten kann, und der meine Sprache mit neuen Wörtern bereichert wie Stresstauglichkeit und Entscheidungsfähigkeit.
Es ist Mitternacht geworden und vielleicht schläfst du schon.. und am liebsten möchte ich nun
".. jemanden einsingen, bei jemandem sitzen und sein.."
Ich wünsche dir einen schönen Tag
Marlena
Datum: den 16 juni 2001
Lieber ...,
Immer noch muss ich schmunzeln wenn ich an deine tollen Fantasien denke. Nie hätte ich mir vorstellen können, dass es so schrecklich ist ein Mann zu sein. Und wie wäre es, wenn du deine Rüstung für einen Augenblick ausziehen würdest. Ich könnte dir helfen diese Armee von Ameisen von dir wegzulocken damit du einmal fühlen kannst wie schön es ist ohne sie zu sein. :-)
---
Es ist schön um mich herum. Man kann wieder durch die Fensterscheiben sehen und die Fussböden in der Diele und Küche glänzen. Ich habe mich auf den unteren Stock konzentriert.. oben kann ich Ordnung schaffen wenn K wieder hier ist. Er kommt Anfang nächste Woche aus dem Baltikum zurück (hoffe ich). Ich wage niemandem ausser dir zu sagen dass ich nicht weiss an welchem Tag.
Und nun noch ein paar Worte zu dem Thema Identität. Ich habe doch neulich alle deine Ameisen damit mobilisiert. Und dann schreibst du mir einen Brief um alles zurechtzulegen, aber wenn ich ihn genau lese, muss ich doch zu dem Ergebnis kommen dass du eine neue Identität suchst. Du wirfst altes hinaus und möblierst neu... Darf ich dich fragen in welchem Stil du möblierst??
Ach, weißt du .., wir spielen mit Worten (und natürlich macht es Spass so etwas zu tun) aber ich möchte auch dass wir ernst sein können zu einander. Dass du nicht immer in deiner Rüstung auftrittst.. ich möchte dich sehen so wie du bist. Ich möchte deine heimlichen Gedanken, Träume und Ängste kennen.. ich möchte so viel. Und eigentlich reicht es, dass du mein lieber lustiger Mailpartner bist, der mir so viel Freude schenkt, die ich dann an meine Umgebung weiterleiten kann, und der meine Sprache mit neuen Wörtern bereichert wie Stresstauglichkeit und Entscheidungsfähigkeit.
Es ist Mitternacht geworden und vielleicht schläfst du schon.. und am liebsten möchte ich nun
".. jemanden einsingen, bei jemandem sitzen und sein.."
Ich wünsche dir einen schönen Tag
Marlena
Donnerstag, 2. Februar 2012
Für und gegen Ameisen
.
Ämne: Für und gegen Ameisen
Datum: den 15 juni 2001 08:49
Liebe Marlena
Ja, ich glaube, ich weiss doch einigermassen, was Du mit dieser Attacke der Ameisen meinst. Und ich glaube auch, dass Du recht hast. Ich merke das zwar meist nicht bei mir selbst, sondern bei meinen Mitarbeitern.Die Männer haben eine Tendenz, aus jeder kleinen Frage gleich ein Indizienprozess mit grossen Worten zu machen. Dazu kommt mir jenes Bild von Rubens in den Sinn, welches ich vor 20 Jahren einmal kopiert habe. Du hast mir davon mal ein Bild geschickt. Dort sind die Männer mit schimmernden Rüstungen und Helmen bekleidet, während die Frauen und Kinder mehr oder weniger nackt in der Natur herumstehen und agieren. Ich glaube, die Barockmalerei - und nicht nur sie - übt eine raffinierte Faszination durch diesen Kontrast zwischen kaltem Metall und warmem Fleisch. Und das ist es doch, was Du in der Diskussion beobachtest.
Nun ja, wenn ich das sehe, dann bin ich sozusagen in der neutralen und distanzierten Position des Zwitters. Als Mann unterliege ich diesen kulturellen Schemata natürlich jederzeit. Das weiss ich auch. Ich kenne die geheime Lust, eine solche Diskussion vom Zaune zu reissen. Und wenn immer es geschieht, dann erinnere ich mich im Stillen an die Zeit des Gymnasiums und der Universität, wo man diese Art des Kampfes gelernt und eingeübt und immer wieder durchgespielt hat.
Um das hübsche Bild mit den Ameisen aufzunehmen, liebe Marlena, so muss man sich die Sache doch so vorstellen: Die Ameisen, die daherkommen, und vor denen Du fliehen möchtest, um nicht gebissen zu werden, diese Ameisen kommen aus einem dunkeln Versteck. Und wenn Du genau beobachtest, siehst Du, dass sie aus der Rüstung des Mannes krabbeln. Aus allen Ritzen und Öffnungen klettern sie heraus und suchen sich ihren Weg. Und wenn Du Dich dann von Deinem Schock etwas erholt hast, dann wirst Du Dir vorstellen können, wie es sich innerhalb einer solchen Rüstung anfühlen muss. Das ist ein veritables Ameisennest dort drinnen. Das ist der Horror per se. Und trotzdem singt Prefessor Higgins in "My fair lady" "weshalb können Frauen nicht mehr sein wie Männer?".
*
Interessant, welche Eigenschaften Anna für die Zukunft empfiehlt. Das eine kann man überigens ungefähr mit "Stresstauglichkeit" übersetzen. Finde ich in der Tat eine wichtige Eigenschaft. Am meisten hat mit "Quellenkritik" verblüfft. Ich halte das zwar eher für eine Fähigkeit denn eine menschliche Eigenschft. Aber es ist richtig und von einem jungen Menschen gedacht, der sich im Internet auskennt. Ich pflege statt dessen die Eigenschaft der Entscheidungsfähigkeit in den Vordergrund. Ich glaube in unserer Welt der zahllosen Möglichkeiten ist es eine wichtige Überlebensstrategie, rasch und instinktsicher zwischen Ja und Nein entscheiden zu können. Und ich würde jetzt - zu meiner Ehrenrettung - die Quellenkritik unter die Entscheidungsfähigkeit nehmen.
(Da siehst Du Marlena, ich brauche das Wort "Ehrenrettung". Ich habe das Wort an sich zwar spielerisch gemeint, so als eine Art zu reden, aber genau genommen kommt es aus jenem gesellschaftlichen Spiel der gerüsteten Männer und der nackten Frauen. Doch jetzt genug der Selbstbezichtigung!!!)
Im Übrigen möchte ich Anna 100% zustimmen. Und gerade die Eigenschften und Kompetenzen, der Kreativität, der Offenheit, der sozialen Fähigkeiten und der Flexibilität verlangen ein Selbst, das kohärent, aber doch nicht statuesk mit sich selbst identisch ist. Das moderne Subjekt braucht eine lockere Oberflächenstruktur, um sich in dieser verrückten Welt leicht ein- und ausklinken zu können. Die Rüstung ist dafür absolut ungeeignet. Mit einer Rüstung steht man ziemlich steiff und den unüberblickbaren Kräften hilflos ausgeliefert in der lebendigen Landschaft.
*
Ach, und was Du über die Jesuiten sagst, und über die Frage des glücklichen Lebens, womit wir wieder bei Epikur wären, das kann ich im Moment einfach nicht beantworten.
Ich wünsche Dir ein gutes Wochenende. Du bist glücklich und geniesst die schöne Zeit, das merkt man durch Deine Zeilen.
Mit G+K...
Ämne: Für und gegen Ameisen
Datum: den 15 juni 2001 08:49
Liebe Marlena
Ja, ich glaube, ich weiss doch einigermassen, was Du mit dieser Attacke der Ameisen meinst. Und ich glaube auch, dass Du recht hast. Ich merke das zwar meist nicht bei mir selbst, sondern bei meinen Mitarbeitern.Die Männer haben eine Tendenz, aus jeder kleinen Frage gleich ein Indizienprozess mit grossen Worten zu machen. Dazu kommt mir jenes Bild von Rubens in den Sinn, welches ich vor 20 Jahren einmal kopiert habe. Du hast mir davon mal ein Bild geschickt. Dort sind die Männer mit schimmernden Rüstungen und Helmen bekleidet, während die Frauen und Kinder mehr oder weniger nackt in der Natur herumstehen und agieren. Ich glaube, die Barockmalerei - und nicht nur sie - übt eine raffinierte Faszination durch diesen Kontrast zwischen kaltem Metall und warmem Fleisch. Und das ist es doch, was Du in der Diskussion beobachtest.
Nun ja, wenn ich das sehe, dann bin ich sozusagen in der neutralen und distanzierten Position des Zwitters. Als Mann unterliege ich diesen kulturellen Schemata natürlich jederzeit. Das weiss ich auch. Ich kenne die geheime Lust, eine solche Diskussion vom Zaune zu reissen. Und wenn immer es geschieht, dann erinnere ich mich im Stillen an die Zeit des Gymnasiums und der Universität, wo man diese Art des Kampfes gelernt und eingeübt und immer wieder durchgespielt hat.
Um das hübsche Bild mit den Ameisen aufzunehmen, liebe Marlena, so muss man sich die Sache doch so vorstellen: Die Ameisen, die daherkommen, und vor denen Du fliehen möchtest, um nicht gebissen zu werden, diese Ameisen kommen aus einem dunkeln Versteck. Und wenn Du genau beobachtest, siehst Du, dass sie aus der Rüstung des Mannes krabbeln. Aus allen Ritzen und Öffnungen klettern sie heraus und suchen sich ihren Weg. Und wenn Du Dich dann von Deinem Schock etwas erholt hast, dann wirst Du Dir vorstellen können, wie es sich innerhalb einer solchen Rüstung anfühlen muss. Das ist ein veritables Ameisennest dort drinnen. Das ist der Horror per se. Und trotzdem singt Prefessor Higgins in "My fair lady" "weshalb können Frauen nicht mehr sein wie Männer?".
*
Interessant, welche Eigenschaften Anna für die Zukunft empfiehlt. Das eine kann man überigens ungefähr mit "Stresstauglichkeit" übersetzen. Finde ich in der Tat eine wichtige Eigenschaft. Am meisten hat mit "Quellenkritik" verblüfft. Ich halte das zwar eher für eine Fähigkeit denn eine menschliche Eigenschft. Aber es ist richtig und von einem jungen Menschen gedacht, der sich im Internet auskennt. Ich pflege statt dessen die Eigenschaft der Entscheidungsfähigkeit in den Vordergrund. Ich glaube in unserer Welt der zahllosen Möglichkeiten ist es eine wichtige Überlebensstrategie, rasch und instinktsicher zwischen Ja und Nein entscheiden zu können. Und ich würde jetzt - zu meiner Ehrenrettung - die Quellenkritik unter die Entscheidungsfähigkeit nehmen.
(Da siehst Du Marlena, ich brauche das Wort "Ehrenrettung". Ich habe das Wort an sich zwar spielerisch gemeint, so als eine Art zu reden, aber genau genommen kommt es aus jenem gesellschaftlichen Spiel der gerüsteten Männer und der nackten Frauen. Doch jetzt genug der Selbstbezichtigung!!!)
Im Übrigen möchte ich Anna 100% zustimmen. Und gerade die Eigenschften und Kompetenzen, der Kreativität, der Offenheit, der sozialen Fähigkeiten und der Flexibilität verlangen ein Selbst, das kohärent, aber doch nicht statuesk mit sich selbst identisch ist. Das moderne Subjekt braucht eine lockere Oberflächenstruktur, um sich in dieser verrückten Welt leicht ein- und ausklinken zu können. Die Rüstung ist dafür absolut ungeeignet. Mit einer Rüstung steht man ziemlich steiff und den unüberblickbaren Kräften hilflos ausgeliefert in der lebendigen Landschaft.
*
Ach, und was Du über die Jesuiten sagst, und über die Frage des glücklichen Lebens, womit wir wieder bei Epikur wären, das kann ich im Moment einfach nicht beantworten.
Ich wünsche Dir ein gutes Wochenende. Du bist glücklich und geniesst die schöne Zeit, das merkt man durch Deine Zeilen.
Mit G+K...
Mittwoch, 1. Februar 2012
Re: Veränderte Welt

Ämne: Bättre fly än illa fäkta..
Datum: den 14 juni 2001 09:23
(ungekürzt)
Lieber ...,
So ist es falls du es nicht kennst:
Du sitzt so in aller Ruhe am Flussufer und geniesst das Leben und dann siehst du wie sich eine Ameise deinem Fuss nähert. Du willst nur verhindern dass sie darüber kriecht und versuchst ihr den Weg zu versperren. Und plötzlich hat sie (es ist mir immer ein Rätsel wie sie das tut) eine ganze Armee von Ameisen mobilisiert, die dich angreifen bis du für gut findest zu fliehen.
Und so ist es hier auch passiert. Ich war vielleicht etwas unvorsichtig mit meinen Worten und schon hast du ein ganzes Heer von Argumenten gegen mich mobilisiert. Und wie sollte ich mich verteidigen können? Ich kenne meinen Gegner. Ich habe nicht seine scharfen Waffen. ;-)
Manchmal denke ich wirklich dass es einen fundamentalen Unterschied gibt zwischen männlich und weiblich. Wir Frauen begnügen uns oft damit etwas intuitiv zu erkennen während ihr Männer alles auseinandernehmen müsst um es in ihren Details analysieren zu können und zu verbalisieren. Nun, das gehört ja auch zu deinem Beruf. Du musst mit der neuen Welt vertraut sein um den Menschen helfen zu können einen Weg darin zu finden. Denn ein Chaos ist es was die modernen Menschen überflutet.
Meine Meinung ist noch immer (bin ich da sehr altmodisch?) dass die Familie die grösste Bedeutung hat um harmonische, in sich sichere Menschen zu schaffen, die diesem Chaos mit Ruhe begegnen können. Wenn sie in ihren frühen Jahren dieses Gefühl von Geborgenheit bekommen glaube ich dass sie sich leichter zurechtfinden können auch in Zeiten starker Veränderung.
Wir haben da einen Text in unserem Französischbuch über eine solche moderne Familie, von der du sprichst, und bevor wir den Text lesen, machen die Schüler immer ein Interview was ihrer Ansicht nach das wichtigste ist für eine glückliche Familie. Und alle haben an erster Stelle "Eltern die sich lieben". Und du als Psychologe weißt, dass es Menschen gibt die ohne diese warme Atmosphäre aufwachsen müssen. Sicher sind es diejenigen die euch am meisten brauchen. Und ich glaube man soll neben der Familie auch nicht die Religion vergessen. Denn in unserer (zumindest in Schweden) ziemlich atheistischen Welt gibt es doch junge Leute die dort einen Halt für ihr Leben finden.
Ich habe übrigens Anna gefragt welche menschlichen Eigenschaften für die Zukunft besonders wichtig sein werden. Und hier ihre Antwort:
Flexibilität, Offenheit (Neugier), soziale Kompetenz, Kreativität, "stresstålighet" (weiss nicht auf Deutsch, aber die Fähigkeit Stress zu ertragen), Stärke und schliesslich in dieser neuen IT-Welt : Quellenkritik, Information sieben können. Voilà!
*
Ach weißt du .., eigentlich kümmert mich diese neue Welt nur wegen Anna (also die neue Generation) und wie du sagst finden sich die jungen Leute irgendwie intuitiv damit zurecht. Was uns kümmert, dich und mich, ist wohl mehr die Frage wie wir den Rest unseres Lebens gestalten sollen. Wir sind uns bewusst dass es nicht ewig ist und wir ängstigen uns vor der Frage: Was habe ich daraus gemacht? Weißt du, ich finde dass ich ein ziemlich glückliches Leben habe und trotzdem kann ich diese Frage nicht sehen ohne zutiefst zu erschrecken. Und in zehn Jahren (falls ich noch lebe) werde ich mir die Frage stellen: Warum hast du dein Leben nicht geändert? Ich weiss dass ich sie stellen werde ...
*
Lass uns ruhig weiterlesen .., es ist doch schön Ideen (auch seine eigenen) von anderen gut ausgedrückt wiederzufinden, vielleicht neue Anregungen zu bekommen. Ich bin doch schliesslich kein katholischer Priester, der etwas gegen deine Wahl von "Vorbildern" (sorry, war nur ein Scherz) einzuwenden hätte. Übrigens gibt es meiner Meinung nach keine mehr nachsichtigen Leute als Jesuiten. ;-)
Ja, ich lese "Das Parfum" und auch ich kann nicht richtig die etwas übertriebenen Worte meiner Kollegen verstehen. Zeitweise langweilt es mich ein wenig, aber ich warte noch immer... Es ist aber ein Genuss etwas in deutscher Sprache zu lesen und du musst zugeben dass er sich gut ausdrücken kann. Kannst du mir etwas besseres empfehlen? Gern etwas gutes von schweizerischen Schriftstellern. Aber es muss etwas sein das dir besonders gefallen hat.
Nun würde ich gern dieses pretenziöse Ding von einem Mail nochmals durchkontrollieren.. aber dann delete ich es sicher..und ich möchte doch bald wieder ein Mail von dir..
Hier ist immer noch ganz wunderbares Sommerwetter.. aber ich werde mich nun etwas nützlich machen und die Fenster putzen..
Lass mich bald wieder von dir hören.
Mit einem lieben warmen Sommergruss und einem Bild von Anna,
Marlena
Re: Identität????
Ämne: Re: Identität ????
Datum: den 14 juni 2001
Lieber ...,
Ich habe gerade dein Mail gelesen und jetzt muss ich erst mal fest nach Luft schnappen... Weisst du wie ich mich fühle? Als ob ich am Flussufer im Sand eine Ameise verärgert hätte .. oder nach einer Mücke geschlagen..
Kennst du diese Situation?
Ich werde dein Mail sobald wie möglich beantworten. Bis dahin alles Gute und einen schönen Tag.
Hier ist es unbeschreiblich schön im Augenblick..
G+K
Marlena
Datum: den 14 juni 2001
Lieber ...,
Ich habe gerade dein Mail gelesen und jetzt muss ich erst mal fest nach Luft schnappen... Weisst du wie ich mich fühle? Als ob ich am Flussufer im Sand eine Ameise verärgert hätte .. oder nach einer Mücke geschlagen..
Kennst du diese Situation?
Ich werde dein Mail sobald wie möglich beantworten. Bis dahin alles Gute und einen schönen Tag.
Hier ist es unbeschreiblich schön im Augenblick..
G+K
Marlena
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